Ungleiche Brüder - Drössiger XRA650 vs. XRA29

Dieses Thema im Forum "Mountainbike News" wurde erstellt von nuts, 13. September 2013.

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  1. nuts

    nuts Open Innovation Mitarbeiter

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    Einen so fairen Vergleich zwischen zwei Radgrößen konnten wir euch selten anbieten: Zwei nahezu identische Bikes, die sich eigentlich ausschließlich durch die Radgröße unterscheiden. Gegeneinander treten an: 27,5" vs. 29". Was können die kleineren, was die größeren Räder besser? Was kann 27,5", was 29" nicht kann, und umgekehrt? Wir bedauern keinen Dreikampf mit den guten alten 26" bieten zu können, sehen 27,5" aber als Vertreter der kleineren Räder. Das Drössiger XRA650 tritt gegen das Drössiger XRA29 an. Mögen die Spiele beginnen!



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    # Komplett wirken beide Bikes recht stimmig, nur am Sitzrohr scheiden sich die Geister

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    # Offensichtlicher Unterschied

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    # Im Duell: 650b vs. 29"
    Im Stand
    Gewicht:

    Vor dem Fight geht es zum Wiegen. Beide Bikes hängen mit 500g-Pedalen an der Waage, und die erste Runde wird schnell entschieden: Die großen Laufräder machen sich bemerkbar, der Twentyniner durchbricht (mit Pedalen!) in Rahmengröße M knapp die 15kg-Marke - ein bei All-Mountain Bikes selten gewordener Wert, für einen Twentyniner mit viel Federweg für wenig Geld aber eigentlich okay. Wie viel leichter wird das Bike durch die kleineren Räder? Die 650b-Version wiegt 400g weniger, den Unterschied hätten wir uns signifikanter vorgestellt. Tatsächlich wirken sich aber nur Reifen, Schläuche, Felgen, Speichen, längere Gabel und Rahmen und sekundär auch größere Bremsscheiben auf das Gesamtgewicht aus.

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    # 27,5" muss man groß draufschreiben, 29" erkennt man schon von weitem.

    Ausstattung

    Wie geplant sind beide Drössiger XRA Bikes fast identisch ausgestattet. Die einzigen Unterschiede: Laufradgröße, Reifengröße und Gabel. Während der 29er mit einer 150mm Rock Shox Pike kommt, wird das 27,5"-Rad mit einer 150mm Rock Shox Revelation ausgestattet. Davon abgesehen kommen beide Räder mit KindShock Sattelstütze, RockShox Monarch HV Dämpfer, DT Laufrädern, Schwalbe NobbyNic-Reifen, Ritchey-Cockpit, Shimano Deore Bremsen und SLX-XT-Schaltungskomponenten.

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    # Ausstattungsmäßig fast identisch aufgebaute Bikes

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    # RockShox Fahrwerk an beiden Bikes

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    # Die Plattform hilft, das Heck komplett ruhig zu stellen

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    # Die Deore-Bremsen überzeugen an beiden Bikes restlos

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    # 12x142mm X12 Ausfallenden

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    # 3-Fach Kurbelgarnitur - Drössiger Bikes werden über den Fachhandel vertrieben, dort ist das ein echtes Argument. Für uns hätten es auch zwei passend große Blätter getan, aber hier scheiden sich die Geister nach wie vor.

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    # Bis auf die Maße wirken die Rahmen identisch

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    # Nur so kriegt man 435er Kettenstreben am 29er gebacken.

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    # 150mm-Gabeln an beiden Bikes, der 29er baut 3cm höher



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    # Könnte gern steifer sein: Der Hinterbau. In Serie soll das Horst-Link Gelenk anders designed werden.

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    # Sinnvoll: Am Twentyniner finden sich größere Bremsscheiben

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    # Nicht ganz perfekt: Die Gummipuffer sitzen etwas lose

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    # Einmal Revelation, einmal Pike, zwei Mal 150mm

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    # Die kleineren Räder erlauben 5mm mehr Federweg

    Geometrie:

    Auf den ersten Blick wird klar: Ein langhubiges 29"-Bike ist ein riesiges Rad! Die Kombination aus großen Laufrädern und Enduro-mäßigem Federweg baut einfach groß. Auch wenn man die alte Rechnung "Twentyniner brauchen weniger Federweg" nicht anwendet, weil dies streng genommen zwei Paar Schuh sind, sind 150mm ein Federweg, der an AllMountain- und Enduro-Bikes meist als ausreichend genannt wird.

