Übersetzungsfragen 29er:
2x10: nach meiner Erfahrung ist bei 11/36 hinten, vorne 22/36 ideal, schon das kleine 24er empfinde ich als "zu dick" beim 29er. Mir persönlich reicht i.d.R. sogar 22/32 vorne. Das 32er kann man bspw. im Mittelgebirge oft auch bergauf nutzen, beim 36er schalte ich doch häufig auch vorne.
Rohloff:
hier der entsprechende Link, der sehr schön die zugelassenen Kettenblatt/Ritzel-Kombinationen benennt:
http://www.rohloff.de/de/technik/werkstatt/kettenuebersetzung/index.html
Zitat:
"Kleinste zulässige Kettenübersetzungen
Die Kettenübersetzung der Rohloff SPEEDHUB 500/14 (z.B. 42/16) wandelt die niedrige Drehzahl an der Kurbel in eine hohe Drehzahl am Nabenritzel und reduziert im gleichen Verhältnis das Eingangsdrehmoment für das Getriebe. Um eine Überlastung des Antriebs auszuschließen, dürfen bestimmte Kettenübersetzungen nicht unterschritten werden. Diese sind: 40/17, 38/16, 36/15 und 32/13. Der kleinste Gang der Rohloff SPEEDHUB 500/14 entspricht dann jeweils der Übersetzung von 22/34 einer Kettenschaltung. Größere Kettenblätter können uneingeschränkt zum Einsatz kommen."
Meine Erfahrung hat gezeigt, dass bei Verwendung des 13er oder 15er Ritzels die Kette doch stark beansprucht wird (eigentlich logisch, aber ich wollte von Anfang an das 32er vorne nutzen (im Gelände wunderbar, praktisch nie ein Aufsetzen) und habe ich mich nicht an "verbotene" Übersetzungen getraut).
Persönlich fahre ich inzwischen die von Rohloff ausdrücklich "verbotene" Kombination 32/16 oder 34/17. Mit Verstand genutzt (!!!). Vorteil aus meiner Sicht: ich komme recht flott in den 11. Gang + habe unter dem Kettenblatt schön Platz (38er wäre mir zu gross), Kettenverschleiss ist deutlich reduziert (u.a. auch deswegen, weil ich die Ketten inzwischen viel weniger stark spanne). Forstautobahnen fahre ich selten, daher brauche ich keine "schnelle" Übersetzung. Auch wenn man verbotene Übersetzungen fährt und über Beine verfügt wie ein Hulk - wirklich kaputt geht die Nabe nicht, zuvor reissen die Kuppelbolzen im Sinne einer Sollbruchstelle. Warum möglichst schnell in den 11. Gang? Hier gut zu sehen (s. Rohloff-Seite):
Zitat von der Rohloff-Seite zum Thema Wirkungsgrad:
"Den besten Wirkungsgrad erreicht die Rohloff SPEEDHUB 500/14 im elften Gang. Dies ist der direkte Gang. Der Kurvenverlauf vom ersten bis zum siebten Gang entspricht dem Kurvenverlauf vom achten bis zum 14. Gang. Dies wird dadurch verursacht, dass die ersten beiden Planetengetriebestufen bei der Rohloff SPEEDHUB 500/14 in den Gängen eins bis sieben identisch wie in den Gängen acht bis vierzehn geschaltet sind. Das Wirkungsgradniveau von Gang eins bis sieben liegt jedoch durch die aktive dritte Planetengetriebestufe um ca. 2% niedriger. Zur Verdeutlichung wurde der Kurvenabschnitt Gang acht bis vierzehn parallel nach links verschoben und über dem Kurvenabschnitt Gang eins bis sieben nochmals abgebildet. Die Ergebnisse decken sich mit dem Schaltschema bzw. den mechanischen Abläufen innerhalb des Getriebes."
Das Mahlen, das man in den kleinen Gängen mehr oder weniger stark hört (wird mit der Zeit aber besser, also nach ca. 500km), klingt aber schlimmer, als es ist! (Dazu kann man auch einiges auf der Rohloff-Seite nachlesen). Viele lassen sich auf einer Probefahrt davon abschrecken, spätestens wenn man aber völlig eingesaute und verschlammte Räder aber mal tauscht, erlebt man einen echten "Aha-Effekt" im Vergleich zur Kettenschaltung.
Für mich immer wieder ein Traum, wenn ich mit meinem Rohloff-Rad fahre:
- Schalten im Stand
- keinerlei Kettenschlagen
- Saubere Optik (keine KeFü, kein Schaltwerk)
- keine abgerissenen Schaltwerke (mir schon einige Male passiert)
- sehr bergauforientierte Übersetzung möglich (wenn auch "verboten")
- Kombination Nabenschaltung mit unseren Slidern ist sehr angenehm
Für wie interessant haltet ihr die neue 1x11 Variante von Sram?
Aus meiner Sicht interessant ist, dass ein 29er Rahmen von uns ohne Umwerfersockel (also bis dato für 1x9, 1x10, Nabenschaltung oder SSP zu nutzen) noch variabler zu nutzen ist.
Andererseits wandert das Gewicht bei 1x11 nach hinten, so dass die Nabenschaltung aus meiner Sicht der konsequentere Weg ist (kein Schräglaufen der Kette, kein Schaltwerk).
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