HomeMagazinTestsBikesSpecialized Enduro 29 SE: Fahrbericht vom SuperEnduro-Rennen in Finale Ligure — 1. März 2013 14:17

Specialized Enduro 29 SE: Fahrbericht vom SuperEnduro-Rennen in Finale Ligure

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Am Mittwoch hatten wir euch das neue Specialized Enduro 29 SE vorgestellt, welches in Sachen Geometrie und Federweg im 29″-Segment neue Maßstäbe setzt. Im Rahmen der Produktvorstellung beim SuperEnduro-Finale in Finale Ligure hatten wir die Gelegenheit das Bike ausgiebig über die Trails zu jagen. Höhepunkt der Testausfahrten war das Rennen selbst, welches wir auf dem Enduro 29 in Angriff nahmen. Welche Fahreindrücke wir dabei sammeln konnten, erfahrt ihr in diesem Fahrbericht.


# Specialized S-Works Enduro 29 SE Carbon

Specialized Enduro 29 SE – Teil 2

[Hier entlang zu Teil 1 - Specialized Enduro 29 SE Produktvorstellung]

Uns ist bewusst, dass man sich beim Thema 29″ einer Grundsatzdiskussion stellen muss. Selbst innerhalb der Redaktion sind wir in zwei Lager gespalten: Auf der eine Seite die, die 29″-Laufrädern offen gegenüberstehen und auf der anderen Seite jene Fraktion, die sich auch nach mehreren Tests aufgrund persönlicher Vorlieben nicht mit den großen Laufrädern anfreunden kann. Christoph und ich gehören zu denen, die sich für 29er stets begeistern konnten. Somit war unsere Freude um so größer, als Specialized mehr oder weniger erwarteterweise in Finale Ligure das erste echte Enduro-Race-Bike mit 29″-Laufrädern präsentierte.

Interessant war für uns die Frage, ob ein 29er-Enduro einem 27,5″-Enduro überlegen sein würde. In Anbetracht der Tatsache, dass viel Firmen die Größe 27,5″ im Jahr 2012 besonders für den Enduro-Sektor anpriesen und das Argument anführten, dass man an 29ern im gehobenen Federwegsbereich keine sinnvolle Geometrie verwirklichen könne, gewann unsere Fragestellung noch mehr an Bedeutung. Dass Specialized nun ein Rad im Programm hat, welches in Sachen Geometrie einem 26″-Bike in nichts nachsteht und noch dazu alle Vorteile von 29″-Laufrädern innehat, dürfte das 27,5″-Konzept in unseren Augen mächtig in Bedrängnis bringen.

Im Zuge der Produktpräsentation des neuen Enduro 29 in Finale Ligure hatten wir auch die Möglichkeit, das neue Enduro seinem kleinen Bruder im direkten Duell auf dem Trail gegenüberzustellen. Wenngleich wir leider kein 27,5″-Bike zum direkten Vergleich vor Ort hatten, so konnte sich Christoph und ich nach unseren Testfahrten auf dem 29″-Enduro dennoch unsere Meinung über den Sinn der neu eingeführten Zwischengröße bilden. Wie diese ausfällt und wie sich das neue Enduro im Vergleich mit seinem kleinen Bruder schlägt, lest ihr hier im Fahrbericht.


# Im Detail: Specialized Enduro 29 SE

Die ersten Meter

Aufsitzen und wohlfühlen – dieser Specialized-typische Ersteindruck ist auch beim neuen Enduro 29 zu finden. Die Geometrie passt einfach und alle Kontaktpunkte zwischen Fahrer und Rad befinden sich in einem angenehmen Verhältnis zueinander. Einzig die Lenkerhöhe mussten wir anpassen: Obwohl das Steuerrohr bereits sehr kurz ausfällt, drehten wir den Vorbau nach unten um, was uns das Gefühl einer besseren Balance des Körperschwerpunkts vermittelte. Der serienmäßig verbaute Lenker misst eine Breite von 720 mm – hier würde unserer Auffassung nach ein breiterer Lenker um die 760 mm durchaus Sinn machen, so das der Kunde den Lenker auf sein Wunschmaß anpassen könnte.

