Kaum ein Bike ist seltener und exklusiver, als das Ibis Mojo HD. Außer auf Bike-Festivals und bei Videos mit Brian Lopes ist mir das Carbon-Fully jedenfalls noch nicht über den Weg gekommen. Es ist an der Zeit gewesen, dass zu ändern und das Bike das Frühjahr lang über die Trails zu bewegen.

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Aus dem Karton

Stichwort Karton: Selten so ein großes Teil gesehen. Dafür musste man auch nur den Lenker gerade drehen und die Pedale dran schrauben und hätte auch Platz für einen 29er. Ist das einmal gemacht fällt zu allererst eines auf: Diese Farbe! Als ich im Lieferschein „Farbe: Vitamin P“ gelesen hatte, stand ich noch etwas auf dem Schlauch, doch beim Anblick des Bikes waren alle Fragen geklärt – wer je Vitaminpillen geschluckt oder Monster Energy getrunken hat, weiß Bescheid. Ich persönlich fahre drauf ab. (Auf die Farbe, nicht die Pillen!) Auf dem Oberrohr gibt es dazu etwas Sichtcarbon, sehr fesch, man darf zeigen, was man hat. Zumal diese Form wohl kaum aus Aluminium oder einem anderen Metall geformt werden könnte.

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Das Steuerrohr ist Tapered, oben dreht sich eine integrierte CaneCreek Lagerschale die die Einbauhöhe reduziert, unten sorgt eine konventionelle 1.5 Lagerschale für Platz zwischen Gabelkrone und Rahmen. Am Steuerrohr selbst prangt das Firmenlogo aus Metall, aufgenietet wohlgemerkt. Das erinnert an die lange Geschichte der Firma, mehr Informationen dazu könnt ihr hier

Ibis Cycles wure 1981 von Scot Nicol, einem der frühen Mountainbike Pioniere, in Nord Kalifornien gegründet. Bis ins Jahr 2000 war die Firma nicht nur für ihr unkonventionelles Auftreten, sondern auch für die extrem hohe Qualität der von ihr produzierten Rahmen bekannt.
Die bekanntesten Räder mit dem Vogel auf dem Steuerrohr sind sicherlich das in Stahl und Titan hergestellte Mountainbike Mojo und das einzige vollgefederte Mountainbike ohne Drehpunkt gennant BowTi. Seine 5 Zoll Federweg ergeben sich einzig durch die flexiblen Materialeigenschaften des Titanrahmens, so dass auf konventionelle Drehpunkte verzichtet werden kann. Erwähnt werden sollte noch ein Cyclocross Rad mit dem ungewöhnlichen Namen Hakkalügi und ein Softtail Mountainbike mit dem Namen SilkTi, da auch diese Modelle eine grosse Anhängerschaft haben.

Scot Nicol nannte den besonderen Rohrsatz seiner Rahmen damals ganz einfach ‘Moron’. Damit war gemeint, dass die Wandstärke der Rohre zu deren Ende hin zunimmt; eben ‘More on the ends’. Dieses Konstruktionsverfahren, auch Konifizierung genannt, ermöglicht leichtere Rahmen bei gleicher Steifigkeit und ist heute aus dem Rahmenbau nicht mehr wegzudenken.

Neben der ausgefallenen Namensgebung war Ibis für seine skulpturalen Anlötteile bekannt. Am weitesten verbreitet ist sicherlich der ‘Hand Job’ genannte Zuggegenhalter – eine zur Faust geformte Hand, die das hintere Bremskabel umgreift. Der Hand Job wurde, solange Canties aktuell waren, zum Symbol der Marke und wurde daher an zahlreichen anderen Modellen übernommen. Er blieb aber nicht das einzige Körperteil, dass Ibis an seinen Rahmen verewigte. Die ‘Toe Jam’ genannte Nachbildung eines Fusses diente als Gegenhalter für die Luftpumpe an Tandems. Die Pumpe wurde zwischen Steuerrohr und dem grossen Zeh dieses Anlötteiles befestigt.