    Das Nachmessen zeigt dann aber: Der Radstand beider Bikes liegt identisch bei 1150mm, lang, aber nicht sehr lang. Der Hinterbau beider Bikes ist so kurz, wie es fast nur geht, gestaltet: 420mm am kleineren, 435mm am größeren Rad. Damit fällt das Heck genau so kurz oder sogar kürzer aus als an vielen 26"-Bikes. Gleichzeitig liegt das Innenlager deutlich unter die Achse ab, liegt auch absolut tiefer als an vielen 26"-Bikes: Auf tiefen 325mm am 27,5"-Bike, auf 335mm am 29"-Bike. Ebenfalls auffällig fällt die Lenkerhöhe aus: Mit 1030mm beziehungsweise 1060mm liegen die Lenker mächtig hoch, was am nicht sehr kurzen Steuerrohr und dem hoch bauenden Steuersatz liegt. Der Lenker des 150mm Twentyniner liegt damit sogar höher als der eines Specialized Demo mit RockShox Boxxer und niedrigem Lenker. Wie dem auch sei, wir wollen auf dem Trail herausfinden, welches der beiden Bikes mehr Spaß macht.
    Auf dem Trail
    Auf geht's auf die Tour. Im Uphill müsste nach weit verbreiteter Meinung der Twentyniner vorne liegen. Tatsächlich drehen die Räder später durch, das Vorderrad steigt später, die Sitzposition passt besser. Bei beiden Bikes lässt sich die Gabel durch Dual Position Air um 30mm absenken, wodurch beide noch etwas steilere Rampen erklimmen können. Im technischen Uphill fällt am 650b-Bike vor allem auf, dass man ganz schön häufig aufsetzt, wenn Wurzeln oder ein Schräghang passiert werden. Auf 29"-Rädern fährt man hingegen schneller und steiler bergauf, einzig in ganz langsamen Passagen fühlt man sich auf dem großen Rad einfach hoch, ja ein wenig zu hoch über den Tatsachen, hier wird das Balancieren etwas schwieriger.



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    # Laufen lassen! Einmal mit dem Twentyniner...

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    #  ... und einmal mit 650b.

    In engen Kurven fühlt sich da das 650b-Bike wohler, doch auch hier legt das XRA29 eine überzeugende Agilität an den Tag. Verantwortlich dafür dürfte der - in Zeiten von 26"-Enduro-Geometrien - sehr steile Lenkwinkel sein. An den großen Rädern sind Lenkwinkel aber eine andere Geschichte und wir werden im Downhill heraus finden, wie gut diese Geometrie insgesamt funktioniert. Die Uphill-Wertung geht unterm Strich recht eindeutig an den Twentyniner. Das heißt nicht, dass man mit dem XRA275 nicht gut bergauf fahren kann, doch das etwas niedrige Innenlager, das etwas früher steigende Vorderrad und der früher durchrutschende Reifen fallen im direkten Vergleich auf.

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    #  650b kamen tatsächlich im Stehen schneller ans Griplimit

    Mit 25-30% Sag sorgt der Kettenzug an beiden Hinterbauten im Sitzen für akzeptable Ruhe. Für Sprints im Wiegetritt bedarf es aber der Plattform-Stellung des Dämpfers, um das Heck wirklich tot zu stellen. Auf Transferstrecken über Forstpisten oder Asphaltstraßen können beide Räder von den leicht rollenden Schwalbe Reifen profitieren, hier einen Unterschied zwischen den Laufradgrößen festzustellen, vermag wohl allein der Prüfstand. Was die Beine aber direkt spüren: Der Twentyniner beschleunigt träger, dafür fährt er auch ruhiger.