Der Sitzwinkel wirkt durch die Biegung des Sitzrohrs relativ flach, fällt in Wahrheit jedoch eher steil aus. Durch den stark nach vorne gerückten Übergang von Sitzrohr zum Tretlager und der hinzukommenden Biegung des Sitzrohrs fällt das Sitzrohr stark nach hinten ab, bleibt aufgrund der Verschiebung aber tatsächlich in einem steilen Winkel. Das hat nicht nur einen sehr geringen Verstellbereich einer herkömmlichen Sattelstütze zur Folge, sondern rückt auch den Sattel in tiefer Position weit nach vorne, wo er bei steilen Abfahrten schnell im Weg steht. Wenn es richtig steil wurde, mussten wir die Erfahrung machen, dass die 125 mm Hub der Vario-Stütze nicht ausreichten, um den Sattel aus dem Bewegungsfeld der Beine zu bringen. Zwischen längeren Auf- und Abfahrten führte somit kein Weg daran vorbei, die Stütze trotz Vario-Funktion manuell per Sattelklemme tiefer im Rahmen zu versenken. Bleibt zu hoffe, dass Specialized für diesen Fall möglichst bald mit einer 150-mm-Stütze auf den Markt kommt.

Bis auf die erstaunliche Agilität des 29ers verhielt sich das neue Enduro auf den ersten Testmetern gewohnt unauffällig. Einzig die gute Beschleunigung machte sich dank der leichten Laufräder schon in der Ebene bemerkbar. Laut Specialized wäre das nicht zuletzt den leichten Carbon-Felgen zu verdanken, die neuerdings ganz ohne Felgenhorn auskommen und dennoch volle Kompatibilität mit Tubeless-Ready-Reifen bieten.


# Erstausfahrt: Trails-Shredden beim Sonnenaufgang über Finale Ligure.

Der Weg bergauf

Im Zuge des SuperEnduro-Rennens galt es 50 km und 1500 Höhenmeter zu bewältigen, um die verschiedenen Wertungsprüfungen zu erreichen. Die teils knackigen Anstiege führten nicht nur über Asphaltstraßen, sondern auch über Trails, die man sonst wohl eher bergab fahren würde. Dank des negativ gedrehten Vorbaus und des Flatbars war die Lenkzentrale ausreichend tief, um die Talas-Funktion der Gabel auch bei steilen Anstiegen ungenutzt lassen zu können. Zwar spürte man, dass die Front bei richtig steilen Rampen grenzwertig leicht wurde, doch sorgte die oben genannte Cockpit-Einstellung in Kombination mit dem steilen Sitzwinkel dafür, dass das Vorderrad stets Bodenkontakt hielt.

Bei der 26″-Version des Enduro konnten wir andere Erfahrungen machen, hier hob sich das Vorderrad bei einer ungenutzten Absenkung bei steilen Anstiegen des Öfteren vom Boden ab. Die Erklärung dafür liefern zwei Faktoren: Zum einen fällt der Hinterbau des 26″-Enduro um 11 mm kürzer aus als beim großen Bruder. Die Hebelwirkung die von hinten auf das Vorderrad wirkt ist somit spürbar geringer – und das macht sich eben nicht nur bergab, sondern auch im Anstieg bemerkbar. Punkt zwei betrifft die Lenkzentrale: Während man bei einem 29er tendenziell eine tiefe Front fahren kann, da die großen Laufräder das “Überschlagsgefühl” in steilen Bergabpassagen erheblich kompensieren, bedarf es bei 26″-Bikes einer gewissen Cockpit-Höhe, um sich auf steilen Abfahrten sicher zu fühlen. Beide Faktoren bewirken, dass das 29″-Enduro seinem kleinen Bruder beim Klettern überlegen ist.

