LiFePO4-Zellen ab 10Ah

Dieses Thema im Forum "Elektronik rund ums Bike" wurde erstellt von silberfische, 7. Januar 2008.

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  1. silberfische

    silberfische

    Dabei seit
    05/2005
    Nachdem ich langsam keine Lust mehr habe, 18650er Zellen zu laden und entladen, um daraus Paare für einen 4SxP Akkupack zu bilden und mir die 90Ah-Zelle von Siam (http://www.mtb-news.de/forum/showthread.php?t=309302) zu groß ist, kommen eigentlich nur noch 2 Typen von Akkus in Frage.

    1. LiPo-Zellen mit 8-10Ah
    • Vorteil: geringes Gewicht, geringes Volumen
    • Nachteil: Schutzschaltung nötig (bzw. dringend empfohlen), bei Unterspannung droht ein defekt der Zelle.
    2. LiFePO4-Zellen mit 10-20 (oder auch mehr) Ah.
    • Vorteil: Unempfindlich gegen Unterspannung, keine Schutzschaltung nötig
    • Nachteil: Höheres Volumen und Gewicht als LiPos

    Nachdem ich auch noch die Entladekurve der LiFePO4-Zellen sehr angenehm empfinde (ziemlich flach, sieh z.B. hier: http://www.mtb-news.de/forum/showpost.php?p=4328353&postcount=56) habe ich mich dazu entschlossen, bei Yesa Zellen zum Test zu bestellen.

    Hätte generell noch jemand Interesse daran, evtl. Zellen mit zu bestellen?
    Details zu den Zellen findet ihr hier:
    http://www.yesa.com.cn/product_cells.asp

    Die genauen Kosten muss ich noch klären (natürlich noch vor der Bestellung)

    Gruß
    Stefan
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  3. woasnix

    woasnix Waldfex

    Dabei seit
    10/2006
    Hallo S....
    Also ich würde bei den LiFePO4-Zellen mit dabei sein, wenn das Preis/leistungsverhältnis einigermaßen stimmt.
    Meine "Schmerzgrenze" wäre bei 150 € für 4stk 10AH zellen ink. Versand erreicht.

    Oder hier eine Sammelbestellung machen
    LiFePO4-Zellen
  4. silberfische

    silberfische

    Dabei seit
    05/2005
    Die Zellen von batteryspace sehen schon interessant aus - vor allem das Gewicht von nur 260g ist top. Der Preis von 60$ je Zelle ist allerdings auch nicht ohne... Die Lebenserwartung scheint auch nicht sonderlich toll zu sein. Ich denke, dass die Yesa-Zellen robuster sind (sind ja auch größer u. schwerer :( ).
    Den genauen Preis kann ich dir noch nicht sagen, da ich noch keine Versandkosten habe. Allerdings habe ich von Yesa einen Preis (Sample-Order) von 30$ für die rechteckigen Zellen bekommen und 35$ für die Runden (jeweils 10Ah). Dazu kommen dann noch 2,7% Zoll (da hab ich gerade angerufen) + Versandkosten + MwSt. Nur um die Versandkosten zu erfragen wollte ich erst mal wissen, ob überhaupt noch jemand Interesse an den Zellen hat, denn die Kosten werden auch von der abgenommenen Menge abhängig sein.

    Gruß
    Stefan
  5. Siam

    Siam

    Dabei seit
    07/2007
    Im Vergleich zu der Zelle die ich habe, fällt mir der geringe Ladestrom auf (0,5C statt 3C), die 500 Zyklen, der kleinere Entladestrom (2C statt 3C), der kleinere Temperaturbereich, die niedrigere cut-off-Spannung (3,8V, also kann man die standard LiIon-Ladegeräte nicht mehr verwenden!!) und nicht zuletzt die "labbrige" Bauform.

    Die yesa-Zellen sehen da besser aus. Mal sehen, was die Dinger kosten.

    Gruß
    Thomas
  6. Bergnafahre

    Bergnafahre

    Dabei seit
    02/2004
    Hi

    Und was passiert beim Umpolen bei Tiefentladung?:confused:

    Bergnafahre
  7. silberfische

    silberfische

    Dabei seit
    05/2005
    Tja, das ist eine gute Frage, über die ich vorhin nicht nachgedacht habe. Allerdings habe ich das bereits schon öfters gelesen, dass bei den Eisenoxid-Zellen keine Schutzschaltung benötigt wird :confused: .

