HomeAllgemeinTrailmaster Challenge Wildkogel 2012: Rennbericht mit vielen Fotos! — 21. August 2012 11:35

Trailmaster Challenge Wildkogel 2012: Rennbericht mit vielen Fotos!

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Am vergangenen Wochenende, dem 17. – 19.08., ging in Neukirchen am Großvenediger wieder die Post ab: Rob J. hatte zur Trailmaster Challenge am Wildkogel geladen. Gefolgt sind der Einladung rund 150 Teilnehmer, die sich in den drei unterschiedlichen Disziplinen messen wollten, verteilt waren diese über alle drei Tage des Wochenende.

Freitag: Forest Pump

Los ging es am Freitag Nachmittag, nachdem sich die Teilnehmer ihre Startunterlagen am Hotel Hubertus abgeholt hatten. Die meisten begannen im direkt angrenzenden Wald mit dem Training zum RAIFFEISEN FOREST PUMP. Hierbei handelte es sich um ein Chainless Race, gefahren wurde, wie der Name sagt, ohne Kette. Doch damit nicht genug: die Sache wurde zusätzlich mit dem späten Rennstart um 21.00 erschwert, der alle Teilnehmer dazu zwang, mit einer Lampe zu starten. Bei strahlendem Sonnenschein war deshalb ein Großteil der Fahrer am Nachmittag schon im Wald unterwegs, um die unterschiedlichen Linien zu testen.


Rob J kommt beim Training nah an die Ideallinie heran

Eine der Schlüsselstellen befand sich wenige Meter nach dem Start: Nach einigen schnellen Kurven folgten einige Wellen mit Wurzeln und Steinen, wo sich der ganze Schwung der vorhergehenden Meter ganz schnell in Luft auslösen konnte. Aber auch so manche Kurve konnte, falsch gefahren, jede Menge Speed kosten.


Konzentrierter Blick!


André Wagenknecht

Zum Rennbeginn um 21.00 war es dann komplett finstere Nacht. Jeder Fahrer hatte sich seine Lampe montiert, und gestartet wurde in einer unwillkürlichen Reihenfolge nach dem Prinzip „first come, first serve“.


Angie Hohenwarter auf dem nächtlichen Trail

Dieses Rennen entschied André Wagenknecht mit vier Sekunden Vorsprung für sich, vor Nicolas Siedl und Gregor Alff. Bei den Damen gewann Ines Thoma vor Marlene Krug und Angie Hohenwarter. Einige Fahrer hatten mit der Dunkelkeit zu kämpfen und es gab einige Stürze. Nach der Siegerehrung fand im Zielbereich dann noch die Riders Party statt, bei der ein DJ für feinen Sound und ausgelassene Stimmung sorgte.

Samstag: The Channel

Auch der Samstag begrüßte alle mit strahlenden Sonnenschein und warmen Temperaturen. Den Vormittag nutzten die meisten für ein Training auf der langen Abfahrt des Enduro-Rennens am kommenden Tag. Spätestens zur Mittagszeit fanden sich dann aber alle beim ZIPFER THE CHANNEL SUPERCROSS ein. Der offizielle Start für das zweite Rennen des Events war um 13.30 Uhr. Nun bestimmte die Platzierung des Vortages über den Startplatz. Im Channel fuhren immer zwei Fahrer gegeneinander auf dem mit Anliegern und Sprüngen präparierten Kurs. Überholmöglichkeiten waren kaum vorhanden und so war ein guter Start meist rennentscheidend.


Schon am Start wird gefightet

Die beiden Freunde Dominik Dierich und Sebastian Meindl fuhren nicht nur gemeinsam von Augsburg zum Wildkogel, sondern beim Channel auch souverän ins Halbfinale. Hier trafen beide aufeinander und Dominik besiegte Sebastian, ebenso wie später auch Nicolas Seidl den zweiten vom Forest Pump.


Dierich und Seidl im Anlieger

Sebastian musste sich im kleinen Finale Gregor Alff geschlagen geben und stylte nach verpatzen Start auf dem Rest der Strecke, sehr zur Freude der zahlreich erschienen Zuschauer. Bei den Frauen gewann Birgit Braumann, die im Finale schneller war als Marlene Krug. Dritte wurde erneut Angie Hohenwarter.