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    # Tobi mit 176cm auf dem gefühlt ganz schön großen 150mm Twentyniner

    Einen deutlichen Unterschied in Sachen Überrollverhalten kann man indes auf flachen Wurzeltrails feststellen. Ein ganz sanft bergab führender, fast gerader Wurzeltrail, den ich schon 100 Mal gefahren bin: Ich weiß, dass die Wurzeln gnadenlos bremsen, wenn man nicht mit einer idealen Linienwahl, Bunny-Hops und viel Treten die Geschwindigkeit hält. Mit dem 150mm-Twentyniner biege ich in den Trail ein und komme gar nicht zum treten, weil der Gang zu klein wird. Während ich mir schnell, aber nicht übermäßig schnell vorkomme, fehlt von Tobi, der auf dem 650b-Bike hinterher fährt, am Ende des Trails zunächst jede Spur. Fakt ist: Federweg und große Räder lassen auf diesem Trail keine Geschwindigkeit liegen. Weil man nicht tritt und nicht in Löchern versinkt kriegt man aber gar nicht richtig mit, wie man über den Trail fliegt - sehr beeindruckend.

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    # Vor allem auf der Gerade merklich schneller: Der 29er

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    #  In engen Kurven flexte der Hinterbau am kleineren Rad ganz schön.

    Als wir als Revanche einen Serpentinen-Trail fahren, dreht sich das Bild. Klar, auf den Geraden rolle ich gut, solange es bergab geht. In den Kurven wurde mehr Grip versprochen, tatsächlich fährt man sehr souverän und ohne das Verlangen, den Fuß abzustellen durch Kurven. Beim Rausbeschleunigen dann allerdings jedes Mal die Trägheit der Räder überwinden, das kostet gehörig Kraft. Da sprintet Tobi mit seinen kleineren Rädern auf dem Hinterrad davon. Was jedoch auch hier gut gefällt: Keines der Räder fährt sich wirklich träge, und das trotz günstiger (~schwerer) Laufräder. Verantwortlich hierfür dürfte vor allem der passende Lenkwinkel sein. Er bietet eine gute Balance aus Laufruhe und Agilität. Warum das beim Twentyniner mit einem steileren Wert als an einem 26"-Bike der Fall ist, veranschaulicht die folgende Grafik. Darin wird auch ersichtlich, wie der Versatz der Gabel die Laufruhe beeinflusst, und wie sich beides auf den Radstand auswirkt.

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    Dabei wird auch deutlich, dass die vielerorts angewandte Taktik "Lenkwinkel wie bei den kleineren Rädern, aber mit mehr Versatz, damit der Nachlauf nicht zu groß und das Lenkverhalten zu träge wird" zu unnötig langen Radständen und damit doch noch zu einem behäbigen Fahrverhalten führt. An den Drössiger Bikes hingegen sorgen kurzer Versatz und eher steiler Lenkwinkel für Radstand und Nachlauf wie am 26"-Bike, wodurch auch die Agilität gesteigert wird und lediglich die größere Trägheit der Räder und die relativ niedrigere Position des Fahrers für mehr Laufruhe sorgen.

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    # Im direkten Vergleich unterlegen: Auf dem großen Bruder kletterte es sich besser

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    # Wir fuhren die gleichen Trails auf beiden Bikes im direkten Vergleich

    Als sich größere Steine und echte Wurzeln in den Weg schmeißen, erreichen zuerst die Reifen, als zweites die Federelemente ihr Limit. Hier würde man sich mit Reifen, die mehr Volumen und eine dickere Seitenwand für weniger Druck bieten, zweifelsohne sicherer fühlen - aber wer will auch die noch durch die Gegend treten, wenn man seine Kohlen schon in schwerere Laufräder und Reifen investiert hat?

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    #  Fahrstabilität und Laufruhe sind deutlich größer

    Überschlagsgefühle kommen dank der hohen Front zu keiner Zeit auf, für technische Unternehmungen wünschten wir uns gleichwohl einen etwas niedrigeren Rahmen: Größe M bringt es auf 19" und war mit Teleskopstütze manchmal einfach etwas zu hoch.

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    #  Da kommen Kurven auf Tobi zu - Dank steilem Lenkwinkel bleibt das große Rudern aus

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    #  In Kurven einen Ticken flinker: Die kleineren Räder

    Was fehlt im Vergleich?

