Produkte — 4. August 2011 5:04

Spank Spike Pedal im Fahrbericht

Von

Mittlerweile hatten wir ja schon einige Pedale im Fahrbericht, sodass ein neues Teil immer höheren Ansprüchen gerecht werden muss. Lässt sich da überhaupt noch etwas weiterentwickeln, sind die Teile denn nie ausgereift? Die zahlreichen Prototypen zeigen, dass da noch einiges geht, mit dem Spank Spike haben wir nun ein Flat Pedal der neuen Schule dem Test unterzogen – was es kann, außer gut auszusehen, lest Ihr hier.

Aus dem Karton

Schön orange, dazu mit stylischen Fräsungen und Laserlogos versehen, die Design-Abteilung hat ihre Arbeit gründlich gemacht. Was ebenfalls auf den ersten Blick auffällt: An der innenseite findet sich keine klassische Achse mit 15mm Aufnahme, stattdessen ist der Pedalkörper bis an die Kurbel herangezogen, eine deutliche Verdickung weist schon auf das darunter liegende Kugellager hin. Montiert wird das Pedal stattdessen per großem 8mm Inbus, ebenso funktionell und vielleicht zu weniger übertrieben fest angeknallten Pedalen führend.

photo

Der gesamte Pedalkörper fällt sehr schlank aus, gerade einmal 12mm misst er an der dicksten Stelle, um genau zu sein. Er besteht aus kaltgeschmiedetem Aluminium, welches anschließend in gefälligen Farben eloxiert wird, von Orange über Grau, Schwarz Blau bis Rot ist alles erhältlich. Abgesehen davon, dass die Maße generell schlank sind, wurde auf weitere Ausfräsungen, die zu filigranen und zerbrechlichen Partien führen, verzichtet, ebenso etwas überraschend auf eine konkave Ausformung. Die polierten Anfräsungen auf beiden Seiten des Pedals sollen dafür sorgen, dass Bodenkontakt bei Aufsetzern und in Kurven nicht zu Unfällen führt, die Achsen sind hohl und selbstverständlich konisch aus Stahl gefertigt. Das erwähnte Kugellager auf der Innenseite ist ein gedichtetes Industrielager, auf der Außenseite sitzt ein gedichtetes IGUS Gleitlager. Auf jeder Seite finden sich 10 Pins, wobei die äußeren von unten ins Pedal geschraubt sind und dick genug aussehen, um nicht gleich wegzuknicken, die inneren sind durch das Pedal durchgeschraubte Madenschrauben, die Pins auf ober und Unterseite sind hier also tatsächlich die selben. Eine Reibungsdichtung soll nicht nur dafür sorgen, dass Schmutz draußen bleibt, sondern auch dafür, dass sich die Flatpedals nicht ungewollt drehen, etwa wenn es in die Luft geht oder der Fuß abgestellt wird.
Das Gewicht von 400g konnte unsere Waage leider nicht ganz bestätigen – 436g waren es dann doch, bei einer Stahlachse und robuster Bauweise durchaus ein guter, aber kein sehr guter Wert. (Zum Vergleich: Shimanos DX Klassiker liegt mit ca. 530g deutlich darüber, absolute Leichtgewichte aus Titan und Magnesium kommen aber auf gerade einmal 260g)

photo

Auf Achse

Damit aber genug der Theorie und ab auf den Trail. Zu Testzwecken haben wir das Spike Pedal an Enduro- und DH-Bikes geschraubt und bei jedem Wetter über Sprünge und Wurzelteppiche gejagt. Was als erstes auffällt: Die Teile sind schön groß. Die Fläche liegt über 90 Quadratzentimeter, da passen auch große Schuhe drauf. Als zweites fällt die bis an die Kurbel grenzende Bauweise auf, dadurch lässt es sich einen Ticken enger stehen, auch wenn man natürlich nicht auf den Bereich des Lagers stehen kann, er sorgt vielmehr dafür, dass man nicht an der Kurbel schleift, effektiv dürfte der Q-Faktor also ein kleines bisschen schmaler werden. Als drittes bemerkten wir dann etwas unerwartetes: Der Schuh stand in der Mitte zuerst auf, ein sehr ungewohntes Gefühl. Bei der Ursachensuche stellten wir fest, dass die mittleren Pins nicht exakt bis zur Hälfte eingeschraubt waren, dadurch standen sie weiter heraus als die äußeren Pins, was zwar dazu führte, dass man den Schuh leichter umpositionieren konnte, aber absolut auch weniger Grip hatte. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es sich bei unseren Pedalen um Vorserien-Modelle handelte, dieses Problem soll bis zum Endkunden durch kürzere Pins ausgemerzt worden sein, wodurch auch das Versprechen vom „konkaven Pin-Profil“ eingehalten werden soll. Wir haben die mittleren Pins testweise gekürzt und damit deutlich mehr Halt erreichen können, als es zuvor der Fall war.

