Splash schrieb:
Also mein primäres Problem ist, dass die Aufzeichnung eine Trennung in Bröl hat. Es scheint mir so, als wäre die Aufzeichnung dort unterbrochen worden. Daher habe ich 2 Höhenprofile, die man halt zusammen addieren müsste:
Eine Addition der grössten Steigungen an sich ist imho mehr als Fehlerträchtig. Bzw die Vernachlässigung der kleineren Steigungen ist bei einer solchen Tour absolut zweckfremd und macht nur als Annäherung bei einer Bergbefahrung Sinn, wo es kaum Wechsel im Auf und Ab gibt. Beispiele könnte man mit den Topo-Berechnungen genug aufzeigen. Von daher sollten wir uns auf die Auswertungen aus den Kartensoftwareprodukten konzentrieren. Ich tippe jetzt mal, dass die Angabe der hm aus einem HAC oder so kommt, mit dem die Tour auch aufgezeichnet wurde (bitte Info wo die hm-Angabe her kommt).
Eine Auswertung der Messpunkte in eine Tabelle scheint die Top10-Software (der Geogrid-Viewer) nicht vorzusehen. Ich halte dies auch für absolut zweckfremd. Begründung: Wenn zwischen 2 Messpunkten zB eine Anhöhe liegt, so würde ich diese mit einer Tabellen-Auswertung vernachlässigen. Die Auswertung durch eine Kartographie-Software erkennt automatisch, dass zB zwischen Messpunkt A und B eine Anhöhe ist und rechnet die entsprechenden hm ein, wärend diese bei einer tabellarischen unter den Tisch fallen würden. Da die Messpunkte teilweise auch einen km auseinander liegen, kann es leicht dazu kommen, dass schon bei einem Messpunkt 10-20 hm unter den Tisch fallen. Wenn Du so weiter addierst, dann hast Du die sehr grosse Toleranz. Da ich die Berechnung von MagicMaps nicht kenne, gehe ich davon aus, dass MM bei der Berechnung der hm an der Stelle den Fehler macht. Beweisen kann ich das nicht, jedoch halte ich subjektiv die Geogrid-Software, die vom LVA mit deren digitalen Karten herausgegeben wird, für eher vertrauenswürdig. Ich lasse mich jedoch auch gerne eines besseren belehren
Mich interessiert das Thema Tourplanung und -auswertung mit Kartographiesoftware auch sehr
Sei mir nicht böse, aber das sind Befindlichkeiten und Mutmaßungen, die Du äußerst. MagicMaps basiert auf dem gleichen Höhenmodell wie TOP50 und TOP10, lediglich die Rasterbreite und die Genauigkeit hinter dem Komma ist unterschiedlich.
Ist die mir vorliegende ASCII-OVL-Datei nun diejenige, die aufgezeichnet wurde oder nicht? Und wenn ja, womit und liegen noch die Originalmessdaten vor, d.h. Höhenmeter pro Trackpunkt (die Positionsdaten wurden ja wohl zweifellos mit dem GPS ermittelt). Das Problem, das Trackpunkte zufälligerweise nicht mit einem Rasterhöhenangabepunkt identisch ist, trifft wahrscheinlich auf 95% aller aufgezeichneten Trackpunkte zu.
Bei Deinem Beispiel ein Trackpunkt vor und hinter der Kuppe (Rasterpunkt auf der Kuppe) wird ein virtueller Trackpunkt in der Höhenauswertung erzeugt mit dem tatsächlichen Höhenwert bzw. durch Mittelung wird ein neuer virtueller Rasterpunkt errechnet (wird so in MagicMaps gemacht, wissen nicht mutmaßen oder Fragen stellen

