Wer die deutschsprachige Freeride-Szene aufmerksam verfolgt, dem dürfte aufgefallen sein, dass Münchens Vorzeige-Freerider Rob-J seit Anfang der Saison im neuen Gewand auf den Trails dieser Welt unterwegs war. Die Klamotten, welche Rob-J jüngst schmücken, waren jedoch nicht wirklich einzuordnen und von einer bis dato im MTB-Sport unbekannten Marke. Auf der Eurobike klärte sich das Rätsel dann jedoch auf. Rob-J ist seit neuestem Team-Fahrer des aus dem Wassersport bekannten Oberhachinger/Münchner Labels ION, welches ab 2013 auch im MTB-Sport voll durchstarten möchte.

Um die Marke in der Welt des Mountainbikens richtig zu vermarkten, bedarf es natürlich einer gewissen Masse toller Bilder, welche die Produkte im Katalog, in Werbeanzeigen oder sonstigen Medien bestens präsentieren. Um genau diese Bilder zu produzieren, schickte ION Rob-J gemeinsam mit Szene-Fotograf Markus Greber hinaus in die Alpen, um an diversen Locations erstklassiges Bildmaterial zu produzieren. Diesem Foto-Trip schloss sich auch Robs Sponsor Canyon an und schicke das Canyon Werks-Team mit auf Reisen. Was die bunt gemischte Foto-Truppe so alles erlebte, schildert euch Rob-J höchstpersönlich. Die eindrucksvollen Ergebnisse dieser alpinen “Foto-Safari” zeigt euch Markus Gebers wunderbare Foto-Slideshow. Viel Vergnügen!


# Auf “Foto-Safari” mit Rob J und Markus Greber

ION Bike und Canyon Katalog Shooting 

4:45 Uhr. Es ist mitten in der Nacht und der Wecker klingelt. Das kann eigentlich nur passieren, wenn man mit Markus Greber unterwegs ist. Gnadenlos scheucht er uns in der Dunkelheit den Berg hoch, damit wir beim ersten Sonnenstrahl oben auf dem Berg sind. So stehen wir hoch motiviert am ersten Morgen unseres ION- und Canyon-Shootings im Morgenlicht hoch über St. Moritz auf einem der unzähligen Berge. Es lohnt sich wieder einmal. Das Tal ist nebelverhangen, während oben keine einzige Wolke am Himmel zu sehen ist. Die ersten “Money Shots” sind im Kasten. Die Session geht bis 10 Uhr. Danach Frühstück und mittags Trails checken für das Shooting im Abendlicht, bis zum letzten Sonnenstrahl. Dann Räder putzen, Duschen, Essen und den nächsten Tag planen. Bis wir ins Bett kommen ist es Mitternacht. Wenn Markus gnädig ist, bekommen wir vielleicht 5 Stunden Schlaf.

Das ist unser tägliches Programm für die nächsten zwei Wochen auf dem Roadtrip von St. Moritz, über Livigno weiter nach Chamonix, Tignes und Portes du Soleil. Außer mir wird an den bevorstehenden Tagen auch das gesamte Canyon Team dabei sein: Tibor Simai, Stefan Hermann, Ines Thoma, Max Bender und Kathrin Neumann.


# Rob J schiebt der letzten Abfahrt entgegen – by Markus Greber

In Chamonix finden wir einige schöne, flowige Trails. Doch leider sind die Wege im hochalpinen Bereich inzwischen geschlossen worden. Keine Chamonix-typischen Bilder in Aussicht, schade. Daher machen wir uns bald wieder auf den Weg nach Tignes. Ich war bereits 2011 dort und war von dem Park begeistert. Wahnsinns Berge und super Trails. Alles bestens mit den Liften erreichbar. Sogar ein Canyon Test Center gibt es dort. Der Ort ist in den 90er Jahren leider auch durch hässliche Hotel Bunker verbaut worden. Aber irgendwie hat es trotzdem etwas an Charme dort oben am See.


