Sea Otter Festival 2012: Strength In Numbers - Weltpremiere in Monterey [Filmkritik]

Dieses Thema im Forum "Mountainbike News" wurde erstellt von Maxi, 26. April 2012.

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  1. Maxi

    Maxi Redakteur / Editor

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    Wie üblich gehört zum Sea Otter Festival im kalifornischen Monterey eine MTB-Film-Weltpremiere. Schon in den letzten Jahren konnte man sich bei diesen Premieren sicher sein, MTB-Streifen der Extraklasse zu sehen zu bekommen. Dementsprechend hoch war auch die Vorfreude auf die diesjährige Premiere, welche mit Strength In Numbers eine ganz besondere zu werden versprach.

    Ganz nach dem Vorbild großer Hollywoodproduktionen wurden die Premierengäste auf einem roten Teppich samt Foto-Wall empfangen. Im Foyer des Montery Conference Center traf sich was Rang und Namen in der Bikeszene hat - für viele bot sich hier die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre mit den Aushängeschildern der Szene und vor allem mit den Stars des Films zu fachsimpeln.

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    Strength In Numbers Weltpremiere in Monterey

    Der Kinosaal wurde erwarteterweise komplett gefüllt. Bevor Strength In Numbers jedoch an die Kino-Leinwand projiziert wurde, kürten unsere Kollegen von pinkbike.com den Sieger ihres diesjährigen "Video Of The Year"-Wettbewerbs. Der Sieg ging an Matty Miles und Karl Heldt von Silvia Films - sie konnten sich mit ihrem Video "Silvia At Sun Peaks Bikepark" [das Video findet ihr am Ende des Artikels] klar von der Konkurrenz absetzen. Für ihren ruhmreichen Sieg gab es für die beiden jungen Filmemacher ein Trek Session 9.9 Carbon im exklusiven Strength In Numbers-Design.

    Unter grölendem Gejohle der ausgelassenen Kinogäste startete die Premiere dann mit einem starken Einstieg. Wie üblich wurde der Film mit Werbung eingeleitet, die Werbung als solches war jedoch alles andere als üblich. Die gezeigten Spots zu den Produkten von Shimano Saint und Trek versetzten das Publikum durch ihre Bildgewalt und Qualität in Staunen und tosenden Beifall. Man möchte fast so weit gehen und sagen, dass die Spots dem eigentlichen Film in nichts nachstanden.


    Impressionen von der Strength in Numbers Premiere in Monterey von Thomas auf MTB-News.de

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    Kinosaal - Strength In Numbers

    Schon das Intro des Films ließ viel versprechen und darauf schließen, dass entgegen aller bisher da gewesenen Produktionen dieses Mal nicht mehr nur die bekannten Namen aus der Gravity-Szene eine Hauptrolle spielen würden. Neben Gee Atherton, Brendan Semenuk und Anthony Messere stellte der Film auch unbekannte Locals aus Whistler oder des Aptos Dirt-Spots in den Vordergrund. Die Aufnahmen der bis dahin unbekannten "Ottonormal-Biker" standen denen der Stars in nichts nach und stellten eine willkommene Abwechslung zu den üblichen Bike-Film-Produktionen dar. Auch die Trail-Schöpfer wurden teilweise ins rechte Licht gerückt.

    Die Freude am Film wurde ein wenig von der momentan so angesagten "Lifestyle"-Esoterik gehemmt. Es scheint als hätten sich die Filmemacher zur Aufgabe gemacht, sich gegenseitig durch immer noch tiefgründigere Liebesbekundungen zum Sport übertrumpfen zu müssen. Letzten Endes ist es aber doch der Sport als Solches, der ihn interessant und spektakulär macht, und nicht irgendwelche auswendig gelernten Statements, die den Fahrern selbst schon peinlich zu seien scheinen.

    Strength In Numbers ist ein erstklassiger Film, der das Prädikat "unbedingt anschauen" verdient. Bedingt durch die Tatsache, dass man in letzter Zeit mit einer Fülle an absolut guten, hochwertigen und qualitativ hochwertigen Videos im Internet bombardiert wird, ist es schwer das Niveau einer großen Produktion wie Strength In Number noch zu schätzen. Hier bedarf es schon Werken wie The Art Of Flight oder All I Can, die aus der Masse heraus stechen.


    Strength in Numbers Official Trailer von Thomas auf MTB-News.de
    Filmkritik - das Fazit:
    Maxi:  Strength in Number ist ohne Zweifel einer der besseren MTB-Filme der letzten Zeit, wenngleich er meine persönlichen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte. Nachdem ich erfuhr, dass Anthill-Films mit Red Bull Media House einen erfahren Partner an Bord holen konnte, stieg meine Erwartungshaltung deutlich an. Ich erhoffte mir einen ebenso epischen und actiongeladenen Film wie das Snowboard-Meisterwerk The Art Of Flight. Teilweise konnte der Film seinem Meister gerecht werden, aber eben nur teilweise. Oftmals empfand ich die Story sowie die Aufnahmen als zu langatmig.

