badsantanumerouno schrieb:
Ist das hintere Ausfallende (wenn man es so nennen kann. naja sagen wir besser das hintere Ding) schon etwas nach oben (also unten) gebogen???
Naja, iss ja Stahl, das kann man immer wieder zurückbiegen. Kann nix passieren. Glaub ich.
Meinst du vom hinterem im Bild zu erkennenden Ausfallende das von der Kettenstrebe kommende dünne Stückchen Stahl?

JA - ist hier auf dem Bild schon ein wenig verbogen. Kommt vom Anziehen der Achsmuttern. Irgendwann war das dann fast 30° verbogen...

Da habe ich's tatsächlich einfach zurückgebogen und gut war's wieder.
Dieses kleine Stück muss hauptsächlich ein wenig Angriffsfläche für die Klemmung bieten und nicht so große Kräfte aufnehmen, daher habe ich da auch keine große Angst, dass es bricht... Die hatte ich eher um den dünnen Steg darüber (bzw. im Bild darunter)...
Im Moment fahre ich aber eh (seit einiger Zeit schon) mit durch nach hinten verschobene Nabe gespannter Kette...
Das Ganze hält jetzt übrigens schon etliche Wochen und Hunderte von Kilometern, und das bei andauerndem (10 Mal Minimum) Laufradein- und -ausbau. Und jetzt seit einer Woche sogar mit Schnellspanner (so fest, wie ich ihn mit dem Fuß und meinem ganzen Gewicht noch angeknallt kriege)...
Quantic schrieb:
genau das problem hab ich auch
Worann kann das liegen? ungenaue Fertigung von Kurbel, Kettenblatt oder Innenlager? oder hab ich die Achse des innenlagers verbogen? oder hab ich einfach nur schlampig das KB montiert
Bevor ich dieses Problem nicht gelöst habe bringt mir weder ne ENO noch ein SSP-tauglicher Rahmen was.
...nein, ich will nicht mit Spanner fahren
Ich habe mittlerweile herausgefunden, woran es meistens liegen dürfte (und bei mir auch immer gelegen hat): Und zwar an der
Montage des Blattes auf der Kurbel!
Je nachdem welche Kurbel und welches Blatt du fährst kann es nämlich sein, dass das Blatt bei der Montage NICHT automatisch zentriert ist! Die vier oder fünf Kettenblattschrauben allein lassen nämlich in den meisten Fällen immer noch ein gewisses Spiel zu, dass zu einem taumelnden Blatt führen kann. Vor allem, wenn man so kurze Kettenblattschrauben fährt, dass die "Mutternstücke" nicht in Kurbelaufnahme UND Blatt greifen (Ist gerade bei mir so!).
Um das zu verhindern, sollte bei den meisten Kurbeln außen und innen (innen ist's nicht immer vorhanden - meine 99er Turbine LP hat innen keinen!) ein "Steg" sein und an den Blättern ein genau dazu passend geschnittener Radius innerhalb des Lochkreises (Mann - total schwer zu erklären!), so dass schon bei Auflegen des Blattes auf die Kurbel möglichst wenig Spiel vorhanden ist. Und das klappt tatsächlich - bei hochwertigen Komponenten! So ist es bei mir mit TA-Blatt und FSA V-Drive-Kurbel.
Benutze ich aber bei meiner Turbine-LP-Kurbel mein billiges Stronglight-Blatt oder bei meiner FSA mein gestanztes FSA Stahl-Blatt, dann ist auf einmal noch ein Millimeter oder so Platz - die das Blatt dann auch schon fast komplett dazu nutzen kann zu taumeln! Offensichtlich sparen sich die Hersteller einfach bei billigen Blättern diesen Arbeitsschritt, der eine sehr große Genauigkeit erfordert...
Was du also machen kannst: Blatt lösen, dann alle Schrauben gerade mal nicht festziehen und schauen, ob das Blatt Spiel hat. Falls ja, wird das tatsächlich auch, wie ich vermute, dein Problem sein. Dann per Augenmaß das Blatt mittig festschrauben. Das geht ganz gut, man hat an den Aufnahmen immer irgendwelche Punkte, wo man die vier oder fünf Aufnahmen auf Deckungsgleichheit überprüfen kann. Dann festziehen, montieren und überprüfen ob's rundläuft: Einfach Kurbel drehen lassen und etwas (Finger, Schraubenzieher, Zahnstocher, ...) gegenhalten. Eventuell so den Punkt des Blattes herausfinden, an dem es noch zu weit außen sitzt und nachkorrigieren.
(Genau so habe ich es übrigens auch bei meinem an die Discaufnahme geschraubten DX-Ritzel machen müssen!)
Ob es so ungenau gefertigte Blätter gibt, dass die selbst schon unrund laufen, weiß ich nicht. Kann ich mir aber kaum mehr vorstellen...
Wenn es an der Kurbelaufnahme liegt, müsste das Blatt ja auch in Richtung der Innenlagerachse taumeln - was du dann bei drehender Kurbel erkennen müsstest. Ein solches Taumeln kann aber auch an einem verzogenen Blatt liegen!
Ganz leicht verzogen ist bei mir übrigens mittlerweile jedes Blatt...

Und bei Vierkantinnenlagern ist es außerdem auch möglich, dass die Kurbel in einer Position (sie kann ja in vier Positionen auf den Vierkant gesteckt werden) am wenigsten und in einer am meisten taumelt - einfach ausprobieren.
Viel Spaß beim Herausfinden und Enttaumeln...
