Explosionszeichnung für eine Rollenbremse gesucht.

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  1. Mad-Line

    Mad-Line Aluminium Chef Koch

    Dabei seit
    06/2002
    Hallo
    ich suche Technische informationen am besten mit bildern über Rollenbremsen. Leider hab ich irgendwie bei Prof. DR. Google nicht richtiges gefunden.

    vieleicht weiß ja einer was... :confused:
     
  2. MTB-News.de Anzeige

  3. fuertherbse

    fuertherbse riech mal

    Dabei seit
    06/2005
    [​IMG]
    Ich weis nicht was da explodiert ist, könnte eine Bremse gewesen sein, aber eine Rollenbremse hab ich leider nicht gefunden.

    Die ist ein beitrag gegen Einsamkeit im Thread.
     
  4. FloidAcroid

    FloidAcroid

    Dabei seit
    07/2002
  5. Black Evil

    Black Evil In Memory of Torsten G.

    Dabei seit
    07/2004
    OK - ich hab mir interessehalber mal diese Zeichnungen angesehen, aber es gelingt mir nicht, daraus abzuleiten, wie diese Teile überhaupt funktionieren.

    Kann mich jemand aufklären ? Es sieht ja aos aus, als ob da überhauptnichts in diesem Gehäuse drin ist. Wie wird da denn gebremst ?
     
  6. Ieperlee

    Ieperlee

    Dabei seit
    09/2007
    Das hast du richtig erkannt. :cool: In der Sh.-Zeichnung ist der eigentliche Bremsmechanismus nämlich nicht sichtbar.

    Leider habe ich selbst bei Sheldon Brown keine Zeichnung gefunden.

    Das Grundprinzip der Rollenbremse ist eigentlich die Umkehrung des Klemmrollenfreilaufes (bei Shimano "silent clutch" genannt). Bei Smolik - 6.4.2 ist eine Zeichnung davon.

    Vom Prinzip geht das Bremsen so: Durch die Betätigung des Bremshebels wird der Exzenter (im Bild "Antreiber") entgegen der Rad-Drehrichtung gedreht, so dass die Klemmstücke ("Walzen") nach aussen, in Richtung Bremstrommel ("Nabenhülse"), gedrückt werden. Aus verschiedenen technischen Gründen sitzt aber bei der Rollerbrake, ähnlich wie bei der Rücktrittbremse, zwischen den Walzen und der Bremstrommel noch ein Bremsmantel, ein dünnwandiger Zylinder, der einen axialen Schlitz hat. Beim Bremsen pressen dann die Walzen diesen Bremsmantel gegen die Bremstrommel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Oktober 2009
  7. Black Evil

    Black Evil In Memory of Torsten G.

    Dabei seit
    07/2004
    Hi !

    Danke für deine Antwort - bin manchmal erstaunt, was für fitte Leute die IBC zu bieten hat.

    Aber sag mal - dann findet in der Rollenbremse, wie auch in der alltbekannten Rücktrittbremse ja eine wahnsinnige Reibung statt, oder ? Gibts da nicht Verschleiß ohne Ende ?
    Ich frage deshalb, weil ich noch nie gehört habe, dass jemand an einer Sachs-Dreigangnabe irgendwelche Verschleißteile gewechselt hat bzw. dass es überhaupt welche gibt.
     
  8. Ieperlee

    Ieperlee

    Dabei seit
    09/2007
    :daumen:

    U. a. deshalb werden "Rücktrittbremsen" und Rollenbremsen mit hitzebeständigem Fett ("Bremsmantelfett") geschmiert. Ausserdem soll das einen zu starken Anstieg der Bremskraft ("Giftigkeit") reduzieren.

    "Normale" Bremssysteme (also keine Wirbelstrombremsen, Retarder, Strömungsbremsen usw.) funktionieren eben dadurch, dass ein rotierender Körper an einem feststehendem Körper reibt, dadurch die Bewegungsenergie in Wärme umwandelt und die dann abführt.

    Dass bei Fahrrädern normale Trommelbremsen, Rücktrittbremsen und Rollenbremsen im Vergleich zu Kraftfahrzeugen fast verschleissfrei erscheinen, liegt an den den viel geringeren Energiemengen die dort abgebaut werden. Die Bewegungsenergie eines Körpers ist ja von der Masse nur direkt abhängig, von der Geschwindigkeit aber quadratisch, d. h. bei 4-facher Masse ist die Energie zwar 4 mal so groß, bei 4-facher Geschwinigkeit ist sie aber sogar 16 mal so groß. Schon ein Kleinwagen mit 800 kg muss also bei einer Vollbremsung aus nur 60 km/h die 90-fache Energie eines Radfahrers mit 80 kg bei 20 km/h abbauen.

