Mögliche Strafe für Waldweg befahren?

Dieses Thema im Forum "Open Trails" wurde erstellt von antique, 11. April 2012.

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  1. MucPaul

    MucPaul Ambitionierter Sonntagsradler

    Dabei seit
    10/2007
    Tja, da sehe ich nun einen fetten Bußgeldbescheid (vermutlich wieder nur EUR 15,-) auf die zwei Beamten zukommen. ;)

    Wie gesagt, bloss nicht klein beigeben und genau die Gesetze ausloten. Die Grünen machen das nämlich auch immer, und wenn nicht, dann hoffen sie, dass der Bürger aus Angst (vorauseilender Gehorsam und Unwissenheit = Faulheit, in den Gesetzen nachzuschlagen) klein beigibt. Ist mir auch schon mehrmals passiert. Ich musste sogar mal einen Polizeiobermeister rüffeln lassen, weil er mehrfach gegen die StVO verstoßen hatte mit seinem Verwarnungsbescheid. :p
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  3. snipys

    snipys

    Dabei seit
    11/2005
    Ich würde gegen die Polizisten eine Dienstaufsichtsbeschwerde bezüglich des Reitverbotes stellen.
    Wahrscheinlich werden die Beamten von Ihren Dienstherren in Schutz genommen und die Beschwerde wird abgewiesen.
    Sie landet aber auf jedem Fall in deren Akten und kann für die weitere Karriere hinderlich sein, wenn sich die Beschwerden häufen.
    Ein kleiner Denkzettel der nichts kostet!

    Wenn ein Verwarngeldbescheid eintrifft, kann man dagegen auch Rechtsmittel einlegen und widersprechen - falls es Sinn machen würde.

    Lege Dir einen Jagdschein zu, dann kannst Du auch bewaffnet durch den Wald radeln, in Ausübung der Jagt.

    /snipy
  4. mäcpomm

    mäcpomm

    Dabei seit
    06/2007
    Jawoll, mit der Knarre über der Schulter und einem Fullface Helm.....
    Früher im Osten gab es so Halter für AK 47, Klappspaten......
  5. antique

    antique Mensch halt

    Dabei seit
    10/2007
    Ich habe einen Jagdschein und werde mich hüten mit einer Waffe ohne entsprechendes Aufbewahrungsdrumrum aufs Bike zu steigen :eek:

    Das kann heftig nach hinten losgehen weil schlicht und einfach total verboten ;)
    Früher bin ich mit Gewehr ohne weiteres Etui zum Hochstand geradelt, nach der Verschärfung vom Waffengesetz ist das schlicht und einfach nicht mehr erlaubt.
    Außerdem ist das unpraktisch weil die Waffe ohne Tragecase Schaden nehmen kann und von Ästen erfasst wird wenn ich durchs dichte Unterholz fahre. Und darauf hab ich keinen Bock, Waffen sind teuer und wollen pfleglich behandelt werden. :daumen:

    Bußgeldbescheid ist heute mittag eingetroffen: ich darf EUR 400,00 für die Sache entrichten, meine Kollegen jeweils nur EUR 200,00 weil ich sie als Vertreter vom Besitzer (Wald gehört meinen Erzeuger) dazu angeleitet hätte den Waldweg illegal zu benutzen.

    Gegen die Sache wird am Montag form- und fristgerecht Widerspruch eingelegt.
    Dienstaufsichtsbeschwerde ist anhängig und mir wird in der Regel nur in Ausnahmefällen das Ergebnis mitgeteilt.

    Alles weitere macht jetzt der Anwalt, habe keine Lust mehr mit den Leuten direkt und in viel zu schnell heftiger Art (reg mich schnell auf....) rumzudiskutieren.
    Landratsamt hat den Bussgeldbescheid relativ zeitnah erlassen und ich muss jetzt das weitere Vorgehen vom Anwalt abwarten.
  6. MOETER

    MOETER

    Dabei seit
    03/2009
    :aufreg:Wahnsinn! Zeit, Deutschland zu verlassen.
  7. hano!

    hano!