photo

Wie viel Halt genau? Diese schwer messbare Größe würde ich auf zwei Arten beschreiben: 1.) Vollkommen ausreichend, egal ob mit 5.10 Impact, 5.10 Freerider, Vans oder Teva Links oder 2.) Ziemlich genau so viel wie mit Shimano DX mit langen, neuen Pins oder Sixpack Icon Mag ti, spürbar mehr als auf Wellgo MG oder auch NC17 Sudpin III S-Pro. Die Spikes machten ihrem Namen wirklich alle Ehre und sorgten für sehr guten Halt, auch wenn es einmal matschig wurde, die großen Freiflächen lassen eine gute Selbstreinigung zu, außerdem sind die Pins wirklich die höchsten Punkte des Pedals, sodass sie schier nicht verklebt zu bekommen waren. Das Gripkriterium wäre also vollkommen erfüllt.

Macht sich die flache Bauweise positiv bemerkbar? Dieser Punkt hängt von der Vergleichsmarke ab. Kommt man von einem nur 2mm dickeren Pedal, so verfügen die wenigsten Fahrer über so viel Gefühl, den Unterschied auszumachen. Im direkten Duell mit 17mm dicken Sudpin III S-Pro oder gar 23mm DX-Pedalen steht man jedoch merklich direkter und angenehmer, der Fuß neigt weniger zu einem Rollen vor und zurück auf dem Pedal, da sein Hebelarm verkleinert wird, außerdem steht man tiefer und setzt damit den Schwerpunkt niedriger. Für mich steht fest: Flache Pedale sind nicht nur in der Theorie sinnvoll, man gewöhnt sich sehr schnell daran und will danach nicht zurück zu den dickeren, weniger gefühlvollen Konsorten. Die bewusst reibende Dichtung wäre für manchen Effizienzsteigerer ein Graus, doch ich muss sagen: Praktische Sache, das gehört sich für ein Gravity-Pedal.

photo

Ob die angeschrägten Ecken vorne und seitlich ein sinnvolles, ja notwendiges Feature sind, hängt ganz vom Fahrer ab. Ich bleibe höchstens alle zwei Wochen mal mit dem Pedal hängen, und dann nur selten so, dass es böse rumpeln würde, prinzipiell ist es aber eine gute Sache: Aufsetzer gehen definitiv reibungsärmer von Statten, bei hohen Geschwindigkeiten kann das durchaus einmal einen Sturz vermeiden. Die Lagerung machte nach 2 Monaten noch Null Probleme, alles andere wäre bei einem hochwertigen Teil aber auch enttäuschend. Stattdessen lockerte sich nach einem Monat die Verschraubung des rechten Pedals – Loctite löste das zwar problemlos, doch einen Inbus zu finden, der kurz genug ist, um die Schraube zu erreichen, ist gar nicht so einfach. Thorben von Sports-Nut versicherte mir aber, dass die Schraube in der Serie gesichert sei und solch ein Inbus gar nicht mehr nötig würde – sein Wort in Bikers Ohr. Die Pins haben darüber hinaus gehalten, was ihre robuste Optik versprach: Sie sind hart im nehmen und gut austauschbar, im schlimmsten Fall muss man den Kopf absägen und den Rest ausschrauben, die inneren lassen sich geschickterweise auf beiden Seiten entfernen. Passt der Preis zur Leistung? 109,-€ sind kein Schnäppchen, aber das Produkt wirkt ausgereift und durchdacht, Ersatzpins sind auch dabei.

