Allgemein, Rennen, Veranstaltungen — 13. August 2011 20:52

Nordkette Downhill.Pro – Team MS-Evil holt sich den Sieg

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Erstklassiges Wetter, ein fantastisches Publikum und eine außergewöhnliche Strecke machten das Nordkette Downhill.Pro Rennen in Innsbruck zu einer durch und durch gelungenen Veranstaltung, auch wenn sich die Elite des DH-Sports nur schwer bis gar nicht mit der Strecke anfreunden konnte. Die wohl meiste Kritik an der Strecke übte der neuseeländische World Cup Pro, Brook MacDonald. Dementsprechend amüsant ist, dass genau dieser das heutige Rennen mit einem großen Vorsprung für sich entscheiden konnte, MacDonald bewältigte die Strecke mit einer Zeit von 09:26.34 min. Aufgrund der ebenfalls spitzenmäßigen Leistungen seiner Teamkollegen konnte das MS-Evil Racing Team an Ende auch den Gesamtsieg für sich verbuchen.

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Gewöhnlich kennt man es nur von World Cup Rennen – die besten DH-Fahrer der Welt auf einem Haufen. Seit nun schon sechs Tagen gastiert die Crème de la Crème des internationalen DH-Sports im Inntal, genauer gesagt im Landessport-Center in Innsbruck. Von dort ausgehend unternahm diese ungewöhnliche Reisegruppe die unterschiedlichsten Aktivitäten, Anlass dafür ist das von Trail Solutions organisierte Nordkette Downhill.Pro Event. In den vergangenen Tagen standen unter anderem ein Besuch im neuen Bikepark Tirol, ein Show-Event in einem großen Innsbrucker Kaufhaus sowie diverse schlaflose Nächte in den Innsbrucker Bars auf dem Programm. Nicht nur die Fahrer selbst kamen hierbei auf ihre Kosten, sondern auch die Fans, die ihren Idolen in dieser Woche so nah sein konnten wie sonst nie. Zum Abschluss dieser außergewöhnlichen Woche stand heute das Downhillrennen auf dem Nordkette Single Trail auf dem Programm. Ganz im Sinne der letzten Tage ließen sich die Veranstalter auch hier etwas Besonderes einfallen und so handelte sich bei dem Format dieses Wettkampfes um einen Team-Wettbewerb. Besonderes Schmankerl war die Zulosung von Wildcard-Fahrern zu den Worldcup-Teams. Jedes Team musste insgesamt mit vier Fahrern an den Start gehen. Sofern die World Cup Teams nicht die nötige Starterzahl erreichten, wurden die Lücken mit besagten Wildcard-Fahrern aufgefüllt. Neben Pressevertretern bestand das Wildcard-Starterfeld auch aus namhaften Größen des österreichischen DH-Sports sowie diversen Innsbrucker Locals. Demnach begaben sich am heutigen Samstag insgesamt 38 Starter (Willi Hofer übernahm die Rolle des abwesenden Lapierre Teams und startete vier Mal = 41 gezeitete Rennläufe) auf die Strecke.

