Anmerkungen zur kollektiven Auffassung von Enduro

Dieses Thema im Forum "Mountainbike News" wurde erstellt von Gastautor, 11. November 2012.

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  1. Gastautor

    Gastautor

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    05/2012
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    Die einen betrachten Enduro als einen Mountainbike-Lebensstil, in dem entspannte Up- und Downhills genauso dazu gehören wie das Radler nach der Tour. Die anderen halten Enduro für eine kompromisslose Renndisziplin, in der sich die Ausdauer eines Marathonisti mit der Taktik eines Crosscountry-Fahrers und der Fahrtechnik eines Downhillers kreuzen.
    UND NUN?
    Ist Enduro überhaupt eine Disziplin?
    Enduro ist ein vom Motorrad abstammender Begriff und leitet sich von endurance (engl.: Ausdauer) ab und beschreibt die Leistungscharakteristik: Eine Mischung aus Technik, Vielfalt und Distanz.

    Aufs Mountainbike übertragen steht diese Art in gewissem Maße für die ursprüngliche Idee des Mountainbikens. Nämlich: Mit eigener Kraft und Ausdauer im Gelände unterwegs zu sein, bergauf wie bergab. Dies setzt eine gewisse Vielseitigkeit und Omnipotenz voraus. Ist Enduro nun eine Disziplin? Disziplin leitet sich von disciplina (lat.: Lehre, Zucht) ab und steht für eine bestimmte Gruppierung mit bewussten Regeln zur Selbstregulierung und Spezialisierung – beste Beispiele sind extreme Disziplinen wie XC und DH, die sich über die Jahre spezialisiert haben. Technisch wie modisch. Enduro jedoch setzt weiterhin auf Polivalenz, Vielseitigkeit und Variabilität. Und da kommt auch schon:
    Die Erleuchtung
    Enduro ist nicht gleich Enduro. Und kann deshalb auch nicht in eine konkrete Definition gepackt werden. Fahrer, Rennveranstalter und Institutionen haben hierbei verschiedene Perspektiven und Meinungen und

    werden sie weiterhin haben. Denn:
    Es gibt nicht die perfekte Lösung
    Das liegt nicht daran, dass theoretisch kein Konsens möglich wäre, sondern vielmehr an den divergierenden, globalen Topographien mit deren regionalen Unterschieden.

    Während man womöglich in den USA mit dem 130-mm-Twentyniner über die Slickrocks in Utah bügelt, fährt man beispielsweise im alpinen Gelände mit 170 mm Federweg und anderen Bikespezifikationen, um sich so perfekt an die lokalen Konditionen anpassen zu können. Damit fordert jedes Gebiet (abhängig vom persönlichen Geschmack) eine andere Lösung. Und dabei gibt es in diesem Sinne kein Richtig oder Falsch. Das Problem ist nicht die Lösung(-sfindung), sondern:
    Der Weg ist das Ziel
    Während man sich über unglaublich viele Enduro-Lösungen und -kategorisierungen, den Kopf zerbricht, verliert man den Blick auf das Wesentliche - nämlich den Grund, weswegen wir überhaupt Enduro fahren: Des Spaßes wegen.


    Technische Gimmicks und scheinbar von der Obrigkeit der Medienwelt auferlegte Kategorisierungen scheinen sich tagtäglich zu ändern. Für jeden Millimeter an Federweg bedarf es eines noch besseren Begriffs. Die Superlative werden ausgereizt. Fahren wir bald ein Ultraenduro mit 210mm Federweg? Nonsens! Das Entscheidende ist doch die Einstellung und das, was ich mit dem Rad anstellen möchte.

    Egal ob mit einem 160-mm-Fully und absenkbarer Teleskopstütze oder einem 120-mm-Hardtail. Der Effekt und das Erlebnis zählen! Es geht doch letzten Endes darum, mit ein- und demselben Bike alles machen zu können, ein Abenteuer in der Natur zu beginnen und es zu beenden. Deshalb ist die gnadenlose Durchsetzung von Standards und Kategorisierungen vielleicht das falsche Ziel. Der Weg und das individuelle Erlebnis sind wichtig! Und dabei muss gelten:
    Vielfalt als Maxime
    Strecken und Rennserien sind heutzutage unterschiedlich – und sollten es bei Leibe auch bleiben.