    Dabei seit
    03/2006
    Das ist jetzt aber nicht wahr, oder?

    Und noch was, schade das Du keinen Vater hast.
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  8. potsdamradler

    potsdamradler Konsumterrorist

    Dabei seit
    09/2011
    Dachte auch an auswandern ;)

    Mit einem Zehntel hab ich gerechnet. Preislich gesehen ist ein Rotlichtverstoß mit Fahrrad dagegen ja ein Kavaliersdelikt :D

    Den Keiler, den Du zuvor angeschossen hast mit Saufeder vefolgt :rolleyes:
  9. antique

    antique Mensch halt

    Dabei seit
    10/2007
    Nö - leider hab ich vorher keinen Keiler angeschossen - und mit Saufeder zu jagen ist in Deutschland mal sowas von verboten :mad:

    Landratsamt kann die Busse im Bereich von 15 bis 5000 Euro festsetzen. Je nach Ausgangslage und welche Umstände die Sache beinhalten. Freiraum ist enorm. Nennt sich dann Ermessensspielraum und wird von den Beamten oft genug wirklich "frei" ausgewählt.

    Auswandern habe ich schon seit geraumer Zeit vor, allerdings will man Besitz nicht so einfach aufgeben und geschäftliche Kontakte wollen nicht unbedingt "umziehen".
    Solange mein Vater noch aktiv ist bleiben solche Pläne eh in der Schublade stecken - und danach kann es schon sein das ich das Anwesen verpachte und meinen Standort nach CH oder A verlege. Oder Südengland :daumen:
  10. PeKaWe

    PeKaWe

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    04/2009
    Na spitze. Da darf man nicht auf eigenem Grund und Boden... .

    Wärst besser mit 'nem Motocrosser gefahren, da liegt der Tarif bei 35 Euro, glaube ich.

    Viel Glück beim Anwalt.
  11. spinner69

    spinner69 Baumschmuser

    Dabei seit
    06/2009
    400 € sind völlig überzogen, auch wenn es innerhalb des möglichen Rahmens liegt. Völlig unverhältnismäßig und willkürlich. Ganz abgesehen von den Eigentumsverhältnissen.

    Der Anwalt hat hoffentlich Erfahrung im öffentlichen Recht. Soviel bekommt bei uns nicht mal jemand, der seinen Dreck in den Wald anderer Leute kippt ...

    Gut, dass wir in einem Rechtsstaat leben ...
    Zuletzt bearbeitet: 27. April 2012
  12. prince67

    prince67

    Dabei seit
    02/2012
    Da ist es doch billiger in der Fußgängerzone zwischen den Fußgängern Slalom zu fahren. Da kann man sogar noch einen umfahren und kommt billiger weg.
  13. MucPaul

    MucPaul Ambitionierter Sonntagsradler

    Dabei seit
    10/2007
    Die EUR 400,- sind die Strafe für Ungehorsam der Obrigkeit gegenüber. Beim kleinsten Aufmucken ziehen die halt sofort den Geld"prügel".

    Ich würde Deinen Anwalt auf die los lassen. Hoffentlich ist er gut und kennt sich aus.
  14. snipys

    snipys

    Dabei seit
    11/2005
    Dann klagst Du jetzt munter durch alle Instanzen, bis Du endlich Recht bekommst und das Verfahren eingestellt wird.
    Bei €400,- Streitwert sind die Gerichtskosten lächerlich gering und der Unterhaltungswert ist enorm.

    Es wäre hilfreich, die Presse zu informieren. Die hetzen immer gerne gegen den aktuellen Landrat und irgendwann sind ja auch wieder Wahlen.

    Ich sehe schon die Schlagzeilen:
    Polizeiterror gegen Freizeitsportler

    Die guten Kontakte zum Forstamt sind wahrscheinlich der entscheidende Trumpf in Deiner Hand.

