Der italienische Protektoren-Spezialist Dainese zeigt auf der Eurobike einen völlig neuartigen Knieschoner. Ungekannte Passform und bester Schutz sollen die herausragenden Merkmale sein.

Für die beste Passform und eine gute Anpassbarkeit an jedes Knie soll das BOA Verschlusssystem sorgen. Es dürfte einigen von Outdoor- , Bike- und Skiinnenschuhen schon bekannt sein, sei aber hier noch einmal erklärt: Es setzt auf einen einzigen, dünnen Faden, der aus extrem haltbarem, beschichteten Stahlsteil besteht. Dieser führt durch den Schoner – also ums Bein – und kann mit Hilfe eines Drehrades auf der Oberseite des Schoners aufgewickelt werden. Ein Freilauf rastet beim Verschließen alle 2mm ein, wodurch die Anpassung sehr fein erfolgt. Zum Lösen genügt es den Drehknopf anzuheben um die Spule freizugeben, der Schoner kann schnell und bequem abgezogen werden. Die Vorteile davon: Es funktioniert schnell, präzise und ist obendrein noch leichter und kleiner als Klettverschlüsse und andere Systeme. Dank geschickter Kabelführung soll es sehr bequem passen, dank einfachem Aufbau (nur drei Teile: Knopf, Kabel, Spule) sollte es robust und langlebig sein.

Vom Verschlussmechanismus abgesehen dürfte das Schalen-Material für den meisten Diskussionsstoff sorgen: Aluminium. Was spricht für das Leichtmetall im Schoner? Die Idee war ein Schoner, der über auf dem Boden abrutschen kann um den Stoß abzumindern anstatt durch Reibung den Stoß zu maximieren. Die Polsterung untendrunter sieht luftig und leicht aus, statt kompletten Lagen finden sich wabenförmig angeordnete Polster.

Was ist noch besonders an diesem Knieschoner? Der Preis: 199€. Dafür soll der Schoner besser als alle anderen am Markt sein – ein Anspruch, der sich noch beweisen muss. Wer nicht so viel Geld in Schoner investieren will, der kriegt die selbe Aluschale für 149€, nur ohne das BOA-Verschlusssystem. Wen Passform mehr interessiert als Aluminium, der kriegt auch einen BOA-Schoer ohne Alu, ebenfalls für 149€. Zu guter letzt sei noch der Einsteiger OAK-Knieschoner ohne BOA und ohne Aluminium-Kappe erwähnt, der leichter ausfällt und für 90€ über den Ladentisch geht.

Übersicht:

– Boa-Verschlusssystem
– Aluminium Knieschale
– Zonengerechte Polsterverteilung
– offene Rückseite für viel Belüftung
– Silkionstreifen für guten Halt
– erhältlich ab Februar 2012
– Preis: 199€

Doch auch am Oberkörper hat Dainese fleißig weiterentwickelt: Die sogenannte Second Skin Weste und Ellenbogenschoner sollen Enduro-Fahrer ansprechen, die auf der Suche nach Schutz ohne Einschränkungen (Temperatur, Beweglichkeit) sind. Diese Protektoren kommen ohne Schalen und dämpfen nur durch den speziellen, durchlöchterten Schaumstoff, der sich auch in den BOA-Knieschonern findet.

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Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    Faltreifen

    dabei seit 08/2010

    Also das mit dem Draht finde ich merkwürdig. Beim Motorradfahren werden aus gutem Grund jedwede Schlingen um Körperteile aus Metall vermieden. Denn kommt es zum Sturz und man bleibt am Draht irgendwo hängen, kann der zum einschneidenden Erlebniss werden.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    froride

    dabei seit 03/2004

    Alexspeed
    So wie es aussieht gibts keine Neuerungen im Bereich voller Oberkörperschutz.
    Was ich sehr schade finde, denn da gibts einiges an Optimierungsarbeit.
    Vor allem bei den Materialien und umfangreicheren Schutz.
    Würde mich sehr freuen über richtig große D3O Platten um und auf der Schulter.
    Naja vielleicht werd ich mir mal selber was zusammenbasteln.
    Das Problem ist ja, das Schulterverletzungen oft durch abnorme Bewegungen entstehen. Gerissene Bänder, Rotorenmanschette, Muskeln, Auskugeln ect. Die Schulter ist da eben ein Gelenk welches hauptsächlich durch Muskeln und Sehnen zusammengehalten wird. Mit einfachen Protektorenplatten verhinderst du solche Verletzungen aber nicht. Da müssten Dinge her, welche die Bewegung ab einem Bestimmten Punkt einschränken. Also analog zu einem NeckBrace verhindert das der Bewegungsapperat Schulter über das gesunde Maß hinaus beansprucht wird. Und das ist sehr schwierig.
  4. benutzerbild

    nuts

    dabei seit 11/2004

    d30ähnliches für die Schulter gibt's bei POC.
  5. benutzerbild

    heckenheini

    dabei seit 12/2007

    Naja, dieses Verschluss System gabs schon vor 20 Jahren an den Puma Disc Turnschuhen.Und 200? für ein so altes System ist, milde ausgedrückt, Grenzwertig, und so'n bisschen Alu kost auch nicht die Welt.
    Ich denke bei dem Preis wird das eher ne Nullnummer.
  6. benutzerbild

    `Smubob´

    dabei seit 09/2005

    froride
    Das Problem ist ja, das Schulterverletzungen oft durch abnorme Bewegungen entstehen. Gerissene Bänder, Rotorenmanschette, Muskeln, Auskugeln ect. Die Schulter ist da eben ein Gelenk welches hauptsächlich durch Muskeln und Sehnen zusammengehalten wird. Mit einfachen Protektorenplatten verhinderst du solche Verletzungen aber nicht. Da müssten Dinge her, welche die Bewegung ab einem Bestimmten Punkt einschränken. Also analog zu einem NeckBrace verhindert das der Bewegungsapperat Schulter über das gesunde Maß hinaus beansprucht wird. Und das ist sehr schwierig.
    Das stimmt zwar wohl, aber ich glaube nicht, dass man so ein System in eine Protektoren-Weste integrieren kann. Das geht vermutlich eher über irgendwelche Klebe-Bänder auf der Haut oder sowas. Außerdem würde ich die Schutzwirkung von Schulter-Pads nicht unterschätzen! Bei seitlichen Einschlägen auf die Schulter ist oft das Schlüsselbein die Stelle, die nachgibt - ich spreche aus Erfahrung :rolleyes: Hier dürfte über die klassische Schützer-Form - eine Platte, die den Druck verteilt und ein Polster, das dämpft - wohl schon viel zu retten sein.


    @ Topic: ich finde das Verschlusssystem zwar interessant und würde die angeblich gut Passform gerne mal testen, aber der Preis ist mMn nicht gerechtfertigt. Genau das denke ich irgendwie bei vielen aktuellen Neuheiten... macht sich da irgendwie ein perverser Trend zum übertriebenen Abkassieren breit :confused:

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