Aus der Retrospektive

Gavin Vos (Designer und Spank Cofunder) urteilte über sein Werk: „Eine wahre Revolution in Sachen Pedal-Design!“ – so weit würde ich sicher nicht gehen, aber fest steht: Das Spike ist ein sehr durchdachtes Pedal: Flach, groß, nicht zu schwer, gut gelagert und ziemlich stylisch.

+ Grip, Größe
+ Flach (12mm)
+ Lagergröße, nicht verdrehend

- Nur durch die Pins konkav
- Verschraubung schwer erreichbar (–> Wartung)

Vertrieb in Deutschland über Sports-Nut
Preisempfehlung: 109€, gesehen für 89€
Farben: Schwarz, Grau, Blau, Rot, Orange (im Test)
Gewicht: 436g

Ähnliche Artikel

101 Kommentare dazu im Forum

  • #2
    Schöner Bericht, vielleicht lösen sie ja meine bisherigen WellGo Ti Pedale ab. Wurden die Pedale mit den 5.10 getestet? Es würde mich interessieren, inwie weit sich der Schuh in das Pedal frisst. Oftmals kann ich bei meinen Pedalen schon den Fuß kaum nachrücken ohne den Fuß merklich vom Pedal zu nehmen. Ist zwar nicht weiter schlimm aber oftmals nervig wenn man dafür kurz seine Konzentration nicht der Strecke widmen kann.
  • #3
    Heftiger Preis bei dem Gewicht. Die abgerundeten Ecken sind sicher ein gutes Feature.
  • #4
    oh man, wieso ist das gewicht "so hoch"? finde sie sonst extremst interessant und hübsch. aber es sind halt echte 100g gegenüber meinen superstar-pedalen.

    habt ihr evtl. noch einen größenvergleich bzw. nachgemessene werte? vielleicht lässt sich das zusätzliche gewicht ja durch eine große aufstandsfläche rechtfertigen.

    danke!
  • #5
    Kann gerade nicht nachmessen (auf halbem Weg nach Labresse), habe aber mal gemessen und meine mich an fast 11cm an der breitesten Stelle zu erinnern.

    Mit den mittleren Pins ließen sich auch 5.10 (Freerider und Impact) noch auf dem Pedal umsetzen, indem man den Schuh leicht entlastet hat. Ohne die Pins / mit gekürzten Pins musste man schon fast ganz entlasten. Grip und Verdrehbarkeit des Schuhs sind ja absolute Widersprüche.
  • #6
    danke!
  • #7
    ..für 89€ find ich die Spank Spike Pedalen
    richtig gut..!


  • #8
    Da stimmt glaub was net.... also das die Pedale schön groß sind versteht sich von selbst...aber Leutz 90 Quadratzentimeter sind doch mehr als die Fläche eines Kuchenblechs (50 - 60 cm²) denke da ist Euch ne Null rausgerutscht die da net hin sollte. Bericht sonst 1a würden guuut an mein Supershuttel passen....
  • #9
    Zitat:
    Zitat von Mentor Beitrag anzeigen
    Da stimmt glaub was net.... also das die Pedale schön groß sind versteht sich von selbst...aber Leutz 90 Quadratzentimeter sind doch mehr als die Fläche eines Kuchenblechs (50 - 60 cm²) denke da ist Euch ne Null rausgerutscht die da net hin sollte. Bericht sonst 1a würden guuut an mein Supershuttel passen....
    Breite * Höhe = Fläche
  • Wo kann man die denn kaufen? im Shop von Sportnut finde ich unter Spank und Pedale nix...
  • Zitat: "Gavin Vos (Designer und Spank Cofunder) urteilte über sein Werk: Eine wahre Revolution in Sachen Pedal-Design!"