Obwohl das Enduro 29 durch seine Geometrie angenehme Uphill-Eigenschaften besitzt, hatten wir bergauf mit einem anderen Manko zu kämpfen. Der Cane Creek Double Barrel Air kann nämlich leider kein Plattform-System vorweisen, welches das viergelenker-typische Wippen bändigen könnte. Zwar kann man das Wippen über die Low-Speed-Druckstufe gut in den Griff bekommen, doch lässt sich das nicht einfach so im Handumdrehen bewerkstelligen. Der gut gemeinte Hebel, den Specialized der Low-Speed-Druckstufe des CCDB Air spendierte, konnte daran auch nicht viel ändern – war sein Verstellbereich schlichtweg zu gering. Natürlich lässt sich der Hebel lösen und wie einen Gabelschlüssel verwenden, um die Einstellschraube der Low-Speed-Druckstufe zu schließen, doch war uns diese Variante zu zeitaufwendig. Wir entschieden uns für die wohl sinnvollste Variante: Wir nahmen uns Zeit und spielten uns durch die Einstellungen bis wir ein Set-Up der Low-Speed-Druckstufe gefunden hatten das sowohl bergab als auch bergauf vertretbar war und welches den größtmöglichen Nutzen des LSC-Hebeln einschloss. Mit einem leichten Wippen konnten wir uns letzten Endes abfinden.


# Auch ohne abgesenkte Gabel machte das Enduro 29 bergauf eine tadellose Figur.

Der Spaß bergab

Bevor wir mit den neuen Bikes beim Rennen antraten, bot uns Specialized die Möglichkeit, uns mit den 29er Enduros bei einigen Shuttle-Runs vertraut zu machen. Während wir uns mit dem Rad auf Anhieb vertraut fühlten, ließ sich bergab dennoch eine kleine Unausgewogenheit zwischen Front und Heck feststellen. Man hatte das Gefühl als würde der Dämpfer trotz passendem Luftdruck stets zu viel Federweg nutzen und dadurch zu wenig Druck auf das Vorderrad übertragen. Kurzum – die Federcharakteristik des Hinterbaus erschien uns zu linear. Glücklicherweise lässt sich das Kammervolumen des CCDB Luftdämpfers im Handumdrehen durch Volumen-Spacer anpassen. Wir entschieden uns für den größten Spacer und die damit verbundene Steigerung der Progression des Dämpfers. Schon die nächste Abfahrt gab uns recht – der Hinterbau konnte nach dem kleinen Eingriff sein volles Potenzial entfalten.

Nachdem der Dämpfer unseren Wünschen nach angepasst war, konnte es endlich richtig los gehen. Das neue Set-Up machte sich sofort bemerkbar, vor allem beim Durchfahren von Kurven. Dank einer gleichmäßigen Druckverteilung auf beide Räder ließ sich das 29er kompromisslos durch jede Kurve prügeln. Im Vergleich zum kleinen Bruder hatten wir mit dem 29er stets das Gefühl, den Kurvenausgang mit einer spürbar höheren Geschwindigkeit verlassen zu können. Die geringere Steifigkeit der großen Laufräder blieb bei aggressiven Kurvenmanövern jedoch nicht unbemerkt. Doch auch das ist bekanntlich Geschmacksache – denn während Christoph die Lenkpräzision der steiferen 26″-Laufräder lobte, erfreute ich mich an der Eigendynamik der großen 29″-Räder. Dennoch waren wir beide überrascht, dass die 1640 Gramm leichten 29″ Laufräder des Enduro deutlich steifer waren als vermutet – dies scheint den Carbon-Felgen sowie dem um 7 mm verbreiterten Speichenschirm zu verdanken sein.

