Produkte — 13. September 2011 8:06

Eurobike 2011 – Syntace NumberNine Custom Pedale 2012 im Fahrbericht

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Schon vor gut zwei Jahren haben wir das erste Mal ein Syntace Pedal am Rad von Harald Philipp gesehen, doch wie bei Syntace üblich will gut Ding Weile haben, bis es tatsächlich verfügbar ist. Im letzten Jahr auf der Eurobike haben wir euch dann ebenfalls das Pedal präsentieren dürfen, doch wenn wir uns das, was wir nun auf der Eurobike zu sehen bekommen haben, damit vergleichen, dann hat sich nochmals einiges getan. Hier kommt unser Fahrbericht zum neuen Syntace NumberNine Custom Pedal, das in drei Größen verfügbar sein word.

In der Hand
Schick sind sie, die neuen Syntace-Treter. In schlichtem schwarz Eloxiert und mit einem dicken Lager auf der Antriebsseite versehen machen die Syntace Pedale einen soliden Eindruck, der sich deutlich von den alten Versionen unterscheidet. Schließlich ist der Käfig nicht mehr geschmiedet, sondern gefräst. Bei der Pin-Montage hat sich Syntace eine Lösung einfallen lassen, bei der die Pins an ihrem unteren Ende eine Sechskantaufnahme aufweisen und von oben in das Pedal geschraubt werden. So können sie auch dann noch problemlos entfernt werden, wenn der Pin selbst auf Grund von Bodenkontakten verbogen oder abgebrochen sein sollte. In der Theorie sieht das sehr gut aus, wie es in der Praxis funktioniert wird sich zeigen.

Ein weiterer Punkt, der den Machern bei Syntace besonders wichtig gewesen ist, ist die Lagerung des Pedals. Bei der vor einem Jahr gezeigten Version schien das Hauptaugenmerk auf der möglichst leichtgängigen Lagerung gewesen zu sein. In der Hand lassen sich die Achsen der Serienpedale allerdings kaum leichter drehen, als wir es von allen anderen gut gelagerten Pedalen gewohnt sind. Obwohl wir keine Messwerte und Vergleichsdaten von Prüfständen vorweisen können glauben wir: Die Lagerung funktioniert wie sie soll. Das bedeutet: Das Pedal ist genau so leichtgängig gelagert, dass es sich nicht einfach vom nächsten Windstoß verdrehen lässt, sondern genau in der Position bleibt, in der wir es verlassen haben. Denn genau das ist es, was die Lagerung eines Pedals ermöglichen sollte. Deutlich interessanter wird auf längere Sicht die Haltbarkeit der Lagerung sein. Bei zwei NumberNine Pedalen der letzten Generation (ohne Custom), welche ich gefahren bin, ist die Lagerung so leichtgängig gewesen, dass sie sich schon ausgeschlagen angefühlt hat. Das darf bei einem Pedal dieser Preisklasse nicht. Wie haltbar die NumberNine Custom Pedale sein werden, werden wir noch vor dem Winter wissen.

Das eigentliche Highlight und bislang einmalig auf dem Markt ist jedoch, dass Syntace das Pedal in drei Größen anbieten wird. Verschiedene Größen bei einem Pedal? Richtig gelesen! Syntace beschreitet den Weg der konsequenten Individualisierung nun auch auf dem Bereich der Pedale und will jedem Käufer die Chance bieten, dem Einsatzbereich entsprechend das Pedale auszuwählen. Was für manche vielleicht ein wenig sinnfrei erscheint ist im Endeffekt eine sinnvolle Sache. Nicht jeder, der ein Flatpedal fahren will, setzt notwendiger Weise auf ein dickes Downhillpedal mit maximaler Standfläche. Pedalindividualisierung kennen wir bislang nur von Reset Racing doch der Ansatz von Syntace bedient auch solche Fahrer, die entweder einfach kleinere Füße haben (z.B. Frauen) oder aber einfach keinen Bedarf für große Pedale sehen.

