HomeMagazinMenschenGedankenNach der Schweiz nun auch Luxemburg: Pumptracks gewinnen die öffentliche Hand — 10. November 2011 10:11

Nach der Schweiz nun auch Luxemburg: Pumptracks gewinnen die öffentliche Hand

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Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir an gleicher Stelle darüber berichtet, dass in Zürich ein Pumptrack gebaut worden ist, der von der Gemeinde gewollt und angelegt worden ist [Bericht]. Der junge Mann, der diese sensationelle Strecke in der Schweiz angelegt hat, ist der Schweizer Pete Stutz, der nun eine Station weiter gezogen ist und mit einem satten Budget von 300.000€ einen Pumptrack auf öffentlichen Raum auf die Beine gestellt hat. Die luxemburgische Gemeinde Monnerich hat diese beachtliche Summe zur Verfügung gestellt, um auf einer öffentlichen Fläche ein Paradies für Zweiradfahrer aller Könnens- und Altersstufen bauen zu lassen. Bevor viele weitere Worte folgen, hier ein paar Bilder aus dem Paradies:

Die Fragestellung beim letzten Artikel lautete, warum etwas in München nicht gehe, was in Zürich geht. Nun drängt sich eine weitere Frage auf: Warum geht in Deutschland noch immer nicht in größerem Stil, was im Ausland Gang und Gebe zu werden scheint? Viele Gemeinden und Regionen scheinen das enorme gesellschaftliche Potential von Pumptracks als Integrations- und Sozialisationsfaktor erkannt zu haben und sind bereit, ausreichend große Flächen in guter Lage für diesen guten Zweck einzusetzen. Die meisten Pumptrack-Projekte sind bislang stets von einigen wenigen Personen ausgegangen, die ihre Leidenschaft gegen die verschiedenen Widerstände auf Ebene der “zuständigen Behörden” durchgesetzt haben und mit großem persönlichen Aufwand die Realisierung ermöglicht haben. Nun hat in Luxemburg unseres Wissens nach erstmalig eine Umkehr dieses Prinzips stattgefunden: Die Gemeinde Monnerich hat Pete Stutz und sein Team angeheuert, um in 15 Tagen ein wirklich beachtliches Projekt auf die Beine zu stellen. Das Ergebnis ist eine Spielwiese mit Golfplatz-Qualität.

Und noch mehr Bilder:

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Diese Fotos im Fotoalbum anschauen
Bilder von spitznagel.ch

In München könnte man hingegen meinen, dass die Verantwortlichen die im Artikel aufgeworfene Kritik zu Herzen genommen haben. So hat man es Joscha Forstreuter im Rahmen der Aktion “Radlhauptstadt München” ermöglicht, im Stadtteil Solln einen Pumptrack auf die Beine zu stellen. Was auf dieser Strecke an fahrerischer Bandbreite möglich ist, zeigen die folgenden Bilder:

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Diese Fotos im Fotoalbum anschauen

Damit scheint sich auch Deutschland endlich auf den Weg gemacht haben, um Mountainbiken nicht mehr nur als vermeintliches Umweltproblem zu betrachten, sondern auch als Sportart für viele wahrzunehmen. Die Resonanz in München ist sehr gut gewesen, auch wenn der Pumptrack nicht wirklich in der Stadt ist. Auf einen Pumptrack im Englischen Garten oder im Regierungsviertel in Berlin werden wir noch ein wenig warten müssen, doch die Richtung scheint vorgegeben: Pumptracks tragen die Mountainbikeidee in die Stadt und bringen junge Leute dazu, Sport statt Krawall zu machen. Diese Bewegung sollte man in jedem Fall unterstützen.

Weitere Informationen zu den Projekten von Pete und seiner Crew findet ihr hier.


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