Änderung Forstgesetz Hessen

Ich hatte nebst den üblichen Verdächtigen auch mal die FDP angeschrieben. Alle haben ne Meinung, außer der FDP. Zumindest haben sie die mir auch nach 3 maligen nachfassen nicht mitgeteilt. Finden also nicht mehr statt, oder müssen Teppiche durch die Gegend fliegen.

Btw ... ist dann Teppichfliegen auf Trails eigentlich auch verboten ? Damit könnte man zumindest die FDP hinterm Ofenrohr herlocken ...

Die Grünen haben zumindest eine sogenannte "Anfrage" an die Komiker vom Ministerium gestellt, zwecks "was das eigentlich soll".
 
... Unsere Diskussion zeigt nur, wie schlecht dieses Gesetz formuliert ist.

Grüße
Paul

Vor allem sollten wir nicht den Fehler machen, die Details zu diskutieren. Der Entwurf muß vom Tisch, egal, wie formuliert.

Eigentlich gibt es nämlich gar keinen Regelungsbedarf: Das (begründete) Sperren von Wegen ist nach derzeitiger Gesetzeslage auch schon möglich, ebenso das Ausweisen von Mountainbikestrecken. Und das Fahren abseits von Wegen, das hauptsächlich als Begründung herangezogen wird, war schon immer verboten...
 
Am Ende wirds doch eh aufs Geld rauslaufen.
MTB Strecken ausweisen und auch zu unterhalten kostet Geld. Mehr Geld als ein Wanderweg der einmal alle 2-3 Jahre mit einem Grader abgezogen oder frisch aufgeschottert wird.

Ich persönlich glaube da aber noch an die freie Marktwirtschaft und das auch die Hessischen Ämter merken, dass man sich damit eine gewaltige Einnahmequelle abgräbt.
Ein offizielles Trailnetz, zb am Meli, würde die dort heimische Wirtschaft doch recht stark fördern.
 
...und was machen alle die, die keinen Zugang zu den dann vermutlich kostenpflichtigen Trails bekommen?

Das vorhandene Wegenetz reicht doch vollkommen und nur darum geht es, den Status Quo zu erhalten. Wenn wir uns auf dei Disskusion um MTB-trails à la flowtrail einlassen haben wir schon verloren. Ware der wirtschaftliche Faktor so klar zu sehen, gäbe es den Gesetzesvorschlag in der Form sowieso nicht!
 
...und was machen alle die, die keinen Zugang zu den dann vermutlich kostenpflichtigen Trails bekommen?

Das vorhandene Wegenetz reicht doch vollkommen und nur darum geht es, den Status Quo zu erhalten. Wenn wir uns auf dei Disskusion um MTB-trails à la flowtrail einlassen haben wir schon verloren. Ware der wirtschaftliche Faktor so klar zu sehen, gäbe es den Gesetzesvorschlag in der Form sowieso nicht!

Das vorhandene Wegenetz reicht ja offensichtlich nicht um auch die wachsende Gruppe der Mountainbiker zufriedenzustellen.
Sowas wie die Flowtrails zeigen doch das Bedarf da ist und man auch entsprechend die Mountainbiker steuern kann. Damit wäre die komplette Region auch für uns attraktiv und selbst MTBler müssen in Gaststätten etwas essen ;)
Ein Generalverbot würde doch einfach eine komplette Kundengruppe vergraulen und daraus resultiert mehr oder weniger auch ein Umsatzminus. Warum man das jetzt einfach ignoriert versteh ich nicht.

Mir kommt es einfach so vor als würde man hier versuchen, verbissen ein Gesetz zu verhindern, welches eigentlich schon beschlossen wurde.
Die Ämter zeigen sich ja kaum gesprächsbereit und eigentlich sollte man doch eine Taktikänderung anstreben und primär auf Schadensbegrenzung umschwenken.
Lokale Trailparks haben einfach Vorteile die kaum Wegzudiskutieren sind. Dadurch kann man einfach die gröbste Masse an Tourisenfahrer lenken und schonmal großes Konfliktpotential beseitigen. Die paar locals die am Ende noch übrig sind fallen dann kaum noch ins Gewicht.
Am meisten sind doch die Touris schuld, wenn man irgendwelche Konflikte hat. Selbst in heimischen Gefilden seh ich es immer öfter das sich die Auswärtigen extrem daneben benehmen und die locals es ausbaden müssen.