    Denn gerade die Vielfalt sorgt für Spannung, Abwechslung und Abenteuer. Und hat man keine Lust auf ein bestimmtes Format, dann bleibt man dieser Veranstaltung fern – denn anderen Fahrern kann dieses Format zusagen. Oder man nimmt sich eben ein Enduro-Credo zu Herzen, das nicht nur für die Bikes

    gelten sollte:
    Die Kunst der Anpassung
    Variabilität bedeutet in diesem Kontext nicht nur technische Anpassungsfähigkeit der Bikes an die jeweilige Strecke. Sei es mit einstellbarem Federweg, Teleskopsattelstütze, Plattformsystemen oder unterschiedlicher Reifenwahl. Oftmals wird dabei etwas Grundsätzliches übersehen:
    Woanders ist nicht alles besser
    Enduro-Fahrer kommen mit Erwartungen und Erfahrungen zu Rennen, die auf den heimischen Erlebnissen und Strecken basieren.

    Wer beispielsweise aus dem flachen Mittelgebirge in die Alpen zum Rennen kommt, mag überfordert sein mit den steilen und langen Auffahrten oder steinigen Abfahrten, weil der Anspruch eben ein anderer ist. Die Variabilität, die wir von unseren Enduro-Bikes erwarten, reicht dazu nicht. Vielmehr verlangt Enduro von uns, flexibler zu werden und unsere Anpassungsfähigkeit gegenüber den jeweiligen Gegebenheiten zu schulen. Denn:
    Einfach wäre anspruchslos
    So kann man festhalten: Enduro beschränkt sich nicht nur auf ein variables Bike, sondern setzt eine gewisse Offenheit für Neues, Abenteuerlustigkeit und Durchhaltevermögen des Fahrers voraus.

    Denn nur so kann man auf jeder Strecke Spaß haben und sich darüber freuen, frei auf dem Rad zu sitzen. Absolut autark von Gondeln, Autos und anderen technischen Hilfsmitteln. Enduro fordert alles zu können. Allerdings nicht irgendwie, sondern möglichst gut. Ganz schön viele Anforderungen; technisch, genauso wie psychisch und physisch.
    Aber bloß „einfach“ wäre ja anspruchslos. Enduro – nicht zu unrecht steckt darin „duro“. Das spanische Wort für hart.


    Text von Daniel Häberle & Robin Schmitt, www.enduro-mtb.com

    Was verstehst du unter Enduro?

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  2. MTB-News.de Anzeige

  3. Telem

    Telem

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    01/2011
    mal ernsthaft: Was soll mir dieser Artikel sagen?
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2012
  4. Taxoffice!

    Taxoffice!

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    01/2007
    Danke, für diesen sinnlosen Beitrag...
  5. Carsten

    Carsten Moderator Mitarbeiter

    Dabei seit
    11/2000
    Sehr schöner Artikel. Beim Biken geht es für mich um Individualität, Abwechslung, Abenteuer und Naturerlebnis. Das Ganze möchte ich am liebsten mit Freunden erleben. Das Bike ist Mittel zum Zweck, die Kondition ermöglicht diese Erlebnisse und die Fahrtechnik rundet all das ab. Jeder Tour muss eine neue Herausforderung darstellen. Dabei noch nette Leute kennen lernen, etwas dazu lernen oder eine kulturelle Stätte zu besuchen macht diesen Sport einzigartig und irgendwie zur "schönsten Sportart der Welt".
  6. cxfahrer

    cxfahrer Mit Sequester

    Dabei seit
    03/2004
    Hab ich jetzt alles nicht verstanden beim Lesen.

    Was ist denn jetzt mit Allmountain?
    Ich dachte das Mountainbiken wäre inzwischen alles Allmountain, und jetzt heisst es Enduro?
    Oder ist Allmountain jetzt Crosscountry und Freeride ist tot?

    Quark....
  7. Al_Borland

    Al_Borland Wotzefack?!