Im Sommer 2000 verkaufe Scot Nicol seine Firma an eine Investitionsgemeinschaft, die sich aber nur kurz über Wasser halten konnte. Bereits im Herbst des selben Jahres musste Bankrott gemeldet werden. Der Göttervogel war nach 19 Jahren bruchgelandet. Erst zur Interbike 2005 in Las Vegas zeigte der Ibis Phönix-Qualitäten. Ibis Cycles zeigte zwei neue Rahmen und meldete sich unter neuer Besetzung zurück. Neben dem Altvater Scot Nicol sind nun auch Hans Heim, der schon vielen ‘kleineren’ Marken zum Durchbruch verholfen hat – darunter zum Beispiel Specialized, Kestrel, Bontrager und zuletzt Santa Cruz Bikes. Ebenfalls mit an Bord ist Tom Morgan, er zählt zu den wenigen die Giant in Amerika etablieren durften und kennt die Branche von der ‘konstruktiven’ Seite. Er ist der Fachmann für die Fertigung und nebenbei auch Hausmeister bei Ibis Cycles seit Scot diesen Titel nur noch ehrenamtlich trägt. Zu guter letzt gibt es noch Roxy Lo, die Designerin der Ibis Spielzeuge. Spielzeuge deswegen, weil sie eigentlich als Toy-Designerin in der Welt der Spielwaren zuhause ist. In diesem Fall sind eben Carbon Spielzeuge für Erwachsene entstanden.

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Die beiden neuen Rahmen werden in Monocoque Bauweise gefertigt, eine Verfahren, bei dem der Rahmen in zwei Halbschalen zusammengebacken wird. Konstruktiv bringt diese Methode nicht nur Gewichtsvorteile, da die grosse Oberfläche des Rahmens die auf sie einwirkenden Kräfte besser verteilen kann, was punktuellen Belastungsspitzen vorbeugt – eine präzise Vorarbeit, Berechnung und unzählige Testfahrten vorausgesetzt. Und genau darin liegt auch das Geheimnis der neuen Ibis Rahmen. Wie bei den Stahl, Aluminium und Titan Rahmen von damals, merkt man auch heute noch die Liebe zum Radsport und zum Detail. So gibt es wohl keinen imposanteres Fully als das neue Mojo Carbon und kein dezenteres Äusseres als die schlanken Radien des Silk, die trotz Monocoque eher an klassischen Rahmenbau erinnern. Allem voran sollen sie aber natürlich klasse fahren, ganz nach dem Ibis-Motto: Ride more – work less!

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Auch am Hinterbau findet sich Sichtcarbon, er ist aus einem Teil gefertigt und sehr organisch geformt. Zwischen Hauptrahmen und Hinterbau sorgen zwei Alu-Links für die richtige Übersetzung, wobei besonders der obere so unauffällig integriert ist, dass man ihn tatsächlich suchen muss. Kurze Hebel sollen dabei gleichzeitig für maximale Steifigkeit sorgen. Sehr schön: Die Ausfallenden sind in dem Maß 12X135mm durch eine Maxle Steckachse gehalten, welche zusammen mit der Bremsaufnahme (PostMount) aus Magnesium in die Kohlefasern des Hinterbaus eingebettet ist.

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In unserem Fall klemmt sie eine Crank Brothers Joplin 4, deren Leitung mit Carbon-Schellen aufs Oberrohr geschraubt wird. Das Cockpit besteht aus einem Ibis gelabelten Lenker (700mm), einem Thomson Vorbau und Ibis/ODI-Griffen. Gefedert wird mit Fox, eine 36 Talas II in der Front und ein RP23 (216X63mm) im Heck, wobei der Hinterbau speziell auf Luftdämpfer ausgelegt und der RP23 im passenden Tune verbaut ist. Geschaltet wird mit Shimanos XT-Gruppe, und zwar 1X10, wobei die Kette von der speziell für das Mojo HD gefertigten MRP Lopes SL Kettenführung gehalten wird. Der Clou: Sie wird einerseits über das Innenlager geklemmt, andererseits durch eine Schraube im unteren Drehpunkt gegen Verdrehen gesichert. Vor dem Tretlager sitzt unter dem Unterrohr ein Kunststoffschutz, der Protektor fürs Carbon und Zugführung zugleich ist. Beim Laufrad wurde Gewicht gespart: Ibis gelabelte Naben, ZTR-Flow Felgen und Schwalbes Fat Albert machen das Rad komplett.

