Banglabagh75
Oldschoolveteran
Hi Bangla,
okay, kleiner Exkurs zum Licht. Wie ich schon schrieb, ich will, daß meine Kinder immer Licht anhaben, wenn sie allein unterwegs sind. Ich frage mich in meiner Fahrradstadt Oldenburg immer wieder, wie die ganzen Dunkelfahrer überleben, wenn sie auf der falschen Straßenseite ohne Licht dahingondeln. Ich passe, wenn ich Auto fahre, immer auf wie ein Luchs; täte ich das nicht, hätte ich schon einige über'n Haufen gefahren. Vielleicht machen das alle, zumindest viele so, aber verlassen will ich mich lieber nicht darauf.
In meiner Münchener Zeit bin ich die ersten zwei Jahre auch mit Akkulicht gefahren, auf Schnee durch den englischen Garten, insgesamt 9km täglich hin und wieder zurück. Ich weiß, wie ich dann während der Fahrt gemerkt habe, die Lampe fängt an zu funzeln, muß ich wohl laden, und wenn ich dann abgekämpft, weil gerast wie ein Irrer, nach Hause kam, hab' ich's verbaselt und fuhr am folgenden Tag also ohne Licht...
Dann habe ich umgerüstet: Zwei SON-Laufräder für meine Frau und mich gebaut und ab da keine Gedanken mehr an das Licht, die verdammten Akkus, aufstecken, abstecken etc. In der Stadt war das die absolute Wohltat - und ist es immer noch. Und wenn ich schon zu bräsig bin, mich um Lampen und Akkus zu kümmern, wird Phillipp es noch viel mehr sein, der weiß ja 10 Minuten später nicht mehr, wo er was hingelegt hat.
Auf den Transalps, auch auf Radreisen, ist das was anderes, da bin ich organisiert, habe daher das Licht wieder abmontiert, leichtes Laufrad drauf, 6kg-Rucksack und Stirnlampe bzw. Minirücklicht mit Batterien dabei. War auch immer nötig, so oft wie wir in die Dunkelheit gekommen sind.
Es ist mmer ein Kompromiß. Ich bin überhaupt kein Nostalgiefan, es soll immer leicht und praktisch sein. Widerspricht sich manchmal, dann wähle ich meist praktisch. Ein Gepäckträger ist auch praktisch, daher kommt er auch drauf. Sollte Philipp mal mit mir in die Berge fahren, kann ich das alles schön abmontieren, leichtes vorderes Laufrad drauf und los geht's. Ansonsten wird's halt so leicht wie mit meinen Vorgaben möglich, also irgendwas unter 9 kg mit allem drum und dran. Mit der Moskitogabel vielleicht sogar 8,5.
Oliver
Licht ist im Straßenverkehr (und auch im Gelände, wenn man in der Dunkelheit fährt) sehr wichtig, das steht außer Zweifel.
Akkulampen haben für dich also den Nachteil, dass die Akkus zu schnell leer werden. Gut, dann kommen die für dich nicht in Frage, okay (bin noch nie nen ganzen Tag lang gefahren, um zu sehen, ob dann die Lichtleistung schwächer wird; außer Island, da hatte ich aber gar kein Licht dabei, hab´s auch nicht gebraucht, bin z. B. in der "Missetäter"-Wüste 2 Tage lang keinem anderen Fahrzeug/Menschen begegnet).
Aber was spricht dann gegen LED? Grade wo du selbst schreibst "es sollte immer leicht und praktisch sein" - was gibt es denn leichteres und praktischeres wie LED-Leuchten?
Ich verwend das Zeugs seit über 10 Jahren, egal ob nun beim Trekking in Island oder beim täglichen Überlebenskampf (bzw. nächtlichen Toilettengang an den Haustieren vorbei zum Plumpsklo