    Natürlich, 26". Da 27,5" nicht die Mitte zwischen 26" und 29" darstellen, sondern näher bei 26" liegen, und weil die Hersteller momentan nicht den Anschein machen, als würden sie dauerhaft die Wahl zwischen drei Größen geben wollen, hieß für uns hier die Frage eher: Klein (650b) oder Groß (29")? Wir könnten jetzt natürlich noch Erfahrungswerte von anderen 26"-Rädern einfließen lassen, wollen jedoch nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Deshalb haben wir in diesem Fall nur die extrem ähnlich aufgebauten und konstruierten Drössiger Bikes verglichen.
    Fazit
    27,5" oder 29" am All-Mountain Bike? Drössiger XRA 650b oder XRA 29? Beide Bikes bauen insgesamt recht hoch, weshalb wir keines davon explizit für kleinere Fahrer empfehlen würden. Eine Empfehlung nach Körpergröße, wie sie auf der Eurobike an manchen Ständen propagiert wurde, macht hier daher kaum Sinn, auch wenn sich jemand kleines und leichtes mit dem 27,5er sicher leichter tut. Die Entscheidung wird stattdessen aber wohl eher aufgrund des Einsatzbereiches fallen. Wer mehr springt, sich langsam durch enge Kurven tüftelt oder extrem häufig abbremst und beschleunigt, der sollte die großen Räder lassen, wo sie sind. Damit hätten wir aber auch schon die wenigen Domänen beschrieben, die für uns in diesem Vergleich für die Vertreter kleinerer Laufräder bleiben. Überall sonst: Bergauf, bergab, in der Ebene - solange keine engen Kurven und langsamen Passagen warten, fährt sich der Twentyniner souveräner, schneller und angenehmer.

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    # Nicht einmal ein halbes Kilo liegt zwischen den beiden Bikes - das ist aber meistens gut investiert.

    Die Anforderungen nach Gewicht und Steifigkeit zu erfüllen, wird durch die größeren Räder aber erschwert, sowohl am Rahmen als auch bei den Laufrädern. Der vielerorts eingeschlagene Trend, größeren Bikes auf Kosten von dicken Reifen, vernünftigen Felgen und steifen Rahmen zu einem attraktiven Gesamtgewicht zu verhelfen, kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Auf dem preislich umkämpften Einstiegssegment werden diese Verhandlungen besonders hart geführt und unter Umständen Kompromisse eingegangen, die sich niemand gewünscht hat. An diesen Bikes geht die Ausstattung zum Glück in Ordnung. Wer es Enduro-mäßiger angehen lassen will, wird bei den Reifen jedoch in etwas dickeres investieren, oder sich gleich die Enduro-Version des XRA 650b anschauen: Die kommt mit 160mm und Magic Mary Bereifung.

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    #  Treffen sich ein Twentyniner und ein 650b auf der Koppel

    Unterm Strich machen beide Bikes eine gute Figur und zeigen, dass Drössiger den richtigen Weg eingeschlagen hat. Eine gute Geometrie, ein vernünftiges Fahrwerk und eine starke Preis-Leistung machen die Bikes interessant. Das XRA 29 macht dabei auch noch erstmals das Segment der Twentyniner mit langem Federweg erschwinglich, eine Entwicklung, die wir begrüßen: Große Räder mit längerem Federweg machen Spaß, die beiden lassen sich eben nicht durcheinander ersetzen, auch wenn das von vielen Verkäufern so propagiert wird. Dass größere Räder vielerorts mit weniger Federweg kombiniert werden, liegt wohl eher in der Herausforderung begründet, eine fahrbare Geometrie mit dem nötigen Spielraum für das große Rad und einem steifen Hinterbau zu kombinieren, auch fehlende lange Federgabeln haben bisher gefehlt.

    Deshalb freuen wir uns über den Neustart von Drössiger Bikes. Und was kostet der Spaß? Wer auf großem Rad leben will, muss ein kleines bisschen tiefer in die Tasche greifen, einfach weil die Komponenten (vor allem die Gabel) nach wie vor teurer sind. In unseren Augen ist die günstigste Ausstattung eigentlich die sinnigste: Alles funktionierte einwandfrei, der Preis ist heiß - für mehr Geld gibt es lediglich weniger Gewicht.