    Zwei Kapitel des Films blieben mir besonders in Erinnerung. Zum einen das Segment über den Downhill World Cup, welches mit nie gesehen Luftaufnahmen aus Fort William und Zeitlupenaufnahmen aus Leogang begeistern konnte. Zum anderen konnte das Whistler-Kapitel überzeugen, welches hervorstach, da neben den üblichen Stars auch unbekannte Locals ihren Teil zum Film beitrugen. Enttäuscht haben mich hingegen die Parts von Anthony Messere, der vor einer langweiligen Kulisse kaum überraschende Dirt Jump-Action zeigte, sowie die Nepalreise von Rene Wildhaber und Andrew Shandro. Ebenso stellt sich mir die Berechtigung von Sequenzen infrage, die an Orten aufgenommen wurden, die der breiten Masse nie zugänglich sein werden - wie z.B. das Segment von Wildhaber in Nepal. Sie können wohl kaum das wiedergeben, was das wahre Gefühl unseres Sports ausmacht.

    An vielen Stellen wurde für meinen Geschmack zu viel Wert auf überflüssiges Gesülze gelegt. Wer verstanden hat, um was es in unserem Sport geht, der kann getrost auf diese überflüssigen und meist gestellten Statements verzichten. Lifestyle wird letzten Endes durch die Bilder an den Zuschauer vermittelt. Es ist wie mit einem Porno - die Action ist das was einen heißmacht, nicht die Dialoge zwischen den Szenen. Das hätten sich die Strength In Numbers-Macher im Vorfeld bewusst machen sollen.

    Jens:  Über die letzten Jahre hat Clay Porter einen gewissen Trend gestartet Audiospuren mit Kommentaren hinter die Aktionszenen zu legen. Filme die nur die Aktion sprechen lassen (From the inside out) stechen aus der schieren Masse wirklich hervor. SiN bringt auf jeden Fall schon mal die passende Aktion auf die Leinwand und man hält sich mehr zurück als Clay – aber es hätte noch etwas weniger sein können.

    Fahrerisch wird einiges geboten was momentan auf jeden Fall als Weltspitze angesehen werden kann. Da werden Tricks in Utah rausgehauen die mehr Style haben als bei der Rampage und Freeride-Highspeed-Abfahrten in Kamloops, die an die Geschwindigkeiten von Worldcups erinnern.

    Sehr gut hat mir gefallen, dass im Whistlersegment auch die "Every day Heroes" gezeigt wurden. Portraitshots leiteten die Szenen ein und dann hätte quasi jeder Bikeparkbesucher im Film auftauchen können, was nicht heist, dass die Leute es nicht krachen lassen würden.

    Die DVD wird definitiv den Weg ins Regal bei mir finden.
    Der Abend in Bildern:
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    Monterey Conference Center 

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    Strength In Numbers Weltpremiere

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    Strength In Numbers - fachsimpeln in der Eingangshalle

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    Strength In Numbers - Bilderauktion

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    Chuck Norris erklärt Kelly McGarry das Radfahren

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    Ausgebucht, die Weltpremiere von Strength in Numbers 

    Das Sieger-Video des diesjährigen pinkbike.com Video Of The Year-Wettbewerbs:


    [yt=Youtube Video]0S5cMZxs2H4?rel=0[/yt]


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  3. superson1c

    superson1c

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    So und nicht anders!
  4. Cyborg G2000

    Cyborg G2000

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    11/2003
    ... die Action ist das was heiß macht.... :daumen: ... völlig richtig ..
  5. Marc B

    Marc B aka Ridefirst_Marc

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    07/2001
    Anthill Films war ja vorher als Collectice aktiv und in ihren Filmen war das schon immer ein Bestandteil der Segmente (Roam etc.). Ich bin gespannt, ob im neuen Film noch mehr geredet wird, denn an sich hat mich das nie gestört.

    Ride on,
    Marc
  6. noon

    noon mit laser

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    10/2005
    Geredet wurde in From The Inside Out auch. Die Frage ist immer was letztendlich erzählt wird. Ich erinnere mich an einige John Cowan Segmente aus NWD die mich damals echt nervten...Anthill Films haben es sich mit mir seit Follow Me verscherzt. Der Film mit den bis dato hochwertigsten Aufnahmen scheiterte an seiner qualitativ unfassbar miesen oder unpassenden Musik, die hörte sich teilweise an wie aus dem Proberaum mitgeschnitten. Ich hoffe mich nach dem neuen Streifen wieder mit den Jungs anfreunden zu können, das Intro aus dem Trailer fand ich schon sehr gut. Dass dann nach so einem stimmigen Trailer am Ende wieder der 0/8/15 Action plus schlechte Elektromusik part drangeklatscht werden musste hat mich allerdings wieder Zweifeln lassen. Ob die denken die MTB Szene ist noch nicht alt/reif genug um sich inhaltlich mit dem Thema MTB zu befassen? All I Can artet in der Mitte ja auch zu einem Weltverbesserer-Lehrfilm aus. Das Globale Erwärmungs Geschwafel wird einem allerdings elegant mit einem der innovativsten Parts der Skifilm Geschichte schmackhaft serviert.

