HomeAllgemeinArbeitsgerät(e): Klaus Beiges Univega 4X-Bikes — 25. Oktober 2012 11:11

Arbeitsgerät(e): Klaus Beiges Univega 4X-Bikes

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Der Eisenhüttenstädter Klaus Beige gehört seit einigen Jahren zu den besten 4Crossern in Deutschland. In dieser Zeit stand er bei den Deutschen Meisterschaften mehrfach neben gestandenen Fahrern wie Johannes Fischbach und Guido Tschugg auf dem Podium. Konnte er sich bisher jedoch in deren Schatten entwickeln, liegt nun mehr Aufmerksamkeit auf seinen Schultern. Dass er dem Druck gewachsen scheint, zeigt sein Gesamtsieg beim Mitteldeutschen 4X Cup in diesem Jahr, wird aber auch bei Manövern deutlich, wie jenem, welches in Leogang selbst den späteren Weltmeister Roger Rinderknecht überraschte.


# Klaus Beige (Mitte) auf dem Weg, Roger Rinderknecht auf der Pro-Line den Schneid abzukaufen.

Klaus Beige ist, anders als einige seiner Kollegen, nicht als Voll-Profi unterwegs, obschon er eine relativ beeindruckende Liste an Sponsoren aufweisen kann. Neben seinem Maschinenbaustudium arbeitet er bei einem Berliner E-Bike-Hersteller und ist aktiv in die Entwicklung der Univega-Gravity-Bikes eingebunden. Seine beiden 4X-Arbeitsgeräte möchten wir euch hier genauer vorstellen.

Univega 4X Hardtail

“Ich glaube, dass sich das 4X-Hardtail von Univega nicht hinter den Modellen anderen Marken zu verstecken braucht. Es ist agil, steif und sieht zudem auch gut aus”, setzt Klaus an, als er uns sein orange eloxiertes Rad zeigt. “Der Rahmen wurde zusammen mit Thadeus (DerbyCycles) entwickelt”, so Klaus weiter. Dabei hatte der erste Prototyp nicht die mittlerweile verwendeten Ausfallenden, sondern verfügte über die horizontale Variante. Dadurch war es beiden möglich, die Kettenstrebenlänge explizit auf die Belange im 4X abstimmen.

“Ich bin in den ersten drei Wochen je sieben Tage mit Variationen von 400, 405 und 410 mm Länge gefahren. Dies war uns vor allem im Hinblick auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen gutem Wheelen, Surfen und Laufruhe wichtig.” Am Ende haben sich Beige und der Entwickler für die Variante 405 mm entschieden. In den Rennen, die Klaus Beige über die Saison hinweg fuhr, bewährte sich diese Wahl. Bei Univega selbst war man so zufrieden, dass man den Rahmen ab dem kommenden Jahr in Serie anbieten wird – in einer Raw-Version (siehe unteres Hardtail-Bild). Der Rahmen kommt dabei auf ein Gewicht von 1,9 kg.


# Hardtail Prototyp 2012 – Foto: Christiane Graf


# Das Cockpit – Foto: Christiane Graf


# Der Antrieb – Foto: Christiane Graf

Ein weiteres markantes Merkmal des Rahmens ist die Auslegung auf semiintegrierte Steuersätze, welche es erlaubt, eine Vielzahl von Steuersätzen unterschiedlicher Höhen zu verbauen. Außerdem zeichnet sich der Rahmen durch ein relativ langes Oberrohr für eine effektive Bewegungsfreiheit auf dem Rad sowie eine  Tretlagerabsenkung von 30mm für gutes “im-Bike-Gefühl” aus.


# Mit Airtime auf die Zielgerade in Steinpleis – Foto: Isabel Schünemann

Klaus Beige vertraut an seinem Hardtail auf Shimano-Komponenten sowie auf Anbauteile seines Ausrüsters Xtasy. Welche Teile er darüber hinaus an seinem 2013er Rad verbaut hat, erfahrt ihr in der Auflistung.

