HomeMagazinMenschenFahrer & TeamsDoping-Sünder: Betrüger bei Megavalanche auf La Réunion überführt — 9. Januar 2013 14:58

Doping-Sünder: Betrüger bei Megavalanche auf La Réunion überführt

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Nun ist es so weit, wir müssen uns mit einem der unangenehmsten Themen der Sportwelt befassen: Doping. Die französische Seite Endurotribe.com berichtete gestern über eine Mitteilung der französischen Antidoping-Agentur AFLD, der zufolge am 26. November 2011 ein Enduro-Fahrer beim Megavalanche-Rennen auf La Reunion positiv auf Hydrochlorothiazid getestet wurde. Die Substanz gilt nicht direkt als Dopingmittel, wird aber zur Verschleierung von Dopingmitteln eingesetzt und steht daher auf der Dopingliste der WADA [World Anti-Doping Agency].

Das leidige Thema Doping ist nicht nur im Profi-Sport allgegenwärtig, auch im Amateur-Bereich sorgt es immer wieder für erschreckende Meldungen. Wo Leistung erbracht werden muss, sehen sich leider nach wie vor zu viele Menschen dazu gezwungen, sich mit verbotenen Hilfsmitteln einen Vorteil zu verschaffen. Selbst dann, wenn ihr Lebensunterhalt nicht von ihrer sportlichen Leistung abhängig ist. Diese traurige Wahrheit bestätigte sich gestern ein weiteres Mal – leider in einem Sport, den man bisher als größtenteils dopingfrei betrachtete: den Mountainbike Enduro-Sport.


# Wenngleich auch hier humoristisch dargestellt, so ist das Thema Doping ein sehr ernstes. - Fotos: Erwin Haiden, bikeboard.at entstanden beim Route666-Rennen

Wie die französische MTB-Plattform Endurotribe.com gestern berichtete, soll die französische Antidoping-Agentur AFLD einen Teilnehmer des Megavalanche-Rennens auf La Reunion der Einnahme einer unerlaubten Substanz überführt haben. Die nun erst am 16. Mai 2012 analysierte Doping-Probe wurde scheinbar schon am 26. November 2011 in Saint-Paul/La Réunion durchgeführt. Die Analyse der Probe brachte ein positives Ergebnis auf die Subtanz Hydrochlorothiazid zum Vorschein.

Da Hydrochlorothiazid nicht als direktes Dopingmittel aufgeführt ist, sondern Bestandteil von Medikamenten gegen Bluthochdruck und Herzinsuffizienz ist, gleichermaßen aber oft zur Verschleierung von Dopingmitteln eingesetzt wird, zog der positive Test eine umfassende Untersuchung mit sich. Wie nun bekannt wurde erhärtete sich der Dopingverdacht, woraufhin die AFLD am 06. September 2012 eine sechsmonatige Sperre gegen den getesteten Sportler verhängte. Dieser Entschluss scheint unseren Informationen zufolge erst diese Woche an die Öffentlichkeit gelangt zu sein. Wie dem Artikel auf Endurotribe.com zu entnehmen ist, wird der Name der besagten Person nicht preisgegeben.


# Megavalanche La Réunion

Auch wenn es sich hier um einen Einzelfall zu handeln scheint kann man davon ausgehen, dass die Dunkelziffer derer, die sich unerlaubt selbst auf die Sprünge helfen, deutlich höher liegt. Wer selbst im Rennsport aktiv ist weiß, wo und wie viele Amateure die Grenze des Erlaubten oftmals überschreiten. Dass Leistungssteigerung schon immer ein Bestandteil von Sport war, ist nicht abzustreiten – dient aber nicht als Entschuldigung, selbst zu solchen Mitteln zu greifen.

Es bleibt somit nichts anders übrig als immer wieder darauf hinzuweisen, welchen Schaden Doping im Allgemeinen und Doping im Amateur-Sport im Speziellen anrichtet. Nicht nur, dass es dem Ansehen einer jeden Sportart schadet; der eigene Köper leidet meist am stärksten unter diesen Methoden. Man kann nur hoffen, dass der Mountainbike-Sport von Doping-Skandalen à la Rennrad-Sport gefeit bleibt.

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Informationen: endurotribe.com

Bilder: EH, bikeboard.at


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