Eigentlich ist die ISPO für Mountainbiker nicht unbedingt der richtige Treffpunkt. Hippe Boarder im Schlabberlook, grelle Farben an allen Ecken und enden und stinkende Textilien von Billiganbietern ferner Länder – auf die wenigen, tatsächlich für Mountainbiker interessanten Stände trifft man in der Konstellation eher schwer. Hier die Listung der Hersteller, die wir auf der Messe besucht haben. Wenn ihr auf den jeweiligen Namen klickt, wird der entsprechende Beitrag ausgefaltet – so behaltet ihr die Übersicht und wir können ein neues Feature ausprobieren!
Maltese Falcon
Für All Mountain Piloten hat es bei Five Ten bislang eher wenig spezielle Schuhe gegeben. Vor allem nicht, wenn sie ein Klicksystem haben wollten. Diese Kombination bietet der Maltese Falcon, der flach und schlank geschnitten ist, eine gut profilierte Sohle hat und auf Klickies umgerüstet werden kann. Der erste echte Tourenschuh von Five Ten, mit dem man auch ein paar Schritte zu Fuß gehen oder lange Strecken fahren kann. Hierfür sind die Skate-ähnlichen Freerider nämlich eher weniger geeignet…
Freerider
Das Modell Freerider von Five Ten ist für all jene Biker gedacht, die einen schlankeren, leichten Schuh für Flatpedals gesucht haben. Während der auf Downhiller ausgerichtete Impact in der Regel überdimensioniert ist, wenn man einfach nur eine Tour fahren will, verbindet der Freerider die meisten Einsatzbereiche eines Mountainbikes. Nach den Sohlenproblemen bei der ersten Serie [Bericht] ist mittlerweile das Problem ausgeräumt, zumal auf der ISPO mehrere Freerider Schuhe mit genähter Sohle zu sehen gewesen sind. Zwar hieß es offiziell, dass die Schuhe mit nicht genähter Sohle kommen – optisch hat das aber anders ausgesehen. Zur kommenden Saison ändert sich dann aber auch sonst recht wenig am Schuh. Neu ist die Farbe “galaxy purple” sowie der Farbton “white tiger”, der das “blue zebra” ablöst. Als dritte, unauffällige Version bleibt die grau / schwarze Modellreihe in Produktion.
Baron
Eine Version des Freeriders hat es früher gegeben, die eine verstärkte Zehenkappe hatte. Diese Zeiten sind vorbei und der Verwirrung wird nun vorgebeugt, da Five Ten diesen starken Freerider unter dem Namen Baron ins Programm aufgenommen hat. Der Baron unterscheidet sich vom normalen Freerider durch die verstärkte Zehenkappe und ein robusteres Schnürsystem – beides Änderungen, die die Downhilltauglichkeit des Schuhs verbessern sollen und für Biker interessant sind, denen der Impact einfach nur zu dick ist.
Karver
Für’s besonders Grobe gibt es bei Five Ten den Karver. Dieser Schuh stellt eine besondere Version des Impact dar, die auf der Innenseite einen Knöchelschutz hat und im Bereich der Schnürung (nur bei der Herrenversion) von einer Klettlasche abgedeckt wird. Dadurch bleibt die Schnürung auch bei den dreckigsten Jungs sauber und der Schuh erhält seine nun… einmalige Optik. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack aber der Knöchelschutz (neu mit Cord-Stoff bezogen) kann bei der wilden Kurvenhatz mit Sicherheit manchen Kurbelkontakt mildern. Die Modelle Impact und Impact High sind zur neuen Saison nicht überarbeitet worden, ebenso wie der Minnaar SPD Schuh, der letztes Jahr eingeführt worden ist [Bericht].
