GoPro Hero3 Black Edition Test - Hält die neue, was sie verspricht?

Dieses Thema im Forum "Mountainbike News" wurde erstellt von nuts, 23. Januar 2013.

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  1. nuts

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    Gerade als die Konkurrenz der GoPro aufgeschlossen zu haben schien, legte der Marktführer nach: Mit der dritten Generation kam ein Update, welches wieder eine Lücke zum Wettbewerb hinterlassen will. Im Test haben wir überprüft, ob das Topmodell, die sogenannte Black Edition, tatsächlich der neue Stern am Helmkamera-Himmel ist.

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    # Kamera läuft... und Action!


    Einleitung
    Zum ersten Mal gibt es in der GoPro Familie nicht mehr nur "die" eine GoPro. Stattdessen gibt es die Hero3 in drei verschiedenen Varianten, nämlich White, Silver und Black. Woher die leicht inkonsistente Namensgebung kommt, ist unklar, und rein äußerlich sind die drei Kameras untereinander auch nicht wirklich zu unterscheiden. Einen klaren Unterschied gibt es aber zu den beiden Vorgänger-Generationen: Die Kamera ist merklich dünner geworden, weshalb sie auch nicht mit bereits existierenden Unterwasser-Gehäusen kompatibel ist. Kompatibel bleibt aber das aufsteckbare Display und theoretisch auch das aufsteckbare Wifi-Modul. Theoretisch deshalb, weil es bei der Hero3 bereits integriert ist, und über einen zusätzlichen Knopf an der rechten Seite aktiviert werden kann. Berücksichtigt man das integrierte WiFi ist die Schrumpfung noch deutlicher.

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    Diese Fotos im Fotoalbum anschauen
    Ausstattung
    Neben der reduzierten Größe unterscheidet sich das Gerät in einigen weiteren Aspekten vom Vorgänger: Ein dritter Knopf an der Seite aktiviert das Wifi, eine zusätzliche blaue LED zeigt die Aktivität desgleichen an. Erstmals ist die Scheibe des Unterwasser-Gehäuses wirklich nur eine Scheibe und keine Linse mehr. Das sieht nicht nur cooler (natürlich rein subjektiv) aus, sondern hat noch den entscheidenden Vorteil, dass unabhängig des Umgebungsmediums (Luft vs. Wasser beim Wassereinsatz) die Brechung gleich bleibt, sprich: Ohne Wechsel des Gehäuses kann über und unter Wasser ein ideales Ergebnis erzielt werden.

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    # Altbewährt und unverändert: Die Montagemöglichkeiten.

    Um Platz zu sparen, kommt keine SD, sondern eine MicroSD-Karte zum Einsatz. Wer also gerade in große, schnelle SD-Karten investiert hat, kann sie hier nicht mehr gebrauchen. Stattdessen benötigt es schnelle, kleine Speicherkarten, um genau zu sein: Mindestens Class10. Unterstützt werden MicroSD-Chips bis zu einer Größe von 64Gb, damit lässt sich schon einiges anfangen.

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    # Kleiner und leichter sitzen auch leichte Helme noch bequem.

    Ebenfalls neu ist die Abdeckung des USB-Ports: Eine grundsätzlich sinnvolle Sache, allerdings scheint es nur eine Frage der Zeit, bis das fummelige Teilchen verloren geht, es ist eben alles an der Kamera sehr kompakt. Neben Mini USB steht ein Mini HDMI-Port zur Verfügung, das war's in Sachen Ein- und Ausgänge. Ein Mikrofon lässt sich nur per 3,5mm Steck-Adapter anschließen, welcher separat zu beziehen ist. Der Akku ist weiterhin austauschbar und wirkt nicht mehr seltsam weich. Das Öffnen der Rückseite ist dennoch, gerade für Grobmotoriker, keine leichte Übung und wirkt nicht wie etwas, das man öfter machen will. Der 3,7V LiPo Akku fasst 1050mAh, zur Laufzeit kommen wir später.

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    # Hero3 Fernbedienung: Gar nicht mal so klein und nur über einen Spezialstecker zu laden.