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Die ganze Ausstattung ist bis auf den Thomson Vorbau (sonst IBIS) und den Reifen so über TriCycles erhältlich, bei der Schaltung hat man die Wahl zwischen 1X10 und 3X10.

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Die Geometriedaten
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Die spannende Frage: Was wiegt dieses pissgrüngelbe Kohlegeschoss? Die Waage bleibt ohne Pedale bei 12,8kg stehen, und das ohne krassen Leichtbau und mit Teleskopstütze etc… Was das Ibis Mojo HD kann haben wir für euch in den Isarauen und den Voralpen ausprobiert, sind damit über North Shores, Drops und Wurzeln gefahren und haben auch den direkten Vergleich zu anderen Enduros nicht gescheut – der Erfahrungsbericht hier:

Ausfahrt

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Nach dem ersten Aufsitzen auf das Testrad (Größe M) habe ich erst mal den Vorbau gegen einen kürzeren getauscht – mit einem 60er saß ich (177cm) sportlich (deutlich gestreckter als z.B. auf dem Nomad), aber dennoch bequem auf dem Rad. In dieser Haltung trete ich das Ibis zunächst über Forstpisten durch die Ebene und bin recht beeindruckt: Sogar ohne aktiviertes ProPedal zeigt der Hinterbau kaum merkbares Wippen, mit ProPedal ist die Ruhe im Fahrwerk dann schon fast wie bei einem Hardtail. Hier wird keine Energie in Schaukeln verschwendet, hier wird Vorwärts Tempo gemacht. So gut in der Tat, dass ich mir fast um die DH-Performance Sorgen mache. Bergauf geht es Dank relativ langem Oberrohr und Joplin sehr gut, auch wenn der Sitzwinkel hier gerne noch etwas steiler sein dürfte – durch Justierung des Sattels nach vorne konnte ich das gewünschte Fahrgefühl aber ebenfalls erreichen. Bergauf-Eignungs-Check: 12,8kg, absenkbare Gabel, ProPedal-Dämpfer, sportliche Haltung – was willst Du mehr? „Ein kleines Kettenblatt!“ wird der Bergauf-Enthusiast rufen – und ich muss zugeben: Mit einem 34er Blatt lässt sich nicht jede Rampe erklimmen. Wer das will, der ordert einfach eine 2/(3)-Fach Kurbelgarnitur, ich für meinen Teil musste nach flacheren Pisten Ausschau halten oder im steilen Gelände eben schieben, was nicht wirklich langsamer ist. Die heiß geführte Diskussion im All-Mountain Thread zeigt jedoch, dass hier noch einiges Wasser den Rhein hinab fließen muss, bis solche Aufbauten gemeinhin akzeptiert werden.

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Abgesehen von den ganz steilen Sachen ist 1X10 aber wirklich erstaunlich praxistauglich: Die Kette ist immer am richtigen Ort, die Schaltgeschwindigkeit hoch, ebenso die Präzision. In hügeligem Gelände macht es einfach Spaß, die Gänge durchzudrücken, dazu die verstellbare Sattelstütze, damit auch die Sattelhöhe immer passt. Allgemein macht auch flaches Gelände auf dem Mojo erstaunlich viel Laune: Das Rad beschleunigt einfach sehr gut, und mit viel Geschwindigkeit macht eigentlich alles mehr Spaß. Und wenn man dann endlich mal die Forstpiste verlässt und Wurzeln und Schläge erwartet, dann bemerkt man erst, dass man eben doch auf einem langhubigen Fully sitzt. Auf diese Weise lässt es sich vortrefflich heizen – Zeit für eine Downhill-Einlage:
Die Joplin versenkt, falls vorher blockiert den Dämpfer entfesselt und den Lenker in Richtung Falllinie gedreht, und es passiert folgendes: Hinter der Dämpfungsplattform versteckt sich viel linearer Federweg, der viel Sicherheit vermittelt. Was dabei umso mehr erstaunt: Es nicht viel mehr als einen kleinen Zug am Lenker nötig, um das Rad auf dem Hinterrad über Wurzeln surfen zu lassen oder Absätze herunter zu springen, was richtig Spaß macht. Durch die gestreckte Sitzposition und die etwas längeren Kettenstreben in Kombination mit der tiefen Front hatte ich hier eigentlich mit mehr Widerständen gerechnet, doch die Geometrie scheint wie geplant aufzugehen.