Allen Größen gemein ist die Dicke von durchgehend 16mm. Insgesamt ist die Form der Pedale deutlich weniger konkav, als bei manch anderem Pedal auf dem Markt doch zu viel des Guten kann auch schlecht sein – hier kommt es auf den Fahreindruck an! Die Fläche pro Pedal beträgt in Größe S 82cm2, in Größe M 93cm2 und in Größe L 108cm2. Die Frage bleibt, wie groß der Unterschied zwischen den verschiedenen Pedalgrößen vom Fahren her sein wird. Ganz klar ist, dass die Eigenschaften hier vor allem von den Schuhen der Fahrer und dem gewählten Einsatzbereich abhängen werden, denn ein breiteres Pedal bei gleich bleibender Schuhbreite bringt nicht zwingend mehr Grip aber mehr Raum in brenzligen Situationen. Das können vor allem Downhiller und Freerider sowie Dirtjumper nutzen, während der Genuss-Syntace-Fahrer problemlos zum kleinen Pedal in Größe S greifen dürfte.

Technische Daten
Trittfläche
S – 85 x 96mm
M – 92 x 101mm
L – 97 x 111mm

Lagerung
- 1x 2-reihiges Spezialkugellager
- 3x Rillenkugellager

Gewicht: 395g (64 Stahl-Pins, Größe M)
Bauhöhe: 16mm an den Rändern und auf der Achse (jeweils ohne Pins)
Farben: Raceblack, Silber CNC
Preis: 198,00€

Video zum Fahrbericht

Eurobike 2011 – Syntace Number Nine Pedale Action von nuts auf MTB-News.de

Auf dem Trail
Nachdem wir in letzter Zeit schon einige Pedale gefahren sind (Burgtec Penthouse Flats, Sixpack Icon, Spank Spike) und über einige weitere berichtet haben (Specialized, Tioga), sind wir natürlich gespannt gewesen, wie sich denn der jüngste Angriff auf die Vormacht bei den Pedalen gestalten würde. Auf den ersten Metern ist das Pedal wie jedes andere Pedal auch, doch als wir die ruppigsten Stellen erreichen, die das Testgelände rund um den Demoday bei Ratzenried zu bieten hat, zeigt sich, dass diese Pedale die Mischung zwischen Grip und Verdrehbarkeit der Füße erstaunlich gut gelöst bekommen. Wir sind die Pedale in Größe M gefahren und haben jeweils Five.Ten Freerider Schuhe getragen. Mit diesen Schuhen ist der Grip auf eigentlich jedem Pedal gesichert, doch nur wenn die Form des Pedalkäfigs sowie das Layout und die Form der Pins perfekt abgestimmt sind, kann sich die Kombination ergeben, auf der man einfach gerne steht, genug Grip hat und dennoch den Fuß bewegen kann, sollte er nach einer Kurve oder im Steinfeld verrutscht sein. Rein vom Grip her gehören die Syntace Pedale mit Sicherheit nicht zu den stärksten Modellen (hierzu fehlt beispielsweise ein konkaver Pedalkäfig), doch das Gripniveau hat Jens und mich grundsätzlich überzeugt. Genug in jeder Fahrsituation und dennoch nicht so viel, dass man sich gar nicht mehr lösen zu können scheint. Hier hat das Team um Joe Klieber gute Arbeit geleistet.

Und wie schlägt sich die Lagerung? Von den durch die Dichtungen verursachten Widerstandskräften gegen Verdrehung haben wir – wie wäre auch anders zu erwarten gewesen – nichts gespürt. Das Pedal dreht sich so leichtgängig, dass man nicht ständig das Gefühl hat, gegen einen Widerstand anzutreten und ist dennoch schwergängig genug, um sich nicht von selbst zu verdrehen, wenn man wegen Kurve oder Sprung kurzzeitig einen Fuß vom Pedal genommen hat. Wenn wir ganz ehrlich sind müssen wir auch sagen, dass uns diese Eigenschaft deutlich wichtiger ist, als ein möglichst leichtgängiges Lager. Denn Leichtgängigkeit endet nur zu gern – unabhängig vom Einsatzbereich – in zerkratzten Schienbeinen und blutigen Waden. Oder ausgeschlagenen Lagern.

Fazit
Ein Pedal in drei Größen je nach Einsatzbereich – das haben wir so bislang nicht gesehen und dennoch macht dieser Schnitt definitiv Sinn. So kann sich jeder das für sich passende Pedal aussuchen und je nach eigenem Wunsch entweder den Grip, oder das Gewicht entsprechend anpassen. Fraglich ist, ob nicht auch zwei Größen genug gewesen wären doch über mehr Auswahl sollte man sich eigentlich nicht beschweren, oder? Der Preis für das Pedal ist gesalzen und wäre bei entsprechender Haltbarkeit gerechtfertigt. Die muss aber erst noch bewiesen werden.