    Dann ist da noch die Fernbedienung, die sich im Lieferumfang der Black Edition befindet. Sie stellt ohne Frage ein sehr praktisches Zubehörteil dar, erlaubt sie doch das Gerät nicht nur ein- und auszuschalten und Aufnahmen zu starten, sondern auch noch eine Kontrolle und Änderung der aktuellen Einstellungen über das zur Anzeige an der Kamera identische Display. Weniger gut gefallen hat uns hingegen die Tatsache, dass das Laden des Akkus nur per Spezialstecker möglich ist. Immerhin lässt sich die gar nicht mal so kleine Fernbedienung mit Schlüsselring an der Kleidungoder mit dem mitgelieferten Band am Handgelenk oder Lenker (Fehlauskunft, gehört nicht zum Lieferumfang!) befestigen.

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    # Das Display der Fernbedienung zeigt exakt das selbe wie das Kamera-Display.
    Videoqualität
    Geht es um die Videoqualität, spielen in erster Linie die Qualität und Perspektive des aufgenommenen Bildes eine Rolle. Weil Video aber mehr als Fotografie ist, kommt es zusätzlich auf Faktoren wie Daten- und Bildrate, aber auch auf den Ton an. Gehen wir die Punkte der Reihe nach durch:

    Bildqualität

    In Sachen Auflösung stehen dem Benutzer der Hero3 Black Edition mehr Optionen denn je zur Verfügung. Neben den bekannten WVGA, 720p und 1080p gesellen sich zwei Auflösungs-Einstellungen, die diese Bildmaße noch übertrumpfen: Ein sogenanntes 2,7K und 4K, beides Modi, die bisher nur professionellen Filmern ein Begriff waren. Mit diesen Auflösungsdaten übertrumpft die kleine GoPro auf dem Papier viele ausgewachsene Camcorder und auch die viel gelobten DSLR. Dass der Sensor der GoPro hierzu in der Lage ist, ist eigentlich nicht überraschend, sondern logisch: Schon immer übertraf die Foto-Auflösung die Video-Auflösung erheblich; im 4K Modus ist das nicht mehr der Fall. Der Unterschied in der totalen Pixel-Anzahl (4K Cineastisch: 4096×2160 17:9, 4K: 3840×2160 16:9, Foto: 4000x3000 12:9) resultiert hier aus den Unterschiedlichen Seitenverhältnissen: Während Fotos noch immer im inzwischen altmodisch wirkenden 4:3 Format aufgenommen werden, handelt es sich bei 4K und 2,7K um cineastische Maße mit dem Verhältnis 1,9 : 1, also einen erheblich flacheren Bildausschnitt.

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    # Mit dem zweiten, äh mit der dritten sieht man besser!

    Bei Verwendung der 4K-Einstellung werden damit tatsächlich mehr Pixel denn je aufgenommen, der Sensor liefert erstmals für Video all seine Pixel unbearbeitet, bisher und in allen anderen Wide-Modi werden zwar auch alle Pixel benutzt, aber anschließend verrechnet um das gewünschte Format zu ergeben. Dass der Prozessor auch in der neuesten Generation mit der entstehenden Datenmenge zu kämpfen hat, zeigt ein Blick auf die zur Verfügung stehenden Bildraten: 4K lassen sich nur mit 12 per 15FPS aufnehmen, erst ab den reduzierten 2,7K stehen flüssige 30 Bilder zur Verfügung.

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    # Wenig Rauschen, aber Detailverlust bei schlechtem Licht

    Mehr Pixel zu nutzen, als man hinterher ausgibt, hat natürlich den Vorteil, mehr Information einzufangen und beispielsweise Rauschen unterdrücken zu können. Genau das passiert in allen anderen Kamera-Einstellungen. Wie gut? Im Datenblatt verspricht GoPro für die Black Edition: "Bessere Lowlight-Qualität", im Alltag konnten wir tatsächlich ein reduziertes Bildrauschen feststellen, solange die Kamera die Helligkeit richtig einstellt und nicht zwanghaft versucht, ein dunkles Bild aufzuhellen. Hierauf hat man weiterhin keinen Einfluss, im Großteil der Fälle macht die 3er hier aber einen guten Job. Generell kann man sagen: Das Bildmaterial der GoPro ist ohne weiteres mit den FullHD-Aufnahmen von hochwertigen DSLR kompatibel. Das heißt nicht, dass die GoPro eine solche ersetzen könnte, was in Anbetracht der eingeschränkten Bildwinkel und Tiefenschärfe schlicht falsch wäre, doch lassen sich die Aufnahmen ohne weiteres und ohne, dass es jemand sofort auffällt, gemeinsam verarbeiten.

    Der Weißabgleich der Hero3 macht einen sehr guten Job: Schnell und präzise, auch die Helligkeit passt. Allerdings sind ohne Behandlung viele Aufnahmen im Automatik-Modus etwas arg warm, was Nachbearbeitung erfordert.

