HomeAllgemeinBDR “Pre Season DH Camp” am Monte Tamaro — 13. April 2011 18:11

BDR “Pre Season DH Camp” am Monte Tamaro

Von

BDR „Pre Season DH Camp“ am Monte Tamaro

Um Deutschlands Downhill-Elite auf die bevorstehende Saison einzustimmen, lud der BDR die besten Downhill-Fahrer des Landes, vergangenes Wochenende zum Trainingslager am Monte Tamaro ein.  Vier Tage lang trainierten die Stars der deutschen Szene gemeinsam mit den Nachwuchsfahrern, welche das Ziel „Profi werden“ noch vor Augen haben. Von den 30 eingeladenen Fahrern nahmen 20 Fahrer die Gelegenheit wahr, sich gemeinsam auf die Saison vorzubereiten. Leider mussten einige Fahrer aus gesundheitlichen, schulischen und/oder beruflichen Gründen absagen. Eingeladen wurden jene Fahrer, die sich letztes Jahr durch besonders gute Platzierungen bei international relevanten Rennen, World-Cup-Rennen oder Trainingslagern ausgezeichnet haben. Auch wurden Fahrer berücksichtigt, die ernsthaftes Interesse an der Teilnahme diverser World-Cup-Rennen zeigten.

photo

Das schweizerische Tessin präsentierte sich mit Kaiserwetter und sommerlichen Temperaturen. Durch die Nähe des Monte Tamaro zum Lago Maggiore konnten sich die Fahrer nach getaner Arbeit abends gebührend am See entspannen. Und das war auch nötig, denn die Trainingseinheiten verlangten den Fahrern einiges ab. Nach dem der erste Tag genutzt wurde, um sich wieder an die langen, alpinen Downhill-Strecken zu gewöhnen, nutze man den zweiten Tag für ein ausführliches Sektionstraining. Hier ging es nicht nur darum, dass die jungen Fahrer von den „alten Hasen“ lernen sollten, sondern auch um das Kennenlernen der Fahrer untereinander. Nach dem Training auf der Downhill-Strecke hatten die Teilnehmer die Möglichkeit ihre Skills auf der naheliegenden BMX-Strecke auszubauen. Diese wurde von den meisten Fahrern jeden Tag in Anspruch genommen.

photo

Der dritte Tag war wohl der interessanteste. Nach einem kleinen „Fun-Push-Race“ auf dem BMX-Track stand ein kleines Downhill-Rennen auf dem Programm. Die Camp-Teilnehmer mussten zwei Zeitläufe absolvieren. Hier zeigte sich, wer den Winter über trainiert hatte und wer das Training schleifen ließ. Sehr überraschend aber erfreulich war die Bestzeit von Tommy Herrmann, der selbst die Recken Marcus Klausmann und Andi Sieber auf die Plätze verwies, wenn auch nur mit minimalem Vorsprung.

photo

Um abends nach dem Training zu relaxen, spannten sich einige Fahrer eine Slackline und versuchten auf dieser ihr Glück. Alles in allem kann man das Trainingslager als ein harmonisches Miteinander beschreiben. Dies unterstreichen auch die Statements der Teilnehmer:

photo

Elisa “Liz” Schwemmer, fährt seit 2008 DH Rennen, ist im Team „eightinch racing“, seit letztem Jahr in der Klasse “Elite Women”:

Was hast du dir im Vorfeld vom Camp erhofft?

“Nachdem ich letztes Jahr schon beim Camp dabei war, wusste ich ungefähr, was auf mich zukommt. Erhofft hab ich mir das Gleiche wie letztes Jahr, nämlich von den deutschen Top-Fahrern zu lernen und mit ihnen zu trainieren.”

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

“Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall erfüllt. In kleineren Gruppen haben wir trainiert, wodurch jedem guter Rat und wichtige Tipps gegeben wurden und auf den einzelnen Fahrer Gut eingegangen wurde.”

Wie bewertest du das BDR DH Camp?

“Auf jeden Fall hat mir das Camp wieder sehr gut gefallen und wir wären am liebsten noch ewig geblieben. Was auch gut war, war, dass man auch die anderen Teilnehmer näher kennengelernt hat und dadurch wie eine Art kleine Familie entstand. Aus diesen Gründen würde ich auf jeden Fall wieder teilnehmen. Zu bemängeln hab ich eigentlich nichts, es war alles super und hat total Spaß gemacht.”

photo

Benny Strasser, hat als Junior bereits an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen, seit zwei Jahren in der Klasse “Elite Men”, regelmäßige Top 80 Platzierungen im World Cup:

Was sind deine Ziele für die bevorstehende Saison?

“Meine Ziele für die anstehende Saison sind, mich international weiter zu etablieren, meinen Stand im EDC auszubauen, erneut die Nominierungen für die WM zu erhalten und bei europäischen Worldcups auf meinem Banshee Legend MK2 mit viel Spaß, Elan und ohne ernsthafte Verletzungen in den Top 80 des World Cup´s mitfahren zu können.”

Was hast du dir im Vorfeld vom Camp erhofft?

“Da ich vergangenes Jahr schon beim Camp dabei sein durfte, wusste ich grob, was mich erwartet. Gerade zu Beginn der Saison ist es wichtig, auch mit anderen guten Fahrern zusammen richtig Downhill fahren zu gehen und sich gegenseitig pushen zu können.
Das war wieder einmal absolut gegeben und hat viel Spaß gemacht und uns alle ordentlich auf die ersten Rennen eingestimmt. Somit wurden die Erwartungen wieder einmal übertroffen (nicht nur was das Traumwetter anbelangt), auch das kleine Rennen am Schluss hat perfekt dazu beigetragen!”