Dank der 26″-Bike-ähnlichen Geometrie ließ sich das Enduro 29 kinderleicht durch das abwechslungsreiche Gelände manövrieren.Dank der 26″-Bike-ähnlichen Geometrie ließ sich das Enduro 29 kinderlicht durch das abwechslungsreiche Gelände manövrieren. Der kurze Hinterbau beschert dem 29er Enduro eine 29er-untypische Agilität, die vor allem in verblockten Passagen voll zur Geltung kommt. Dank des flachen Lenkwinkels, welcher nur 1° steiler ist als am 26″-Bruder, lässt sich das Enduro auch kompromisslos durch jede noch so ruppige High-Speed-Sektion prügeln. Obwohl der Reach-Wert des “Medium”-Rahmens im Vergleich zum 26″-Enduro etwas kürzer ausfällt, weist das Rad aufgrund des 11 mm längeren Hinterbaus einen etwas längeren Radstand auf. Dieser sorgt auch beim kleinsten Modell für ausreichend Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten.

Obwohl der Lenkwinkel am Enduro 29 um 1° steiler ausfällt als am kleinen Bruder, vermittelt das 29er deutlich mehr Ruhe am Vorderrad. Das dürfte in diesem Fall nicht nur am besseren Überrollverhalten der Laufräder liegen, sondern auch am Nachlauf der Gabel. Allgemein lag das Rad im Vergleich zum kleinen Bruder deutlich satter auf der Piste. Vor allem die Performance des CCDB Air am Hinterbau konnte überzeugen. Auch wenn die Einstellung überdurchschnittlich viel Zeit in Anspruch nimmt, so ist das Fahrgefühl welches der Dämpfer vermittelt jeden Aufwand wert. Die Gabel hingegen konnte mit der Performance des Dämpfers nicht mithalten. Vor allem was das Ansprechverhalten anbelangt hätten wir uns von der 150er Fox 34 mehr erwartet. Die Schuld ist beim Talas-System zu suchen, welches sich deutlich auf die Federperformance der Fox-Gabeln auswirkt. In Anbetracht der guten Kletterfähigkeiten des Enduro 29, wären Käufer gut damit beraten die Talas-Gabel gegen eine Float zu tauschen. Was die Steifigkeit der Gabel anbelangt, konnte ich mit meinen 76 kg Fahrgewicht keine nennenswerten Defizite feststellen. Christoph mit seinen knapp 90 kg hätte sich jedoch mehr Steifigkeit und Lenkpräzision gewünscht.


# Specialized Enduro 29er

Das Rennen

Leider war mein Rennergebnis letzten Endes nur wenig aussagekräftig, da ich mir aufgrund fehlender Handschuhe eine saftige Zeitstrafe einhandelte und abgeschlagen auf Platz 20 landete.Nach allen Testfahrten und subjektiven Eindrücken stellte sich für mich letztendlich nur eine Frage: Wie gut ist das Enduro 29 im harten Renneinsatz? Im Zuge des Rennens ließen sich keine weltbewegend neuen Erkenntnisse gewinnen, eher bestätigten sich die Fahreindrücke, die sich auf den Testfahrten zuvor sammeln ließen. Mit zunehmender Renndauer kam es mir jedoch so vor, als hätte ich bessere Kraftreserven, als es der Fall wäre, wenn ich bei gleicher Renndistanz auf einem 26″-Bike sitzen würde. Für mich erklärte sich das vor allem durch das bereits mehrfach angesprochene Überrollverhalten der großen Laufräder, welches nicht nur bergab dafür sorgt seine Geschwindigkeit konstanter halten zu können, sondern vor allem auf den Trail-Passagen der Zwischenetappen für ein deutlich kraftsparenderes Überfahren von Hindernissen sorgte. Alles in allem kam mir das Enduro 29 deutlich schneller vor als sein kleiner Bruder. Leider war mein Rennergebnis letzten Endes nur wenig aussagekräftig, da ich mir aufgrund fehlender Handschuhe eine saftige Zeitstrafe einhandelte und abgeschlagen auf Platz 20 landete.


