Selbstbau eines All Mountain Carbon light Rahmens (Komplettbikes)

@*adrenalin*
ist es im Grunde doch wurscht wer ich bin. Ich frage (man fragt) ja auch nicht hier
oeffendlich nach deiner Identitaet. Wenn ich dir jetzt meine Daten gebe, was aendert sich
dann? Eben gar nix. Aufmerksamkeit wuerde ich doch mehr auf mich ziehen wenn jeder wuesste
wer ich bin. Wenn jemand in meine Gegend zum biken kommt, mir vorher eine PM schickt, und
wir uns einigen koennen, dann haette ich ueberhaupt kein Problem damit (ist uebrigens auch
schon passiert). Also ist meine Identitaet kein soo grosses Geheiomnis, nur will ich es
nicht so oeffendlich preisgeben.


In diesem Thread war hier in den letzten Tagen ein richtig angenehmes Dikussionsklima mit
Leuten die was verstehen, die was lernen wollen oder dies einfach nir interessiert. Doch
immer mit hoeflichem und respektvollem Ton; War wirklich super. Andere haben sich auch
positiv diesbezuehlich ausgesprochen.
Mein Anliegen waere, dass es so weiter geht.

@Danimal:
Das Klemmsystem der Sattelstuete ist wie Lizenzradler meint, das selbe wie bei Tune,
FRM und noch vieler anderer Hersteller. Es ist dies sicherlich (abgesehen vom direkten
einlaminieren des Sattels, wie hier schon jemand gemacht hat) die Variante, mit der man mit
relativ wenig Aufwand ein niedriges Gewicht erzielt. Eine Option waere anstatt eine Borung fuer
das Joch zu machen, die Schraubenaufnahme direkt auf die Stuetze aufzlulaminieren. Dann wuerde
man sich das Joch ersparen. Hab ich aber noch nicht probiert.
Ein Problem dieser Stuetzen ist, dass man um den Offset weiter vorne sitzt. Man kann ja aber
den Sattel auf der Fuehrung etwas zurueckschieben. Meinen All Mountain Rahmen habe ich aber
eine Geometrie gegeben, die dises Offset aber ausgleicht. Ich kann den Sattel deshalb mittig
plazieren.

@RealNBK:
Die Stuetze mit Positivkern zu machen ist eigendlich nicht optimal und das aus mehreren
Gruenden. Je nach Wandstaerke des Rohrs muss man ja viele Lagen uebereinander auftragen.
Macht man dies in einem Arbeitsschritt, so bildet sich laengs des Rohres eine ordentliche
und tiefe Falte; dieses Rohr ist unbrauchbar. Deshalb muss man in mehreren Arbeitsschritten
jeweils nur wenige Lagen auftragen. Wenn die Wandstaerke 1 mm ist, dann reichen 2
Arbeitsschritte plus Sichtlage. Bei groesseren Wandstaerken sind dann halt eben in mehreren
Schritten. Der Aussendurchmesser ist natuerlich keinesfalls masshaltig; deshalb muss er
abgedreht werden und man kommt auch nicht drumherum. Die obersten Laminate leiden natuerlich
heftig darunter, man weiss das ja aber voher und man rechnet einfach nur die drunterliegenden
Lagen als tragend. Zum schluss wird noch die Sichtlage aufgetragen. Zum Schluss werden mit
Harz noch die poren geschlossen. Die Oberflaeche wird dabei haerter und weniger Verschleissanfaellig.
Aufpassen muss man mit diesem Verfahren, dass die Tg nicht auf kritische Temperaturen abfaellt;
man hat schliesslich die untersten Lagen ja oefters einem "curing" unterzogen. Das mag die
Matrix garnicht. Also achtgeben auf welches Harz man verwendet und mit DSC Analyse die
Temperaturen und Temperzeiten ermitteln. Der Restanteil an nicht polimerisierter Matrix ist
automatisch kein Problem.

Ganz anders ist das Verfahren mit Negativform. Das Carbonrohr ist sicher mindestens gleichso
gut, man ist aber viel schneller, da man ja alles in einem Arbeitschritt macht, sogar die
Decklage. Die Fasern werden beim aufblasen auch noch ordentlich unter Zug gebracht.
Das Problem bei diesem Verfahren ist aber die Form. Mit der Drehbank ueber 400mm einen
exakten Durchmesser von z.B. 27.2mm zu erreichen ist sehr schwer. Bei groesseren Durchmeesern
gehts natuerlich besser. Wenn jemand nur wenige Stueck Rohre machen will, dann reichen auch
Compositformen.