    Bildwinkel

    Ob tatsächlich die komplette Sensorbreite genutzt wird, oder nicht, hängt dann vom eingestellten Bildwinkel ab: In 1080p und 720p lassen sich jeweils Wide, Medium und Narrow auswählen. Da die GoPro nicht über einen echten, optischen Zoom verfügt, wird zur Änderung des Bildwinkels eigentlich nur der Bildausschnitt verkleinert, sprich die Ränder beschnitten. Das resultiert aber natürlich auch in effektiv weniger genutzten Pixeln und damit theoretisch mehr Rauschen. In der Praxis ist der Weitwinkel der "Wide" Einstellung noch etwas weiter als bei GoPro 2 und 1, wodurch der klassische Helmkamera-Look entsteht. Wenn man den nicht will, beispielsweise für selbst gebaute Cable-Cams, einen Schwenk von der Seite oder auf einem Slider, empfiehlt sich der "Medium"-Modus. Er zeigt wesentlich weniger Randverzerrung, ist aber immer noch sehr scharf und allgemein mit guter Bildqualität gesegnet.

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    # Viele Details, sehr scharf - "Wide" am Ferdenrothorn.

    Der "Narrow"-Modus kann die Herkunft der Aufnahme, nämlich Helmkamera, noch deutlicher verstecken. Leider wird das Zielen damit zur Kunst, die Schärfe lässt auch leicht nach, und Aufnahmen verwackeln leichter - deshalb eher Medium verwenden.

    Datenrate

    In diesem Zusammenhang ist vor allem das neue Feature Protune zu erwähnen. Dabei handelt es sich um etwas, dass dem RAW-Format bei Fotokameras ähnelt. Das Bildmaterial der GoPro kommt dann unkomprimiert und unbehandelt auf die Speicherkarte. Der Sinn des Ganzen: Wer mit den Nachbearbeitungs-Möglichkeiten seiner Video-Software umgehen kann, erhält dadurch eine bessere Ausgangsbasis. Schatten saufen weniger ab, helle Flecken brennen nicht aus. In der Praxis ähnelt das Ganze tatsächlich dem Umgang mit RAW-Fotos: Aus der Kamera raus kommen sie sehr flach, also mit geringem Kontrast, gleichmäßigen Tiefen und Lichtern, dazu wenig Sättigung. Protune erlaubt außerdem eine Einstellung der Farbtemperatur für den manuellen Weißabgleich auf 3000, 5500 und 6500K, oder aber auf "CAM RAW", was wiederum eine feinere Einstellung des Weißabgleich in der Post-production erlauben soll. Wir finden aber: Selbst in Protune sollte man den Auto-Weißabgleich nutzen. Das kann die Kamera nämlich sehr gut, und die Gefahr, sich die Arbeit hinterher massiv zu erschweren ist hier sehr groß.

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    # Protune out of Camera: Sehr flach, Licht franst nicht aus, Schatten saufen nicht ab.

    Gesamteindruck: Für Könner ist Protune mit AWB ein willkommenes Feature. Für den Alltagsuser, der nicht sehr versiert in der Nachbearbeitung bewegter Bilder ist, oder nicht über die entsprechende Software verfügt, wird die automatische Bildverarbeitung, wie man sie ohne Protune erhält, die besseren Ergebnisse liefern.

    Bildrate

    Da haben wir nicht schlecht gestaunt: Bis zu 240fps, was für eine High-Speed-Kamera! Dazu muss man leider sagen: Diese enorm hohe Bildrate steht nur mit einer WVGA-Auflösung zur Verfügung, wovon man im Alltag keinen Gebrauch machen wird. Doch ab 720p werden die Auflösungen wirklich brauchbar, und auch hier verzeichnet man einen deutlichen Geschwindigkeits-Zuwachs: 50 oder 60 und 100 oder 120fps, je nach dem ob in PAL oder NTSC gefilmt wird, heißen die Einstellungsoptionen. Damit lassen sich schon wirklich ansehnliche Slow-Motions aufnehmen. Auch mit einer noch höheren Auflösung von 960p stehen noch satte 100 Bilder pro Sekunde zur Verfügung, und für FullHD legt GoPro auch nach: Hier gibt es jetzt bis zu 60 Bilder pro Sekunde.