Warum jetzt ein Trailpark kostenpflichtig sein soll, ist mir unklar. Für jeden kram wird mittlerweile eine Stiftung oder ein Förderverein gegründet. So gewaltig sind die Aufwendungen für einen Trailpark nun auch nicht, wenn man es schafft einige lokale Unternehmer mit ins Boot zu holen. Es ist ja nicht so als wäre das keine positive Imagewerbung für die Region.. Von soetwas profitieren doch am Ende alle, selbst sogar wir Mountainbiker.
 
Eine Erste (vorläufige) Stellungnahme der DIMB zum Gesetzesentwurf ist im Rohentwurf jetzt fertig, wird bis morgen Abend abgestimmt und dann voraussichtlich im Laufe des Dienstag veröffentlich.

Schaut Euch doch mal in der Zwischenzeit die Videos und Berichte zur gestrigen Aktion Licht an Biker! im Rahmen der Extraschicht in Herten an. Live war das natürlich viel spektakulärer als auf Video, aber vielleicht kommt trotzdem was von dem Flair rüber:

http://www.derwesten.de/staedte/unser-vest/dem-himmel-entgegen-auf-ewald-id6830221.html
[nomedia="http://www.youtube.com/watch?v=yNeP1Kudl18"]Extraschicht - YouTube[/nomedia]
http://videos.mtb-news.de/videos/view/22028

und zum Background der Aktion

http://www.bikeherten.de/
 
Ich hatte nebst den üblichen Verdächtigen auch mal die FDP angeschrieben. Alle haben ne Meinung, außer der FDP. Zumindest haben sie die mir auch nach 3 maligen nachfassen nicht mitgeteilt.

Stelle mal diese Anfrage ganz offen über www.abgeordnetenwatch.de

Wenn die FDP MDL dann immer noch nicht antworten, ist es wenigsten deren Statistik versaut (100 Fragen 0 Antworten) :)
 
Glaubt doch bitte nicht "abgeordnetenwatch" hat irgendeine Bedeutung. Ein durchschnittlicher MdL bekommt pro Woche Dutzende von Buergeranfragen, zaehlt zum Vergleich mal die Anfragen auf genannter Seite! Kein Professional sucht nach Arbeit, vor allem nicht auf irgendwelchen schwach frequentierten Webseiten. Ich rate erneut schreibt persoenliche Briefe, macht etwas mehr Arbeit, aber genau darin liegt der Benefit.

codit
 
Gibt es von der dimb eine Art vorgefertigten Brief den man an die Abgeordneten schicken kann? Natürlich würde ich noch einige persönliche Dinge ergänzen,es geht mir nur um die Grundargumente.
Besten Dank!
 
Gibt es von der dimb eine Art vorgefertigten Brief den man an die Abgeordneten schicken kann? Natürlich würde ich noch einige persönliche Dinge ergänzen,es geht mir nur um die Grundargumente.
Besten Dank!

Auf der DIMB Homepage findest Du jede Menge Argumente warum die
andedachte Regelung schwerst undurchdacht ist. Fuer den Effekt des Schreibens ist aber sicher hilfreich, dass Du Deinen MdL zusatzlich mit einer Argumentationslinie angehst, die Bezug zu Deinem/seinem Wahlkreis hat.
 
Glaubt doch bitte nicht "abgeordnetenwatch" hat irgendeine Bedeutung. Ein durchschnittlicher MdL bekommt pro Woche Dutzende von Buergeranfragen, zaehlt zum Vergleich mal die Anfragen auf genannter Seite! Kein Professional sucht nach Arbeit, vor allem nicht auf irgendwelchen schwach frequentierten Webseiten. Ich rate erneut schreibt persoenliche Briefe, macht etwas mehr Arbeit, aber genau darin liegt der Benefit.

codit
Das habe ich gemacht. An die FDP 3 mal. 3 mal keine Antwort. Da ist halt dieses watch ne Alternative. Wenn die da auch nicht antworten ... gut ... dann ist das die Antwort: "Sehr geehrter Herr Bürger, Ihr Sch3i55 interessiert uns nicht."
 
Das habe ich gemacht. An die FDP 3 mal. 3 mal keine Antwort. Da ist halt dieses watch ne Alternative. Wenn die da auch nicht antworten ... gut ... dann ist das die Antwort: "Sehr geehrter Herr Bürger, Ihr Sch3i55 interessiert uns nicht."

Hast Du an die Partei geschrieben? Ich meine einen der Abgeordneten Deines
Wahlkreises. Der braucht beim naechsten mal Deine Stimme, der/die
Sekretaer/in in der Zentrale eher nicht. Aber langsam, bei meinem FDP-Abgeordneten warte ich nach knapp 4 Wochen auch noch auf Antwort.
 