Es hat mich jemand, weiss nicht mehr wer das von euch war, wegen Wasserstoffbruecken zwischen
den Fasern gefragt. Mir ist diesbezueglich eingendlich nichts bekannt. Ich nehme mal an
die Problematik bezieht sich auf die Adhaesion der Matrix an der Faser. In der Tat ist die
Kombination Matrix/Faser u.A. wegen der Benetzungsfaehigkeit gewisser Harze ein Problem.
Mitlerweile gibt es deshalb auch spezielle Oberflaechenbehandlungen der Fasern mit "Primern"
(ist eigendlich der falsche Ausdruck) und wird bei Aramid und Vectranfasern angewandt.
Natuerlich ist dieser Prozess nich so einfach wie bei Alu die man mit Silanen behandelt...

Gruss
 
... hab ich noch vergessen..

die Benetzungsfaehigkeit der Matrix ist bei den Carbon nano tubes ein grosses Problem, welches man am besten mit Ultraschall hinkriegt. Carbonblack ist hingegen unproblematisch

Gruss
 
Sag mal du redest die ganze Zeit von DSC Analysen um die Härtung des Harzes zu bestimmen. Wie muss ihc mir das vorstellen? Nimmst du Materialproben von dem Bauteil das du gehärtet hast und machst davon ne DSC? Schneidest Du quasi an den Bauteilen immer ein paar Milligramm ab? Wie machst Du das mit dem Carbon, das dabei wahrscheinlich mit abgeschnitten wird, trennst Du das vorher irgendwie ab oder kommt das auch in den Probenteller?

Wo hast Du deine DSC her (is ja schweineteuer so ein Gerät) und vor allem woher hast du die Referenzgraphen her oder hast Du Dir selbst welche empirisch erstellt?

Viele Grüße!
 
@ racerat:
hy, verstehe das mit der form für negativ produktion nicht ganz...ist das wirklich so ein großes problem, einen dorn gleichmäßig über 400mm in diesem maß abzudrehen? ca. 1/10 mm toleranz ist doch jetzt nicht wirklich viel für die maschinenbau industrie, da kenne ich ganz andere toleranz-werte.

zu dem finish: es steht doch bei recht vielen geweben dabei, dass sie mit silan-finish ausgestattet sind, oder täusche ich mich da jetzt?

wünsche dir noch einen recht schönen abend, gruß max
 
Sag mal du redest die ganze Zeit von DSC Analysen um die Härtung des Harzes zu bestimmen. Wie muss ihc mir das vorstellen? Nimmst du Materialproben von dem Bauteil das du gehärtet hast und machst davon ne DSC? Schneidest Du quasi an den Bauteilen immer ein paar Milligramm ab? Wie machst Du das mit dem Carbon, das dabei wahrscheinlich mit abgeschnitten wird, trennst Du das vorher irgendwie ab oder kommt das auch in den Probenteller?

Wo hast Du deine DSC her (is ja schweineteuer so ein Gerät) und vor allem woher hast du die Referenzgraphen her oder hast Du Dir selbst welche empirisch erstellt?

Viele Grüße!

Man kann doch einfach eine Referenzprobe nehmen, die man genauso behandelt, wie das Bauteil, dann muss man auch nichts abschneiden. Wenn man im entsprechenden Umfeld arbeitet, ist an die Geräte für die Thermoanalyse auch nicht schwer heranzukommen, das ist ja quasi ein Standartwerkzeug bei Werkstoffanalysen und so ein Auminiumoxidtiegelchen kostet auch nicht die Welt.
 
ouhouhouh !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! carbon ist nichts für wilde spielkinder wie euch rabauken ! der geht kaputt bei umkipp !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Meinst du damit meinen Rahmen???
Also zu Beruhigung kann ich dir sagen, dass der Rahmen nach gaengiger EU Norm
UNI EN 14766 geprueft wird. Feur alle Insider ist dies sicher ein Begriff.