Rahmen: Hartail, Univega Xf-922 Evo – Serienrahmen
Gabel: SR Suntour Axon RLD 100mm (Team)
Steuersatz: Xtasy A218SAC
Vorbau: Xtasy RSP Edition,50mm
Lenker: Xtasy RSP Edition
Griffe: Xtasy RSK-09/2
Sattel: Xtasy Racing Superlight
Sattelstütze: Xtasy Superlight
Klemme: Xtasy SCI-125
Kettenführung: Carbocage 4X
Kurbel: Shimano SLX 175mm, 2 fach Schaltung/Schalthebel: Shimano Zee
Kassette: Shimano Ultegra, 11-21
Kette: KMC X10SL, 10 fach
Bremsen: Shimano SLX
Reifen: Schwalbe Racing Ralph, 2.25 First Ride Edition Gewicht Rad: 10,9 kg


# Univega 4X – Vorschau auf das kommende Jahr.

Univega 4X Full Suspension

Seit wenigen Wochen kann Klaus Beige bei ruppigen Strecken auch auf ein Fully zurückgreifen. Die Idee zu diesem reifte bereits vor knapp einem Jahr. Seitdem hat er zusammen mit seinem Entwickler intensiv an der Fertigung eines Prototypen gearbeitet. Nach einem ersten Renneinsatz in Stollberg testet er das Rad nun vor allem im Training und beschreibt es als wendig, agil und schnell: “Unser Hauptaugenmerk bei der Entwicklung war, dass wir einen gefederten Rahmen wollten, der sich wie ein Hardtail fühlt, aber halt mehr verzeiht.”

Das Hauptaugenmerk lag bei der Entwicklung des Bikes auf dem Fahrverhalten, aber auch auf der Steifigkeit. Aus diesem Grund ist am Hinterbau eine Steckachse mit 135  x 12 mm verbaut. Ähnlich dem Hardtail, verfügt das als Viergelenker mit Horstlink konstruierte Fully über ein tapered Steuerrohr für semiintegrierte Steuersätze. Das relativ lange Oberrohr erlaubt ein aggressives Fahrverhalten und ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit.

Nach unseren bisherigen Informationen soll es den Rahmen nach weiteren Tests ab 2014 auch in Serie geben – sicher ist dies aber noch nicht. Wir halten euch aber auf dem Laufenden.


# Univega 4X FS

Auch im Falle des Fully’s möchten wir euch die Aufbauliste nicht vorenthalten.

Rahmen: Univega 4X Full Suspension-Prototyp
Gabel: SR Suntour Epicon Werx 120 mm (Team)
Dämpfer: SR Suntour Epicon 165 mm
Steuersatz: Xtasy tapered
Vorbau: Xtasy RSP Edition, 50 mm
Lenker: Xtasy RSP Edition
Griffe: Xtasy RSK-09/2
Sattel: Xtasy Racing Superlight
Sattelstütze: Xtasy Skalar
Klemme: Xtasy SCI-125
Kettenführung: Carbocage 4x
Kurbel: Shimano XT 175mm, 2 fach Schaltung/Schalthebel: Saint
Kassette: Shimano Ultegra, 11-21
Kette: KMC X9SL, 9 fach
Bremsen: Shimano XT
Laufräder: Novatec Diablo
Reifen: Schwalbe Nobby Nic, 2.25 First Ride Edition

In dieser Ausführung bringt das Rad schlanke 13 kg auf die Waage.


# Klaus Beige siegt auf seinem 4X-Fully in Stollberg – Foto: Lukas Hennecke

Zum Abschluss haben wir noch die Geo beider Bikes als Grafik. Mehr Info’s über Klaus gibt es auf seiner Webseite unter www.klausbeige.de.


# Geo klaus HT


# Geo klaus fully


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