Cyprus Sunshine-Cup 2012: Finale in Amathous - Langvad und Lindgren siegen

Dieses Thema im Forum "Mountainbike News" wurde erstellt von Thomas, 5. März 2012.

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  1. Thomas

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    Der Cyprus Sunshine Cup 2012 ist mit den Siegen von Annika Langvad (Den) und Emil Lindgren (Swe) in Amathous zu Ende gegangen. Annika Langvad wiederholte ihren Vorjahressieg und feierte ihren dritten Sieg im dritten Rennen der Zypern-Serie. Knapp dahinter wurde Adelheid Morath (Ger) Zweite vor Tereza Hurikova. Bei den Herren siegte Lindgren knapp vor Fabian Giger (Sui) und Jan Skarnitzl (Cze). Die Gesamtwertungen gingen an Langvad und Giger.

    Es war Adelheid Morath (Felt Ötztal X-Bionic), die der ersten Hälfte des Rennens ihren Stempel aufdrückte und damit die Leistungen, die sie in der vergangenen Woche beim Afxentia-Etappenrennen gezeigt hat, bestätigte. Überraschenderweise war es die Niederländerin Anne Terpstra (MPL Specialized), die Morath zuerst folgen konnte.
    Das Duo konnte allerdings nur einen Vorsprung von zehn Sekunden auf die Verfolgerinnen heraus fahren. Annika Langvad (Fujbikes Rockets), gefolgt von Blaza Klemencic (Slo, Felt Ötztal X-Bionic), Irina Kalentieva (Rus, Topeak-Ergon) und Tereza Hurikova (Cze, Sabine Spitz-Haibike) blieben auf Tuchfühlung.

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    Der Start des Damenfeldes

    In der zweiten von vier Runden schloss Langvad auf und für das Spitzentrio wurden dann 20 Sekunden Vorsprung auf die drei verbliebenen Verfolgerinnen notiert. Dahinter rangierten Elisabeth Brandau (notebooksbilliger.de) und Olympiasiegerin Sabine Spitz (Sabine Spitz-Haibike) auf den Plätzen sieben und acht.
    Es war in der dritten Runde, als Anne Terpstra das Tempo nicht mehr halten konnte, während Tereza Hurikova die Verfolger abhängen konnte und näher an die Spitze heran fuhr. Sie ging an Terpstra vorbei und hatte nur noch 15 Sekunden Rückstand auf die beiden Führenden.

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    Irena Kalentieva

    Dort übernahm Langvad in der letzten Runde die erste Position und holte ein paar Sekunden heraus. Adelheid Morath kämpfte, kam noch einmal zurück, aber auf dem letzten, technisch anspruchsvollen Anstieg entwischte Langvad endgültig.

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    Annika Langvad holt sich Tages und Gesamtsieg

    Sieben Sekunden Rückstand wurden für Adelheid Morath gemessen, während Tereza Hurikova 18 Sekunden Differenz aufwies.

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    Adelheid Morath

    Mit ihrem dritten Sieg holte sich Annika Langvad natürlich auch die Gesamtwertung des Cyprus Sunshine Cup 2012. Rang zwei ging an Tereza Hurikova vor Sabine Spitz, die in Amathous noch immer mit den Ausläufern ihres Hustens zu kämpfen hatte.

    Statements zum Rennen
    Annika Langvad: Ich war nach dem Afxentia-Etappenrennen sehr müde. Ich habe diese Woche sehr locker gemacht und mich erholt. Im Rennen habe ich dann erst einmal geschaut, wie die Beine sind. Dann habe ich einen sehr guten Rhythmus gefunden. In den letzten beiden Runden konnte ich in den Anstiegen viel Gas geben. Ich habe mich gepusht. Jetzt bin ich sehr, sehr zufrieden mit Zypern und ein gutes Gefühl für den Weltcup in Südafrika.

    Adelheid Morath: Die Beine waren mega gut. Ich wusste, dass ich diese steilen Anstiege, dass ich das kann. Ich bin als Erstes in den Anstieg rein und konnte einen Vorsprung heraus fahren. Das hat mich überrascht, aber dann kam ja Annika. Sie war dann in der letzten Runde attackiert. Ich habe versucht dagegen zu halten, bin wieder ran gekommen, aber am Schluss war sie einfach stärker als ich.

