HomeRennenAussie Nationals – 4X & Downhill Ergebnisse — 26. Februar 2011 10:17

Aussie Nationals – 4X & Downhill Ergebnisse

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Warum sollten die Australischen Meisterschaften im Downhill und 4X irgendwen interessieren? Es interessiert sich doch sonst keiner für eine ehemalige Gefängnis-Insel, es sei denn, es entkommt jemand von dort?

Der Grund ist recht einfach: Weil einige der schnellsten Mountainbiker dieser Disziplinen eben aus Australien kommen: Jared Graves und Sam Hill bilden dabei nur die Spitze des Eisbergs, Troy Brosnan, Mitch Delfs, Bryn Aktinson, Chris Kovarik, Shaun O’connor, Mic Hannah, Nathan Rennie,… alles Australier. Der 4X ist inzwischen über die Bühne gegangen, der Gewinner war dabei keine große Überraschung:

photo

1. Jared Graves
2. Joe Vejvoda
3. Richard Levinson
4. Graeme Mudd

Jared Graves ist eine Maschine und macht 2011 dort weiter, wo er 2010 aufgehört hat: Er gewinnt Rennen. 2012 wird er übrigens, das steht schon fest, nicht dort weiter machen, sondern sich wieder einmal kurzfristig auf BMX konzentrieren. Außerdem will er wohl wieder mehr Downhill fahren, er tritt auch bei den Nationals in Down Under auch auf dem Downhill-Bike an. Ob er den ganz großen Coup schaffen kann und Meister im 4X und DH werden kann? Da sollten einige etwas zu erwidern haben…

Bei den Frauen fehlte Weltmeisterin Caroline Buchanan (Sie konzentriert sich bereits jetzt auf BMX-Olympia) und erlaubte somit folgendes Ergebnis:

Elite Women

1. Sarsha Huntington
2. Julia Boer
3. Jayne Rutter
4. Natasha Bonney

Der Downhill wird auf der Rennstrecke des Eagle Mountain Bike Park in Adelaide ausgetragen. Aden Wyber zeigt uns die Strecke:


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Gestern wurden bereits die ersten Zeiten im Seeding Run genommen, das Ergebnis überrascht nur durch die Abwesenheit von Sam Hill:

1. Mic Hannah 2.03.12
2. Chris Kovarik 2.03.69 + 0.57
3. Rhys Atkinson 2.07.38 + 4.26
4. Rhys Willemse 2.08.01 + 4.89
4. Jared Graves 2.08.01 + 4.89

Besonders beeindruckend auch hier: Jared Graves – zumindest wenn man weiß, dass er sich kurz nach dem Start einen schleichenden Platten gelandet hat, der auf den letzten 25 Sekunden der Strecke platt ins Ziel getreten werden wollte.

Bei den Junioren ergaben sich folgende Zeiten:

1. Connor Fearon 2.04.21
2. Brandon Yrttiaho 2.06.77 + 2.56
3. Troy Brosnan 2.08.71 + 4.50
4. Ben Power 2.11.96 + 7.75
5. Henry Blake 2.12.02 + 7.81

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Was ist los mit dem Specialized-Talent Troy Brosnan? Der Junioren-Weltmeister gibt sich doch sonst nur selten mit 3. Plätzen zufrieden? Das stimmt, seine 4.5 Sekunden Rückstand resultieren jedoch aus einem Sturz, bei dem er sogar seine Vorderradbremse verloren hat – ich bin zuversichtlich, dass er da noch genügend Zeit rausholen kann, um nach ganz vorne zu fahren :)

Das Rennen fand heute von 16 – 18:00 Australischer Zeit statt, sprich heute morgen von 6-8:00 Deutscher Zeit.

Chris Kovarik konnte seinen Sieg vom Vorjahr nicht wiederholen, er landete nur auf Platz 10. Auch Jared Graves blieb hinter den Erwartungen zurück, er konnte trotz Luft im Reifen “nur” auf den 13. Platz fahren. Nicht enttäusch hat uns hingegen Sick Mick Hannah: Er Gewann auch den Rennlauf souverän. Auf Platz 9 Yeti-Neuzugang Shaun O’Connor, Mitch Delfs mit seinem neuen Kona auf Rang 7.

1 – 2:02.36 – Michael Hannah
2 – 2:04.27 – Joshua Button
3 – 2:04.33 – Bryn Atkinson
4 – 2:04.41 – Rhys Willemse
5 – 2:05.66 – Ben Cory
6 – 2:06.50 – Aden Wyber
7 – 2:07.05 – Mitch Delfs
8 – 2:07.10 – Rhys Atkinson
9 – 2:07.15 – Shaun O’Connor
10 – 2:07.91 – Chris Kovarik

Und was machen die rasenden Junioren? Troy Brosnan stürzte nicht, konnte aber auch nicht genug Zeit rausfahren, um das Rennen zu gewinnen, Platz 2 für ihn. Der Sieg hingegen an Connor Fearon, und das mit einer sensationellen Zeit!

1 – 2:02.57 – Connor Fearon
2 – 2:05.28 – Troy Brosnan
3 – 2:05.33 – Brandon Yrttiaho
4 – 2:11.07 – Ben Power
5 – 2:12.03 – Sam Fraser

In Worten: Connor Fearon wäre auch bei den Herren auf den zweiten Platz gefahren, nur einen Wimpernschlag hinter dem Gewinner Mick Hannah, doch auch Brosnan und Yrttiaho wären in die Elite Top5 gefahren – unglaublich, wie der Nachwuchs am anderen Ende der Welt abgeht!

PS: Connor Fearon ist 16 Jahre alt (!)


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