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Nachdem die Trainingsläufe der Pros in den vergangenen Tagen nicht gerade zu deren Zufriedenheit verliefen, gab es kurzzeitig berechtigte Zweifel daran, ob wirklich alle Fahrer am Rennen teilnehmen werden. Die 4,2 Kilometer lange und 1000 Höhenmeter vernichtende Strecke, die den Fahrern keinerlei Verschnaufmöglichkeiten bot, präsentierte sich wie gewohnt mit höchstem fahrtechnischen Anspruch an die Wettkampfteilnehmer. Die steile, schmale und enorm verwinkelte Strecke machte den Profis ordentlich zu schaffen. Nicht nur Guido Tschugg und Brandan Faiclough, sondern auch der spätere Sieger Brook MacDonald forderte eine Verschnaufstation in der Mitte der Strecke. Selbstverständlich folgten dieser Bitte keine Taten und so hieß das Motto des Tages “Kräfte einteilen”. Selbst der für seine Kraft und Ausdauer bekannte Marcus Klausmann machte sich ernsthafte Sorgen darüber, ob er die Strecke wohl auf die gesamte Länge im Renntempo bewältigen könne. Im Training wollte keiner der Fahrer die Strapazen auf sich nehmen und die Strecke am Stück befahren, was zeigte wie anspruchsvoll und kräfteraubend diese Strecke war. Aus diesem Grund muss an dieser Stelle ein Mann besonders hervorgehoben werden – Willi Hofer, er ersetzte das abwesende Lapierre Team und begab sich an ihrer Stelle gleich vier Mal für einen Rennlauf auf die Strecke. Bemerkenswert war hierbei auch seine Leistung, er schaffte es nämlich punktgleich mit dem Trek World Cup Team (um und mit World Cup Gesamtsieger Aaron Gwin) auf den siebten Platz zu fahren. Den Sieg holte sich das MS Evil Team, das gleich in drei der vier Startblöcke die Bestzeit fuhr. Den Sieg in der Einzelwertung und somit auch die Tagesbestzeit sicherte sich Brook MacDonald, gefolgt von seinem Team-Kollegen Filip Polc. Dritter in der Einzelwertung wurde Ben Ried vom Dirt Norco Team, diese schafften es mit Hilfe von Wildcard-Fahrer Thomas “Professor” Schmitt auf den dritten Platz in der Teamwertung. Auf Platz zwei landete das österreichische Alpine Commencal Team.

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Zum Abschluss gebührt den Organisatoren ein großes Lob: Der Gedanke, die Weltelite des DH-Sports für jedermann zugänglich zu machen, konnte in den letzten Tagen bestens umgesetzt werden. Die Veranstaltung wird wohl jedem in Erinnerung bleiben, auch wenn dies bei den Renn-Teilnehmern wohl eher auf die Strecke zurückzuführen ist. “Einfach mal etwas anderes”, dieser Ausspruch beschreibt das Nordkette Downhill.Pro wohl am besten. Einen ausführlichen Artikel über die gesamte Veranstaltung bekommt ihr in den nächsten Tagen. Nun werden wir die vergangenen sechs Tage im Rahmen einer gepflegten After-Race-Party bei Spanferkel und entsprechenden Getränken ausklingen lassen.

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Ergebnisse der drei bestplatzierten Teams (die vollständigen Ergebnisse folgen in Kürze):

1. MS-Evil Racing: Werner Jessner 0 P. / Luke Strobel 25 P. / Brook MacDonald 25 P. / Filip Polc 25 P. = Gesamt 75 P.

2. Alpine Commencal Austria: Georg Engel 25 P. / Manuel Gruber 0 P. / Mathias Haas 12 P. / Boris Tetzlaff 10 P. = Gesamt 47 P.

3. Dirt Norco Race Team: Dommenik Cisse 10 P. / Thomas “Professor” Schmitt 18 P. / Dan Stanbrige 0 P. / Ben Reid 18 P. = Gesamt 46 P.

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27 Kommentare dazu im Forum

  • #2
    Cooler Bericht, Danke.

    Kann mir gut vorstellen, dass auch die Pros die gute Nordkette nicht allzu flowig finden.
  • #3
    Die sind auch Profis für andere Sachen.
    Vielleicht hätte man eher Nicolas Vouilloz, Rene Wildhaber, Remy Absalon und Chris Akrigg einladen sollen. Die sind eher auf solche Sachen spezialisiert.
  • #4
    Wo gibts gute Videos von der Strecke bzw vom Rennen?

    btw: Brook Mc Donald (ganz oben)
  • #5
    Hi Maxi,
    klasse Bericht - und noch selbst mitgefahren!

    Ergebnisse habe ich hier gesehen:
    http://www.bergsportler.net/Wordpres...wnhillPro2.pdf

    Der Professor war schneller als Brendan Fairclough
  • #6
    Und Herr Klausmann war sogar schneller Aaron Gwin.

    Aber das meiste Lob gebührt wirklich Willi Hofer.
  • #7
    Ich hab den Sinn der Veranstaltung noch nicht ganz kapiert? War das eine Charity-Veranstaltung? Wieso waren da soviele Weltcupteams, gab es da soviel Preisgeld zu gewinnen?
  • #8
    War eine PR Veranstaltung, nehme ich an.
  • #9
    Die Fahrer müssen die Strecke bewältigen, die sie vorgesetzt bekommen. Ist doch kein Wunschkonzert. Und wenn es senkrecht ein Hochhaus runtergeht... egal!
    Das machen Profis eben so!
  • Österreich ist eben kein Ponyhof...
  • Zitat:
    Zitat von k.nickl Beitrag anzeigen
    Österreich ist eben kein Ponyhof...