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Bei grob gewachsenen Wurzelteppichen stößt dann der kleine Dämpfer an seine Grenzen, und auch wenn man es etwas gröber in kleine und kurze Landungen knallen lässt, würde man sich über einen Ticken mehr Endprogression freuen. Eine Fahrt mit einem dickeren Dämpfer (DHX Air oder gar Stahlfeder) wäre hier für all die interessant, die das Mojo HD im Grunde nur bergab bewegen und wie Brian Lopes Freeriden wollen. Alle anderen werden auf Flatdrops verzichten und sich am verspielten, aber doch nicht nervösen Fahrverhalten erfreuen und den gut nutzbaren Federweg lieben. Wie kann das sein? Vergleichsweise lange Kettenstreben, ein tiefes Tretlager und ein flacherer Lenkwinkel geben den Ausschlag. Ob man Brian Lopes spürt? Wer mit dem Mojo zu springen versucht, der spürt den Lopes durchaus, denn die Federung schluckt Absprünge nicht sonderlich, sie konzentriert sich auf die Landungen. (Das klingt gerade schon wieder zu euphorisch, aber das Ding macht einfach unheimlich Spaß!)

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Mehr über Brian Lopes Teil zur Ibis-Geschichte hier

Brian Lopes gegenüber NSMB auf die Frage, wie er zu Ibis gekommen ist:
„Nachdem ich ungefähr 4-5 verschiedene Fahrräder mit 125mm Federweg gefahren war, war ich dem Ibis verfallen. Es machte für mich einfach alles großartig. Andere Räder fuhren sehr gut bergab, aber ließen sich nicht so gut hoch pedalieren, andere gingen bergauf gut, aber die Federung war im Downhill nichts. Das Mojo war überall gut und das war, wonach ich suchte. Dann war da noch das Aussehen des Fahrrades und die Tatsache, dass es Carbon war – damals machten noch nicht viele Hersteller Carbon-Bikes. Ich wusste, dass das Rad toll war und dachte, ich könnte dieser kleinen Firma helfen etwas internationale Presse zu bekommen, und gleichzeitig könnte ich zeigen, dass Carbon stark ist und die Beanspruchungen von 4X, Slalom und Enduro-DH aushalten kann. Scot und ich trafen uns und zwei Wochen später flog ich nach Norcal für ein Treffen mit Tom Morgan und Hans Heim, den anderen zwei Inhabern von Ibis. Es war wie ein richtiges Bewerbungsgespräch, was für mich etwas neues war, aber es lief gut und der Rest ist Geschichte.
Viele waren von meiner Entscheidung überrascht, was gut war. Ibis war aus vielen Gründen eine klasse Firma: Die Räder sind großartig, sie sehen sexy aus, sie stecken einiges an Forschung und Entwicklung in sie, sie hören auf mein Feedback und verändern Dinge, und jeder in der Firma ist ein super Fahrer, und sie haben das Ziel, die bestmöglichen Rahmen zu bauen. Das ist für mich alles wichtig. Du willst einfach mit einer Firma arbeiten, die 100% Anstrengung rein steckt und Radfahren liebt. Natürlich ist es ein Geschäft und Geld muss gemacht werden, aber es ist nicht der einzige Grund, warum es sie gibt.“ (Anm. d. Red.: Brian Lopes war 2005 von GT aus Kostengründen entlassen worden, was er wie folgt kommentierte: „Offensichtlich reichen 24 Weltcup-Siege, 7 Nationals und 5 Weltmeister-Titel nicht aus, um als erfolgreich zu gelten“

Seitdem konzentriert er sich nicht mehr auf den Weltcup, gewinnt aber Jahr für Jahr weitere Rennen.

