HomeAllgemeinArbeitsgerät: Das Cube Stereo vom Enduro-Dominator Nicolas Lau im Schnell-Check — 3. Mai 2013 9:00

Arbeitsgerät: Das Cube Stereo vom Enduro-Dominator Nicolas Lau im Schnell-Check

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Vergangenes Wochenende fand in Treuchtlingen der erste Lauf der Specialized Sram Enduro Serie statt – wir nutzten die Chance, uns das Cube Stereo vom späteren Sieger Nicolas Lau einmal genauer anzusehen.

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# Nico Lau mit seinem Cube Stereo 160 

Der sympathische und äußerst flinke Franzose ist mittlerweile jedem in der Szene ein Begriff: er liefert Top-Ergebnisse und gewann im letzten Jahr sowohl die als tretlastig zu bezeichnende Trans-Provence wie auch das Marathon-Downhill-Rennen Caidom.

Als Mitglied des Cube Action Teams verfügt Nico über zwei sich in kleinen Details unterscheidende Räder, welche er je nach Veranstaltung wählt. Eines ist für Massenstart-Rennen optimiert, das andere für tretlastige Enduro-Rennen. Uns hat er ein paar Informationen zu seinem Sieger-Rad aus Treuchtlingen verraten.

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# Mit dem Stereo zum Sieg in Treuchtlingen

Der Rahmen

Die Basis eines jeden Rades ist der Rahmen: Hier fährt Nico den Stereo 160 mit der auffälligen orangenen Lackierung. Der 1800 Gramm leichte Rahmen dient als Ausgangspunkt für sein leichtes Wettkampf-Bike, ist bis auf die Lackierung identisch zu einem Serienmodell und besitzt einen 66,5° Lenkwinkel sowie einen 74,6° Sitzwinkel.

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# Nico liebt Enduro 

Die Federung

Bei der Federung setzt das gesamte Cube Action Team auf die Produkte von Fox. Am Rad des erfolgreichen Franzosen arbeitet an der Front eine Fox 34 Float CTD und am Heck der Float CTD Dämpfer. Seinen Dämpfer fährt Nico mit 25% Sag, variiert dies jedoch natürlich je nach Strecke. Besonders bei schlechtem Wetter und sehr weichem Untergrund setzt er auf ein strafferes Fahrwerk, um mehr Feedback vom Untergrund zu erhalten. Einen Remote-Hebel für die Federelemente sucht man an diesem Rad vergebens.

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# Fox 34 Float CTD mit Kashima Standrohren

Der Antrieb

Die Zweifach-Kurbel ohne Kettenführung war das erste, was uns bei seinem Rad auffiel. Nico versicherte uns, dass er mit dem Shimano XTR-Trail Schaltwerk keine Probleme mit einer abspringenden Kette habe. Nico ist es wichtig, gut erholt in die Stages einfahren zu können und setzt deshalb für die Tretstücke zwischen den Etappen auf eine XTR Zweifach-Kurbel mit einer 26/36 Kettenbaltt-Kombination. Als Bashguard dient ein abgeflextes und zurechtgefeiltes 44-Zahn Kettenblatt.

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# Die XTR Schaltung mit Klickpedalen

Die Bremsen

Wie schon bei der Schaltung setzt Nico auch bei den Bremsen auf das Top-Produkt von Shimano – die XTR Trail-Bremse. Mit 200mm am Vorderrad und 180mm am Hinterrad bekommt Nico keine Fading-Probleme. Das geringe Mehrgewicht für die große Scheibe vorne nimmt er nach eigener Angabe gerne in Kauf, um gerade bei langen Abfahrten Handkraft zu sparen und immer effektiv verzögern zu können.

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# große Scheiben für eine gute Verzögerung am Vorderrad

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# seine Bremshebel fährt Nico eher flach 

Fahrer- und Bodenkontakt

Das Cockpit eines Rades ist für jeden Fahrer sehr wichtig. Nico bevorzugt einen kurzen 40mm Vorbau und 770mm breiten Lenker von Syntace und fährt drei Spacer zwischen Steuerrohr und Vorbau. Bei den Griffen verlässt er sich auf Serienteile von Cube. Mittlerweile sowieso fester Bestandteil eines jeden Enduro-Bikes sind Vario-Sattelstützen – hier vertraut der Franzose auf die Fox D.O.S.S..

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# Syntace-Parts an der Lenkerzentrale

Für ausreichenden Bodenkontakt sorgen Schwalbe-Reifen aus dem First Ride-Programm. Diese verfügen über eine “Super-Gravity-Karkasse” und lassen sich problemlos tubeless montieren. Da ohne Schlauch die Gefahr von Durchschlägen minimiert ist, fährt Nico lediglich 1,5 bar in seinen Reifen.

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#Schwalbe-Reifen aus dem First Ride-Programm

So ausgestattet bringt das Rad 13,0 kg auf die Waage. Wie bereits oben erwähnt, verfügt Nico noch über ein zweites ähnliches Rad für ruppigere Rennen. Dieses ist dann mit einer Kettenführung und CTD-Remote-Hebel ausgestattet. Wir sind gespannt, mit welchem Rad er am Samstag in Riva an den Start gehen wird!

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Fotos: Christoph Bayer


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