    Dabei seit
    12/2006
    Ich finde auch, der Artikel bringt's schön auf den Punkt.
  8. mathis2

    mathis2

    Dabei seit
    05/2007
    :daumen::daumen::daumen:
  9. Taxoffice!

    Taxoffice!

    Dabei seit
    01/2007
    Dass dem Autor langweilig war?;)
  10. pistensau3000

    pistensau3000

    Dabei seit
    01/2007
    Ich frage mich ganz ehrlich ob Ihr @Taxoffice! und Co (einige Folgen bestimmt noch) solche Kommentare auch außerhalb Eurer kleinen anonymen Komfortzone macht.

    Mein Vorschlag an Euch: einfach mal kurz denken, dann tippen.

    Man könnte Artikel solcher Art als Kolumne, Streiflicht o.Ä. Kennzeichnen, dann wären die Ignoranten schon mal gewarnt.

    Ein weiter so an IBC kommt von mir!
  11. shield

    shield fahr.los.

    Dabei seit
    02/2006
    also mal ganz ehrlich - wer sich über sowas gedanken macht hat keine zeit zum radfahren.
    wichtig ist doch nur dass man draussen ist und spass hat!
  12. Pelto

    Pelto

    Dabei seit
    10/2009
    So wie ich den Artikel verstehe gibt es keine Enduro Bikes.

    Fährt man mit Spaß schnell den Berg XC mäßig hoch ist man genau so Enduro wie wenn man auf der anderen Seite wieder Downhill mäßig runter fährt.

    Alles ist Enduro ... nur die Fahrräder im Enduro Bereich halt nicht so^^.

    Ich bin noch kein Enduro gefahren aber für mich war es auffassungsgemäß immer AM mit mehr Gewicht Richtung Downhill. Besser gesagt, fährt man Enduro ist es nicht so schlimm wenn man mal einen Ziehweg zum nächsten Downhill fahren muss :D.
  13. Hasifisch

    Hasifisch Sprecher IG Harz

    Dabei seit
    03/2010
    Eine effektheischende Bezeichnung für das, was viele am Mountainbiken momentan lieben aber ungefähr so treffend und so wichtig ist wie Akne zur Bestimmung der relativen Mondfeuchte:
    alle Berge hoch und schnell wieder runter.
    Und: ein Marketingbegriff, der einfach toller und griffiger klingt als Allmountain-Bike - weil letzteres einfach zu nah an "Mountainbike" liegt und daher suggeriert, das alle momentan verkauften Bikes der Klasse über 130mm Federweg und unter 180mm Federweg was ganz tolles Neues und Revolutionäres und ein neuer Trendsport sind. Damit wird der Verkauf angekurbelt.
    Denn wenn wir die Bikes alle einfach nur Allmountain nennen würden, könnte man ja meinen, das sie nur aus der normalen Evolution heraus durch langsam anwachsende Anforderungen der Käufer und ebenso langsam entwickelten technischen Fortschritt entstanden. Nur - oh Wunder - Zweites trifft leider zu!
    Und witzigerweise sind ausgerechnet die ach so marketinganfälligen Amerikaner auf den Schmarren nicht herein gefallen. Amazing grace!

    Nun, ihr hattet gefragt.

    Aha.
    Und warum muss das jetzt Enduro heißen?
  14. bergzieger

    bergzieger

    Dabei seit
    08/2005
    Ist Enduro nicht auch eine weitere Kategorisierung?
    Für mich ist Mountainbiken schon immer gewesen:
    Überall rauf und überall runter.....
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2012
  15. Braunbaer

    Braunbaer Harvester

    Dabei seit
    06/2006
    Man kann sich ja beim Radfahren Gedanken machen :)

    Korrekt!
  16. themountain

    themountain themountain

    Dabei seit
    04/2005
    Das der "Gastautor " steinalte dinge aus anderen Magazinen hier aufwärmt:rolleyes:

    http://enduro-mtb.com/magazin/
  17. filkajo

    filkajo

    Dabei seit
    05/2010
    Ich hab hier auch eine Begriffserklärung!!!:

    überflüssig

    Wortart:
    Adjektiv

    Worttrennung:
    über|flüs|sig

    Bedeutung:
    für einen Zweck nicht erforderlich und ihm nicht dienlich, daher überzählig und unnütz

    Beispiele:
    eine überflüssige Anschaffung
    überflüssige Worte oder Artikel machen bzw. schreiben
    überflüssige Pfunde abspecken

    Herkunft:
    mittelhochdeutsch Lehnübersetzung von spätlateinisch superfluus
  18. ombre3000

    ombre3000 Downhill-Schnitzel

    Dabei seit
    05/2012
    Nur Schwätzer in dem Forum, das ist so jämmerlich! Kommentare wie in der Gosse! :(
  19. cxfahrer

    cxfahrer Mit Sequester

    Dabei seit
    03/2004
    Ja, hab mir das auch mal grad angeschaut - ist ja etwas mühselig mit Tablet.
    Hübsche Grafik, oberflächliche Texte, etwas beliebige Themen auf Krampf auf Enduro gebürstet.

    Als Name für ein Magazin geht's ja okay, aber daraus das Thema für ein neues Magazin zu machen, ist offenbar zu sparsam.
    Die Texte ermüden zu schnell das Interesse und Fakten sind nicht erkennbar. Der test vom strive liest sich beliebig und einzig das Interview mit Lutz scheffer fand ich ok.

    Aber kann ja noch werden.
  20. anneliese

    anneliese [insert cool text here]

    Dabei seit
    09/2008
    Ich fasse die wichtigsten Aussagen des Artikels kurz zusammen:





    Fertig.

    Und jetzt geht's raus und fahrt. (Oder ins Bett.)
  21. Kharne

    Kharne Rote Laterne/Uruk Hai Opfer

    Dabei seit
    05/2012
    Ich weiß ja nicht was die für ein Strive gefahren sind, aber das 2012er das ich unterm Arsch hatte
    musste man ohne Sag fahren, ansonsten ist es bei den kleinsten Sprüngen durchgeknallt...
    Zuletzt bearbeitet: 11. November 2012
  22. Enrgy

    Enrgy Morbus Schwakowiak

    Dabei seit
    01/2002
    daß die webseite der autoren clicks generieren muß ;)
  23. Spock

    Spock

    Dabei seit
    08/2005
    Feiner Artikel,
    vor gut 10 Jahren hab ich mir mein erstes MB geleistet, nach langen Recherchen wo ich wohl am meisten Spaß habe (war Quereinsteiger)bin ich bei einem....genau :) ENDURO gelandet.... und gut wars und ist es noch immer :):):) auch wenn sich die Marktdefinitionen verschieben und neue Nischen dazukommen....ENDURO steht für mich für Vielfältigkeit und einer
    max. Bandbreite von Möglichkeiten von und für den Spaß am Bike :love:
    und spiegelt sich vermutlich auch in den Charakteren der Biker(innen) wieder....
  24. Braunbaer

    Braunbaer Harvester

    Dabei seit
    06/2006
    Das passt auch zu der Aussage, "mit offenen Dämpfer wippt es minimal". Offenbar sind die wirklich ohne SAG gefahren ;) Ich möchte keinem Strive-Besitzer zu nahe treten, aber die Uphilleffizienz hab ich etwas anders eingeschätzt ;) Naja, Hochglanzbroschüren halt.
  25. FR33DOM.COM

    FR33DOM.COM Radfahren!

    Dabei seit
    01/2009
    Schöner Artikel bzw. schöne Kolumne ...

    Inhaltlich besser als die meisten Kommentare derer, die sich gerade darüber aufregen; von zwei Fahrern die besser radfahren können als die meisten, die hier schreiben und die man nicht wirklich mit "Marketing" oder "Hochglanzmagazin" in Verbindung bringen kann ...

    :daumen:
  26. LanceAir

    LanceAir Guest

    Schöner Artikel, Enduro ist für mich das stinknormale Mountainbiken, lange berghoch, lange bergab und das Ganze mit viel Spaß und ich fahre so mit beiden meinen Bikes, nen 180er freerider und en 100er hardtail!