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    # Gold wert: 60 Frames pro Sekunde

    Der Sinn des Ganzen ist, jetzt mal ganz ohne den kleinen Hobbit im Hinterkopf zu haben, trotz SlowMotion eine normale Framerate zu erzeugen, ohne auf Interpolation durch Software angewiesen zu sein. Letztere erzeugt zwar (Twixtor,…) durchaus beachtliche Ergebnisse, hat jedoch Grenzen, gerade wenn es z.B. an fliegendes Laub oder komplizierte Hintergründe und Kamera-Schwenks geht. Mit den erhöhten Bildraten lassen sich also Clips mit 25% (bei 720p) oder 50% (bei 1080p) ganz ohne Interpolation abspielen, und auch bei noch langsameren Wiedergabegeschwindigkeiten profitiert man natürlich. Wer in Sachen Auflösung seine Ansprüche ganz zurück schraubt, kann, z.B. fürs Internet, lustige Super-Slowmotions mit sogar 240Fps machen, dann eben nur in WVGA Auflösung.

    Die erhöhte Bildrate ist etwas, was jeden auch nur etwas ambitionierten Filmer glücklich machen wird, denn starke Verlangsamung lässt viele Bewegungsabläufe, spritzendes Wasser oder Matsch, Staub und sogar langweilige Motive dramatisch besser erscheinen. Mit der Hero3 geht das besser denn je, wer sich einmal an 60fps gewöhnt hat will nichts mehr drunter.

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    # Sehr langsam - siehe Testvideo.

    Am anderen Ende der Fahnenstange stehen bei der 4K-Auflösung nur noch 12 Bilder pro Sekunde zur Verfügung - jedes Kind lernt, dass es mindestens 16 Bildwechsel braucht, um kein Flimmern mehr wahrzunehmen. 4K ruckelt deshalb merklich, ein bisschen wie eine Stop-Motion. Wozu das ganze? Nun, sicherlich weil es sich gut verkauft, aber natürlich auch für Aufnahmen, die hinterher ohnehin "gerampt", also beschleunigt abgespielt werden. In diesem Punkt konkurriert die 4K-Funktion dann allerdings schnell mit der bekannten Timelapse-Funktion, die 12 Megapixel in Zeitabständen zwischen 0,5sek und 60sek. aufnimmt. Ebenfalls konkurrierend bietet sich die "Photo-Burst" genannte Serienaufnahme an, die 30 Fotos mit 12 Megapixel Auflösung pro Sekunde schießt - allerdings auch nur eine Sekunde lang.

    Ton

    Die Tonspur bisheriger Helmkameras konnte man schon aus großer Entfernung erkennen: Ein stark beschränktes Frequenzspektrum, der Klang dominiert von einem Knacken, dazu vielleicht Windgeräusche und entfernt das Geräusch des Motivs, beispielsweise Stimmen, Abrollgeräusche oder eine quietschende Bremse. Alles in allem jedoch so, dass kein Filmemacher gerne damit gearbeitet hätte.

    Hier liegen merkliche Unterschiede zwischen dem Ton, den die Mikros einer Hero2 (Oben und unten) aufgezeichnet haben, und dem Ergebnis der Hero3 (Mikros links und rechts) in Mono aufzeichnen. Warum Mono trotz zweier Mikrofon-Öffnungen? Weil, besonders im Gehäuse, eine sinnvolle Richtungszuweisung nicht möglich ist. In der Praxis weist das Mikrofon sowohl nach unten (tiefe Töne), als auch nach oben (hohe Töne) eine erheblich gesteigerte Empfindlichkeit auf, was Stimmen, Fahrwerk, Knacken realistischer und damit besser klingen lässt. So gut, dass man auf den Mikrofon-Port verzichten kann? Das hängt vom Anspruch ab. Für hochwertige Filme wird sich weiterhin die Verwendung des 3,5mm-to-USB Adapter oder des Touch-Backpacks empfehlen, beides erlaubt die Verwendung eines Mikrofons mit Windschutz und noch besserer Qualität.
    Ausstattung
    Akku

    Größere Leistung, kleineres Gehäuse - die Sache muss einen Haken haben. Und in der Tat: Obwohl der Akku die Hälfte des Geräts ausmacht, ist die Lebensdauer stark beschränkt. Was heißt das? Bei 25°C sind maximal 1:15 Video-Aufnahme drin, ohne Wifi wohlgemerkt. Bei niedrigeren Temperaturen und Verwendung des letzteren kann auch gerne schon nach 50 Minuten Schluss sein. Zwar sind 50 Minuten Video schon eine ganze Menge, doch berücksichtigt man die Zeit, die man die Kamera eingeschaltet hat, ohne aufzunehmen, sie einstellt, … ist das unterm Strich zu wenig. Einen Tag im Bikepark lang jede Abfahrt filmen? Das ist mit einem Akku auf keinen Fall drin. Wer etwas dergleichen vor hat, kauft entweder einen Ersatzakku (25€), oder montiert das Battery Bacpac. Das kostet nochmals 59€ und macht die 3er wieder so groß und schwer wie die 2er, verdoppelt aber die Akku-Laufzeit.