    Vielleicht sollte man dazu einfach mal eine Zelle umpolen, um zu testen was passiert :D ... oder hat das schon mal jemand probiert?
    Wenn die Zellen allerdings die gleiche Kapazität haben (und gleichmäßig entladen werden), dürfte es eigentlich nicht passieren, dass eine umgepolt wird. Oder liege ich da jetzt falsch? Ich gehe da jetzt von Zellen aus einer Charge aus, nicht von alten und neuen gemischt.


    Übrigens hier noch was von der YESA-Seite:

    Gruß
    Stefan
  8. Bergnafahre

    Bergnafahre

    Dabei seit
    02/2004
    Die ist meiner Meinung nach bei den LiIon eh "nur" dafür da um eine mögliche Brandgefahr zu minimieren. Und bei den LiFePo ist dies ja offensichtlich nicht gegeben.
    Bei NiMH brauchst Du auch keine Schutzschaltung.
    Allerdings nehmen diese eine Umpolung trotzdem übel in Form von Kapazitätsverlust. Und dafür sind die LiFePos einfach zu teuer.
    Im Grunde genommen sollte eine Bratbeck-Platine zumindest die Tefentlade/ Umpolgefahr vermeiden helfen.
    Überladung scheint ja, mal abgesehen von der möglichen Schädlichkeit für den Akku keine (Brand)Gefahr darzustellen.

    bergnafahre
  9. Siam

    Siam

    Dabei seit
    07/2007
    Bei solchen Akkus eine dieser Halbleiter-Zusatzheizungen? Das ist Blasphemie:D !
    Gerade die hohen Entladeströme machen das ja so interessant.

    Schmelzsicherung und gut ist.

    Gruß
    Thomas
  10. silberfische

    silberfische

    Dabei seit
    05/2005
    Also ich bin noch mit Yesa im Kontakt und wie es aussieht werde ich da auch ein paar Zellen bestellen (auch wenn der Spaß nicht billig wird).
    Was ich aber sehr interessant finde, ist die Tatsache, dass die auch 1600er 18650-Zellen im Programm haben. Ich habe jetzt gerade noch einmal angefragt, ob es sich dabei auch wirklich um LiFePO4 handelt. Sollte dies der Fall sein, werde ich da welche mit bestellen. 26650er Zellen sollen im März auf den Markt kommen.

    Sobald ich mehr Details habe (z.B. Datenblatt für die Zellen) werde ich es hier schreiben.

    Stefan
  11. MaikRutsche

    MaikRutsche Holzkasperkopfschnitzer

    Dabei seit
    07/2002
    LiFePo4 ohne Schutzschaltungen?

    Hat da jemand Infos drüber?
    Wie oft kann man die tiefentladen und wie weit?

    Ich denke, dass die sehr wohl für Tiefentladung und Überladung gesichert sein müssen.

    Die Bratbeckschaltung ist für die großen Ströme nicht geeignet. Bei 2 mal 35W werden die verbauten Mosfets bei mir deutlich warm. Es gibt aber viel bessere Typen, die auch problemlos mit > 20A fertig werden.
    Davon abgesehen ist die Bratbeckschaltung für LiIon und somit für andere Schaltschwellen als LiFePo4.
  12. Siam

    Siam

    Dabei seit
    07/2007

    Meine LiFePO4 hat exakt die Schaltschwellen von LiIon (2,5V/4,25V;troz niedrigerer Nennspannung)!

    Gruß
    Thomas
  13. woasnix

    woasnix Waldfex

    Dabei seit
    10/2006
    Hallo Si...

    Wie siehts mit den Versandkosten aus, weiß man da schon genaueres ? :confused:


    greetz
  14. silberfische

    silberfische

    Dabei seit
    05/2005
    Ich hab noch kein komplettes Angebot (inkl. Versandkosten). Allerdings werde ich mal 10St. 10Ah-Zellen (5 eckige (bis max. 5C discharging) und 5 runde (bis 20C discharging) bestellen (egal ob du welche nimmst, oder nicht). Ich warte jetzt nur noch auf die tech. Daten der 18650er Zellen und entscheide dann, ob ich da welche mit bestelle oder nicht. Heute habe ich dann noch mal angefragt, ob auf deren Seite noch Bankgebühren berechnet werden, denn meine Bank will da welche haben. Allerdings akzeptiert Yesa auch Paypal-Zahlungen, was dann ggf. sogar billiger sein könnte als die Bankgebühren.