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Was haltet ihr von der Idee, Pedale nicht nur über verschiedene Pins anzupassen, sondern auch die Pedalkörper selbst in verschiedenen Größen anzubieten? Sinnfreie Spielerei oder sinnvolles Feature? Wollt ihr bei Pedalen die Auswahl zwischen verschiedenen Versionen haben oder reicht euch der Standard mit einer Größe?

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Diese Fotos im Fotoalbum anschauen

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Alle Beiträge zur Eurobike 2011 hier auf mtb-news.de findet ihr hier in der Übersicht.

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43 Kommentare dazu im Forum

  • #2
    Wie viel kann man beim Gewicht eigentlich sparen, wenn man sich die Hälfte der gefühlten 194 Pins spart? Bestimmt über 200 Gramm?

    Vom Grip her gehört es also "nicht zu den Stärksten". Und das bei 50% bis 100% mehr Pins als bei anderen Pedalen. Das scheint mir ja eine Meisterleistung der Ingenieurskunst zu sein.
  • #3
    Zitat:
    Schließlich ist der Käfig nicht mehr geschmiedet, sondern gefräst.
    und dabei war das Geschmiedete ja sooo viel besser als das Erste Pedal vorgestellt wurde
    Tenor: fräsen kann jeder...

    Zitat:
    Bei der Pin-Montage hat sich Syntace eine Lösung einfallen lassen, bei der die Pins an ihrem unteren Ende eine Sechskantaufnahme aufweisen und von oben in das Pedal geschraubt werden.
    das haben billige Xpedo auch.....


    und zum Gewicht, habt ihr die Pedale mal auf eine Waage gelegt ?
  • #4
    Die 395g sind die Angabe von Syntace, denn auf dem Demoday waren noch nicht fertige Modelle zu sehen und auf der Messe selbst dann die Dummies ohne Pins wie auf dem Bild zu sehen.
  • #5
    Also, laut Eurem ersten Test ist das Syntace ein gutes Pedal wie viele andere. Was anderes war auch nicht zu erwarten, weder ein Drecksteil, noch ein Überflieger an Ingenieurskunst wie Syntace selbst es gerne beschreiben würde. Aber sowas bekomme ich auch schon für 80EUR, die 120 restlichen investiere ich dann noch in ordentliche Schuhe.
  • #6
    ein einzelner der am Syntace Stand ausgestellten leeren Pedalkörper (ohne Achse, Lager & Pins) wogen in M & L allein schon 177g
    daher bin ich skeptisch ob sie die angegebenen 395g für alles zusammen einhalten können
    und die übliche Herstellerausrede von wegen ist n Prototyp, noch nicht fertig, entspricht noch nicht der Serie, etc. wenn etwas nicht so ist wie versprochen, geht mir langsam auf den Senkel
    Dann sollen sie es eben erst rausgeben wenn sie fertig sind. Beim Bäcker werde ich auch nicht gefragt wie die Brötchen schmecken obwohl sie noch nicht gebacken sind.

    und zum Preis muss man nicht viel sagen..... das topt nur Reset noch
  • #7
    Naja, 200 Euro für Pedale ist für mich schon die Obergrenze. Der Preis muss dann aber auch durch ein entsprechend niedriges Gewicht (unter 300g) und Features wie eine Titanachse gerechtfertigt sein. Würde das Syntace diese Anforderungen erfüllen, würde ich es mir sicher holen.

    Im Moment ist der Preis für das gebotene aber einfach nur ein schlechter Witz.
  • #8
    Lol.
  • #9
    Des is ja nett das man die Größe wählen kann aber wie soll man die finden? Um den Unterschied zu merken braucht man sicherlich schonmal nen paar Ausfahrten und dann? Kauf ich mir drei Sätze und geb zwei benutzte wieder zurück?
  • woher weiß du welche Rahmengröße du brauchst ?
    letztendlich muss man sich zumindest zu Anfang auf die Herstellerempfehlung verlassen
  • Was regt ihr euch ständig über die Preise auf. Wer eins will, bezahlt. Wem es zu teuer ist, kann zum Marktbegleiter gehen.