    Fotos

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie stark die Fotos gegenüber den aufgenommenen Videos abfallen. In Sachen Schärfe, Farbechtheit und Detailreichtum sind die 12 Megapixel Bilder enttäuschend und auch keinesfalls besser als bei bisherigen GoPros. Was die mäßige Handhabung schon impliziert, unterstreicht die fehlende Qualität: Die GoPro ist keine Fotokamera, sondern eine Filmkamera.

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    # Foto-Vergleich: Links die Hero2, rechts die Hero3

    Einzig für Timelapse-Aufnahmen macht der ja auch dafür gedachte Modus Sinn. Wer vor hat tagsüber einfach alle paar Sekunden ein Bild zu machen und damit das Geschehen einzufangen, wird von großem Ausschuss (oft zu lange Belichtung, viele matschige Bilder) enttäuscht sein.

    Wifi

    Die Kopplung mit Smartphone oder Fernbedienung funktioniert einwandfrei. Die App sieht auf iOS und Android schick aus, weist jedoch eine stark auffallende Latenzzeit auf: Mit iOS liegt sie bei 4sek., mit Android bei 2sek. - was im Alltag, zum Ausrichten der Kamera, jedoch nicht stört.

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    # Passt die Neigung der Helmkamera? Mit Smartphone lässt es sich überprüfen.

    Die Reichweite ist enorm hoch (locker 50m), um Akku zu sparen können die Geräte gekoppelt bleiben, ohne dass die eigentliche GoPro eingeschaltet bleibt. Dann lässt sich die Kamera über die Fernbedienung aus dem Standby wieder holen, und alles funktioniert reibungslos, bis man trotz gekoppelter Fernbedienung die Knöpfe an der Kamera selbst benutzt: Kamera und Remote stimmen dann nicht mehr überein, bis man den Fehler behebt.

    App:

    Die GoPro App, erhältlich für Android und iOS, ist schön gemacht und ein deutlicher Komfort-Gewinn. Anders als mit den drei, immer noch nicht sonderlich sensitiven Knöpfen der GoPro, navigiert es sich hier schnell und übersichtlich durch die vielen vielen Einstelloptionen.

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    # Die Bedienung über die App ist - ohne Handschuhe - sehr komfortabel.

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    # Das sieht der Nutzer der GoPro-App

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    # Leider kein Outdoor-Gerät: Das iPhone.

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    # In der App sind alle Einstellungen wesentlich übersichtlicher zu machen.
    Im Alltagseinsatz
    Neben der schon erwähnten Schwierigkeit, die Fernbedienung sinnvoll zu fixieren, sind uns im Alltag noch einige weitere Kleinigkeiten aufgefallen: Die Kopplung mit dem Smartphone ist sehr praktisch und hilft bei der richtigen Ausrichtung der Kamera enorm. Insgesamt stehen 137 Aufnahme-Setups zur Verfügung, da immer den richtigen zu wählen ist dennoch nicht so schwer. Zunächst einmal entscheidet man sich, wie viel Zeit in die Nachbearbeitung fließen will: Damit kann Protune ausgewählt oder ausgeschlossen werden. 4K ist im Alltag nicht viel wert, genau so wenig WVGA. Als nächstes hilft die Frage: Was will ich mit dem Video? Ist es nur Youtube, dann reichen 720p. Das sorgt für eine höhere Framerate und kleinere Dateien, was hinterher vielleicht einfacher ist. Will man aber, gerade weil Display-Auflösungen immer höher werden und nicht nur Youtube, sondern auch MTB-News.de inzwischen FullHD unterstützen, 1080p filmen, dann liegt man in 90% der Fälle mit 1080p 60fps genau richtig. Weniger Rolling Shutter als 2,7K und 1440p (Dank der erhöhten Bildrate), mehr Auflösung als 720p, und im Gegensatz zu 960p mit drei verschiedenen Bildwinkeln zur Auswahl. Diesen Modus können wir für den Alltag nur empfehlen.

