HomeAllgemeinFahrbericht – Evoc PP35 Fotorucksack im exklusiven Test — 23. Januar 2012 6:41

Fahrbericht – Evoc PP35 Fotorucksack im exklusiven Test

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Fotografen aufgepasst – es gibt etwas Neues! Dass Evoc an einem Fotorucksack arbeitet, das haben die Spatzen schon von den Dächern gepfiffen und im Frühjahr 2011 haben wir den damals noch namenlosen Rucksack bereits unter die Lupe nehmen dürfen. Jedoch nicht mit vor die Kamera und auch nicht auf den Trail. Nun ist uns zu Ohren gekommen, dass zur kommenden ISPO 2012 der Rucksack in seiner finalen Version offiziell vorgestellt werden soll. So weit, so gut.

Der darauf folgende Anruf hat die gesamte Geschichte jedoch deutlich spannender gemacht: Sebastian Doerk, hier im Forum als User infinitetrails unterwegs und unter anderem berühmt berüchtigt für herausragende Videos aus den höheren Lagen dieser Erde, ist von Evoc als einer der ersten mit dem PP35 genannten Fotorucksack ausgestattet worden. Doch damit nicht genug – der gerade erst nach Zürich umgezogene Fotograf stellt uns exklusiv in einem Artikel den neuen Rucksack vor. Viel Spaß!

Bilder und Text: Sebastian Doerk.

Wunschliste

  • Selbstentfaltendes Zelt
  • Fangleine mit Hering
  • Eispickel Halterung

Was sich liest wie die Ausstattungsliste für eine Antarktisdurchquerung bzw. die Einrichtung des nächsten James Bond Autos, ist die Wunschliste mehrerer Profifotografen zum Thema Fotorucksack. Gefragt hatte EVOC, es galt die verschiedensten Shootingstyles und Kameratypen unter einen Hut und in einen Rucksack zu bringen. Vom 20-Meter-Walk zum Slopestyle Parcour bis zur mehrtägigen Tour auf dem Bike und flowigen Abfahrten mit dem Board, der Rucksack sollte für alle gleichermaßen Sinn machen. Herausgekommen ist der PP35, ein Rucksack, der sich vor allem an Fotografen mit umfangreichem Equipment richtet. Ob er der richtige Rucksack für Eure Abenteuer ist, müsst ihr allerdings selbst entscheiden.

Meine erste Begegnung mit dem dezent schwarzen PP hatte ich dann bei der Ispo, wo ich mir sozusagen unter dem Tresen einen ersten Eindruck verschaffen konnte. Erwartet hatte ich einen kompakten Rucksack ähnlich meinem Dakine Sequence und war dann auch dementsprechend überrascht, einen ca. 25 % größeren und deutlich höheren Rucksack zu Gesicht zu bekommen. Das stand SO nicht in meiner Wunschliste! Wie soll ich mit dem Teil denn auf die höchsten Berge der Alpen kommen? Und ihn an den Stewardessen vorbeischmuggeln, die nur so lange nett lächeln, bis man das Limit für das Handgepäck maßlos überschritten hat?

Aber gut,… Ende Juli konnte ich dann endlich mein Kamera-Equipment in einen PhotoPack Prototypen räumen, der laut Evoc zu 90 % dem Endprodukt glich und mit dem Feedback diverser Fotografen immer wieder verbessert wurde. Gerade noch rechtzeitig, um mich in der „heißesten“ Shooting Phase 2011 zu begleiten, vom Gletscher bedeckten 4000er mit Harald Philipp bis hin zu wüstenähnlichen Zuständen mit Cedric Gracia & Cyril Despres musste der Rucksack einiges mitmachen.


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Erwartungsgemäß ist der Platz für Equipment im PP35 enorm. Zwei Bodys, Objektive, Blitze und Remote, Lupine, Speicherkarten & Filter verschwinden schon fast in dem geräumigen Inneren.

Dank diverser Gurte und Abspannmöglichkeit kann jede Form von sperrigem Equipment vom Stativ bis zum Slider bzw. Protektoren & Eispickel außen am Rucksack befestigt werden.

Don’t try this at home! Der „Rückenprotektor“ funktionierte auch gut in die andere Richtung, als (der viermalige Dakar Gewinner) Cyril Despres mit seiner KTM Maschine, von der Sonne geblendet, über den Rucksack walzte. Anscheinend wurde der Druck von dem widerstandsfähigen Material so auf den gesamten Rucksack verteilt, dass kein nennenswerter Schaden entstanden ist. Wie es überhaupt dazu gekommtn ist? Seht hier:

Fazit
Wahrscheinlich der beste Fotorucksack den ich bisher auf dem Rücken hatte: Durch den „Rückenprotektor“ und den breiten Hüftgurt sitzt er extrem kompakt und es lässt sich trotz Equipment noch gut biken. Der enorm große Stauraum ist von breiten Reißverschlüssen gesäumt und in Heavy Duty Nylon gehüllt, was dem Pack ein langes Leben garantieren sollte. Die cleveren Extras (Eispickel / Ski Halterung etc.) und Notwendigkeiten (Rain Cover) sind gut versteckt und stören nicht in der alltäglichen Handhabung.

(Vorläufige) Kritikpunkte:

  • Trotz großem Packmaß bleibt kaum Platz um z.B. eine nasse Jacke zu verstauen ohne dabei gleich das ganze Equipment unter Wasser zu setzen.
  • Theoretisch passt ein Laptop in das Fach mit dem „Rückenprotektor“, allerdings wird es bei einem 15“ MacBook Pro inkl. Neoprenhülle schon extrem eng.

Anhand unserer Kritik hat sich Evoc den Foto Rucksack noch einmal vorgenommen und wird zur ISPO ein überarbeitetes Modell präsentieren, dass sowohl den Stauraum im oberen Teil des Rucksacks abtrennt und nach vorne zugänglich macht, als auch eine verbesserte Tasche für Laptops bietet.
Der PP 35 wird ca. 350 € kosten und ab etwa Mai in den Shops stehen.

Kleiner Zukunftsausblick: Da manchmal weniger mehr ist wird es zudem für die regulären EVOC Rucksäcke einen Einsatz geben, in dem das nötigste Foto Equipment gut geschützt Platz hat (Body mit Objektiv & zusätzliche Optik oder Blitz).

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