Shutteln beim Trailmaster

Die Siegerehrung fand nach dem zum zweiten Mal stattfindenden Milka Trailmaster Kids statt. Hier mussten die jungen Freerider zwischen 7 bis 15 Jahren Konstanz beweisen: Es ging im unteren Teil der Servus Line nicht um die schnellsten, sondern um die konstantesten Abfahrten. Als die Sonne erneut hinter den hohen Bergen verschwand, wurde den 2000 Zuschauern beim BERGER CIRCUS DIRT von Stars der Dirtjump Szene wie z.B. Andi Wittmann, Andi Brewi und Magnus Baumann mächtig eingeheizt. Extra zur Trailmaster Challenge wurden im Tal zwei große Absprünge gezimmert und Landungen geshaped, um eine gute Show präsentieren zu können. Es ist sehr faszinierend, wie positiv in diesem Ort der Mountainbike-Sport angenommen wird und wie viel Support die Organisatoren von der Bevölkerung erhalten.

Sonntag: Enduro Race

Egal wie spät es am Samstag bei manch einzelnen auf einer Party dann wurde, am Sonntag stand dann nochmals knallharte Action im Vordergrund. Den krönenden Abschluss des Events bildete das CANYON ENDURO RACE.


Rob J instruiert die Fahrer

Aus den Platzierungen der beiden vorherigen Rennen wurde der Startplatz für den Massenstart auf 2100m ü. NN. ermittelt. Rob J. gab allen Teilnehmern noch ein kurzes Briefing, dann ging es an die Startaufstellung. Um 11.30 gingen die Jungs auf die Strecke, die Mädels starteten bereits 30 Minuten vorher.


Die Herren geben Gas

Die Strecke führte zunächst einige Höhenmeter auf einer Forststraße bergab, bis sie am Wildkogelhaus dann auf einen Singletrail einbog und sich 1300 hm bergab schlängelte. An dieser Stelle war leider sowohl bei den Damen wie auch den Herren für einige Favoriten das Rennen aufgrund technischer Defekte schon beendet. Meist handelte es sich um Reifenpannen, die z.B. Marlene Krug und auch Ludwig Döhl zum frühen Ende zwangen. Im Trail selbst gab es etliche Positionswechsel, der Weg bot oftmals verschiedene Linien, was ein Überholen ermöglichte und so bis zum Schluss für Spannung sorgte. Am Ende fuhr Wilfried de Wanderted vor Gregor Alff und Markus Reiser im Ortszentrum über die Ziellinie, dies reichte in der Gesamtwertung für ihn aber nur für Platz 4.

Die Gesamtwertung sah nach den drei Tagen mit Kaiserwetter und genialer Stimmung wie folgt aus:

Damen:

  1. Ines Thoma
  2. Birgit Braumann
  3. Angie Hohenwarter

Herren:

  1. Gregor Alff
  2. Nicolas Seidl
  3. Markus Reiser


Dusche für den Sieger


Siegerehrung Herren: Seidl, Alff, Reiser

Zum Schluss hier noch die Meinungen einiger Teilnehmer:

Dominik Dierich:

Ich finde das Format super! So macht Racen richtig Spass, ehrgeizig aber nicht so verbissen, wie bei so manchem Dh-Rennen, abwechslungsreich, spannend und der Trailmaster braucht super allround Eigenschaften. Technik im dunklen Wald ohne Kette, Taktik und Schnellkraft im Channel und Ausdauer und Cleverness beim Enduro gepaart mit Konstanz über alle 3 Etappen. Da ist der kompletteste Fahrer gesucht. Ich bin natürlich überglücklich, dass ich mich beim Channel durchsetzen konnte und das Finale sogar mit einem der seltenen Überholmanöver auf der Strecke für mich entscheiden konnte. Das ist wohl auch des einzigste, was man kritisieren könnte, dass es im Channel zu wenige Überhohlmöglichkeiten gibt. Sonst wärs ein durch und durch gelungenes Event, der Ort Neukirchen versprüht wahnsinnig positive Stimmung und steht voll dahinter, alle Leute sind begeistert, von der Pensionswirtin über die Grundbesitzer bis hin zum Bürgermeister! Ich freu mich aufs nächste Jahr!