    XRA650 3 :        2099€
    XRA29 3 :           2199€

    Die Auslieferung der Bikes wird nach dem Jahreswechsel erfolgen.
    ____________
    Redaktion: Tobias und Stefanus Stahl
    Bilder: Tobias und Stefanus Stahl
    Drössiger Bikes

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  3. cxfahrer

    cxfahrer Bestager

    Dabei seit
    03/2004
    Wenn ich die Bilder so anschaue, sehen die Bikes nicht nur wie geschrieben HOCH aus, sondern auch KURZ.

    Wie lang ist denn der Reach???

    Drössiger habe ich bislang immer als sehr kurz, steil und hoch in Erinnerung.
  4. Darkwing Duck

    Darkwing Duck All the gear but no idea

    Dabei seit
    06/2002
    Lapierre lässt grüßen?
  5. Kaltumformer

    Kaltumformer Guest

    Ein paar Worte zum Vergleich revelation / pike wären interessant gewesen, oder kommt da noch was ? ;)
  6. Stressless

    Stressless Rohloff-Anhänger

    Dabei seit
    05/2012
    :daumen:
  7. _Kuschi_

    _Kuschi_

    Dabei seit
    10/2002
    @nuts: Klasse Test und interessanter Vergleich!

    @cxfahrer:

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    Drössiger/JBS verkaufen die Rahmen meist auch einzeln zu guten Preisen, mit individueller Farbgestaltung zum Selbstaufbau.

    Überlege mir den 29er zu holen, schön in mattschwarz mit leichten Laufrädern und 1x10 Antrieb, dann sollte das DIng auch ein wenig leichter, spritziger werden.
  8. cycophilipp

    cycophilipp Ex-Popcorn-Opfer

    Dabei seit
    08/2003
    endlich mal ein objektiv vergleichender Bericht!!! Super!!!!
  9. cannondaleuser

    cannondaleuser

    Dabei seit
    09/2013
    Immer wieder schön die Berichte zu lesen. Aber bitte vor dem Posten noch eimal gründlich durchlesen.
    "auch fehlende lange Federgabeln haben bisher gefehlt"
    Gibt es die Gabeln nun oder nicht??? Ich bin verwirrt!!! :)
    Und leider häufen sich die Fehler zunehmend in den Berichten!
  10. Tobias

    Tobias Supermoderator Mitarbeiter

    Dabei seit
    08/2001
    @cannondaleuser: Eine "zunehmende Häufung von Fehlern" kann ich ehrlich gesagt nicht erkennen und nachvollziehen. Wir sind für jeden Hinweis dankbar, wenn sich dennoch einer eingeschlichen hat!

    Zu dem von dir zitierten Satz: Es hat früher - also in den ersten Jahren nach der Einführung von 29" Bikes - keine langen Federgabeln im Bereich >140mm gegeben. Damit ist das 29"-Enduro automatisch ausgeschieden. Mittlerweile gibt es sie (z.B. die Pike) mit bis zu 160mm Federweg, womit auch langhubige 29"-Bikes möglich werden --> beispielsweise für das Enduro-Segment.
  11. Dschlenz

    Dschlenz ...hat keine Freunde ;-)

    Dabei seit
    08/2008
    Mal ganz unabhängig vom Test, der übrigens sehr interessant und (für mich persönlich) überraschend gut für den 29er ausgefallen ist, hab ich mal ne Frage :
    Was sind auf dem 650b Bike denn für Pedale montiert ? Rot/blau, augenscheinlich recht filigran, aber keine Reset oder so.
    Kann mir da wer Auskunft geben ?
  12. IceQ-

    IceQ- Handmade in Germany

    Dabei seit
    04/2009
    "Im technischen Uphill fällt am 650b-Bike vor allem auf, dass man ganz schön häufig aufsetzt, wenn Wurzeln oder ein Schräghang passiert werden. "

    ernsthaft?
    Wie wäre das denn erst mit einem 26er"? Wie konntest du nur bisher durch deine Wurzeln und Schräghang?

    Lasse ich als Marketing Geblubber durchgehen und hat mir irgendwie den gesamten Text versaut. Das ist doch genauso eine Aussage wie:
    "Mit 26er geht nix mehr!!".

