Benedikt Last war am vergangenen Wochenende im polnischen Sczcawno Zdroj beim Auftakt der 4x Pro Tour am start – hier sein Rennbericht:

Als ich am Donnerstagnachmittag in Sczcawno Zdroj ankam, herrschten schwierige Streckenbedingungen, denn die Sichtweite auf der Strecke betrug aufgrund einer dichten Nebelwolke lediglich geschätzte 25 Meter. Dennoch zog ich mich direkt nach meiner Ankunft und noch vor dem Erreichen des Hotels um und testete die für mich unbekannte Wettkampfstrecke. Sie befand sich in einem nassen aber griffigen Zustand und ich konnte problemlos alle Sprünge bis auf das Riesen-Gap springen.
Am Freitag erwies sich die Entscheidung des gestrigen Spontantrainings insofern als sehr voraussichtig, als dass das erste offizielle Training an diesem Tag aufgrund der schlechten Wetterlage abgesagt werden musste. Somit war es keinem der Fahrer möglich, sich auf das Rennen am nächsten Tag vorzubereiten und wir mussten uns mit Spekulationen über dessen Verlauf begnügen.
Am Renntag selbst wurde vormittags Raum für ein zusätzliches zweistündiges Training geschaffen, um das ausgefallene Training des Vortags zu kompensieren.

Während der darauffolgenden Qualifikation unterlief mir leider ein Patzer, als ich vor einem der kleineren Sprünge im oberen Streckenabschnitt zu stark abbremste und mich dann für ein Umfahren des Sprungs entschied, was mich wertvolle Sekunden kostete. Es reichte mir dennoch mit einer Zeit von 45,366 Sekunden zu Platz 24 in der Qualifikation.
Nachdem die Strecke unter angenehmem Sonnenschein immer mehr trocknete, wurden noch mal Kurven und Sprünge für die anstehenden Finals trainiert, in denen ich schließlich eine herausragende Leistung zeigte, als ich mich im ersten Lauf hinter Hnidak klemmte und dann ohne Probleme die nächste Runde erreichen konnte. In dem zweiten Lauf gelang es mir sogar, das Feld vom Start weg zu dominieren und somit erneut eine Runde weiter zu ziehen.


# Benedikt Last im Rennen

Im darauffolgenden Lauf sah ich mich mit Tomas Slavik und Michael Marosi, jeweils Red Bull Athleten, und dem starken Quentin Derbier in Gesellschaft. Unglücklicherweise drehte mein Reifen direkt beim Start des Laufs durch und es schien, als hätte ich jede Chance auf einen glücklichen Ausgang vergeben. Doch im Verlauf des Heats arbeitete ich mich stetig immer weiter vor und es gelang mir noch, Michael Marosi 3 Meter vor dem Ziel zu überholen.

Tomas Slavik gewann das Rennen schließlich vor Prokop, Beaumont und Derbier. Ich erreichte bei meinem ersten Rennen der Saison den 12. Platz und war mit meinem Ergebnis als bester Deutscher hochzufrieden.

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