    Tereza Hurikova: Ich habe gemacht, was möglich war. Nach dem Start, bin ich nicht in meinen Rhythmus gekommen. Auf diesem Kurs brauchst du eine Menge Kraft und meine Beine waren müde. Es war schwer ein hohes Tempo zu gehen. Vom Anfang bis zum Ende, musste ich leiden. Ich habe alles gegeben. Als ich ganz nahe war, konnte ich nicht mehr machen.

    Sabine Spitz: Von meiner Erkältung mal abgesehen, die mich schon gebremst hat, bin ich mit meiner Form schon zufrieden. Jetzt muss ich vollends gesund werden. Dann werden wir sehen, was in Südafrika passiert.

    Herren: Teamtaktik für Lindgren
    Im Herren-Rennen gab es einen Start-Ziel-Sieg für Emil Lindgren (Rabobank-Giant). Aber obwohl Lindgren immer in Front war, blieb das Rennen offen bis zum Schluss.
    Am Anfang folgten Thomas Litscher (Felt Ötztal X-Bionic) und Henk-Jaap Moorlag (Rabobank-Giant), doch am Ende der ersten von fünf Runden, konnte sich Lindgren absetzen.

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    Lindgren vor traumhafter Kulisse

    Litscher begann schwächer zu werden, beeinträchtig von den Folgen seines Sturzes vom vergangenen Sonntag. In der zweiten Runde, kam die Verfolgergruppe mit Jan Skarnitzl (Rubena Birell Specialized), sein Teamkamerad Jiri Friedl, Fabian Giger (Rabobank-Giant), Jochen Käß (Multivan-Merida) und Maxime Marotte (BH-Suntour-Peisey-Vallandry) an Moorlag heran.

    Käß konnte rasch nicht mehr folgen, Friedl musste später wegen eines technischen Defekts aufgeben und Marotte verpasste den Anschluss, weil Litscher vor ihm zu langsam war und er in diesem Moment nicht vorbei kam.

    Während der dritten Runde, konnte Skarnitzl und Giger den Rest der Verfolger hinter sich lassen. Es war dann der Tscheche, der die Arbeit verrichten musste, weil Giger aus teamtaktischen Gründen Lindgren nicht hinterherfahren wollte.

    Einmal schaffte es Skarnitz, mit Giger im Schlepptau, bis auf 15 Sekunden heran zu kommen, aber Lindgren hielt dagegen. In der letzten Runde, griff Giger dann an und setzte sich an die zweite Position. Teilweise verringerte er den Rückstand auf seinen Teamkameraden auf nur zehn Sekunden, aber Lindgren war in der Lage zu kontern.
    13 Sekunden lagen im Ziel zwischen dem Schwedischen Meister und dem Schweizer, der den Doppelsieg für das niederländische Team perfekt machte. Skarnitzl sicherte sich Rang drei, während Marotte am Ende Vierter wurde. Mit Moorlag kam als Fünfter ein weiterer Rabobank-Giant-Biker auf das Podium vor der Kulisse der Ruinen von Amathous.

    In der Gesamtwertung war die Reihenfolge andersherum. Fabian Giger gewann zum ersten Mal den Cyprus Sunshine Cup vor Emil Lindgren. Jan Skarnitzl eroberte Rang drei.

    Emil Lindgren: Beim Warm fahren, war ich müde, aber im Rennen habe ich mich dann gut gefühlt. Es war viel besser, als ich erwartet habe. Ich war immer am Limit, weil sie so knapp hinter mir waren. Da war kein Raum für irgendwelche Fehler. Danke an meine Teamkollegen, die versucht haben, die Verfolgergruppe zu kontrollieren. Es war ein sehr guter Tag und es ist ein großartiger Start in die Saison. Für mich und mein Team. Ich hoffe, ich kann die Form bis Pietermaritzburg halten.

