Werkstoffe und Herstellung [Bearbeiten]
Rohrlager in einer Erdölraffinerie
Rohre werden aus den unterschiedlichsten Werkstoffen gefertigt (z. B. Stahl, Keramik, Leichtmetall, Kunststoff) und sind in der Regel nicht flexibel (im Gegensatz zum
Schlauch).
Metallrohre werden heutzutage entweder mit einer geschweißten Naht oder nahtlos hergestellt. Das Wickeln eines Blechstreifens zu einem Rohr (Wickelfalzrohr) ist besonders im Lüftungsbereich verbreitet.
Geschweißte Rohre [Bearbeiten]
Rohre mit geringer Wanddicke im Verhältnis zu ihrem Außendurchmesser werden i.d.R. als geschweißte Rohre gefertigt. Zum Schweißen von Rohren wird zunächst durch Biegen oder Walzen von Blech ein Hohlkörper hergestellt, der dann an den Stößen verschweißt wird. Rohre bis zu etwa einem Meter Durchmesser können längs geschweißt werden, größere Rohre werden spiralnahtgeschweißt und Großrohre aus Grobblechen gebogen und in Stücken verschweißt.
Nahtlose Rohre [Bearbeiten]
Rohre bis zu einem Durchmesser von etwa 200 mm bei großen Wanddicken werden üblicherweise nahtlos hergestellt. Das bisher (für Nichteisenmetalle) meist angewandte Verfahren beruht darauf, dass ein glühendes Ausgangsstück - Block oder Bolzen genannt - aus Messing, Kupfer, Stahl etc. mittels einer hydraulischen Presse durch ein ringförmiges
Werkzeug - Matrize genannt - gepresst wird (Strangpressen). Rohre aus Kupfer und Stahl müssen unmittelbar danach in Wasser rasch abgekühlt werden. Die Länge der gepressten Rohre beträgt in der Regel unter 50 m. Das Rohr ist hierbei wellig und weich, leicht biegsam, seine Dimensionen sind ungenau.
Neuere Verfahren der Herstellung nahtloser Rohre verfolgen das Ziel, möglichst lange Rohre kontinuierlich herzustellen. Die dabei angewandten Verfahren werden in ähnlicher Form schon bisher in der Drahtherstellung verwendet, wobei zunächst mittels Stranggießen ein NE-Rohr geformt wird, das unmittelbar danach durch Walzen im Durchmesser verkleinert wird.
Da es sich bei Rohren um rotationssymmetrische Bauteile handelt, können diese auch im Schleudergussverfahren hergestellt werden.
Die Herstellung bzw. Verarbeitung nahtloser Rohre kann auch durch plastisches Umformen erfolgen, z. B. durch Extrudieren (Kunststoffe), Schrägwalzen, Stopfenwalzen, Streckreduzieren, Stoßbankverfahren oder insbesondere im Pilgerschrittverfahren.
In weiteren Prozeßschritten werden die Rohre oft durch Ziehen weiterverarbeitet, um bestimmte Durchmesser, Wandstärken, Materialfestigkeiten und Oberflächenqualitäten zu erzielen. Die fertigen Rohre werden bei größeren Durchmessern in handelsübliche Längen (weit verbreitet z.B. 6 m) geschnitten. Rohre mit kleinen Durchmessern gelangen meist zu so genannten 'Coils' gewickelt in den Handel.
Das Patent auf das erste Verfahren zur Herstellung nahtloser Stahlrohre erhielten 1885 die Brüder Mannesmann.
Folgende Werkstoffe kommen zum Einsatz:
Stahl
rostfreier Stahl
Gusseisen (hier erfolgt die Herstellung durch Gießen).
Kupfer
Messing
Nickel-Legierungen, Titan-Legierungen, Aluminium-Legierungen
Kombination aus Kunststoff und Metall (Verbundrohr)
Kombination aus Glas und Metall (Email)
und in seltenen Fällen - in historischen Gebäuden oder in Altbauten - Blei
wiki is klar nich.