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    # Endlich kein Nachfragen mehr: Läuft die GoPro?
    Fazit
    Kurz gesagt: Die Hero3 Black Edition ist die beste Helmkamera, die wir je im Test hatten. Klein, leicht und mit enorm hoher Videoqualität. Höhere Auflösung, höhere Framerate und der Protune-Modus prädestinieren die Black Edition vor allem für jene, die etwas mehr vorhaben. Weniger versierte Nutzer könnten hingegen von über 130 Video-Modi überfordert sein. Besitzer einer Hero2 sollten insgesamt nur dann upgraden, wenn sie die genannten Features wirklich nutzen werden. Ansonsten besitzen sie ein Gerät, was mit der Hero3 Silver Edition in Sachen Bildqualität auf Augenhöhe ist. Wer erst neu einsteigt, kann mit der Silver Edition trotzdem ein gutes Angebot wahrnehmen: Verglichen mit der 2er ist sie nicht nur kleiner und leichter, sondern auch mit WiFi ausgestattet, was Fernbedienung (nur bei der Black Ediion im Lieferumfang) und Smartphone-Steuerung ermöglicht. Einzige echte Achilles-Ferse bleibt, auch bei der Hero3, der Akku - hier ist die aktuelle Leistung nicht zufrieden stellend.
    Testvideo
    Für unser Testvideo sind wir mit der Hero3 nicht nur Biken gegangen, sondern haben auch ein paar Ski-, Timelapse- und Unterwasser-Aufnahmen fabriziert. Der Clip soll dabei nicht in erster Linie Bock auf Sport machen, sondern die Chancen und Grenzen der GoPro Hero3 Black Edition zeigen. Schaut euch das Video am besten hier in voller Auflösung an: GoPro Hero3 Black Edition Test





    GoPro Hero3 Black Edition von nuts - mehr Mountainbike-Videos

    Wer von euch konnte schon Erfahrungen mit dem neuesten GoPro-Spross sammeln? Decken sich eure Erfahrungen mit den unseren?

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  3. sinucello

    sinucello Genussbiker

    Dabei seit
    05/2004
    Danke für den gut gemachten Test. Habe die GoPro 2 und finde den Preis für diese Kameras letztendlich zu hoch, da sie zu unflexibel sind. Die geringe Kapazität der Akkus ist auch ein großer Nachteil - zu oft, gerade bei Kälte, war kein Strom mehr da, wenn gerade ein geniales Motiv auftauchte. Der fehlende Sucher hat mich auch schon oft geärgert (und ich werde mir dafür nicht extra ein Smartphone kaufen). Die etablierten Kamerahersteller haben unseren Bedarf endlich erkannt und Produkte wie die Nikon AW100 gehen in die richtige Richtung. Günstiger, ähnlich robust, wasserdicht, mehr Akku, Zoom, dig. Sucher und akzeptable Videofunktion, GPS. Aber: leider noch keine guten Halterungen fürs Bike oder den Helm dazu gefunden. Werde noch etwas warten, bis es DIE Outdoor-Cam zum Filmen und Knipsen für mich gibt.
  4. dshiznit83

    dshiznit83

    Dabei seit
    07/2011
    Schöner Test!
    Ich hab das Teil jetzt seit ein paar Tagen zuhause, konnte aus Zeitmangel bisher aber nicht testen.
    Richtig gut fand ich bisher aber das Justieren am Helm:

    Helm aufsetzen, aufs Fahrrad setzen, GoPro-App auf dem Handy anwerfen und die Helmhalterung ausrichten.

    Kleine Anmerkung bzgl. der beiliegenden Fernbedienung:
    Bei meiner Black war KEINE Schlaufe für die Fernbedienung dabei! Glaub die gibt es nur als optionales Zubehör?!
  5. pommes5

    pommes5 bratwurstsalat

    Dabei seit
    05/2008
  6. Fabu82

    Fabu82

    Dabei seit
    07/2009
    Schöne Test Tobi,alles gut zusammen gefasst.
    Ich selber habe die Hero2 und bin ganz zufrieden,daher wird die 3 erstmal nicht geholt.
    Mein Kollege hatte die Black Edition mit im Winterurlaub und dort ist die Cam teilweise einfach ausgegangen und konnte nur durch kurzes entfernen des Akkus wiederbelebt werden.Akkulaufzeit ist wirklich recht knapp.
    Bildqualität ist natürlich top,aber da gibt es bei der Hero 2 auch kaum was zu meckern.
    Ein weiterer Punkt ist noch das bei der Hero3 das Wasser auf der Linse teilweise an der unteren Kante vom Glas stehen bleibt und man es nur schwer mit dem Handschuh abwischen kann,ist aber mehr für Wintersportler interessant.