    So langsam geht mir dieses Gequatsche aus der Bike-Industrie wirklich schwerstgradig auf den Zeiger!
    "Hier Leute sehet her und kauft ein: Die komplette Neuerfindung des Rades!"
    Jedes Jahr werden wieder neue Säue durchs Dorf getrieben und als Revolution bezeichnet. Neue Steuerrohre, Hinterbaubreiten, Ritzelzahlen, Innenlagerstandards, Dämpfungssysteme oder eben: Fasen an Pedalkanten.
    Mit sinnvoller Produktevolution hat das absolut nichts mehr zu tun. Ich würde es ehr als Überlebensstrategie für die jeweiligen Unternehmen bezeichnen.
    Bringen wir es doch mal auf den Punkt:
    Dieses Pedal zeichnet sich, wie alle Teile aus der Spike-Serie, vorallem durch ein (wirklich!) schickes Produktdesign aus. Diese Eigenschaft wird teuer bezahlt.
    Ich finde nichts Schlimmes daran, sich aus einem solchen Grund für das Teil zu entscheiden, aber das Bewußtsein für den Mechanismus dahinter sollte bei uns Bikern geschärft werden:
    Die wahren Fortschritte in der Technik und Funktion sind meist minimal bis nicht erkennbar und daher muss die Industrie auf anderem Wege die Verkaufszahlen oben halten!
  • @mentor: Das ist dann aber eher ein Kuchenblech für Singles auf Diät (50 - 60 cm² entsprechen z.B. 5-6cm X 10cm, also eher ein einzelnes Kuchenstück.)
  • Zitat:
    Zitat von Grinsekater Beitrag anzeigen
    Breite * Höhe = Fläche
    loool länge x breite ist fläche und länge x höhe x breite dann Volumen...
    (klug********rmodus wieder aus)
  • Ansichtssache:
    Stehen 2 Typen vor einem Schlagbaum! Der eine so: "Was meinst Du, wie hoch ist der?? Der andere: "Leg ihn doch um!" Der andere dann: "Mensch, ich wissen wie Hoch der ist, und nicht wie Lang"!!
  • ...und da man auf den pins steht und nicht aufem Pedalkörper könnte man vielleicht auch nur von pin zu pin messen?
  • ??
    Die pins verkanten sich in deinem Schuhprofil, du stehst natuerlich auf dem Pedalkörper! Sonst machst du was falsch und brauchst keine pins...
  • Ja genau, warum hat dann der 5.10 freerider fast kaum Profil, warum hat man weniger grip, wenn man wanderschuhe mit hohem Profil trägt und mehr Kontakt auf dem Pedalkörper hat, oder warum schrauben sich Leute längere Pins rein, um nicht mit dem Pedalkörper in Kontakt zu kommen? Der Druck (auf dem Pin) ist gleich Kraft pro Fläche.
  • Du beantwortest dir deine Frage ja selbst: Die pins "vergraben" sich im der Sohle. Wenn sie lang/spitz genug sind, brauchts natuerlich garkein Profil.
  • Ich hatte keine Frage, man kann mal auf den Pedalkörper kommen wenn sich der Schuh durchdrückt, aber relevant ist er für den Grip nicht, eher im Gegenteil, deswegen bin ich dafür als "trittfläche" den Abstand der äußeren Pins herzunehmen, nicht die Breite des Pedalkörpers, da sind einige breite Pedale auf dem Markt, die da einfach nur Alu haben, aber keine breite Trittfläche haben. ist ja auch egal...
  • Zitat:
    Zitat von Moonboot42 Beitrag anzeigen
    man kann mal auf den Pedalkörper kommen wenn sich der Schuh durchdrückt, aber relevant ist er für den Grip nicht
    Genau darauf wollte ich nur hinaus. Wirkte in deinem ursprünglichen posting zuerst unklar, aber im Endeffekt scheinen wir uns ja einig zu sein
    (Wollte ja garnicht kritisieren)
  • Hatte schon die Vermutung, daß wir da einer Meinung sind.
  • Wundert mich auch, dass manche Hersteller Riesenpedale auf den Markt schmeissen, aber nur ne handvoll pins irgendwo mittig setzen..
    Kann mich dunkel dran erinnern, dass BrooklynMachineWorks da mal was im Programm hatten, was eher dem Gegenteil entsprach aber leider auch sauschwer war
    (Find ich grad leider nicht..)
  • Ich habe mich gerade kürzlich recht intensiv mit dem aktuellen Angebot an Pedalen auf dem Markt befasst, allerdings in meinem Fall mit dem Hintergrund, dass eine große Fläche, bzw. genauer vor allem eine große Breite, für mich von besonderer Wichtigkeit waren, da ich durch ein unfallbedingtes dauerhaftes Motorik-Defizit leichter als der Durchschnittsmensch dazu neige mit meinem rechten Fuß seitlich vom Pedal abzurutschen. Dabei habe ich mir auch das Spike, sowie einige andere große Pedale angeschaut und auch für mich das Optimum gefunden.
    Meine Meinung zum Pedal bzw. Teilen des Berichts:
    (@ nuts: Ich kritisiere dabei nicht deinen Test, sondern nur das Pedal! Das wollte ich sicherheitshalber mal gesagt haben )