Wie bewertest du das BDR DH Camp?

“Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es klasse ist, wenn sich der BDR in dieser Weise für seine Fahrer einsetzt und man zu spüren bekommt, dass man nicht völlig allein auf weiter Flur kämpft. Teilnehmen würde ich jederzeit wieder, diese Chance bekommt man schließlich nicht alle Tage!”

Was könnte man besser machen?

“Verbesserungen sind in meinen Augen immer möglich und man findet immer etwas zum Bemängeln. Letztendlich geht es für mich aber um das Wesentliche, nämlich das zusammen Fahren gehen, und das ist selbst mit den wenigen vorhandenen Kapazitäten gegeben gewesen. Ich denke, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht und sich die kleinen organisatorischen und finanziellen Ungereimtheiten bald von ganz alleine regeln werden.“

photo

Jonathan Debus, kam 2010 bei der Deutschen Meisterschaft auf Platz 9, World Cup Teilnehmer 2010, fährt in der Klasse „Elite Men“:

Was hast du dir im Vorfeld vom Camp erhofft?

„Von dem Camp habe ich mir erhofft, dass man in einem gemeinsamen Training den Winterschlaf aus dem Körper schafft, und von besseren Fahrern Tipps und Tricks bei der Linienwahl, oder für die Saisonvorbereitung aufgezeigt bekommt.“

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

„Ich denke schon. Wir hatten mit Marcus, Andi und Benny sehr gute Coaches, die uns nicht nur die Linienwahl erklärt haben, sondern vor allem mal mit Zeitnahme die Auswirkungen verschiedener Linien deutlich gemacht haben. Das hilft mir bei meiner Liniensuche auf weiteren Rennen wirklich sehr.“

Wie bewertest du das BDR DH Camp?

„Das Camp halte ich für den deutschen Nachwuchs für sehr wichtig. Auf den Rennen bleibt leider viel zu wenig Zeit sich mal an die Profis zu heften, und mit ihnen trainieren zu gehen. Ab einem gewissen Punkt wird es einfach sehr schwer, sich selbst beizubringen, wie man schneller wird. Aber im Camp ist genau für so etwas Zeit.“

Würdest du noch einmal teilnehmen?

„Auf jeden Fall!“

Was könnte man besser machen?

„Gerade für die jüngeren Fahrer, die noch nicht berufstätig sind, wäre eine finanzielle Unterstützung vom Verband noch sehr wünschenswert.“

Gib uns doch noch ein Statement zum Camp?

„Ich finde es super, das sich Maxi (Downhill) und Dan (4x) so für den Nachwuchs engagieren und solche Trainingslager organisieren. Es war ein super Camp mit viel Abwechslung und vielen super Erlebnissen. Ob DH Training am Monte Tamaro, BMX Bahn Training oder Slacklinen am Lago Maggiore, hat alles Spaß gemacht und war ein super Einstieg in die neue Saison. Danke dafür!“

photo

Andreas Sieber, seit Jahren fester Bestandteil der Spitze des deutschen DH Sports, will 2011 zur WM:

Was hast du dir im Vorfeld vom Camp erhofft?

“Ich erhoffte mir vom Camp, dass wir zusammen als Gruppe gemeinsam trainieren, die etwas schnelleren Piloten ihr wissen an die jungen weitergeben und dass wir uns durch das Training auf der Strecke ein paar Vorteile für das kommende edc race verschaffen.”

Wurden deine Erwartungen erfüllt?

“Meine Erwartungen wurden in Bezug auf das DH-Training voll und ganz erfüllt. Wir lernten uns untereinander alle besser kennen, tauschten uns miteinander aus, insofern bewerte ich das Camp als einen Erfolg!
Es wäre nur noch von Vorteil gewesen, wenn alle ihre CC-Bikes bzw. Enduro Bikes dabei gehabt hätten und wir gemeinsam uns ausgefahren hätten, denn gerade bei einem DH-Camp, welches über 3 tage geht, ist es wichtig zu regenerieren.”

Gib uns doch noch ein Statement zum Camp?

“……. coole Leute, gute Organisation, beste Streckenbedingungen, superschönes Wetter …. gelungene 4 Tage:)”

photo

 

photo photo photo photo photo photo photo photo photo photo photo photo
Diese Fotos im Fotoalbum anschauen


Kurzlink zu diesem Artikel:

Ähnliche Artikel

Hier geht es zu Thema und Kommentaren im Forum.

Was meinst du?

Hier kannst du den Artikel direkt im Forum kommentieren.

Hier geht es zu Thema und Kommentaren im Forum.

Kurze Einschätzungen sind ok, Floskeln wie das sieht **beliebiges Schimpfwort einsetzen** aus oder ähnliches sollten im Sinne einer sachlich geführten Diskussion vermieden werden. Entsprechende Beiträge werden ggf. gelöscht.

Bitte sei höflich!

Mehr in Allgemein, Veranstaltungen, Vereine & Verbände
tailwhip
iXS Dirtmasters 2011: Anmeldecountdown, News zur Enduro Challenge und allgemeine Infos

Bei uns im Redaktionsteam ist die Vorfreude schon groß auf das diesjährige Dirtmasters Festival - erstmals werden wir für euch die komplette Zeit vor Ort...

Schließen