Zu den neuen Normen kann ich euch folgendes Erlebnis erzaehlen (wenns jemanden
interessiert..)
Gestern war ich auf der EICMA in Mailand. Da hab ich mich mit einem der
"alten Hasen" der Rennradbranche bezueglich der EU Richtlinie die am 1.1.2008
in Kraft tretet, welche eine Haftung der "Labeler"- Hersteller vorsieht sofern
die Rahmen nicht nach 14766 geprueft sind (dem nur ganz wenige folgen werden).
Da meinte er mit ironischem Ton " wenn 14766 in ganz Europa obbligatorisch waere,
dann koennten die Chinesen ihren Muell, den sie liebevoll in Shanzen in Container
verpackt haben, bevors ueberhaupt losgeht wieder abladen... "




@Lizenzradler
eine Bohrung mit Durchmesser 27.2mm ueber 400 mm zu machen ist nicht einfach. Da nuetzen auch teuere Maschinen nicht viel. Der Drehmeissel waehre fast einen halben Meter frei....
Weiteres Problem: Du musst ja den geteilten Block, also
Unter und Oberkasten zusammengepresst in das Dreibackenfutter, besser 4Backen ;-) spannen. Wenn man eine Drehbank mit einem grossen Loch im Dreibackenfutter hat geht das vom Klemmass, aber der Kasten ist ja dazu noch mindestens 400mm lang.
1/10mm Tolleranz mit einem guten Finish hinzukriegen ist unter solchen Umstaenden nicht einfach bzw. mit meinem Maschinenpark nicht zu realisieren.

Mit den Silanen hast du recht; doch diesbezueglich traue ich den Herstellern wenig. Matten die fuer Boeing oder Nasa hergestellt werden sind sicher ok; aber Matten fuer uns normal sterblichen ? Oft kann der Hersteller des Prepegs nicht eindeutig sagen welches Material verwendet wurde. Z.b. mir wurde schon oft ein "Mist" als HM verkauft.

@Gorth:
man machts wie's Mete beschrieben hat, oder man trennt halt ein Stueck ab.
Das sind ja nur Probestuecke. Das Carbon spuehrt bis 600° ueberhaupt nichts; deshalb ist auch egal wenn neben der Matrix auch etwas Faser dabei ist.
 
In diesem Thread war hier in den letzten Tagen ein richtig angenehmes Dikussionsklima mit
Leuten die was verstehen, die was lernen wollen oder dies einfach nir interessiert. Doch
immer mit hoeflichem und respektvollem Ton; War wirklich super. Andere haben sich auch
positiv diesbezuehlich ausgesprochen.
Mein Anliegen waere, dass es so weiter geht.

Noch mal kurz ich, aus dem Off sozusagen. Möchte das obige unterstreichen und verfolge weiter mit interesse. :)

Gruß, Meisterbrau.
 
@ lizenzradler: Kein Problem. Hast du dir denn schon Bücher ausgegliehen bzw. kannst Titel nennen?

@raceratbikes: Das mit den H-Brücken bin ich gewesen.

@all: Weiß jemand von euch, welche Studiengänge für dieses Thema geeignet sind? Hab schon mal an Unis und Fhs gefragt, möglich Bereiche scheinen Chemie, Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften zu sein.
Wer von euch hat denn was aus diesem Themenbereich studiert und kann mir nähere infos geben?

Danke

Lucas
 
eine Bohrung mit Durchmesser 27.2mm ueber 400 mm zu machen ist nicht einfach. Da nuetzen auch teuere Maschinen nicht viel. Der Drehmeissel waehre fast einen halben Meter frei....
Weiteres Problem: Du musst ja den geteilten Block, also
Unter und Oberkasten zusammengepresst in das Dreibackenfutter, besser 4Backen ;-) spannen. Wenn man eine Drehbank mit einem grossen Loch im Dreibackenfutter hat geht das vom Klemmass, aber der Kasten ist ja dazu noch mindestens 400mm lang.
1/10mm Tolleranz mit einem guten Finish hinzukriegen ist unter solchen Umstaenden nicht einfach bzw. mit meinem Maschinenpark nicht zu realisieren.

Du kannst das so machen (vorrausgesetzt, dein Maschinenpark gibt das her):
-die zwei Formhälften auf der Fräse mit einem Radiusfräser (z.B. D25 R 12.5) mit einer je Nut (T = R) versehen.
-Formhälften zusammenschrauben, auf den Support der Drehe spannen
-lange Bohrstange ins Backenfutter, durch die Bohrung im Formblock, mit Reitstock abstützen, dann die Bohrung in den Blöcken ausspindeln.
Da braucht die Drehe aber mindestens 800mm + X... :rolleyes:
 
@ lizenzradler: Kein Problem. Hast du dir denn schon Bücher ausgegliehen bzw. kannst Titel nennen?

@raceratbikes: Das mit den H-Brücken bin ich gewesen.