    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    Lässt sich da überhaupt noch etwas weiterentwickeln, sind die Teile denn nie ausgereift? Die zahlreichen Prototypen zeigen, dass da noch einiges geht
    ...und doch war mein Ergebnis, dass eine relativ klassische Bauweise (ebenfalls mit leichter Abschrägung, aber nur seitlich) immernoch die Nase vorn hat - siehe Fazit!


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    Schön orange, dazu mit stylischen Fräsungen und Laserlogos versehen, die Design-Abteilung hat ihre Arbeit gründlich gemacht.
    Geschmacksache - ich finde Form und Fräsungen nicht so schön. Die Gussränder (?) wirken eher sogar recht billig.


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    Die polierten Anfräsungen auf beiden Seiten des Pedals sollen dafür sorgen, dass Bodenkontakt bei Aufsetzern und in Kurven nicht zu Unfällen führt
    Das wage ich stark zu bezweifeln. Das ist mehr Theoriekonstrukt und Marketingargument als ernsthafte technische Eigenschaft.


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    Als zweites fällt die bis an die Kurbel grenzende Bauweise auf, dadurch lässt es sich einen Ticken enger stehen, auch wenn man natürlich nicht auf den Bereich des Lagers stehen kann, er sorgt vielmehr dafür, dass man nicht an der Kurbel schleift, effektiv dürfte der Q-Faktor also ein kleines bisschen schmaler werden.
    Sehe ich als Negativargument. Ich stehe gerne möglichst breit, weil (mir) das mehr Kontrolle bei heftigerem Gelände und Sprüngen gibt. Außerdem ist die "Verbreiterung" der Fläche nach innen effektiv eh nicht nutzbar, weil man schon bei "normaler" Achsbauweise kaum auf die inneren Pins kommt, da vorher der Schuh gegen die Kurbel kommt. Ist bei mir sogar bei den Line King so, bei den Impact durch die noch breitere Sohle erstrecht.


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es sich bei unseren Pedalen um Vorserien-Modelle handelte, dieses Problem soll bis zum Endkunden durch kürzere Pins ausgemerzt worden sein, wodurch auch das Versprechen vom „konkaven Pin-Profil“ eingehalten werden soll.
    Sorry, aber das ist doch Hühnerkacke! Entweder ein konkaves Profil oder nicht. Pins in der Mitte gegen kürzere tauschen kann man bei JEDEM Pedal auf dem Markt, sowas als Feature zu verkaufen oder als eigene Erfindung anzupreisen ist armselig. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Pins in der Mitte des Pedals eh völlig überflüssig sind...


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    Wie viel Halt genau? Diese schwer messbare Größe würde ich auf zwei Arten beschreiben: 1.) Vollkommen ausreichend, egal ob mit 5.10 Impact, 5.10 Freerider, Vans oder Teva Links oder 2.) Ziemlich genau so viel wie mit Shimano DX mit langen, neuen Pins oder Sixpack Icon Mag ti, spürbar mehr als auf Wellgo MG oder auch NC17 Sudpin III S-Pro.
    Hmm, daran sieht man, dass Pedal-Grip wohl auch sehr subjektiv ist... ich fand die DX (auch mit langen Pins gefahren) relativ schlecht, die MG1 in etwa vergleichbar, die Sudpin III (Trittfläche 90x92mm) schon spürbar besser (aber eben noch zu schmal; die waren auch Ausgangspunkt meiner aktuellen Pedal-Suche) und Icons habe ich noch nicht getestet. Die NS Bikes Aerial Pro (Trittfläche 95x95mm) waren für mich durch mehr Breite schon ein Schritt nach vorne, aber noch nicht völlig zufriedenstellend.


