HomeProdukte[Video] Fahrbericht – Sixpack Racing Icon Al Pedale — 22. September 2010 19:01

[Video] Fahrbericht – Sixpack Racing Icon Al Pedale

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Da wären wir wieder bei der Frage, was ein gutes (Flat-)Pedal von einem schlechten unterscheidet. Als Verbindungsstück zwischen Fahrer und Fahrrad kommt in der Regel der Grip an erster Stelle, denn ohne den macht das Fahren nicht wirklich Spaß. Dieser Position stimmt jeder zu, der schon mal von den Pedalen gerutscht ist und sich mächtig abgelegt hat. Kurz nach dem Grip kommt dann mittlerweile auch schon der gute Freund “Gewicht” vorbeispaziert, der sich in der Regel leicht wie eine Feder durch die Lüfte schwingt und leise singt, dass leichter immer besser sei und weniger in diesem Fall tatsächlich mehr. Dem entgegen steht jedoch die Haltbarkeit. Nicht jeder ist bereit, ein Pedal als Verschleißteil anzusehen und sie wie Schläuche im Keller liegen zu haben. Seltsamer Weise auch von großer Bedeutung ist der Style, auch wenn man in der Regel ja eigentlich auf dem Pedal steht – die schicke Bärentatze folglich also gar nicht sichtbar ist.

Doch genau an dieser Stelle setzt Sixpack Racing an und bietet das Modell Icon Al in vielen verschiedenen Farben, darunter schwarz, rot, silber, matt-grau, blau und weiß oder eben grün, wie das, das ich seit einigen Monaten zu Testzwecken an meinen Rädern verbaut habe. Die Faszination am Schrauben ist in der Regel Grund genug dafür, dass viele Bikes zu individuellen Schmuckstücken gepimpt werden und da darf selbstredend ein schickes Pedal nicht fehlen. Bleibt nur die Frage: Wie schlägt sich das “Icon Al” in den verschiedenen anderen Kategorien?

Betrachtet: Schauen wir uns dazu zuerst die Technik an.

Das Pedal besteht aus 6061er Aluminium, ist CNC gefräst und flache 17mm dick. Der Pedalkörper misst 100x95mm, die Achse ist aus Cr-Mo und läuft 2x industrie- und 1x gleitgelagert im Körper. Ausgestattet mit 16 Pins pro Pedal bringt das Pedal somit solide 436g auf die Waage und lässt keine Zweifel daran, dass es für die meisten Stunts massiv genug gebaut sein dürfte. Wer den Grip von Haus aus noch ein wenig steigern möchte, der bekommt vier extra lange Pins mitgeliefert, die an die Position der eigenen Wahl geschraubt werden können. Für Preise zwischen 85 und 90€ (je nach Farbe) wechselt das Paar den Besitzer.

Der Haltbarkeit dienlich sind alle Pins von unten durch das Pedal geschraubt und haben große Innensechskant-Köpfe, die geschützt im Inneren des Pedals liegen. Für den Fall, dass ein Pin verbiegen sollte, muss dieser jedoch abgesägt werden, um ausgetauscht werden zu können, da er sich sonst nicht durch das Pedal schrauben lassen würde.

Soweit, so gut. Von technischer Seite und in der Hand macht das Icon Al einen sehr guten, hochwertigen Eindruck und der Preis ist im Bezug auf Gewicht und Konkurrenz im Rahmen des Gewöhnlichen. Nachdem Style, Gewicht und technische Daten abgehandelt sind, bleiben nur noch die Fragen Grip und Haltbarkeit offen. Um hier Antworten zu finden, bin ich in den letzten Monaten auf vielen Touren am Bodensee, am Lago Maggiore und in Bischofsmais im Bikepark unterwegs gewesen.

