HomeAllgemein[Update: Ergebnis] Internet Community Bike – (k)eine oberflächliche Entscheidung: Eloxiert, gepulvert, …? — 8. August 2012 13:19

[Update: Ergebnis] Internet Community Bike – (k)eine oberflächliche Entscheidung: Eloxiert, gepulvert, …?

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In einer relativ klaren Entscheidung mit sehr hoher Teilnahmequote hat sich die eloxierte Oberfläche durchgesetzt. Die Argumente Gewicht und Robustheit scheinen die meisten überzeugt zu haben, jetzt wird es spannend, was für Designs sich mit den durch Eloxal gegebenen Restriktionen realisieren lassen. Wir werden euch in Kürze “Malschablonen” bereit stellen, mit denen Designs ausgearbeitet werden können.

Eventuell wird es den Rahmen von Carver auch in einer nicht eloxierten Variante geben, weshalb wir vermutlich sämtliche Designideen sammeln wollen. Für die IBC-Edition kommen aber natürlich “nur” in Eloxal realisierbare Varianten in Frage – doch die Kombination aus verschiedenen Farben für beispielsweise Sitz- und Druckstreben und einigen kleinflächigen Aufklebern / Decals sollte für einen einzigartigen Look ausreichen.

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Bevor wir uns hier wilde Designs ausdenken, gilt es eine wichtige Frage zu klären: In welcher Technik soll die Oberfläche des Community Bikes von Carver behandelt werden? Prinzipiell ist alles möglich, von unlackiert bis farbig eloxiert. Allerdings hat jedes Verfahren seine Vor- und Nachteile, weshalb wir hier eine kleine Zusammenfassung haben, die euch als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Vielen Dank an den User SCM, der schon in der Diskussion eine Übersicht erstellt hatte.

Internet Community Bike in IBC Farben
# Internet Community Bike in IBC Farben – Entwurf von Carver-Designer Lars

A – Pulverbeschichtung:

Die wohl am weitesten verbreitete Technik im Mountainbike-Bereich. Dabei handelt es sich nicht um einen Lack im klassischen Sinne, sondern einen aufgeschmolzenen, robusten Kunststoffüberzug. Hierzu wird der Rahmen aufgeladen und mit Farbpulver benebelt, welches sich erst im Ofen zu einer zusammenhängenden Schicht auf die Oberfläche brennt. Wird die Pulverbeschichtung fachgerecht gemacht, also auf einen vorbereiteten Rahmen in der richtigen Stärke aufgetragen und korrekt ausgehärtet, ist sie sehr widerstandsfähig und fast alle Farben sind möglich.

Aufkleber können einfach auf die glatte Oberfläche aufgebracht werden und entweder über oder unter mattem oder glänzenden Klarlack fixiert werden. Designtechnisch ist also viel drin, was auch dieser von Hoshi Yoshida beklebte Nicolai Teamrahmen zeigt.

Pulverbeschichtung
# Pulverbeschichtung, einfarbig dunkelblau, Aufkleber hellblau.

Vorteile:

+ recht große Farbauswahl
+ guter bis sehr guter Schlagschutz
+ verhältnismäßig umweltfreundlich, da keine Lösungsmittel zum Einsatz kommen

Nachteile:

- zusätzliches Gewicht (ca. 75 – 180 Gramm)
- höchste Qualität nicht billig

B – Nasslackierung:

Der Nasslack ist etwas außer Mode geraten, obwohl er sämtliche kreative Freiheit bietet, wenn es um Farben geht. Das Problem dabei: Er ist gegen Stein- und Kettenschlag nicht gewappnet, blättert gern ab und zeigt sich insgesamt wenig hart im Nehmen. Aufkleber bieten aber auch hier sämtliche Möglichkeiten zur Gestaltung.

Vorteile:

+ unbegrenzte Farbauswahl
+ günstig

Nachteile:

- Geringes Mehrgewicht
- schlechter Schlagschutz
- häufig nicht umweltgerecht durch Lösungsmittel
C – Raw (unlackiert, gebürstet)

Besteht ein Rahmen aus einer unempfindlichen Legierung und sind die Schweißnähte farblich nicht auffällig, gefällt der technische RAW-Look recht vielen Bikern. In jedem Fall kriegt der Rahmen einen gewissen Prototypen-Look, außerdem bedeutet Raw kein zusätzliches Gewicht. Allerdings kann an einem RAW-Rahmen nichts versteckt werden, man sieht jede optische Spur der Herstellung. Was den einen freut, empfindet der andere als technischen Mangel.