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    17mm dicken DX-Pedalen
    Da stimmt was nicht. Die DX sind mit Sicherheit dicker als 17mm, kann leider gerade nicht nachmessen...


    Zitat:
    Zitat von nuts Beitrag anzeigen
    einen Inbus zu finden, der kurz genug ist, um die Schraube zu erreichen, ist gar nicht so einfach.
    Konstruktionsfehler!!

    Mein Fazit zum Pedal:
    Viel Show & Shine und viele angebliche Features, die keine sind. Der einzige bleibende Vorzug ist evtl. die flache Bauweise, aber da es sonst nichts hat, was es nennenswert vom Markt abhebt, geht der Preis einfach nicht in Ordnung. Wenn dann wenigstens noch das Gewicht top wäre, aber so...

    Mein Fazit zum Pedal-Thema:
    Ich bin am Ende meiner Suche mit überzeugendem Punktsieg nach Features bzw. technischen Daten beim DMR Vault gelandet. Ich habe es direkt nach dem Kauf 3 Tage in Flims und Laax dem Härtetest unterzogen und war hellauf begeistert. Dort gab es wirklich ALLES zum testen, was sich auf dem Pedalkontakt auswirken kann von schnellem Steingeballer über Tretpassagen und heftiges Gefälle bis hin zu tiefen Matsch. Und trotz meiner oben erwähnten motorischen Einschränkung hatte ich nie irgendwelche Probleme. Selbst bei verpatzten Landungen oder wenn ich mal völlig suboptimal auf dem Pedal stand ist alles glatt geganden und das war in der Vergangenheit nicht so - was meine rechte Wade schon geblutet hat

    Die (selbst ermittelten) technischen Daten:
    Trittfläche: 105x105mm (@ Moonboot42: den Pin-Abstand kannst du ja auf den Fotos abschätzen)
    Gesamgröße: 115x115mm (nach innen bis Anfang Gewinde, nach hinten bis über die Schräge)
    Dicke: 17mm
    Anzahl Pins: 11 (und diese auch perfekt positioniert! Die in der Mitte sind offensichtlich unnötig)
    Gewicht: 423g (die meisten anderen im Forum geposteten lagen unter 410)
    Preisempfehlung: 129€ - gekauft für 86,67€ bei CRC

    Damit ist das Verhältnis Gewicht/Preis bei den Vault auch nicht super, aber eben die restlichen Eigenschaften sind für mich absolut perfekt, daher geht das für ein Alu Pedal mit Stahl-Achse in Ordnung, wie ich finde. Nebenbei ist da auch die Optik in meinen Augen erstklassig - bis auf die blauen Pins, aber die lassen zum Glück eh sehr schnell die Farbe gehen. Ich habe übrigens jeweils die 2 äußeren Pins pro Seite (wie die beiden inneren flacher und dicker) durch Madenschrauben in der Länge der restlichen Pins ersetzt, eben wegen meinem seitlichen Abrutschproblem.




    (Links ein Line King in Gr. 42 und rechts ein Impact Karver in Gr. 43)

  • Sehr gutes Posting!
  • Hi,

    ich finde die Pedale echt Lecker, da bekomme ich direkt weider Hunger. ;-)

    Könnte mir einer einen Link zum shop schicken, wo es sie für 89 ? gibt ? Ich finde sie bist jetzt nur bei Hibike für 100?

    Danke
Im Forum gibt es weitere Kommentare zu diesem Artikel.
→ Zum ersten ungelesenen Beitrag springen.

Was meinst du?
Hier kannst du den Artikel direkt im Forum kommentieren.

Kurze Einschätzungen sind ok, Floskeln wie das sieht **beliebiges Schimpfwort einsetzen** aus oder ähnliches sollten im Sinne einer sachlich geführten Diskussion vermieden werden. Entsprechende Beiträge werden ggf. gelöscht.
Bitte sei höflich!

Bitte logge dich im Forum ein, um diesen Artikel zu kommentieren.
Zum Login im Forum