    Ich freue mich über jeden Film der sich Mühe gibt mir eine Geschichte zu erzählen, der etwas mehr Substanz hat als das üblich NWD Trickgeballer. Die Huldigungen an das Mountainbiken an sich kann man sich nach Life Cycles allerdings getrost sparen, der ist zwar inhaltlich auch übers Ziel hinausgeschossen aber insgesamt einfach so gut dass ihn in in dem Metier "we love mountainbiking" niemand übertrumpfen wird. Man kann sich ja auch einfach andere Ziele suchen, siehe From the Inside Out.

    Was ich allerdings gar nicht so recht verstehe ist dieser Art of Flight Hype. Der Film war überfüllt mit Sachen die man schon tausende Male gesehen hat (besonders wenn man Rice's vorherige Werke kennt) nur diesmal halt in HD und Super Slowmo. Ächz. Wo im Vorgänger noch sehr viel zu lachen war (Die Baum Szene!) war in The Art of Flight nur noch eins: "Schaut her, wir haben Zeitlupe!" Darum ging der auch so ewig. Nach der Hälfte war ich kurz vorm einschlafen. Life Cycles war wenigstens wirklich abwechslungsreich, den kann man auch jemandem zeigen der keine Ahnung von der Materie hat.
    Ich hoffe einfach Stance Films machen als nächstes mal was mit der Action von Follow Me, der Qualität von Life Cycles und der Drehzeit von From The Inside Out. Das wär was.

    Edit: Übrigens ein sehr treffender Vergleich mit dem Porno. Nur leider würde ich viel lieber einen Christopher Nolan Film über Mountainbiken sehen als einen von Harry S Morgan.
    Zuletzt bearbeitet: 26. April 2012
  7. _coco_

    _coco_ Fransen Hansen

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    01/2008
    Haters gonna hate. YES!
  8. LanceAir

    LanceAir Guest

    Die Jungs von Silvia sollten mal nen längeren Film machen, das ist meiner Meinung nach gerade das Beste was es an Filmmaterial in unserem Sport gibt!
  9. Thomas

    Thomas Administrator Mitarbeiter

    Dabei seit
    09/2000
    Ich habe ihn danach gefragt - sie versuchen da reinzukommen. Der Filmer ist hauptberuflich als Gärtner tätig und er würde sich gerne in die Filmrichtung verändern. Supernette Jungs die beiden. Wird man sicher noch einiges hören von denen.
  10. Brummaman

    Brummaman ädministurbator

    Dabei seit
    11/2004
    Als Gärtner?!? WTF? :lol:
    "und in der Freizeit haue ich einfach mal paar der hochwertigsten MTB Clips im Internet raus!" :D
  11. Brummaman

    Brummaman ädministurbator

    Dabei seit
    11/2004
    Bin auf den Film gespannt, nachdem ich bei From the Inside Out fast eingeschlafen wäre (den ihr ja schon ziemlich gelobt habt) bin ich bei euren Filmmeinungen ein bisschen vorsichtig geworden. So unterschiedlich sind die Geschmäcker halt.

    Ist eigentlich noch wer der Meinung das From the Inside Out ne ziemliche Gurke von MTB Film ist?!
  12. Freesoul

    Freesoul that´s a nice tnetennba Mitarbeiter

    Dabei seit
    10/2001
    ich fand ihn nicht schlecht, aber auch nicht die absolute granate von film.
  13. LanceAir

    LanceAir Guest

    from the inside out war mal echt richtig langweilig, habe mich nach den trailer total drauf gefreut und fands dann echt ziemlich mager.
  14. Marc B

    Marc B aka Ridefirst_Marc

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    07/2001
    Cool wäre es, wenn Aaron Larocque auch mal wieder was längeres machen würde, "What's next" war schon ein Hit :daumen:
  15. Buchse__

    Buchse__

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    01/2007
    From the Inside Out hat mich auch herbe enttäuscht.
    Beim ersten mal schauen war noch ok, aber bei jedem weiteren wird er einfach jedes mal langweiliger.

    Die fahrer sind, bis auf Semenuk nicht gut in Szene gesetzt worden.

    Allein wenn man die Vanderham aufnahmen sieht, sollte einem klar werden, das das alles etwas halbherzig aufgenommen wurde...

    Den Art of Flight hype kann ich auch kaum nachvollziehen...
    Ist zwar das absolute non plus ultra was technik und budget angeht. Action ist auch nicht zu toppen. Allerdings wie schon erwähnt ziemllich dem Vorgänger nahe!

    Wenn jemand noch einen guten Wintersport film sehen möchte, den ich von der Art her sehr bewundere, sollte sich The Attack of la Nina anschauen.
  16. Makke

    Makke www.fun-riders.org

    Dabei seit
    08/2002
    Werd mir den Streifen auif alle Fälle holen und ansehen ... ist er schlecht, kommt er wieder weg ...

    from the inside out war echt ein schlechter Scherz, Gute Ideen aber schlecht umgesetzt.

    [O.T.] Art of Flight war nie mein Fall, bin kein Boarder dafür hat mich All I Can doch gut angefixt, mal von der ein oder anderen Sequenz abgesehen [/O.T.]