Cyclone
Irgendwo zwischen Freerider, Impact und Minnaar liegt der Cyclone. Äußerlich an den Freerider oder dessen hohe Version, den Line King erinnernd bietet der Schuh einen hohen Aufbau für maximale Knöchelstabilisierung, ein Klicksystem ähnlich dem Minnaar aber ein Gewicht auf Freerider-Niveau. Könnte ein interessanter Schuh für so manchen stylebewussten Downhiller sein, der seinen Sam Hill Schlafanzug passend ergänzen will. Oder aber nicht auf Klickies verzichten will, den Minnaar aber zu schwer und klobig findet und den zusätzlichen Stabilisierungseffekt nicht missen will.
Spitfire / Spitfire Low
Mit dem Spitfire hat Five Ten im letzten Jahr den Weg hin zum Lifestyle-Schuh-Segment angetreten und mit starken Farben für Aufsehen gesorgt. Zwar wird es die blaue Version nicht mehr geben, dafür kommt eine insgesamt neue Version des Schuhs auf den Markt: Der Spitfire Low. Bei ihm liegen die Knöchel frei und das Gewicht ist gesenkt worden, außerdem ist die Stealth Phantom Sohle fein genoppt, was den Halt auf allen möglichen Pedaltypen verbessern soll. Nachteil des feinen Aufbaus könnte erhöhter Verschleiß sein – vielleicht der Grund, warum die Sohle nicht wie zuerst gemunkelt beim Baron zum Einsatz gekommen sein könnte… Im Alltag sollte dieser Punkt jedenfalls vernachlässigbar sein, denn wer nicht gerade Downhill als Alltag ansetzt sollte der Sohle nicht sonderlich viel zu Leide tun können.
Scofflaw
Als absoluter Trend-Schuh kommt dann der Scofflaw daher. Er soll Fixifahrern ein noch fixeres Fahrvergnügen bieten. Dafür hat er eine Pedalkäfig-freundliche Zehenkappe aus Wildleder, eine speziell für Fixiepedale glatt ausgeführte Sohle und eine Fußgewölbestütze, damit man bei vollem Bremseinsatz weniger Last im Mittelfuß abbekommt. Selten hat man mehr Bemühungen um die armen Fixiefahrer gesehen; ein interessanter Schuh allemal…
Diddie Schneider
Der Name sollte alles sagen: Diddie Schneider hat sich als Bikeparkbauer einen Namen gemacht und bekommt nun seinen eigenen Schuh. Die Eigenschaften des neuen Modells sollen sich wie folgt gestalten: Schutz durch hohe Bauweise, dicke Polsterung und stabile, großflächige Zehenkappe. Traktion durch profilierte Stealth Rubber Sohle. Fahrspaß auf den neu gebauten Streckenteilen, da die Sohle zwar Profil hat, aber kein Wanderschuh geworden ist. Keine schlechte Idee, ich bin gespannt, ob ich in Zukunft mehr als einen Diddie Schneider zu sehen bekommen werde :).

Egal ob Schnee, Sonne oder Matsch – mit Brillen von Adidas kann man sich theoretisch überall sehen lassen und aus diesem Grund ist am Stand von Adidas Eyewear auch jede Menge los gewesen. Während Manfred Stromberg munter durch die Gegend streunte, haben wir uns die echten Neuheiten für die kommende Bike-Saison angeschaut. Dazu gehören einerseits neue Farben und Styles bei der Google “id2″, die Einstellung der Burna und deren Quasi-Ersatz durch eine neue id2 Pure, die schlanker und eleganter daher kommt, als die id2.
Wer keine Goggle braucht, sondern eine normale Brille unter dem Halbschalenhelm haben will, für den gibt es schon seit Jahren die Modelle aus der Evil Eye Serie. Darren Barrecloth geht mit ihr Dirt-fahren, andere fahren XC-Rennen. Auf der Eurobike [Bericht] haben wir die Evil Eye Halfrim bereits vorgestellt, nun kommt sie in vielen verschiedenen Farben und wie gewohnt passend für zwei Gesichtsbreiten, S oder L. Neu ist auch der Mechanismus, mit dem die Scheiben der Brille getauscht werden – auf dem Stand funktionierte der Wechsel der gesicherten Gläser schnell und einfach. Der Vorteil des Systems: Die Gläser können auch bei hohen Belastungen nicht einfach aus dem Gestell fallen.