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Wir hatten das Mojo HD ziemlich lange im Fuhrpark, was hat sich über den Testzeitraum verändert? Am Anfang war es absolut geräuschlos, obwohl kein Neuwagen mehr, da es zuvor schon so manche Redaktion in die Finger bekommen hatte. Nach ein paar Monaten begann man dann im Wiegetritt ein leichtes Knarzen zu vernehmen, nicht weiter tragisch aber doch unschön. Nach kurzer Nachforschung stellte sich heraus: Die unter das Innenlager geklemmte Kettenführung hatte dafür gesorgt, dass die rechte Lagerschale nicht mehr ganz fest saß – ein paar Nm mehr und es war wieder Ruhe im Antritt, doch wer weiß für wie lang? In Oberammergau schien das Knacken schon wieder zurück zu kommen. Auch die Zugführung konnte mich nicht vollends überzeugen: Die scharfkantigen Kohle-Clips auf dem Oberrohr kamen das ein oder andere Mal mit Teilen der Hose oder dem Bremshebel in Konflikt, sofern dieser nicht sehr flach / sehr weit außen montiert ist. Die Leitungen, die durch den Fender unter dem Unterrohr geführt werden, machen für meinen Geschmack ebenfalls einen etwas zu engen Knick. Alles nicht wild, aber doch prinzipiell leicht zu beheben, wenn man so viel Liebe und Zeit in die Entwicklung eines Rahmens steckt. Davon kann man übrigens ausgehen: Für das Comeback von Ibis hat man angeblich 5 Jahre lang entwickelt, designt und durchaus viel Geld in Konstruktion und Fertigung gesteckt – das sieht man dem Mojo (HD) aber auch an, auch wenn hier und da ein wenig mehr Feinarbeit möglich wäre. Toll wäre es auch, wenn die Crank Brothers Sattelstütze im abgesenkten Zustand nicht nach oben herausgezogen werden könnte. Aktuell kommt einem die Stütze beim Tragen und Heben des Rades immer entgegen, was nicht gerade optimal ist.

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Wer das Bike für den Downhilleinsatz optimieren will, kann neben der Kettenführung eine 180er Gabel verbauen – zum Beispiel die Fox 36 Talas oder eine Totem 2Step, damit erhält man schlappe 66° Lenkwinkel, sollte dann aber auch einen entsprechenden Dämpfer einbauen.

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Ausklang
Das Ibis Mojo HD ist für mich persönlich eines der schönsten Bikes überhaupt – Danke an die Toy-Designerin Roxy Lo, die für das Design von Ibis-Spielzeugen verantwortlich ist. Doch außer durch gutes Aussehen hat das Teil auch durch seine Geometrie, seinen Hinterbau und das geringe Gewicht gepunktet, was noch deutlich wichtiger ist. Das Mojo vereint die Widersprüche von Uphill (In dieser Ausstattung eingeschränkt, mit 22+36er Blättern uneingeschränkt) und Downhill, verspielt und laufruhig in einem vielseitigen Rahmen – da sehe ich über eine eventuell fehlende ISCG-Aufnahme und daraus resultierendes Knarzen gern hinweg. Wer eine Wollmilchsau sucht, die bis auf Eierlegen eigentlich alles kann, wird das Ibis lieben.

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– In Deutschland über TriCycles
– Preis: 2698€ mit Fox RP23
– Farben: Vitamin P (wie gefahren), Weiß (Stormtrooper White), Matte-Clear (Roh unter mattem Klarlack)
– Extras: Die Umlenkhebel und Sattelklemme können in Wunschfarbe (Schwarz, Rot, Blau, Chrom) geordert werden, Dämpfer: DHX Air 5.0, RC4 oder Cane Creek Double Barrel gegen Aufpreis
– Größen: S-XL, getestet: M, Achtung: S-Rahmen hat keinen Platz für Dämpfer mit Ausgleichsbehälter
– genaue Geometriedaten siehe oben.