    /snipy
  15. MucPaul

    MucPaul Ambitionierter Sonntagsradler

    Dabei seit
    10/2007
    Ich würde mit der Bild oder mit der Sendung Brisant oder Frontal aufnehmen, die suchen solche Skandale. Meistens ist das sehr wirkungsvoll.
  16. PeKaWe

    PeKaWe

    Dabei seit
    04/2009
    Ich hab mir gerade mal das Waldgesetz BW zu Gemüte geführt.

    Also Wald ist in erster Linie mal Wald. Unterschiede zwischen Privat- und Staats- (u. Köperschafts-) Wald wird dort eigentlich nur hinsichtlich der Bewirtschaftung gemacht.
    Das würde eigentlich bedeuten dass Dir das Waldgesetz verbietet auf deinem eigenen Grund und Boden Rad zu fahren wenn der Weg unter 2m breit ist. (Nur wie ist die Wegbreite definiert?)

    Was ich aber den absoluten Knaller finde ist
    § 87

    Einziehung

    Gegenstände, die zur Begehung oder Vorbereitung einer Ordnungswidrigkeit gebraucht worden sind oder auf die sich eine Ordnungswidrigkeit bezieht, können eingezogen werden. § 23 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist anzuwenden.

    Da sei mal froh dass Du dein Rad behalten durftest.


    Viel Glück mit underem Rechtsstaat. Ich drücke Dir die Daumen!
    Denke RtProSat4711 wäre vlt. keine dumme Idee.
  17. FlowinFlo

    FlowinFlo

    Dabei seit
    05/2007
    Wenn ich das für den konkreten Fall richtig verstehe, hieße das hin zu radeln und heim zu reiten? :D
  18. Jetpilot

    Jetpilot Tiefflieger

    Dabei seit
    04/2009
    Verdrehtes Rechtsverständnis hier. Ich glaube kaum, das das irgendwie Chancen hat durchzukommen, die Lage ist was das Wegerecht angeht doch eindeutig. Und das die Beamten ungeschoren davon kommen werden ist alltag, sowas kommt nie und nimmer ins TV weil viel zu profan.
  19. antique

    antique Mensch halt

    Dabei seit
    10/2007
    *oehm* ich leb im ländlichen Bereich und da ist Rufen von nem Polizeieinsatzwagen mit teilweise langer Wartezeit verbunden.

    Da ich über keine hoheitliche Gewalt verfüge kann ich als Vertreter des Waldbesitzers in keinster Weise eine Beschlagnahme oder Wegnahme der Pferde durchführen. Sowas kann nur das Landratsamt oder andere Dienststellen.

    Ich warte jetzt erstmal den Anwaltstermin ab und dann wird die Sache mit Widerspruch weiter behandelt. Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Beamten ist anhängig und mit viel Glück bekomme ich sogar deren Ausgang mit. Zumindest der Anwalt wird mehr Informationen bekommen.

    Gemäß einem Kumpel der im Landratsamt arbeitet ist der Ermessensspielraum bei so Strafen durchaus beachtlich und kann je nach Ausgangslage auch im ganz hohen Bereich angesiedelt werden. Er weiss von Fällen in den sogar vierstellige Strafen verhängt worden sind - das Landratsamt versucht die derzeit gültigen Vorgaben hart durch zu setzen. Anders kann er sich die Verhaltensweise der Dienststelle nicht erklären.
  20. FlowinFlo

    FlowinFlo

    Dabei seit
    05/2007
    Öhm... ich war vorhin noch im Ironiemodus unterwegs. :)

    Ich wollte auf diese Weise nur darauf hinweisen, dass hier ja nicht nur eine Seite fürchten musste, dass aufgrund des §87 das Gefährt/Gepferd eingezogen wird.
  21. Papa Bike

    Papa Bike geht doch!