    Dabei ist der Text ansonsten wirklich gut.
  13. MUD´doc

    MUD´doc GrauZonen-Biker

    Dabei seit
    01/2007
    Und jetzt bitte den gleichen Test auf den alltypischen verblockten Waldwegen
    mit Spurrillen und querliegenden Ästen bzw. schlecht gepflegten Wanderwegen
    mit Wildwuchs und Drecksklumpen.
    So schaut es bei mir in meiner Gegend aus -da gibt es keine "Flowtrails"
    Ich bewundere echt eure Teststrecke :daumen:
    Da wäre ich mit meinem Crossrad auch gern. hö hö hö

    Gebt doch ein kurzes Statement zum Vergleich Revelation< >Pike,
    wie Kaltumformer auch schon schrieb.
    Grüße
  14. _Kuschi_

    _Kuschi_

    Dabei seit
    10/2002
    Man kann auch alles falsch interpretieren (wollen)... Denke das Aufsetzen liegt eher an einem niedrigeren Tretlager des 650B Bikes und hat nix mit der Laufradgröße zu tun.

    Zum Vergleich Revelation vs. Pike wurde in den dementsprechen Threads auch schon einiges an Erfahrungen/Meinungen mitgeteilt.
  15. Ponch

    Ponch

    Dabei seit
    03/2005
    Die Tretlagerhöhe ist laut Datenblatt bei beiden Bikes 345mm hoch.
  16. IceQ-

    IceQ- Handmade in Germany

    Dabei seit
    04/2009
    Nein.

    Siehe Vorredner von mir bezüglich Fakten.

    Bleibt,dass die Aussage völlig Pauschal in den Raum geworfen wurde mit bewussten Fokus auf die Grösse.

    Sag mir doch nicht, dass das ein perfektes Argument beim Verkauf von einem 29"er ist.
    "Hey selbst mtb-news sagt, dass man mit 29er" weniger aufsetzt".

    Der Text ist wirklich gut, aber genau zwischendurch kommen Sätze vor, an denen ein "aufmerksamer oder kritischer" Leser plötzlich die Augenbrauen verzieht.
  17. soulslight

    soulslight

    Dabei seit
    03/2007
    "Damit fällt das Heck genau so kurz oder sogar kürzer aus als an vielen 26?-Bikes. Gleichzeitig liegt das Innenlager deutlich unter die Achse ab, liegt auch absolut tiefer als an vielen 26?-Bikes: Auf tiefen 325mm am 27,5?-Bike, auf 335mm am 29?-Bike." (Zu finden unter dem Absatz Geometrie)

    Wenn man diese Aussage auch gelesen hat, dann wird einem vielleicht klar, was mit der Aussage bezüglich Aufsetzen im Trail mit 27,5 Zoll gemeint ist
  18. _Kuschi_

    _Kuschi_

    Dabei seit
    10/2002
    Kann sein dass die Geometrie geändert wurde. Die Tabelle hab ich aus nem älteren Thread übernommen.
  19. Ponch

    Ponch

    Dabei seit
    03/2005
    Getestet wurden die 150mm Version. Und da liegt, laut Datenblatt, die Tretlagerhöhe bei beiden Bikes gleich hoch oder tief. Nämlich bei 345mm.
  20. IceQ-

    IceQ- Handmade in Germany

    Dabei seit
    04/2009

    Widerspricht ja der Aussage aus dem Datenblatt? Was ist denn richtig?

    Zweite Frage: Dann kannst du die Aussage auch so interpretieren, dass das 29er besser als ein 27,5er ist aber ein 26er besser als beide ist?

    und 325mm oder 335mm - komm mir nicht damit, dass dadurch ein extrem häufgieres Aufsetzen passiert.

    Ist doch alles wischiwaschi.(Meine Meinung!)
  21. Tobias

    Tobias Supermoderator Mitarbeiter

    Dabei seit
    08/2001
    @IceQ-: Ich bin beide Bikes gefahren und obwohl @Ponch recht hat, dass beide laut Datenblatt eine identische Tretlagerhöhe haben: In der Praxis war das nicht so, ich habe noch nie so oft aufgesetzt wie bei diesem Drössiger XRA650 (beide Räder übrigens korrekt auf das Fahrergewicht abgestimmt). Ich fahre privat ein Ironhorse mit richtig tiefem Innenlager - aber so tief habe ich es noch nicht gehabt. Es gibt übrigens auch im 26"-Bereich kaum ein Rad, das bei 325mm Innenlagerhöhe liegt.