Ibis Mojo HD Fahrimpressionen von nuts auf MTB-News.de

Die technischen Daten im Überblick
– Rahmengeometrie ausgelegt für Gabeln von 160 bis 180 mm Federweg
– Dämpfer: FOX RP23, Einbaulänge: 216 mm
– Federweg: 160 mm
– Lenkwinkel: 67° (bei Gabeln mit 160 mm Federweg)
– Tapered Steuerrohr
– Polycarbonatschutz am Unterrohr (Zubehör, 28€)
– Lagerbreite: 68 mm (BSA)
– keine ISCG Aufnahme – stattdessen ist eine in Zusammenarbeit mit MRP speziell für das Mojo HD entwickelte Kettenführung optional erhältlich, keine Hammerschmidt Kompatibilität*
– Sattelrohrdurchmesser: 31,6 mm
– Umwerfermaß: 34,9 mm, Down-Swing/top pull
– DW-Link Hinterbau
– Rear Maxle 12X135mm
– linkes Ausfallende und Post Mount Aufnahme aus Magnesium, rechtes Ausfallende aus Carbon, auswechselbares Schaltauge
– Reifenfreiheit: 26 x 2.5″
– Rahmengewicht (Herstellerangabe, Größe L mit Fox RP23): 2860 g

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Musik im Video

“Allow Me to Scare You” (SCAREWOLF) / CC BY-NC 3.0

* Eine Hammerschmidt sollte an den modernen DW-Link Rahmen nur sehr unzureichend funktionieren, da der Pedalrückschlag auf dem kleinen Kettenblatt sehr hoch ist. So würde eine Hammerschmidt keinen Spaß machen.

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    Bjoern_U.

    dabei seit 09/2009

    nur kauft der deutsche Importeur bestimmt nicht zum US Endverbraucherpreis bei Ibis ein....
    und als Überseekäufer zahlt man i.d.R. auch keine US ("Mehrwert") Steuern, bleibt also durchaus beim Nettopreis

    ist doch aber üblich (nicht nur im Bike Bereich) das man als EU Bürger bei US Ware 1:1 rechnen muss das Image muss ja stimmen...
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    elmono

    dabei seit 01/1970

    Sich über die Preise aufzuregen, bringt doch mal nullkommagarnix. Entweder man importiert halt selbst, kauft im Urlaub in den US of A, oder kauft halt was anderes.

    Dass die Preisfindung mitunter abstrus ist, sollte doch mittlerweile allgemein bekannt sein. Bzw. dass die Preise nix miteinander gemein haben, sondern der deutsche Preis einfach via Marketing/Importeur/Marktgegebenheit definiert wird, statt 1:1 US-Preis+Nebenkosten durchzurechnen.
  4. benutzerbild

    hanswurst

    dabei seit 04/2011

    abstrus abstrus abstrus
    ich kann es nicht mehr hoeren


    kette?
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    Floh

    dabei seit 10/2001

    Ich mag von den DW-Link Bikes die Pivots lieber.
    Nichts gegen Carbon, ich liebe das Zeug und würde auch mit einem Santa Cruz Blur LT in Carbon liebäugeln, aber die Pivots sind deutlich günstiger und mir gefällt das Mojo nicht so sehr vom Design.

    Und naja, ein Flaschenhalter ist mir schon wichtig :D So jetzt isse endlich da, die Äusserung!

    Und ähnlich wie einige vor mir brauche ich ein kleines Kettenblatt, weil ich zwar nicht so hohe Berge habe hier, aber sehr knackige Anstiege die ich in Gang 1-3 fahren muss. Ich weiss, schieben wäre wohl genauso schnell aber ich will ja Rad fahren und nicht wandern :D

    P.S. Witzig daß so viele Leute nicht verstehen wollen daß eine HS an manchen Bikes keinen Sinn macht. Ich brauche bei meinem SC nur wenn das kleine KB vorne drauf ist die VR-Bremse zu ziehen und ins Pedal zu treten um zu sehen was der Kettenzug mit dem Hinterbau macht (und umgekehrt der Hinterbau mit meinem Pedal). Seht es einfach ein, das ist keine Glaubensfrage sondern Fakt. Ein Rad sollte vom Drehpunkt her schon für HS gemacht sein.
  6. benutzerbild

    Matzell

    dabei seit 02/2008

    kann mir einer sagen welche schaltzug hüller das ist ?

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