HomeAllgemeinUK Roadtrip 2012 – fünf Spots in sieben Tagen [Bericht & Video] — 13. September 2012 13:13

UK Roadtrip 2012 – fünf Spots in sieben Tagen [Bericht & Video]

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Auf dem Dirt/Street-Roadtrip hatten wir sie spontan in Ettlingen kennengelernt, nun ging es für die beiden Dirtbiker Linus Trauschel und Markus Zieher zusammen mit Filmer Nikolas Voigt selbst auf große Reise: Es stand an, das Vereinigte Königreich mit Dirtbikes zu erkunden. 2500km, 7 Tage und 5 geniale Spots lauten die harten Fakten des Trips – Den Bericht hat Markus Zieher für uns.

UK Roadtrip 2012

UK Roadtrip – 2012 von NFilms – mehr Mountainbike-Videos

UK Roadtrip 2012 – fünf Spots in sieben Tagen - eine Story von Markus Zieher

Nach einer knapp 10-stündigen Fahrt von Karlsruhe nach Penshurst erreichen wir unser erstes Ziel in der Dunkelheit. Am nächsten Morgen schnappten wir uns sofort unsere Bikes und begaben uns zu den Dirts. Porc bietet eine Vielzahl von Sprüngen in allen Dimensionen sowie massenhaft Transfermöglichkeiten, und auch für Freerider gibt es einige Strecken die sich auf recht kleinem Raum unzählige Male kreuzen und Freiraum für Variationen in der Line ermöglichen.

Da die Campingmöglichkeiten sehr gut waren (eine Dusche wird kostenlos zur Verfügung gestellt) bleiben wir eine weitere Nacht dort. Der nächste Tag wurde ebenfalls an den Dirts verbracht, doch gegen Mittag mussten wir unser Material zusammenpacken und zu Ziel Nummer 2 aufbrechen.

Campen neben dem größten noch "lebenden" Baum in England.
# Campen neben dem größten noch “lebenden” Baum in England.

Der nächste Stopp unseres Roadtrips war Corby, zirka 200 km nördlich von Penshurst und trägt den vielversprechenden Namen „adrenaline alley“. In den unauffälligen Lagerhallen befindet sich Englands größter Indoor-Skatepark und so verwundert es nicht, dass absolut jeder mit zwei- bzw. vierrädrigem Gefährt auf seine Kosten kommt. Während wir vor Ort waren, war der außen gelegene Dirtpark aufgrund von Baumaßnahmen leider gesperrt, sodass wir die meiste Zeit bei Foampit und Resi-Sprung verbrachten. Neben vielerlei Familien waren auch bekannte Namen wie z.B. Jamie Bestwick anzutreffen. Nach fast zehn Stunden intensivem Radfahren müssen wir aufbrechen – zu Tourstop Nr. 3.

Nach einer Nacht auf einem Waldparkplatz nahe dem kleinen Ort Woburn Sands begaben wir uns auf die Suche nach den Woburn Trails. Als wir diese, bewaffnet mit zwei Schaufeln, dann endlich finden, ging es direkt los um einige der Lines nach dem nächtlichen Regen befahrbar zu machen. Trotz dem feuchten sandigen Untergrund sind wir vom Flow der Trails überwältigt. Das Areal des MTB-Parks bietet von verblockten DH-Strecken bis hin zu Big Air DJ-Lines alles, was Gravity-Herzen höher schlagen lässt. Unser Aufenthalt in Woburn beschränkte sich leider auf zwei Nächte und einen Tag, da am folgenden Morgen der Regen (typisch britisch eben) kein Fahren ermöglichte. Kurzerhand beschlossen wir, zurück nach Corby zu fahren.

Whip in Woburn
# Whip in Woburn

Der vierte Halt unseres Trips befand sich in New Hampshire, genauer bei den Holdshott Trails. Zeitgleich fand dort die UK Dirtwars Tour 2012 statt und wir ließen uns die Gelegenheit nicht nehmen, den Contest und die Strecke zu inspizieren. Auf privatem Grund findet ein Contest statt, der in seiner unglaublich entspannten Atmosphäre viele dem Sport eigentlich fremde Besucher anlockt.

Die lockere Art der Engländer, sei es Moderation, Gastfreundschaft oder Aufgeschlossenheit gegenüber uns, empfanden wir als sehr angenehm. Aufgrund der für uns knappen Trainingszeit und der technischen Trails schafften wir es allerdings nicht, uns gegen die heimische Konkurrenz durchzusetzen. Nach der Siegerehrung kamen wir mit einigen Leuten aus der Umgebung ins Gespräch und so ergab es sich, dass Ryan Nangle, bekannt durch seine Videos auf Pinkbike, uns für den Folgetag zu seinem Homespot in Farmborough einlud.

Wegen dem schnell einsetzenden "englischen Regen" war die Session zu früh zu Ende
# Wegen dem schnell einsetzenden “englischen Regen” war die Session zu früh zu Ende

Ryans Homespot trägt den Namen 4A-Trails und liegt sehr versteckt. Neben vielen Pumplines gibt es dort flowige Dirts und einen schönen Trick-StepUp. Viele Aufnahmen gibt es von unserem fünften Halt nicht, denn wieder einmal kam der „british rain“. Gerne hätten wir noch einen weiteren Dirtspot an der Südostküste in Lymington besucht, doch die weite Fahrtstrecke dorthin passte nicht mehr wirklich in unseren Zeitplan.
Auf dem Weg zurück nach Dover – einen Tag hatten wir noch – machten wir noch einmal halt in Penshurst und genossen den Flow der englischen Dirts, die wir im Vergleich zu deutschen Jumps als technischer empfanden weil sowohl Absprung als auch Landung wesentlich steiler sind.

Aussicht vom Auto aus hinunter auf den Hafen von Dover
# Aussicht vom Auto aus hinunter auf den Hafen von Dover

Die letzte Nacht in England verbringen wir über den Kreidefelsen oberhalb des „Harbour of Dover“. Frühmorgens brachen wir dann auf Richtung Heimat – mit dem einzigen Gedanken im Kopf, dass dies sicher nicht unser letzter Besuch in England war. Cya Britain!

Dover: Hafen mit Sunset
# Dover: Hafen mit Sunset

Bericht: Markus Zieher
Video: Nikolas Voigt/NFilms
Bilder: Markus Zieher, Linus Trauschel

Weitere Infos: www.facebook.com/nfilmsmoviecrew


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