Aufkleber können unproblematisch aufgebracht werden, auch eine Konservierung mit Klarlack (gepulvert) ist denkbar, erzeugt aber nicht den ganz puren RAW-Look.

RAW - gebürstet nicht lackiert
# RAW – gebürstet, nicht lackiert

Vorteile:

+ kein zusätzliches Gewicht
+ geringe Kosten
+ robust, nutzt sich nicht ab

+ / – Materialbeschaffenheit und Spuren der Herstellung bleiben sichtbar.

Nachteile:

- wenig individuell (nur eine Farbe)
- benötigt gelegentliche Pflege

D- Eloxal:

Nicolai Bikes findet man oft eloxiert, diesen Hinweis geben die Jungs aus Lübbrechtsen mit auf den Weg: “Die Eloxierung ist ein elektrochemisches Verfahren, bei dem eine eingefärbte Oxidschicht auf der Aluminiumoberfläche erzeugt wird. Eloxierte Bauteile haben eine härtere, kratzfestere Oberfläche und ein geringeres Gewicht als pulverbeschichtete oder lackierte Teile. Die Oxidschicht kann wegen der dünnen Schichtstärke jedoch leichter durchschlagen werden. Wo eine Pulverbeschichtung oder Lackierung die Bearbeitungsspuren eines Rahmens füllt und glättet, bleiben bei einer Eloxierung jede Frässpur, jede Riefe und jeder Werkzeugeinsatz während des Fertigungsprozesses sichtbar. Werden geschweißte Rahmen oder Rahmenteile eloxiert, treten zudem durch die hitzebedingte Veränderung des Metallgefüges oder durch unterschiedliche Legierungen einzelner Rahmenbauteile Farbschattierungen und Abweichungen vom Grundton auf. Eine Eloxierung verdeckt nichts. Sie dokumentiert genau, wie ein Rahmen und seine Bauteile gefertigt wurden, und das um so deutlicher, je heller der Eloxal-Farbton gewählt wurde.”

Ein buntes Beispiel für einen Eloxalrahmen
# Ein buntes Beispiel für einen Eloxalrahmen, es geht auch dezenter

Ein kleiner Haken der eloxierten Oberfläche: Durch das vorangegangene Glasperlenstrahlen (das Polieren ist quasi nicht zu bezahlen) ist die Oberfläche leicht rau, weshalb viele Aufkleber nicht gut halten. Deshalb ist es aufwändiger, spezielle Aufkleber mit Hitze aufzutragen – diese halten dann einwandfrei, sorgen aber für Kosten. Eine sehr dezente Verfeinerung des Designs stellt die Lasergravur dar, mit der feine Details nach dem eloxieren hinzugefügt werden können.

Vorteile:

+ Gewicht: Rahmen wird beim eloxieren sogar minimal leichter
+ sehr guter Oberflächenschutz vor Korrosion
+ Sehr kratzfest
+ Bedingt steinschlagresistent

+ / – Materialbeschaffenheit und Spuren der Herstellung bleiben sichtbar.

Nachteile:

- bei guter Ausführung teuer
- Farbauswahl begrenzt (Schwarz, Titan, Blau, Grün, Gold, Orange, Rot, Violett, Pink)
- Schwieriger zu reinigen

Wer die verschiedenen Looks durchprobieren will, dem empfehlen wir den Farbkonfigurator von User 12XU – Elox, Pulver, Raw – oder bunt gemischt, hier könnt ihr es ausprobieren.

Eure Wahl – ihr habt eine Stimme, die Umfrage läuft 3 Tage

  • A = Pulverbeschichtung
  • B = Nasslack
  • C = RAW (gebürstet, unlackiert)
  • D = Eloxiert

Zur Abstimmung gelangt ihr durch einen Klick auf den Link oder auf das Bild: 


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