Ich hatte nebst den üblichen Verdächtigen auch mal die FDP angeschrieben. Alle haben ne Meinung, außer der FDP.

komisch, dass die ne meinung haben sollen. denn die einzige antwort, die ich bisher habe, kam von der spd. inhalt:

die fraktion der spd arbeitet an einer antwort.

offensichtlich wissen sie also nicht, dass sie schon ne meinung haben. oder haben sie wieder vergessen. warum werden wir eigentlich – egal wer gerade am ruder ist – grundsätzlich von vollpfosten regiert?
 
Das vorhandene Wegenetz reicht ja offensichtlich nicht um auch die wachsende Gruppe der Mountainbiker zufriedenzustellen.
Sowas wie die Flowtrails zeigen doch das Bedarf da ist und man auch entsprechend die Mountainbiker steuern kann.

Ich glaube, hier liegt ein Denkfehler vor.... Flowtrails und legale Strecken werden zusätzlich besucht, Entlastung schaffen diese mMn nicht....

Grüße Jan
 
Beim Thema Benutzerlenkung muss ich sofort daran denken:

http://www.forestry.gov.uk/england-cycling

Das ist ein schönes Beispiel das in anderen Ländern der Forst Mountainbiker nicht als "Feind" sieht. Der Britische Forst legt sogar Trails an.
Die Akzeptanz seitens Mountainbiker ist recht hoch, da man auf die Bedürfnisse der Mountainbiker eingeht.

Ich habe 2008 zum ersten mal britische Biker kennengelernt. Ich war überrascht wo das recht hohe technische Niveau der Fahrer herkommt. England ist doch flach. Man hat mir recht begeistert von den Trailparks erzählt. Klar fahren sie nicht nur dort sondern auch auf ihren Hometrails.
Die Trailparks liegen in touristischen Gebieten, dort gelingt durch das attraktive Angebot die Benutzerlenkung.

In Frankreich oder Italien sind mir ähnlich attraktive ausgeschilderte Streckennetze begegnet.

Wenn ich da an das öde Wegenetz des Geoparks-Odenwald denke. :rolleyes:Teilweise kann man diese mit den Rennrad fahren ...
Damit spricht man keine Mountianbiker an, somit erfolgt keine Benutzerlenkung.

So ein Modell ist aber im Obrigkeitsstaat Deutschland nicht denkbar, die geplante Wiedereinführung des mittelalterlichen Feudalrechts in Hessen spricht ja Bände.

Daher wird es wohl nichts bringen das funktionierende britische Modell der Benutzerlenkung, als Alternative zum Feudalrecht vorzuschlagen.

ray
 
Daher wird es wohl nichts bringen das funktionierende britische Modell der Benutzerlenkung, als Alternative zum Feudalrecht vorzuschlagen.

alternativ-vorschläge, selbst die besten und durchdachtesten bringen nichts, weil es den betreibern dieses entwurfes doch nur darum geht, möglichst alle waldnutzer aus dem wald zu entfernen. egal wie und egal mit welcher begründung. deshalb muss man nicht über flowtrails, biker und benutzerlenkungen diskutieren, sondern versuchen, das gesetz in gänze zu kippen und es als darstellen was es ist: der plumpe versuch, im wald wieder die feudalherrschaft einzuführen.
 
alternativ-vorschläge, selbst die besten und durchdachtesten bringen nichts, weil es den betreibern dieses entwurfes doch nur darum geht, möglichst alle waldnutzer aus dem wald zu entfernen. ...

Nein, es geht darum, den Waldbesitzern eine zusätzliche Einnahmequelle zu erschließen. Das ist einfacher, wenn jeder Grundeigentümer willkürlich das Betretungsrecht einschränken kann...
 
Ich bin mit euch beiden einer Meinung.

Offiziell wird das aber kein Politiker sagen, das es NUR um Macht und Geld geht.

Wenn man bei entsprechender Diskussion Gegenargumente oder Alternativen zur Hand hat, kann es zumindest nicht schaden.

ray
 
Die Gesetzesvorgabe hat mit den angeführten Problemen und deren Lösung absolut nichts zu tun.

Der Eindruck, dass hier geziehlt ganze Nutzergruppen außgeschlossen werden sollen erhärtet sich - da stimme ich PowderJO zu.

Tragisch ist, dass bereits abzusehen ist welche Besuchergruppen als nächstes dran sind, auch wenn diese aktuell noch Beifall klatschen.
 
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