    Deshalb halten die üblichen "Rücktrittbremsen" im normalen Alltagsgebrauch ein Leben lang. Sie haben aber Probleme mit der Wärmeabfuhr, da als Kühlkörper ja nur der Nabenkörper zur Verfügung steht. Und bei den traditionellen Innenbacken-Trommelbremsen im Fahrradbereich gibt es zwar Bremsbeläge, die im Prinzip verschleissen, normalerweise aber auch Jahrzehnte halten.

    Und bei den Roller-Brakes sieht es so aus: Die frühen Ausführungen der Rollenbremsen hatten keine bzw. nur kleine Kühlkörper, und damit ebenfalls wie Rücktrittbremsen thermische Probleme bzw. Probleme mit der Bremsleistung. :eek: Bei den neuesten Rollenbremsen ist die Kühlung erheblich verbessert, ihre Bremskraft ist aber im Vergleich mit normalen Trommelbremsen, Scheibenbremsen oder V-Bremsen spürbar niedriger.

    Da bei Zweirädern ja am Hinterrad die Bremskraft wesentlich geringer sein darf als am Voderrrad, ist dort die Rollenbremse als fast wartungsfreie, sehr zuverlässige und auch bei Nässe voll funktionsfähige Bremse für Alltagsräder gut geeignet, zumal das Angebot an modernen Trommelbremsnaben sehr eingeschränkt ist, seitdem es die I-Brake nicht mehr gibt. :wut::heul:

    Bremsmäntel gibt es natürlich bei SRAM, aber normalerweise :) braucht man sowas höchstens bei der Restaurierung von historischen Fahrrädern oder vielleicht bei alten Lastenfahrrädern.
     
  9. Black Evil

    Black Evil In Memory of Torsten G.

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    07/2004
    Danke für deine sehr ausführliche Erklärung ! Ein Lob dem Internet - richtig angewendet eine wahre Bereicherung der Wissensvermehrung !

    Apropos Restauration : Genau deshalb interessiere ich mich auch für das Thema "alternative Bremssysteme", denn ich möchte ein älteres Rad im Holland-Style zur Alltags-Hure restaurieren bzw. sanieren. Dort sind ja immer elendige Bremsen verbaut. Hinten ist die gute alte 3-Gang Torpedo mit Rücktritt drin und vorn irgendsoeine Dödelbremse die schon bei Auslieferung keine Funktion gehabt zu haben scheint und zudem ständig an der Felge schleift.
    Vorne will ich also so eine Shimano-Rollerbrake/Nabendynamo Kombi montieren.

    Die 3-Gang Torpedo Nabe will ich wieder frisch machen - also zerlegen,reinigen und fetten. (Hitzebeständiges Fett also...aha)
     
  10. Ieperlee

    Ieperlee

    Dabei seit
    09/2007
    Fahrräder benötigen in den Niederlanden vom Gesetz her nur eine Bremse, und haben deshalb oft auch nur eine Rücktrittbremse oder Trommelbremse, nur "teure" Fahrräder haben zwei. Das gilt sogar für Lastenräder ("Bakfietsen"). :eek:

    Diese Kombination wird, neben SA Trommelbremsen mit Nabendynamo, an teureren Rädern, auch mit Federgabeln, in NL gerne genutzt, hat aber nur eine sehr schwache Bremswirkung. Wer auch mal bergab mit beladenem Fahrrad fahren will, sollte besser eine normale Trommelbremse nehmen.

    Wichtig ist dabei, dass auch die Gabel für die Kräfte ausgelegt ist!

    Vielleicht kann man ja auch noch irgendwo eine I-Light/I-Brake-Nabe kriegen.

    Für Anfänger in diesem Bereich finde ich die Schriften ("Einfälle statt Abfälle") von Christian Kuhtz sehr empfehlenswert, hier also "Gangschaltungen".

    Bremsmantelfett. Wichtig: den Freilauf nie fetten, nur ölen, sonst hat man bei kaltem Wetter einen Zweirichtungsfreilauf. :D
     
  11. Black Evil

    Black Evil In Memory of Torsten G.

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    07/2004
    Oh ! Diese Sturmey Archer Seite ist ja interessant ! Taugen die Schaltnaben von denen was ??
    Und wo kann man den Kram in D bekommen ? Online Shop ?