    Dumm nur, dass es immer ca. 2 Tage dauert, bis man eine Antwort bekommt.

    Gruß
    Stefan
  15. BuFisch

    BuFisch

    Dabei seit
    07/2005
    Hi Stefan

    die 18650er Zellen würden mich auch interesieren.:daumen:

    Gruß
    Burkhard
  16. MaikRutsche

    MaikRutsche Holzkasperkopfschnitzer

    Dabei seit
    07/2002
    Ladeschluss bei LiFePo4 ist eigentlich bei 3.6V
    Typische Spannung: 3,3V

    Zumindest gibt dies Konion für seine Akkus an.

    In einem TI-Datenblatt sind auch die 3.6V erwähnt: http://focus.ti.com/lit/an/slua443/slua443.pdf

    An anderer Stelle wird 4.2V erwähnt:
    http://www.gebattery.com.cn/product/lf.asp

    Scheinbar sollten wohl die 3.6V eingehalten werden, da die Zellen recht beständig gegen Überladen sind, sind die 4.2V kein Problem.

    Sehr interessant bei letzem Link finde ich übrigens den hier: 3. Self balance

    Wo liegt das Wh/kg-Verhältnis bei LiFePo?
    2600er 18650 haben ja inzwischen schon die 200Wh/kg erreicht...
  17. woasnix

    woasnix Waldfex

    Dabei seit
    10/2006

    Also an den runden Zellen Typ YLH40138 wäre ich schon interresiert, (vielleicht alle 5stk) mal sehen wie die Preise sind (+Versand nach good old Austria :) )

    greetz
  18. schmadde

    schmadde Höllentourist

    Dabei seit
    03/2005
    Für Halogen sind diese Zellen eh nix. Mit einem Vierzeller kommst Du auf ca. 13V, siehe Entladekurve von Siam. Brauchst also schon einen fünfzeller. Das macht mit den Zellen aus silberfisches Link >1,7kg nur für die Akkuzellen :eek:
  19. zanderschnapper

    zanderschnapper 50 Watt HID-Xenon-Fahrer

    Dabei seit
    01/2005

    Hallo Stefan,

    ich wollte mal nachfragen ob Du schon etwas zu den Preisen sagen kannst??


    Gruß Zanderschnapper
  20. RedmEx

    RedmEx

    Dabei seit
    02/2005
    Hier kostet eine 10 Ah Zelle 25 Euronen, damit könntest du einen 4 Zeller für 100 Euro plus 5 Euro Versand zusammenschrauben (er hat wirklich Schraubanschlüsse) als Würfel mit 10 cm Kantenlänge:
    http://www.newtecs.de/lifeeinzelzellen_a_35_115.html

    Allerdings sind die specs auch ein wenig mekwürdig, z.B. 3 V Zellenspannung, ca 10x10x2,5 cm³, keine Gewichtsangabe...:confused:
  21. silberfische

    silberfische

    Dabei seit
    05/2005
    Noch nicht, ich warte immer noch auf Antwort (die ich eigentlich am Montag bekommen hätte sollen). :(
    Habe heute noch mal geschrieben, dass ich noch immer auf die Datenblätter u. Preise warte.

    An den Preis werde ich mit "Sample Order" nicht hin kommen. Was ich allerdings an den Newtecs-Zellen komisch finde, ist der niedrige Entladestrom.
    Naja, der Entladestrom würde fürs Bike reichen (und für den Einzeller-DC-DC-Wandler von Siam ist die Zelle mMn etwas zu klein) , aber der Ladestrom ist ja nicht unbedingt der burner.

    Gruß
    Stefan
  22. wookie

    wookie I ♥ my MTB

    Dabei seit
    08/2005
    Bei 3V pro LiFe-Zelle bräuchte man für ein Beleuchtungssystem mit Überspannung (12V+) ja min. 5 Zellen.

    den 5 Zellen würden dan 15V entfleuchen. Ich kenne die Entladekurve von LiFe Akkus nicht, aber ich kann mir vorstrellen das bei 5 Zellen die Anfangsspannung weit über 16V sind.