@all: Weiß jemand von euch, welche Studiengänge für dieses Thema geeignet sind? Hab schon mal an Unis und Fhs gefragt, möglich Bereiche scheinen Chemie, Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften zu sein.
Wer von euch hat denn was aus diesem Themenbereich studiert und kann mir nähere infos geben?

Danke

Lucas

Werkstoffwissenschaften kannst Du streichen, FEM und ein wenig Einführung in die Grundlagen wird natürlich gemacht, aber nichts in Bezug auf Auslegung etc., Maschinenbau schon eher, das, was ich da freiwillig an "Leichtbauveranstaltungen" besucht habe, war aber eher ausschließlich Kontinuumsmechanik von der Pike auf. Es kommt aber auch stark auf die Uni an und wie gewillt man ist, neben dem eigentlichen Studienplan andere Veranstaltungen zu hören, ich behaupte, dass WeWis zumindest von der Werkstoffseite aus die besten Möglichkeiten zum Verständnis haben, aber es ist halt (zumindest bei uns) nicht obligatorisch.
 
[...]

@all: Weiß jemand von euch, welche Studiengänge für dieses Thema geeignet sind? Hab schon mal an Unis und Fhs gefragt, möglich Bereiche scheinen Chemie, Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften zu sein.
Wer von euch hat denn was aus diesem Themenbereich studiert und kann mir nähere infos geben?

Danke

Lucas

Ich würde dir da am ehesten zum Maschinenbau raten. Da musste dich dann aber auch selbst noch reinhängen und das Studium durch entsprechende Schwerpunktwahl (Material, Leichtbau, ...) und/oder Praktika/Studienarbeiten in die richtige Richtung drücken.

Vorteil beim Maschinenbau sehe ich halt darin, dass man, an einer gescheiten Hochschule, ein sehr breites Sprektrum an Basiswissen bekommt und sich eigentlich in jede Richtung spezialisieren kann. Hier wirst du auch, zumindest im Vergleich von den drei genannten Studienfächern, das größte Basiswissen in Sachen Fertigung bekommen.

Chemie oder Werkstoffwissenschaft wirst du definitiv bessere Möglichkeiten haben sehr Tief in die Materie Faserverbundwerkstoffe reinkommen, allerdings werden da wohl die Konstruktiven Basics viel kürzer kommen als im Maschinenbau bzw. garnicht erst behandelt werden.

Da das Thema FEM hier häufig explizit angesprochen wurde. Hierzu brauchst du halt auch ein sehr breites Basiswissen was die technischen Hintergründe der behandelten Fragestellung angeht da du sonst keine sinnvollen Rechenmodelle aufbauen kannst. Wieder ein Pro-Maschinenbau punkt.


grüße
jan
 
hey,

danke für eure Antworten.
An sich würde es mich schon eher ansprechen, mehr in Richtung FVW an sich zu gehen, also im hinblick auf forschung. Z.B welche verwendete materialien, gibt es hier noch andere mögliche komponenten etc.
Muss nicht unbedingt in die richtung gehen "ich will ein teil so toll wie möglich konstruieren!"
 
darmstadt bietet beispielsweise vorlesungen im hauptstudium an wie "Konstruktiver Leichtbau" und "Konstruieren mit faserverbund". Wenn dir weniger auf die Praxis ankommt biste hier an der TU goldrichtig. Ist aber hart..
 
darmstadt bietet beispielsweise vorlesungen im hauptstudium an wie "Konstruktiver Leichtbau" und "Konstruieren mit faserverbund". Wenn dir weniger auf die Praxis ankommt biste hier an der TU goldrichtig. Ist aber hart..

Ich glaub dann guck ich mir morgen mal direkt den Vorlesungsplan an.. klingt interessant.
 
ich studier maschinenbau an der tu dresden, im hauptstudium hab ich mich auf leichtbau spezialisiert. ist ne eigene fachrichtung. mit allem drum und dran.
wenn fragen sind --> pm
 
Du kannst das so machen (vorrausgesetzt, dein Maschinenpark gibt das her):
-die zwei Formhälften auf der Fräse mit einem Radiusfräser (z.B. D25 R 12.5) mit einer je Nut (T = R) versehen.
-Formhälften zusammenschrauben, auf den Support der Drehe spannen
-lange Bohrstange ins Backenfutter, durch die Bohrung im Formblock, mit Reitstock abstützen, dann die Bohrung in den Blöcken ausspindeln.
Da braucht die Drehe aber mindestens 800mm + X... :rolleyes:


Oh, jemand der weiss mit einer drehbank umzugehen...
Punkt 1 mit Radiusfraeser ist klar; bei Punkt 2 aber haette ich die zusammengeschraubten Formhaelften in das VIERbackenfutter gespannt ...
wie spannst du aber den Block auf den Support? die horizontale Zentrierung ist kein Problem, aber wie wird in der Hoehe zentriert? Durch spezielle Unterlage? Ok, koennte gehen.
Das mit der Bohrstange wird funktionieren, doch leider hab ich keine bzw. sind wenig verbreitet.
Das groesste Problem kommt ja aber noch. Man muss zum Schluss das Loch noch ausdrehen um eine gute Oberflaeche zu bekommen. Dazu muss man aber wieder den langen Innendrehmeissel verwenden; bei 400+mm Ausspannlaenge vibrierts aber ordentlich und damit ist auch das Finish hin. Kennst du vielleicht eine andere Technik?
Gruss
 
Hi,
zur Sattelstütze:
http://www.r-g.de/german/10819-post53.html
http://www.r-g.de/german/10820-post54.html
lt. "Hersteller" hat die Rohrform eine Durchmesser-Toleranz von +/- 0,02mm;
o.k., nicht jeder hat die Möglichkeit auf Maschinen für die Anfertigung solcher Formen zurückzugreifen:( ;

ich bin für meine Stützen den "klassischen" Hobby-Formenbau-Weg gegangen:
als Urmodell habe ich mir ein Alu-Rundmaterial mit +/- 0,03mm drehen lassen und dieses dann feingeschliffen und poliert; und davon habe ich dann eine 2-teilige GFK-Negativform hergestellt ... für geringe Stückzahlen völlig ausreichend.

Gruß
charliemike
 
Oh, jemand der weiss mit einer drehbank umzugehen...
Punkt 1 mit Radiusfraeser ist klar; bei Punkt 2 aber haette ich die zusammengeschraubten Formhaelften in das VIERbackenfutter gespannt ...
wie spannst du aber den Block auf den Support? die horizontale Zentrierung ist kein Problem, aber wie wird in der Hoehe zentriert? Durch spezielle Unterlage? Ok, koennte gehen.
Das mit der Bohrstange wird funktionieren, doch leider hab ich keine bzw. sind wenig verbreitet.
Das groesste Problem kommt ja aber noch. Man muss zum Schluss das Loch noch ausdrehen um eine gute Oberflaeche zu bekommen. Dazu muss man aber wieder den langen Innendrehmeissel verwenden; bei 400+mm Ausspannlaenge vibrierts aber ordentlich und damit ist auch das Finish hin. Kennst du vielleicht eine andere Technik?
Gruss


Hallo!
Ein 400mm langes Stück Vierkant in ein 4-Backenfutter zu spannen, ohne die Möglichkeit der Abstützung mit einer Lünette, halte ich für schwierig (es sei denn du hast eine Drehe mit einem 500er-Futter ;) )
Vierkant auf dem Support spannen (mit Spanneisen), Höheneinstellung durch Unterlagen. Da du mit der Bohrstange ausdrehst, musst du nachher nix "nachdrehen".
http://www.deuss.de/kat.pdf hier auf Seite 25, "Bohrstange mit Skalierung", leider etwas zu kurz.
Kann man sich aber auch selbst bauen, ein Stück geschliffenes Rundmaterial (Wellenstahl), für deine 400mm lange Bohrung ca. 830mm lang, mittig eine Schneide auflöten, Zustellung (um den passenden Bohrungsdurchmesser zu erreichen) dann, indem du das Werkstück mit dem Quersupport verfährst.
Deine Drehe braucht halt eine Spitzenweite von mind. 830mm, um die Bohrstange mit dem Reitstock noch gescheit abstützen zu können. Meine hat leider nur 750mm :(
 
ich bin für meine Stützen den "klassischen" Hobby-Formenbau-Weg gegangen:
als Urmodell habe ich mir ein Alu-Rundmaterial mit +/- 0,03mm drehen lassen und dieses dann feingeschliffen und poliert; und davon habe ich dann eine 2-teilige GFK-Negativform hergestellt ... für geringe Stückzahlen völlig ausreichend.

Gruß
charliemike

Wäre es nicht einfacher, an Stelle dessen eine alte Sattelstütze zu nehmen oder sind die nicht maßhaltig genug? Sollte ja eigentlich nicht der Fall sein, oder?
 
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