    Die Aussage, dass das 650ber also im technischen Uphill mehr aufsetzt ist 1. kein Marketing sondern Praxis und 2. im Vergleich zum 29er zu sehen. Deine Interpretation mit "völlig pauschal in den Raum geworfen" ... "bewussten Fokus auf die Grösse" kann ich daher nicht nachvollziehen.

    @MUD´doc: Du vergisst, das Tests nicht an einem Tag entstehen - die Fotos aber in diesem Falle schon. Ich denke unsere Hometrails haben einiges zu bieten abseits von Flow. Kannst gern mal vorbeikommen!

    Vergleich Pike - Revelation in aller Kürze: Insgesamt besser, teils deutlich. Mehr Steifigkeit, bessere Dämpfung (= mehr Traktion).

    Nochmal @IceQ-: Richtig ist in unserem Fall das, was wir gemessen haben am tatsächlichen Produkt in der gezeigten Ausstattung... darauf bezieht sich die Aussage oben, die dir die Augenbrauen verzogen hat ;)
    Zuletzt bearbeitet: 13. September 2013
  22. Ponch

    Ponch

    Dabei seit
    03/2005
    Was stimmt denn dann mit dem Drössiger 650b nicht? Ist die Tretlagerhöhe falsch angegeben (vielleicht sind es ja doch 325mm)? Etwas kann ja damit nicht stimmen. Zumal sind 345mm jetzt nicht wirklich tief. Da gibt es viele andere Bikes die ein deutlich tieferes Tretlager haben.
  23. IceQ-

    IceQ- Handmade in Germany

    Dabei seit
    04/2009
    Danke für die Antwort.
    Ich kann es dir auch nicht absprechen, dass es bei dir so ist - ich habe diese Räder nicht gefahren. Habe jedoch auf grund der Fakten das ganze als unrealistich empfunden. Das du jetzt auch dazu schreibst, dass du noch NIE so oft aufgesetzt bist, hat dann ja nix mit den LRS Grössen zu tun, sondern wohl mit der "seltsamen" Bike Geometrie.
    Dann liegt in den Fakten irgenwo ein Fehler oder euer Prototyp hatte vielleicht einen Fehler?
  24. Ponch

    Ponch

    Dabei seit
    03/2005
    Im übrigen sollten die Hersteller aufhören solche Fantasiewerte bei den Sitzwinkeln anzugeben. Am Ende des Sitzrohrs mögen die 73° des Drössiger (Virtuell am Tretlager) ja noch stimmen, aber gerade bei der 29er Version geht das Sitzrohr ja eher in einem Winkel von vielleicht hohen 50° nach hinten. Jeder Zentimeter Sattelstützenauszug bringt den Sattel da gleich deutlich weiter nach hinten als bei echten 73°. Anders hätten sie die recht kurze Kettenstrebe wohl auch nicht hinbekommen.
    Diese Geometrieangeben gehören an einem solchen Bike aber denoch verboten!
  25. Tobias

    Tobias Supermoderator Mitarbeiter

    Dabei seit
    08/2001
    @Ponch: Wie gesagt - gemessen wurden 325mm am 650b Rad und das ist wirklich tief. Wir werden sehen, mit welchem Wert das Rad in Serie geht.

    @IceQ-: Wie gesagt --> die Fakten und Aussagen beziehen sich auf den hier gemachten Vergleich zweier sehr ähnlicher Bikes aus dem gleichen Haus mit zwei verschiedenen Laufradgrößen. Ob der Prototyp einen Fehler hatte kann ich dir leider nicht sagen sondern eher noch mal bekräftigen, dass dieser Vergleich einen guten Eindruck gibt, was die Laufradgröße mit einem Konzept vom Fahrverhalten und den Eigenschaften her macht. Allerdings an diesem konkreten Beispiel und damit natürlich mit dessen Eigenschaften behaftet.
  26. Ponch

    Ponch

    Dabei seit
    03/2005
    @Tobias
    Na das erklärt einiges. 325mm...etwas arg übertrieben bei 150mm Federweg.