    Wenn ich mit 5 LiFe Zellen eine Glühfadenbirne (eine IRC oder so) verwende, dann aber nur mit einem Softstarter oder einem DC/DC Step-Up wandler mit konstanten output. - dann evtl auch nur mit 4 Zellen.

    denke ich da richtig?
  23. Siam

    Siam

    Dabei seit
    07/2007
    Wenn die schon schreiben, daß es einer Kühlung des Akkus bei schneller Entladung bedarf, deutet dies auf einen sehr hohen Innenwiderstand und somit deutlichem Energieverlust bei der Entladung mit hohen Strömen hin! Kurzum: die sagen wenigstens vorher, daß Müll verkauft wird.

    Bei meinem LiFePO4 habe ich beim Sprung von C/10 auf C/2 vielleicht 50mV Spannungsdifferenz, wenn nicht sogar weniger. Die Zelle ist jedenfalls über jeden Zweifel erhaben, auch wenn ich statt 90Ah nur 82Ah (C/3) gemessen habe. Bei einem 16V-Pack (5s) würde dies 16,4 Ah entsprechen (in Realität weniger, da der DC/DC-Wandler Verluiste hat; bei 90% wären es etwa 14,7Ah). Für knapp 200 Euro.

    Gruß
    Thomas
  24. Siam

    Siam

    Dabei seit
    07/2007
    Erster Punkt:

    [​IMG]


    Zum zweiten Punkt:

    Wieso überhaupt mehrere Zellen in Reihe, wenn sowieso ein Wandler ran soll?
    Läuft doch auch mit einer:

    Hier brennt eine D2S mit 50W gespeist von dem LiFePO4 mit 3,2V - das tut sie fast 4 Stunden!

    [​IMG]

    Gruß
    Thomas
  25. RedmEx

    RedmEx

    Dabei seit
    02/2005
    Für die, die sich etwas gründlicher in die LiFePO4 Technologie einlesen wollen, habe ich hier einen sehr interessaneten Vortrag aus Entwicklersicht gefunden:

    http://phostechlithium.com/download/PhostechLithium_Presentation_ISPBB2004.ppt

    Darin wird u.U. die Entladecharakteristik mit weitetem Parameterfeld (1/8C bis 40C) angegeben.

    Was in dem Vortrag recht deutlich wird, ist der zukünftige Einsatzzweck dieser Zellen: Energiespeicher für Elektroantriebe im Fahrzeugbereich. Dafür ist natürlich wichtig, dass die Zellen viele Zyklen überleben und daher die Empfehlung, mit 1/10 C zu laden. Man kann die Zellen aber auch mit hohen Strömen laden. Z.B. heisst es auf Seite 21:
    "C-LiFePO4 has good potential for power
    60% of capacity at 10C"

    Daher wäre ich etwas vorsichtig mit solchen Begriffen wie "Schrott".

    Auch kann man anhand der Grafik begreifen, warum die Angaben der "Nennspannung" zwischen 3,0 und 3,6 Volt schwanken ...

    Der RedmEx

    Anhänge:

  26. Siam

    Siam

    Dabei seit
    07/2007
    Ich finde dies schon, wenn ich die als Schrott bezeichnete Zelle mit folgenden Parametern:

    Technische Infos:

    LithiumFerroeinzelzelle, Typ NT - 10000mAh LiFe
    Neuware
    Nennspannung: 3,0 Volt (3,3V)
    Nennkapazität: 10000 mAh
    reale Kapazität: ca. 11000mAh
    Masse des Akkugehäuses: 101mm*24mm*93mm(103mm mit Schraubanschluss) (l*t*h)
    empfohlener Ladestrom : 2A- je nach Ladegerätequalität
    möglicher Dauerentladestrom bei ausreichender Kühlung: 18A
    Impulsentladestrom: 30A Zyklenfestigkeit: bis über 2000 Mal
    lageunabhängig
    im stabilen Metallgehäuse
    Abmessungen: 101mm; 102mm; 25mm


    Mit denen meiner Zelle vergleiche:
    [​IMG]

    Irgendwie ein leichter Unterschied. Wenn ich bei <2C schon kühlen muß, dann stimmt da doch was nicht.

    Gruß
    Thomas