Gefahren

Auf haraldisch verblockten Trails hoch über dem Lago Maggiore hat das Pedal im Regen seine erste Bewährungsprobe abgeben dürfen. In Kombination mit den Five Ten Freerider Schuhen ist schon zuvor immer wieder aufgefallen, dass das Pedal einen sehr guten Grip aufbaut, ohne dabei zu aggressiv zu Werke zu gehen. Jedoch zeigt sich an der italienischen Grenze, dass der Grip auch in schwierigen Lagen stets vorhanden ist. Hinzu kommt, dass die Pedale mit ihrer großen Trittfläche genügend Raum bieten, um auch dann noch zu funktionieren, wenn man nicht mehr zu 100% den Fuß dort stehen hat, wo er eigentlich hingehört. Hier zeigen sich die Downhillgene des Pedals.

Weiter ist’s mit dem Pedal in die Bikeparks nach Albstadt und Bischofsmais gegangen und auch dort habe ich viel Gas gegeben, dank tiefem Innenlager einige Steine getroffen und so manche verpatzte Aktion abgeliefert doch die Erfahrung vom Lago Maggiore und den Touren zu Hause bleibt die Gleiche: Das Pedal funktioniert so, wie man es erwartet: Der Grip ist fein aber nicht zu krass, als dass man seinen Fuß nicht mal dann drehen könnte, wenn man es wirklich einmal will. Die große Trittfläche wirkt sich vor allem dann positiv aus, wenn man kurz den Fuß vom Pedal genommen hat und ihn dann nicht perfekt wieder aufsetzt – in der Regel ist immer genug Pedal unter’m Fuß. Hier ist ein deutlicher Unterschied zu den NC-17 Sudpin III S-Pro Pedalen zu spüren, die ich zuvor am Rad gehabt habe.

Nach mittlerweile einigen Kilometern auf den verschiedensten Trails und ruppigen Abfahrten zeigt sich das Pedal gänzlich unbeeindruckt von den verschiedenen Strapazen. Logisch ist, dass Kratzer ins Metall gehen und es an mancher Stelle silber Funkelt, doch insgesamt macht das Pedal einen robusten Eindruck. Die Lagerung läuft wie am ersten Tag, zeigt keinerlei Spiel und läuft nach wie vor nicht zu leicht, als dass sich das Pedal ständig wegdrehen würde. Ich werde weiterfahren und berichten, falls sich neue Erkenntnisse gewinnen lassen sollten. Der erste Eindruck ist jeden falls durchweg positiv.

Was gehört wohl noch zu einem guten Pedaltest mit vollem Einsatz? Nun… in Bischofsmais habe ich auf dem Downhill meine ganz eigene, bleibende Erfahrung machen dürfen. Irgendwann endet auch der stärkste Grip und beinahe zwangsläufig enden solche Situationen nach dem Bruchteil einer Sekunde im Schienbein… leider zwangsweise dem eigenen, wie ich nach einem verpatztem Sprung habe feststellen müssen. Auch hier zeigen sich die Icon Pedale vom Feinsten: Die Löcher sind sauber gestanzt, tief eingedrückt und wirken hoffentlich ungemein gefährtlich. Der Test wäre bestanden.

Video zum Test:

Fahrbericht – Sixpack Racing Icon Al Pedale: im IBC TV ansehen

Fazit

Sixpack Racing bietet mit den Icon Pedalen ein sehr gut ausbalanciertes Pedal zu einem vertretbaren Preis an. Das Icon Al kommt in vielen Farben, bietet Grip satt und kann nach einem durchfahrenen Sommer mit nach wie vor tadelloser Funktion glänzen. So zeigt sich der Lack zwar angegriffen, die Lagerung und Pins jedoch reichlich unbeeindruckt. Bei Bedarf geht es auch noch deutlich leichter und teurer, dann jedoch mit Magnesium und Alupins auch deutlich zu Lasten der Haltbarkeit. Aber auch unter 300g… deutlich… Alle weiteren Versionen des Icon Pedals und die anderen Produkte von Sixpack Racing findet ihr im Internet unter www.sixpack-racing.de

Das Video und Bilder der 2011er Neuheiten von Sixpack Racing auf der Eurobike findet ihr hier.

Bilder von Thomas Fritsch und Tobias Stahl


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