# Keine Handschuhe – ein klarer Regelverstoß: Die damit verbundene Zeitstrafe konnten auch die großen Laufräder nicht mehr wett machen. 

 29er – Ein Statement zur Größe

Wie eingangs schon erwähnt, wird man nie ein klares Urteil fällen können, welche Laufradgröße die beste ist. Am Besten ist letzten Endes immer die Größe, auf der man sich persönlich am wohlsten fühlt. Ich für meinen Teil war schon immer ein Freund der großen Laufräder. 29″-Bikes geben mir ein sicheres Fahrgefühl und vermitteln mit den Eindruck, ihre Vorteile auf dem Trail voll und ganz ausnutzen zu können. Im Vordergrund steht dabei vor allem das deutlich bessere Überrollverhalten, welches sich im Vergleich zwischen 26″ und 27,5″ erheblich weniger bemerkbar macht.

Aus Sicht des Rennfahrers spare ich mir durch die großen Laufräder Kräfte in dem ich in der Ebene und im Anstieg auf Trails mehr “über” ein Hindernis fahre und nicht “dagegen”. Auch bergab lässt sich mit einem 29er viel leichter die Geschwindigkeit halten. Ich mag 26″-Bikes, keine Frage, und bisher waren sie in der Regel auch meine erste Wahl. Das lag jedoch mehrheitlich an den Geometrien der 29er, die mir auf technischen Downhills meist zu unhandlich waren. Angesichts der scheinbar neuen Möglichkeiten, die Specialized mit dem Enduro 29 unter Beweis stellt, würde ich neuerdings nur noch bedingt zum 26″-Bike greifen.

Was man nun von 27,5″ halten mag, sei jedem Selbst überlassen. Ich für meinen Teil denke, dass Specialized gezeigt hat, dass eine dritte Laufradgröße überflüssig ist. Hätten alle Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht und weiter an der Perfektionierung von 29er-Bike gearbeitet, hätte man sich die Einführung einer dritten Größe wohl getrost schenken können.


# Feuer frei! Mit dem Specialized Enduro 29 SE in Finale Ligure.

Fazit

Fazit – Christoph: Auf den wenigen Abfahrten die ich mit dem Specialized Enduro 29 absolvierte fühlte ich mich von Anfang an sehr wohl auf dem Rad. Die Umstellung von 26″ auf 29″ war innerhalb der ersten Meter bereits geschehen. Schon nach wenigen Metern der ersten Trail-Ausfahrt war ich von der Wendigkeit und Agilität des Rades total begeistert, was man den erstaunlich kurzen Kettenstreben zu verdanken hat. Das Rad fuhr sich spritzig, war verspielt und dank der großen Laufräder auch sehr laufruhig. Da wir alle Etappen des SuperEnduro Rennens im Vorfeld mehrfach gefahren sind, konnte ich beide Laufradgrößen im direkten Vergleichen gut gegenüberstellen. Das Ergebnis: Auf den dortigen Strecken sah ich für mich persönlich in den großen Laufrädern gepaart mit dem sehr wendigen Rahmen nur Vorteile.

Fazit – Maxi: Lange habe ich darauf gewartet, dass eine Firma den ersten Schritt macht und ein vollwertiges Enduro mit großen Laufrädern auf den Markt bring. Dass Specialized nun diese Vorreiterrolle einnimmt wundert mich nicht, was mich jedoch sehr erstaunte waren die Geometrie-Daten, welche man uns beim Launch in Finale Ligure präsentierte. Ich liebe lange Hauptrahmen und kurze Hinterbauten – das eine solche Geometrie an einem 29er zum Einsatz kommt war längst überfällig und dennoch überraschend.

Specialized hat es geschafft die Vorteile großer Laufräder mit dem agilen Fahrverhalten eines 26″-Bikes zu kombinieren. Man steht tief im Rahmen, kann das Bike wunderbar über das Heck steuern und hat ein tolles Überrollverhalten. Im Rahmen des SuperEnduro-Rennens in Finale Ligure kam ich für mich persönlich zu dem Schluss, dass das Enduro 29 SE unter Anbetracht meines Fahrstils und meiner persönlichen Vorlieben in meinen Augen die Referenz unter den Enduro-Bikes darstellt. Für mich ist es das schnellste Enduro-Bike, das der Markt aktuell zu bieten hat.