Das Material ist leicht und dünn – daraus geschneiderte Jacken liegen bei ca. 300-400g – und will dennoch das Hersteller-Versprechen (Guranteed to keep you dry) halten. Das bedeutet eine Wassersäule von etwa 28000mm, was (mit Ausnahme von nassen Sätteln und Rucksäcken über 20kg) wirklich genug ist. Zunächst einmal nichts neues, erfüllen doch alle Gore-Tex-Materialien dieses Versprechen, doch Active Shell ist anders. Kombiniert mit einem herausragendem Wasserdampfdurchgang und einer weichen, minimal saugfähigen innersten Lage ergibt sich eine Wetterjacke, die sich auch im Sommer angenehm tragen lässt, ohne dabei unangenehm an der Haut zu kleben und Schweißausbrüche zu verursachen. Active Shell erreicht einen RET-Wert von <3, was bedeutet: So viel Wasserdampf kam noch durch keine Membran:
Das Bekleidungsphysiologische Institut Hohenstein e. V. hat eine Methode zur Messung von Atmungsaktivität entwickelt, die sich mit dem so genannten Ret-Wert beziffern lässt. Gemessen wird der Wasserdampfdurchgangswiderstand der Bekleidung. Je geringer der Widerstand, desto besser atmet das Material.
Kategorien der Atmungsaktivität
Ret-Wert unter 6 extrem atmungsaktiv
Ret-Wert 6-13 sehr atmungsaktiv
Ret-Wert 13-20 atmungsaktiv
Ret-Wert über 20 nicht atmungsaktiv
Zu finden ist dieses Material in den Jacken Alpha FL und Beta FL, die beide leider zu kanadischen Preisen (450 bzw. 500€) in bester Qualität über die Ladentheke gehen und neben dem Material über WaterTight Vislon Zipper (die leichtgängigsten, wasserdichten Reißverschlüsse am Markt) und reflektierende Elemente rundum verfügen. Weil Active Shell nicht das robusteste Material ist, wenn es um Kontakt mit Rucksäcken oder Boden geht, sind die Schultern und Arme (Alpha Jacket) oder Schultern, Arme, Hüfte und Jackenabschluss hinten (Beta FL) aus GoreTex Pro Shell gefertigt. Farblich gibt es hier alles von auffällig (Citron) bis dezent (Schwarz), anpassbare Kapuzen gehören zur Grundausstattung.
Eine körperzonengerechte Isolierung wird zum Beispiel durch das ATOM LT Jacket gewährleistet, hier kommen unterschiedliche Materialstärken am Rumpf und unter den Armen zum Einsatz, das ganze aus einer hochkompressiblen Kunstfaser kombiniert mit windabweisendem Außenmaterial, so soll’s sein.
Jacken für hochpulsive Sportarten aus Active Shell gab es außerdem von Norrona (Lofoten Jacket), Mammut (Felsturm Jacket), Peak Performance (Black Light 3S Anorak), Haglofs und Scott.
Die Frage ist: Wer würde das 3d Set flächendeckend einsetzen? Und wer würde davon profitieren, wenn man sein Video in 3d hochlädt? In diesem Fall ist GoPro ganz vorne mit am Trend, was auch kein Wunder ist, da die Kamera ja nur 2x zum Einsatz kommt, ansonsten aber unverändert bleibt. Weitere Berichte dazu: GoPro 3d, Akkupack 1, Akkupack 2.
Wer von euch ist auch auf der ISPO gewesen? Wie hat euch die Messe gefallen? Und wie gefällt euch das Ausklapp-Feature?






















