# Rob J mit leichten Problemen – by Markus Greber

Nach einer Woche Roadtrip wird es immer schwieriger, sich an Markus “EarlyBird-Aufstehzeiten” zu halten. Um jede halbe Stunde mehr Schlaf muss die Gruppe mit Markus hart verhandeln. Schließlich muss er, mit Hilfe des lokalen “Genepi”-Kräuterschnaps, Kompromisse eingehen, um die gute Laune in der Gruppe nicht zu gefährden.

Für die letzten Bilder geht es dann noch bis nach Chatel. Irgendwie kämpfen wir uns illegal mit dem Syncro Bus, nachts über den Berg auf Off-Road Pisten von Avoriaz kommend, Richtung Chatel. Gegen 1 Uhr nachts erkenne ich im Scheinwerferlicht plötzlich riesige Kicker vor uns. Wir stehen mitten auf dem Slopestyle Kurs. Wir blieben gleich dort, schlafen im Auto, um am nächsten Morgen startklar für das erste Licht zu sein. Zur frühen Stunde gibt es für mich also gleich mal Chatel Mountain Style-Drops zum Frühstück. Damit wären dann auch Bilder im Kasten.


# einfach mal fliegen lassen – by Markus Greber

Nach diesem zweiwöchigen Roadtrip kann ich es nicht erwarten endlich wieder nach Hause zu kommen. Mein Sohn ist gerade mal 8 Wochen alt und ich freue mich riesig auf ihn. Doch er ist, was den Schlaf angeht, noch gnadenloser als Markus. Da helfen meine Verhandlungen und dem mitgebrachte “Genepi”-Schnaps leider wenig. Er ist pünktlich um 4 hellwach. Und ich somit auch.

Slideshow ION und CANYON Photoshoot von rob.j – mehr Mountainbike-Videos

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Text: Robert “Rob J” Jauch / Bilder: Markus Greber

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    Onkel Manuel

    dabei seit 05/2006

    Rumnörgeln ist typisch deutsch - fasst euch da mal selber an die Nase...

    Zum Artikel: Also zwei Wochen am Stück würde ich sowas nicht durchhalten. Respekt dafür! :daumen:
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    Elefantenvogel

    dabei seit 07/2005

    Ach kommt 1. der Kerl hat 6 Wochen bevor das Ganze los ging, ein Kind bekommen, das der da nicht TOP moviert war, ist doch verständlich.... und seid doch mal ehrlich- ich finde es ehrlicher, wenn jemand sagt "auf Dauer werden 5 std Schlaf pro Nacht anstrengend und ich hab eh meinen Sohnemann vermisst, insofern war es teilweise ein wenig hart" als dieses ganze Rumgelabber ala Where the Trail ends- "Diese Wüste im Nirgendwo ist megageil und das absolut krasseste und dickste ever und ich finde es total geil, die ganze Zeit im Zelt zu wohnen und meinen Krempel irgendwo hin zu wuchten, wo ich noch nicht mal genau weiß, ob ich da fahren kann..."
  4. benutzerbild

    Freesoul

    dabei seit 10/2001

    Elefantenvogel
    ich finde es ehrlicher als dieses ganze Rumgelabber ala Where the Trail ends- "Diese Wüste im Nirgendwo ist megageil und das absolut krasseste und dickste ever und ich finde es total geil, die ganze Zeit im Zelt zu wohnen und meinen Krempel irgendwo hin zu wuchten, wo ich noch nicht mal genau weiß, ob ich da fahren kann..."
    :lol: :daumen:
  5. benutzerbild

    Santa2412claus

    dabei seit 05/2008

    @Elefantenvogel,

    volle Zustimmung!
  6. benutzerbild

    Erdbomber

    dabei seit 03/2011

    Super interessant dieser Bericht. Ich schau immer mal wieder in sein Blog und hab mir gedacht, Mensch hat der ein Glück, Top Sponsor und für Geld in den schönsten Gebieten biken ( stimmt ja auch :D ) Aber hier sieht man das es auch nicht immer leicht ist und auch er Opfer bringen muss.

    Gratuliere zum Nachwuchs *Daumen hoch*

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