Ludwig Döhl:

Die Trailmaster Challange war für mich eines der coolsten Events 2012. Die Veranstallter haben es geschafft knall harte Rennaction in eine extrem relaxte Atmosphäre einzubetten. Besonders haben mir die verschiedenen Wettkampfmodi gefallen, da blieb kein Wunsch offen vom Kampf gegen die Uhr über Dual Slalom und Massenstart war alles dabei. Beim “Forest Pump” waren wirckliche MTB Skills gefragt, perfekte Lineienwahl war Pflicht wenn lediglich die Hangabtriebskraft die Beschleunigung unterstützt und die sonst so vertraute Pedalkraft Dank fehlender Kette nicht brachte. Beim “Channel Race” halfen in den Vorläufen meist big Balls, wer die spektakuläre Sprungkombi im Mittelteil der Strecke wagte siegte meist. Im Achtel Finale hatte ich jedoch gegen Vorjahres Sieger Wilfred van de Hatered das Nachsehen.
Leider hatte ich Pech und schied beim Massenstartrennen am Sonntag, auf aussichtsreicher Position, wegen Defekt aus. Ärgerlich aber 2013 versuch ichs trotzdem wieder.

Sebastian Meindl:

Ich war zum ersten mal bei der Trailmaster Challenge dabei. Was mir dort sehr gefallen hat war die entspannte Atmosphäre, eine richtig gute Party und doch sehr abwechslungreiche Rennen, bei denen man aber trotzdem mit dem nötigen Ehrgeiz an den Start gegangen ist.

Tobias Reiser:

Die Trailmaster Challenge war ein sehr gelungenes Event, welche mir sehr viel Spaß gemacht hat. Ohne großen Leistungsdruck, bei dem jedoch jeder Tag immer wieder aufs neue das Fahrkönnen und Konstanz forderte. Sobald man ein Rennen verpatzt hatte oder gestürzt ist wurde das gleich am nächsten Tag mit einem schlechteren Startplatz gestraft, wie ich selbst feststellen musste nachdem ich beim Forest Pump gestürzt bin, aber so ist das eben bei einem Wettkampf.

Gregor Alff:

Mir gefällt die Trailmaster Challenge sehr, da sie, verteilt über drei verschiedene Events, die gesamten Fahrkünste eines Bikers abverlangt. Zwischen den Stages ist die Atmosphäre sehr freundschaftlich und die Alpen-Kulisse die Neukirchen bietet ist einmalig. Dennoch merkt man zu Beginn jedes Rennens, dass jeder Fahrer die Rennen zu 100% ernst nimmt und jeder sein Bestes geben will. Das gefällt mir sehr, da ich an Rennen teilnehme um mich an anderen zu messen. Ich finde es jedes mal Wahnsinn, was für eine feste Gemeinschaft um das Event Trailmaster entstanden ist und wie der gesamte Ort Neukirchen an einem Strang zieht. Davon kann sich das deutsche Vor-Alpenland mehrere Scheiben von abschneiden! Ich werde nächstes Jahr sicher wieder dabei sein und versuchen, meinen Titel zu verteidigen.

André Wagenknecht:

Also ich finde das Format echt super! Es ist das wohl spaßigste Rennen was ich kenne. Mir gefällt besonders, dass die drei Disziplinen alles vereinen. Sollte das Rennen noch mehr Zuwachs bekommen, so sehe ich allerdings den Forest Pump mit Kette und den Channel mit Gate. Wir hatten am Sonntag leider echt Pech…Platten und Kette kaputt.

Angie Hohenwarter:

Zwar ist das ganze Wochenende Racing angesagt aber spätestens nach dem ersten Training/Rennen merkt man, dass die Atmosphäre total entspannt ist, jeder möchte einfach eine gute Zeit haben und biken. Amateure, Profis, Locals, alle sind am Start und sind durch die verschiedenen Stages immer gefordert. Super fand ich auch noch die neue Strecke von der Burg los über Wildkogeltrail/Nine Knights Trail/Channel, die ist viel flowiger zu fahren und man hat jede Menge Überholmöglichkeiten, sodass es bis ins Ziel spannend bleibt. Overall wirklich ein MEGA Wochenende mit Hammer Wetter, netten witzigen Leuten und lässiger Stimmung – so verbringt man sehr gern ein Rennwochenende :)

Mehr Fotos:

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# Durch den dunklen Wald…

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# Noch ging es ohne Licht

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# Angie Hohenwarter im Wald

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# Durch die Steinkuhle

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# Le Mans-Start beim Channel-Race

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#The Channel

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# Überholmöglichkeiten gab es kaum, nur…

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# …in den Passagen mit verschiedenen Lines

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# Cube Action-Team

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# Am dritten Tag: Enduro Race

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# Massenstart

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# Enduro-Start der Damen

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# Über naturbelassene Trails durch den Wald…

Trailmaster Tag 3
# und am Berg mit grandioser Aussicht

Fotos und Bericht: Christoph Bayer


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