    @ Pr0.Rider.Sasch

    Video wirds von mir geben. Leider filmte ich gestern nicht selbst weil ich krank war. Hoffentlich wirds trozdem gut
  • War wirklich eine sehr coole Veranstaltung! War Lustig die Pros auf der Strecke zu sehen und auch die Reihenfolge der Ergebnisliste! Ganz anders, als im ?normalen? Worldcup!
    Gratulation noch mal an Maxi, für die wie ich finde gute Leistung!
    Gruß Alex
  • Große Achtung vor der Leistung des Herrn Hofer!
    Echt schwer beeindruckend.
  • Hier mein vorzeitiges Video, ein längeres von der ganzen Woche kommt noch! Bitte um Verbesserungsvorschläge!

    Nordketten Downhill Pro 2011: im IBC TV ansehen
  • @Innsbruuucker ich finds klasse! Danke dafür!
  • Wird im ausführlichen Artikel auch erklärt warum die Fahrer mit der Strecke nicht zufrieden waren? Ich hab gesehen, dass die Strecke sehr schmal war.
  • Zitat:
    Zitat von Icono Beitrag anzeigen
    Wird im ausführlichen Artikel auch erklärt warum die Fahrer mit der Strecke nicht zufrieden waren? Ich hab gesehen, dass die Strecke sehr schmal war.
    Wird vermutlich daran liegen, dass der Nordkette "Singletrail" durchweg extrem steil, technisch, eng und teilweise etwas ausgesetzt ist. Dazu ist die Strecke halt recht lang, besitzt eigentlich keinen Flow und geht echt an die Kraft.
    Spaß kann man aber trotzdem haben.
  • Über das
    "INNS'
    BRUCK" Logo kannst' auch nur immer wieder den Kopf schütteln...


  • Da erinnert mich das dran: ibk2.mov - YouTube
    @Icono: Das liegt sicher an der Länge, an der Steilheit, am Dauerbremsen, nur der unterste Teil ist schnell, an den engen (teils 90°) Kurven und wenn es sehr trocken ist kann es sehr rutschig sein da viel Geröll rumliegt. Oft lösen sich auch größeren Steine, 40-50cm Absätze gibts auch zur Genüge. Vieles wurde noch vor dem Rennnen ein wenig geändert.
  • ist klar dass die strecke vom typ her mal ganz anders ist als die übrigen worldcupstrecken. ist ja aber auch mal nicht schlecht. auf den "normalen" strecken kennt man ja so ungefähr was die leute draufhaben, ein fahrfehler hier oder ein glückstag da aber sonst immer die gleichen auf den top-plätzen.

    ich finde es toll die leute mal aus ihrer gewohnten umgebung zu reissen und auf so eine spezielle strecke zu schicken.

    wer sich da beschwert... ich denke als profi mit anspruch worldcup muss man das einfach machen wollen und dann auch durchziehen. die anderen mitbewerber habens ja auch nicht leichter. klar dass sich vielleicht einer um seine form und gesundheit für die nächsten rennen sorgt aber ich als nicht-profi such mir ja auch nicht immer die strecken die easy sind um mich mit meinen kumpels zu messen. ein gewisser anspruch ans eigene können ist da nicht schlecht.
  • Also wenn man um die Top 10 im Gesamt-WC mitfährt, ist es doch klar, dass man es bei einem Rennen außerhalb dieser Wertung eher locker angehen lässt.
  • Zitat:
    Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    Der Professor war schneller als Brendan Fairclough
    Glückwunsch Thomas! De Inselaffen lirn dat och nimmi....
  • Gibts eigentlich ein Helmkamera-Video? Der Klausmann hatte doch sowas am Helm.
  • ein kleiner Schnitt von mir, wenns euch gefällt bitte für mich voten: Planet Tirol Voting (login mit facebook account)
    Nordkette Downhill.PRO WC-Teamrace: im IBC TV ansehen
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