). Dieses Problem der Ungenauigkeit bleibt mathematisch relevant so lange vorhanden, bis die Rasterbreite höchstens halb so breit ist, wie der engste Abstand zwischen nebeneinanderliegenden Trackpunkten. (Prinzip der Sampling-Technik: Die Abtastfrequenz muss mindestens doppel so hoch sein wie die höchste zu erfassende Frequenz)
Fazit: Wollte man bei der TOP10 die Rasterbreite auf z.B. 1 m reduzieren, würde dies den Speicherbedarf verhundertfachen. Selbst mit einem DVD-Medium ist dies nicht praktikabel zu bewältigen.
Wenn das o.g. Profil der mir vorliegenden ASCII-OVL-Datei stimmt, d.h. die aufgezeichneten Positionen und Streckenlänge sowie -führung (im Rahmen von üblichen Messfehlern) identisch ist mit, der die gefahren wurde, dann ergibt die manuelle Auswertung der wesentlichen Höhenanstiegen rund 600 hm. D.h. die kleineren Anstiege müßten also nach Deiner Einschätzung 900 hm +/- 70 hm ausmachen.
Wir könnten jetzt ein Modell entwickeln, ab wann ein Anstieg ein relevanter ist. Aber wer sich mit statistischen Modelle beschäftigt hat, wird feststellen, dass alle nicht relevanten Anstiege max. 50% der Summe der relevanten Anstiege ausmacht.
Kannst Du denn mit Geogrid Viewer ein Profil erstellen und veröffentlichen, welches dem o.g. entspricht? Ein Export der Höhendaten, die auf der Strecke liegen ist unmöglich? Leider liegt mir TOP10/50 nicht vor. Kann vielleicht einer mal mitteilen, was bei der TOP50 für Höhenmeterwerte angegeben werden?
Ich bin gerne bereit eine Wette anzubieten:
Ich wette, dass bei einem streckenidentischen Nachfahren (bei Messfehler weiterhin auf dem Weg

und nicht in die Botanik) der Positionsdaten OVL-Datei mit einem barometrischen Messverfahren (Polar, HAC, etc.) eine Höhenmeterangabe ermittelt wird, die in dem Bereich von MagicMaps SA=0 und SA=100 liegt.
Versuchsanordnung: Ein Probant und/oder Streckenkundiger mit GPS-Gerät (vorzugsweise
GARMIN) und ein weiterer mit barometrischem Rechnenknecht.
Preis der Wette: Ein (einzige

) Flasche Champagner vice versa

.
Wer schlägt ein? Wer zuerst kommt, mahlt bzw. schluckt zuerst, falls er gewinnt.
VG Martin
EDIT:
Habe jetzt erst Deine Profile gesehen. Vielen Dank.
Wir können schon mal folgendes festhalten. Die absoluten Höhenangaben scheinen in beiden Modell 'identisch' zu sein. Das Profil sind, mal abgesehen von einem anderen Abbildungsmaßstabd 'identisch'.
Jetzt tue mir doch mal den Gefallen und addierte auf Deinem zweiten Profil mit 1.000 hm die relevanten Anstiege.
75 -> 200 = 125 hm
120 -> 140 = 20 hm
80 -> 110 = 30 hm
70 -> 115 = 45 hm
110 -> 130 = 20 hm
80 -> 150 = 70 hm
85 -> 255 = 170 hm
135 -> 220 = 85
80 -> 100 = 20 hm
60 -> 80 = 20 hm
Macht 605 hm. Die kleinen Zickzacksprünge machen dann 79% von den relevanten Anstiegen, um auf 1.022 hm zu kommen.
Nicht böse sein, aber da wird jeder Kieselstein mitgemessen.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass bei der Höhenmeterauswertung im Geogrid Viewer keine Hysterese angesetzt wurde, d.h. wie hoch der nächste Anstiegspunkt (delta hm zum vorherigen Messpunkt) sein muss, damit er aufaddiert wird. Bei Geogrid Viewer scheint der voreingestellte Wert 0 zu sein. D.h. selbst Zentimeterhöhendifferenz werden berücksichtigt.
Dies ist bei einem digitalen Geländemodell mit Verlaub totaler Quatsch, da bei der Messerfassung und Messwerteverarbeitung Fehlertoleranzen systembedingt vorliegen. D.h. ich kann nicht Höhenmeterdifferenz im Zentimeterbereich aufaddieren, wenn die Messdaten mit einer Genauigkeit angegeben werden, die mindestens eine 10-er Potenz darüber liegt.
In der TOP10 sind die Höhenwert mit einer Genauigkeit von unter 5 dm angegeben. Nach der Sampling-Theorie dürften dann bestenfalls Trackpunkte mit Höhenmeterdifferenzen mit mehr als 1 m berücksichtigt werden. In MagicMpas werden die Höhenwerte ganzzahlig angegeben.
Sofern ich keine weiteren Angaben mehr bekommen, gehe ich davon aus, dass der Geogrid Viewer bei der Höhenmeterauswertung ohne Hystereskurve arbeitet. Diese Einstellung ist für die Planung von Anfängertouren sicherlich geeignet, allerdings wird man immer wieder für Diskussionen sorgen, wenn andere Teilnehmer mit anderen Messerfassung und- auswertung eklatant niedrigere Angaben haben.
So meine Freunde: Danke, das wars!
Der Erklärbär hat keine Lust mehr.
VG Martin