Pro:

  • sehr potentes Fahrwerk
  • leicht
  • unglaublich schnell [subjektiver Eindruck]
  • tolle Geometrie – sehr ausgewogen
  • erstklassiges Handling – kommt einem 26″-Bike sehr nahe
  • super Ausstattung

Contra:

  • CCDB Air Dämpfer ohne Plattform – wippt bergauf
  • Hub der Vario-Stütze aufgrund des steilen Sitzwinkels nicht ausreichend
  • ohne Vario-Stütze nicht zu empfehlen
  • sehr teuer

Details zum Test-Bike

  • Specialized S-Works Enduro 29 – rot/schwarz [nicht serienmäßig] – Größe “M” – 155 mm Federweg
  • Cane Creek Double Barrel Air Dämpfer – Volumenanpassung der Luftkammer mit großem Volumen-Spacer [viel LSC, HSC im mittleren Bereich]
  • FOX 34 Factory CTD Talas Kashima – 150 mm Federweg
  • Roval Traverse SL 29″ Laufradsatz – 1640 Gramm
  • SRAM XX1-Antrieb – 30er Kettenblatt vorn
  • e13 Kettenführung oben
  • SRAM X.0 Trail World Cup Bremsen
  • Specialized Command Post Black Elite – 125 mm Hub [noch nicht das neue Modell mit interner Kabelführung]

SuperEnduro Finale auf dem S-Works Endro 29 [Foto-Story]

Specialized Enduro 29-5
# Specialized Factory Racing: Zum Product-Launch in Finale Ligure fuhr Specialized schwere Gerät auf. 

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# Der erste Ausritt auf dem neuen Enduro 29: Dank Shuttle-Servie konnten alle Stages des Rennens bequem zum Einfahren genutzt werden. 

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# Verspielt wie ein 26″-Bike: mit dem neuen Enduro 29 hat Specialized es geschafft zwei Welten zu verbinden.

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# Erstaunlich handlich und das trotz großer Laufräder: Der kurze Hinterbau ist ein Kernstück des Rahmenkonzeptes. 

Specialized Enduro 29-2
# 29″ eröffnet neue Kombinationsmöglichkeiten. Zum Prolog im Stadtzentrum montierte Maxi den Slick-Reifen des E-Bikes “Turbo”. 

Maxi kurz vor dem Prolog
# Maxi kurz vor dem Prolog

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# Da ging es mit ihm durch….

Specialized Enduro 29-3
# Race ready: Das Enduro 29 weiß wo es hingehört – auf die Rennstrecke.

Die Specialized-Crew in Italien
# Die Specialized-Crew in Italien: Das SuperEnduro Finale in Finale Ligure haben sie sich mittlerweile fest in ihrem Terminplan notiert. 

Kurz vor dem Start zum Finale der SuperEnduro-Serie
# Kurz vor dem Start zum Finale der SuperEnduro-Serie: Ein paar letzte Worte und dann ab ins Rennen. 

In Kurvenlage mit dem 29"-Enduro
# In Kurvenlage mit dem S-Works Enduro 29

Stage 4 - lang, hart und dennoch jeden Meter wert
# Stage 4 – lang, hart und dennoch jeden Meter wert!

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# Geschwindigkeit bringt Sicherheit!

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Weitere Infos

Specialized Enduro 29 SE: specialized.com/de/

SuperEnduro Serie: superenduromtb.com/

Specialized Enduro 29 SE – Teil 1: mtb-news.de/specialized-enduro-s-works-29

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Redaktion: Maxi Dickerhoff und Christoph Bayer

Bilder: Christoph Bayer und Marco Toniolo


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