    Gruß Gordon
  7. seidelix

    seidelix

    Dabei seit
    06/2011
    Mal wieder typisch mit 4K prallen aber Praxis Tauglichkeit gleich Null ! hauptsache auf dem papier schaut es toll aus. Gehört GoPro zu Samsung oder so?
  8. der_erce

    der_erce Spezialist!

    Dabei seit
    08/2006
    Bei euch war ein Band mit dabei???? :confused:
  9. nuts

    nuts charged Mitarbeiter

    Dabei seit
    11/2004
    Unsere GoPro kam natürlich von der GoPro-PR Abteilung. Das Band war nicht dabei, uns wurde aber gesagt, es gehöre eines zum Lieferumfang und bei uns habe es gefehlt. Wenn es bei Dir in der Originalverpackung auch nicht dabei war, hake ich noch mal nach!
  10. der_erce

    der_erce Spezialist!

    Dabei seit
    08/2006
    Ja...war definitiv nicht dabei und auch auf deren Webseite steht da im Lieferumfang nix davon!
  11. CCF

    CCF

    Dabei seit
    09/2012
    Bei mir war auch kein Band dabei.
    Im Freundeskreis haben sich noch 3 weitere eine GoPro Black geholt und bei keinem war ein Band dabei.
  12. Pure_Power

    Pure_Power Material Boy

    Dabei seit
    04/2009
    Hey nuts,

    ein Bekannter meinte letzt seine Black hält nur knapp 1 Stunde, mit aktiviertem Wlan deutlich unter 1 Stunde... Könnt ihr diese Werte bestätigen?

    *edit* Ich sehe grade ihr bestätigt diese Laufzeiten...

    Schade, wollte mir das Teil echt zulegen, mit der Laufzeit leider ein nogo.
  13. Freesoul

    Freesoul that´s a nice tnetennba Mitarbeiter

    Dabei seit
    10/2001
    ich hoffe diesbezüglich noch auf ein firmware-update...das kann eigentlich nicht deren ernst sein mit der laufzeit ;)
  14. empty089

    empty089

    Dabei seit
    12/2012
    sehr guter test danke erstmal.
    habe mir vor kurzem die Rollei Bullet 5s geholt,
    könntet ihr vielleicht auch mal von der so einen test machen um die 2 vergleichen zu können?

    danke schonmal und liebe grüße
  15. dshiznit83

    dshiznit83

    Dabei seit
    07/2011
  16. Kaltumformer

    Kaltumformer Guest

    Irgendwo war auch mal ein Link zur verbauten Hardware und daraus wird ersichtlich das einfach Rechenleistung fehlt um mehr Frames (z.B. bei 4K) hinzubekommen. Aber immer noch besser als den Modus per Firmware wegzulassen. Das die Hardware dann auch erstmal mehr Strom frisst um die Leistung bereitstellen zu können ist genausowenig verwunderlich wenn sie nicht anderweitig optimiert wurde (Reduzierung Strukturbreite etc.). Und da wird sich nur bedingt was mit einer neuen Firmware sondern eher (nur) mit neuer Hardware machen lassen.... (GoPro4).
  17. nuts

    nuts charged Mitarbeiter

    Dabei seit
    11/2004
    Also, Band gehört tatsächlich nicht zum Lieferumfang, das war eine Fehlauskunft. Das gute daran: Bei euch hat also nichts gefehlt :)

    An einem Firmware-Update um Strom zu sparen wird wohl gearbeitet, Wunder würde ich aber nicht erwarten: Die Leistung ist einfach stark, das Gehäuse klein - da gibt's Grenzen.
  18. PottKoch

    PottKoch

    Dabei seit
    09/2012
    Hier ma ein Test zur Rollei Bullet 5S Outdoor. Ich selber habe die Cam nicht, aber das was da geschrieben steht klingt schon sehr gut.

    http://www.rollei-bullet.com/typo3/...ollei Sonderdruck 1_2_2013_deutsch_online.pdf

    " Alternativ lässt sich statt des LCD-Bedienelements ein zweites Akku-Rückteil verwenden, das insgesamt bis zu vier Stunden Aufnahmedauer gestattet."


