Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir an gleicher Stelle darüber berichtet, dass in Zürich ein Pumptrack gebaut worden ist, der von der Gemeinde gewollt und angelegt worden ist [Bericht]. Der junge Mann, der diese sensationelle Strecke in der Schweiz angelegt hat, ist der Schweizer Pete Stutz, der nun eine Station weiter gezogen ist und mit einem satten Budget von 300.000€ einen Pumptrack auf öffentlichen Raum auf die Beine gestellt hat. Die luxemburgische Gemeinde Monnerich hat diese beachtliche Summe zur Verfügung gestellt, um auf einer öffentlichen Fläche ein Paradies für Zweiradfahrer aller Könnens- und Altersstufen bauen zu lassen. Bevor viele weitere Worte folgen, hier ein paar Bilder aus dem Paradies:
Die Fragestellung beim letzten Artikel lautete, warum etwas in München nicht gehe, was in Zürich geht. Nun drängt sich eine weitere Frage auf: Warum geht in Deutschland noch immer nicht in größerem Stil, was im Ausland Gang und Gebe zu werden scheint? Viele Gemeinden und Regionen scheinen das enorme gesellschaftliche Potential von Pumptracks als Integrations- und Sozialisationsfaktor erkannt zu haben und sind bereit, ausreichend große Flächen in guter Lage für diesen guten Zweck einzusetzen. Die meisten Pumptrack-Projekte sind bislang stets von einigen wenigen Personen ausgegangen, die ihre Leidenschaft gegen die verschiedenen Widerstände auf Ebene der “zuständigen Behörden” durchgesetzt haben und mit großem persönlichen Aufwand die Realisierung ermöglicht haben. Nun hat in Luxemburg unseres Wissens nach erstmalig eine Umkehr dieses Prinzips stattgefunden: Die Gemeinde Monnerich hat Pete Stutz und sein Team angeheuert, um in 15 Tagen ein wirklich beachtliches Projekt auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis ist eine Spielwiese mit Golfplatz-Qualität.
Und noch mehr Bilder:
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Bilder von spitznagel.ch
In München könnte man hingegen meinen, dass die Verantwortlichen die im Artikel aufgeworfene Kritik zu Herzen genommen haben. So hat man es Joscha Forstreuter im Rahmen der Aktion “Radlhauptstadt München” ermöglicht, im Stadtteil Solln einen Pumptrack auf die Beine zu stellen. Was auf dieser Strecke an fahrerischer Bandbreite möglich ist, zeigen die folgenden Bilder:
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Damit scheint sich auch Deutschland endlich auf den Weg gemacht haben, um Mountainbiken nicht mehr nur als vermeintliches Umweltproblem zu betrachten, sondern auch als Sportart für viele wahrzunehmen. Die Resonanz in München ist sehr gut gewesen, auch wenn der Pumptrack nicht wirklich in der Stadt ist. Auf einen Pumptrack im Englischen Garten oder im Regierungsviertel in Berlin werden wir noch ein wenig warten müssen, doch die Richtung scheint vorgegeben: Pumptracks tragen die Mountainbikeidee in die Stadt und bringen junge Leute dazu, Sport statt Krawall zu machen. Diese Bewegung sollte man in jedem Fall unterstützen.
Weitere Informationen zu den Projekten von Pete und seiner Crew findet ihr hier.






















Quelle: http://www.lessentiel.lu/de/news/lux...story/13084463
Nachtrag: Wie geil, die glücklichen Schüler dürfen sogar während dem Unterricht da drauf...
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Wie schauts bei den Projekten mit Pflege aus? Sind die Tracks aus 100% Dirt gebaut, oder wird Zement, etc. beigemischt um eine wartungsarme Dauerhaltbarkeit zu ermöglichen?
Aber das bessere ist der Feind des guten
Wobei es sich nicht um eine Stadt handelt, sonder um ein Dorf mit ca. 6000 Einwohner.
300T? ... Wir müssen hier in Saarbrücken um 2000 ? betteln. Aber heute wir das Projekt endlich offiziell vorgestellt.
Darum bitte ich hier nochmals für uns zu Voten:
https://verein.ing-diba.de/sport/66386/soulrider-ev-
Noch 4 Tage! Vielen Dank für eure Unterstützung
Ich hoffe die summe schreckt keine kleinen Projekte/Kommunen ab
Wie schauts bei den Projekten mit Pflege aus? Sind die Tracks aus 100% Dirt gebaut, oder wird Zement, etc. beigemischt um eine wartungsarme Dauerhaltbarkeit zu ermöglichen?
Auf dem im August von Pumptracks in Winterthur am Reitplatz erstellten Pumptrack (Fläche: halber Fussball-Platz, Budgetrahmen CHF 100'000) wurde der Mix auf Grund der bisher gemachten Erfahrungen nochmals angepasst: Etwas weniger Cement, dafür zusätzlich fein gemahlener, getrockneter Lehm. Das verbessert die Formbarkeit und die Elastizität der Mischung.
Claudio Caluori hat übrigens auf Bitte der örtlichen Schulbehörden an seinem Wohnsitz im Prättigau einen Pumptrack komplett aus Beton erstellt. So können auch Kiddies mit Skateboard oder Microscooters das Teil befahren, aber Stürze sind halt umso härter.
Was die Kosten der Anlage in Monnerich betrifft: Da wurde ein ganzes Industriegebiet mit Hochöfen etc. komplett umgebaut und umgenutzt, der schnieke Pumptrack dürfte daher trotz der 300'000 Eusen eher ein kleiner Posten in der Kostenaufstellung sein. Und ja: Es geht sicher günstiger, Monnerich ist ein Rolls Royce unter den Pumptracks. Aber der Kunde ist bekanntlich König, und die Luxemburger wollten das Teil so.
Ach ja: Im Anhang ein Schnappschuss der Anlage in Winterthur - das Bild hab ich Ende August gemacht, wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung.
Das mit dem Industriegebiet stimmt nicht, der Pumptrack ist mitten im Dorf und entstand auf einem ungenutzten Grundstück der Gemeinde.
Schade ist nur dass die Dirthügel so schwer zum Springen sind, da wäre noch ne Line Pumphügel besser gewesen!
Foto ist von 2010, da war er noch nicht da!
Grüsse
Ralph
Mir hat Pumptracks im Juni 2011 die folgenden Bilder aus Monnerich zukommen lassen, zwecks Bebilderung der Schokoladenseiten im MB Rider Mag. Und nein, in der Schweiz sind das keine üblichen Elemente eines kommunen Dorfzentrums...
Wenn Du mal in meinem Posting genau nachliest (was ich Dir empfehlen würde), wirst Du merken, dass ich nicht geschrieben habe, der Pumptrack befinde sich im Industriegebiet. Aber bei den Aufwertungs-Investitionen, die in Monnerich in jüngster Vergangenheit getätigt wurden, dürften die 300'000 Euro eben doch einem Rundungsbetrag im Budget entsprechen.
Wär halt gut auch den "kleinen posten" zu kennen. Meinetwegen auch mit goldfolie aber es sollt auch unter 6stelling, qualität möglich sein und das geht bisschen untern.