    Fabian Giger: Ich hatte einen sehr schlechten Start. Deshalb war die Spitzengruppe schon weg, als ich nach vorne kam. Später, das ist klar, wollte ich nicht versuchen Emil zu verfolgen. Einerseits war das gut, weil ich nicht führen musste, andererseits, denke ich, wäre heute mehr möglich gewesen. Die Beine waren sehr gut, meine Form passt. Es war ein schöner Abschluss des Cyprus Sunshine Cup und es ist ein schönes Präsent die Gesamtwertung zu gewinnen.

    Jan Skarnitzl: Ich mag diese Art von Start nicht, weil er flach ist und viele Fahrer kommen von hinten. Es ist schwierig seine Position zu halten. Aber das war nur am Anfang das Problem. Ich war mit Fabian auf der Verfolgung und es war klar, dass ich führen muss. Aber Emil war zu stark. Wenn das Rennen länger gewesen wäre, dann hätte ich vielleicht mehr Möglichkeiten gehabt. Aber ich bin zufrieden mit dem dritten Platz.

    Maxime Marotte: Ich hatte einen sehr schlechten Start, hatte ein bisschen Pech. So war es war nicht möglich vorne dabei zu sein. Deshalb musste ich die ganze Zeit hinterher jagen. Als ich grade bei der Sechs-Mann-Gruppe angekommen bin, da hatte ich Thomas Litscher vor mir. Er war zu langsam und ich konnte ihn nicht gleich überholen. Als ich vorbei kam, waren es zehn Sekunden.
    Ich denke, ich bin auf einem guten Weg. Es war gut hier auf Zypern, wegen der hochkarätigen Konkurrenz. Das ist das, was ich wollte.


    Jochen Käß: Ich habe heute einen besseren Rhythmus gefunden. Die Strecke ist extrem hart und Kraft raubend. Aber es lief besser als gedacht, zumal ich noch lange Trainingseinheiten absolviert habe. Ich war nicht hundert Prozent frisch.

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    Gesamtsieger Giger und Langvad

    Auch Tracy Moseley, Ex-Weltmeisterin auf dem Downhill-Bike, kam nach Zypern um zu trainieren und um Punkte zu holen. Die Britin will beim Weltcup im Sprint-Eliminator antreten und benötigte dafür noch einen Punkt im Cross-Country-Ranking. Gleichzeitig, konzentriert sie sich künftig mehr auf Enduro-Rennen und dafür muss sie ihre Ausdauer-Fähigkeiten verbessern.
    „Es ist so ein Unterschied Cross-Country oder Downhill zu trainieren. Es ist eine neue Herausforderung für mich“, erklärte Moseley beim Afxentia-Etappenrennen. Nach den Eindrücken ihres ersten Aufenthalts auf Zypern befragt, meinte sie:
    „Super gut. Ich meine, diese Strecken machen riesig viel Spaß. Ich kenne kaum eine Cross-Country-Strecke, die mehr Spaß macht.
    Technische Abfahrten, einige sehr steile und richtig schöne Singletrails.“
    Moseley wurde 34. beim dreitägigen Afxentia-Etappenrennen und holte sieben Punkte. Jetzt darf sie an den Sprint-Rennen in Houffalize, Nove Mesto und La Bresse teilnehmen.
    „Wir sind natürlich erfreut über solche Kommentare“, sagte Mike Hadjioannou. Der Chef-Organisator des Cyprus Sunshine Cup wies in seinem abschließenden Statement aber auch auf die hohe Qualität und die steigenden Zahlen im Starterfeld hin. „Wir hatten noch nie eine solche Masse an hochkarätigen Fahrern hier. Weltmeister, Europameister, Weltcupsieger, Olympiasieger, wir hatten alles. Das ist großartig. Ein Dankeschön an die Cyprus Tourism Organisation CTO und das den zypriotischen Radsportverband, die den Erfolg mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben.“

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    Text von Erhard Goller, Fotos von Erhard Goller und Armin Küstenbrück

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  3. Bikerhasi

    Bikerhasi

    Dabei seit
    12/2008
    Die Rabobank Leute sind doch eh alle Gedopt !
  4. rainozeros

    rainozeros

    Dabei seit
    05/2004
    Wo sind die Zuschauer? Die zwei Blümchenpflücker auf der Wiese interessiert das auch eher marginal, wie es scheint. Dafür hat man eine grenzgeniale Kulisse:))