    Also am Anfang einmal die Ausrichtung checken am Helm dann Display ab Zusatzakku druff und mal eben 4 Stunden filmen find ich schon um einiges besser als bei der Go Pro. Auch wenn die Kamera nicht ganz das leistet was die Black Edition leisten kann.
  19. der_erce

    der_erce Spezialist!

    Dabei seit
    08/2006
    Ja, dacht ich mir schon. Aber du könntest, wenn du schon die PR am Start hast bitt noch was nachrfagen: Mich, vielleicht auch andere, würde der Winkel der jeweiligen Modi interessieren. Also Wide, Normal, Narrow. Evtl kann man hier ja Brennweitenangaben erhalten?
    Update klingt gut, aber dass ist klar, dass es keine Wunder geben wird. Ich hab mir gleich nen zweiten Akku gekauft , der auch nicht aussreicht :D !
  20. Freesoul

    Freesoul that´s a nice tnetennba Mitarbeiter

    Dabei seit
    10/2001
    Ich persönlich hätte da lieber "form follows function" gehabt. ein kleines gehäuse ist natürlich gut, aber dann doch lieber größer und mehr platz für einen größeren akku...naja, wir werden sehen.
  21. der_erce

    der_erce Spezialist!

    Dabei seit
    08/2006
    Du kannst doch den Zusatzakku kaufen. Ist dann vermutlich so groß wie die Hero2 und hast (vermutlich) doppelte Laufleistung.
  22. Freesoul

    Freesoul that´s a nice tnetennba Mitarbeiter

    Dabei seit
    10/2001
    Ich hab einen regulären Ersatzakku dazugekauft...ich werd die GoPro wohl mit meinem alten LCD-Display nutzen, daher passt der Akku nicht mit drauf.
  23. der_erce

    der_erce Spezialist!

    Dabei seit
    08/2006
    Ah ok. Ja den regulären hab ich auch. Ich brauch aber kein Display, da ich die App dafür nutzen will und eigentlich will ich kein größeres Gehäuse, da ich finde man merkt seitlich am Helm trotzdem das Gewicht. Bleibt nur 3 - 4 von den Akkus immer dabei zu haben.
  24. svennox

    svennox TITAN raw ALUelox +CARBON

    Dabei seit
    02/2010
    GoPro HD hero3 Black Edition.....
    DANKE....dies ist ein informativer TestBericht..!
    durch den Artikel wird mein Entschluss immer mehr bekräftigt, mir auch endl. eine Proficam zu zu legen ;)

    echt schön schmal+kompakt geworden.
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    Zuletzt bearbeitet: 24. Januar 2013
  25. Kasebi

    Kasebi Kampfkatze

    Dabei seit
    02/2008
    Das Dingens hat ja Funktionen ohne Ende. Ich vermute mal das Otto Normalbiker die meißten gar nicht nutzt. Zumindest bei mir wärs so. Giebt's eigentlich für gelegentliche Einsätze preiswertere Alternativen? Ich bin mir schon darüber im klaren das ich dann bei Programmen, Funktionen und Qualität Abstriche machen muß. Trotzdem? Giebt es Alternativen zu dem Teil?
    Ansonsten ein Test der auch in einer Fachzeitschrift kaum besser sein kann
    Also bis dann
    Kasebi
  26. der_erce

    der_erce Spezialist!

    Dabei seit
    08/2006
    Also, kurz die Videomodi überflogen und man kann die Cams nicht vergleichen!
    Maximale Videoaufnahmeauflösung ist 1920 x 1080 in30 FPS in Progressive Mode und 60 FPS im Interlaced Mode.
    D.h. dass bei 60 FPS die Qualität etwas schlechter ist, da ein Bild aus Halbbildern gespeichert wird. Oberes und unteres Halbbild! Das ist der einzige Grund warum die 60FPS möglich sind.
    Bei der GoPro wird hingegen alles in Vollbilderngespeichert mit der hohen Bildwiederholfrequenz.
    RollingShutter ist hier bei den FUllHD Aufnahmen, zumindest bei 30FPS natürlich mehr möglich als bei 60FPS.
    Also die Technik wird nicht so pralle sein. Das Zubehör ist reichlich und für 350 Euro sicherlich ein "Schnäppchen". Wem die Quali der Bilder nicht wichtig ist sondern der Preis udn das Zubehör, dann isses hier ne astreine Alternative. Ich bleib bei Quali!