    Dabei seit
    11/2007
    Armes Deutschland!
    Da wird im Wald geradelt, was wirklich i.d.R. keinen großen Schaden anrichtet, keine Abgase produziert, die Gesundheitskosten drückt..... usw.
    Bin mal vor Jahren mit einem Freund über den Braunkohle-Tagebau Garzweiler geflogen, DAS ist Umweltzerstörung!
    Aber wahrscheinlich wird in Jahrzehnten, nach der Renaturierung, dann dort auch ein Radfahrverbot zum Schutze der Natur ausgesprochen ;)

    Das Thema ist jedenfalls spannend, habe ich sofort abonniert, drücke Dir die Daumen das Strafe abgemildert wird & die Grünen auch eine Verweiß bekommen.

    BG PB
  22. prince67

    prince67

    Dabei seit
    02/2012
    Und dabei den Weg auf eine Breite von 2m bringen.

    Hat eigentlich schon jemand den Weg ausgemessen?
    Da er früher ein Zufahrtsweg zu Grundstücken war, nehme ich an, dass es kein Trampelpfad ist.

    Viele Forstwege beginnen doch oft als gutausgebauter (>2m) Weg und werden dann je weiter man in den Wald fährt immer schlechter und schmaler. Muss man da dann umkehren sobald der Weg nur noch 1,99m breit ist?
    Zuletzt bearbeitet: 28. April 2012
  23. Jetpilot

    Jetpilot Tiefflieger

    Dabei seit
    04/2009
    Warum beschleicht mich das Gefühl, das die Aufnahme bei diesem Verein einen maximal IQ vorschreibt? Ich will es zwar eigentlich nicht zulassen, weil ich an die Richtigkeit des Rechtsstaates und seiner Organe glaube, aber besonders die Polizei macht es mir zunehmend schwer diese Einstellung beizubehalten...
  24. dickerbert

    dickerbert Fahr-Anfänger

    Dabei seit
    03/2007
    Eine Blondine geht in der Stadt spazieren und kommt zu einer Laterne. An dieser hängt ein Zettel: "Appartement zu vermieten." Die Blondine denkt sich: "Super! Ich brauche, eh eine Wohnung". Sie klopft an der Laterne. Keiner macht auf. Sie wiederholt ihren Versuch, jedoch wird ihr nicht geöffnet. Ein Polizist auf der anderen Straßenseite beobachtet einige Zeit die Bemühungen der Blondine, faßt sich ein Herz und geht zu ihr.
    Er fragt sie: "Was machen sie hier eigentlich?"
    Die Blondine zeigt auf den an der Laterne hängenden Zettel "Appartment zu vermieten" und bemerkt dazu, dass sie schon seit geraumer Zeit klopfe, ihr jedoch niemand öffne.
    Der Polizist sieht die Blondine an, dann die Laterne und bemerkt dann lapidar: "Das gibt es nicht, das Licht brennt, es muß jemand da sein!"
  25. Geisterfahrer

    Geisterfahrer Badener

    Dabei seit
    02/2004
    Bitte Polizei und Ordnungsamt nicht in einen Topf werfen.

    Anderes Beispiel:
    Wenn irgendwo ein Blitzer an einer Stelle steht, an der es aus verkehrstechnischen Gründen (keine Gefahrenstelle) nicht nötig ist und die Geschwindigkeitsbeschränkung eigentlich nicht einleuchtet, dann steht da nicht die Polizei und misst, sondern die Stadt. Der fließen die Einnahmen dann auch ins eigene Säckel.

    Aber alles Verständnis und Obrigkeitstreue hin oder her: Wenn der Threadersteller tatsächlich eine Geldbuße (nicht Strafe) dafür zahlen muss, dass er im Wald des Papas auf einem Weg mit dem Rad unterwegs war, dann finde ich das auch total daneben. Werde mir hier auch den Ausgang durchlesen, wenn Antique uns auf dem Laufenden hält.
  26. potsdamradler

    potsdamradler Konsumterrorist

    Dabei seit
    09/2011
    Ich glaube der Waldbesitzer trägt sogar Mitverantwortung falls sich Kid's z.Bsp. eine Rampe bauen und es kommt zu einem Unfall :confused: Auf Waldwegen sollen auch schon mal Stöckchen, Äste gelegen haben :rolleyes:

    So ähnlich stand's mal bei Google, Angabe ohne Gewehr ;)