    Mir gefällt das Pedal und der Preis ist mir auch zu hoch ==> bleib ich bei meinen NC17.

    Der Bericht ist auf alle Fälle gut gemacht. Alles weitere liegt beim Konsument.
  • Da gibt es aber zumindest zum Teil die Möglichkeit Testräder zu fahren, oder bei einer Marketingveranstaltung wie dem Testival das eine oder andere zu fahren. Das wird bei den Pedalen schwieriger.
  • Einfach drei Größen kaufen und die nicht passenden zurücksenden, macht man doch mit neuen Schuhen auch so.

    Und wenn man für jeden Zweck ne andre Größe braucht, behält man halt alle drei.

    Habt ihr alle nur einen Satz Pedale??
  • Du hattest noch nie die Montagespurendiskussion.
  • Zitat:
    Zitat von cxfahrer Beitrag anzeigen
    Einfach drei Größen kaufen und die nicht passenden zurücksenden, macht man doch mit neuen Schuhen auch so.
    = 600,-€ Vorleistung
    das muss manche Oma lange für stricken

    Zitat:
    Zitat von cxfahrer Beitrag anzeigen
    Habt ihr alle nur einen Satz Pedale??
    theoretisch (!) reicht das bei einem Bike ja auch....


    Zitat:
    Zitat von Motivatus Beitrag anzeigen
    Seh ich auch so, die richtige Rahmengröße beim MTB ist für Normalos schnell gefunden.
    und warum fahren dann so viele Normalos mit zu großen oder zu kleinen Rahmen rum ?
  • Zitat:
    Zitat von Bjoern_U. Beitrag anzeigen
    = 600,-€ Vorleistung
    das muss manche Oma lange für stricken


    theoretisch (!) reicht das bei einem Bike ja auch....
    Ach nu hab dich nicht so.
    Sind doch von Syntace, da kaufen doch keine strickenden Omas.
    Am besten gleich bestellen, sonst sind sie ausverkauft!
  • ich bleib bei meinen schweren A-Flat und den Klickies
  • Du weisst garnicht, was dir fehlen werden würde !


    ok ich hör schon auf, mittag ist rum.
  • mir würden auf alle Fälle 120€ fehlen
  • Ich würde nie wieder ein Pedal mit Madenschrauben oder Pins von oben eingeschraubt kaufen.
    An dem Syntace Pedal ist nichts außergewöhnliches,was die lange Entwicklungszeit oder die angepriesenen Features rechtfertigt.
    Das können andere weit besser.Siehe Hope.
  • Das gleichzeitige Anbieten dreier Pedalgrößen hat natürlich geringere Stückzahlen pro Größe zu Folge, was ein wenig den Preis erklären lässt, aber keinesfalls rechtfertigt. Man kann sich schon ausmalen welche Größen nachgefragt werden und welche eher länger das Lager beehren...
    Da man für den gleichen Preis genug Auswahl ausgereifter Pedale inklusive eines Paars Fivetens hat, wird man die Dinger wohl an den wenigsten Bikes hängen sehen.
  • Wenn mir ein Pedal zu klein oder zu gross ist, kauf ich mir einfach eins von einem anderen Hersteller.
    Es gibt genuegend gute Pedale in allen verschiedenen Groessen!
    Fuer den Preis muessten die Pedal 2-3 Jahre halten und das kann ich mir bei hartem Einsatz bei keinem Pedal vorstellen.

    Und ja ich hab nur ein Flatpedal. Klickies lass ich jetzt mal aussen vor.
  • Zitat:
    Zitat von Burnhard Beitrag anzeigen
    ...

    Und ja ich hab nur ein Flatpedal. Klickies lass ich jetzt mal aussen vor.
    Alda, Du bist aber hardcore, oder hast Du nur ein Bein?

    Vielleicht gibt es von Syntace dafür auch bald eine Custom Lösung. Dann musst Du nicht immer ein Pedal wegwerfen
  • regt euch nicht auf. die pedale sind schon alle vergeben.
    301=S
    601=M
    901=L

    aber wenigstens hab ich bei dem bericht endlich verstanden, dass viele pedale nur flach aussehen, weil die größere lager an der kurbelseite verbaut haben.
  • Wurzelman, rechts Flat links Klick *hust*
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