HomeAllgemeinMTB made in Germany: Bikes und Parts von Emanon — 24. Juli 2013 8:36

MTB made in Germany: Bikes und Parts von Emanon

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Der eine oder andere mag von Emanon schon gehört haben – die eigenständigen Bikes sind seit einigen Jahren im In- und Ausland im Renn-Modus unterwegs. Auch die Emanon-Bikes werden komplett in Deutschland produziert, zudem stellen sich die Räder dem ständigen Härtetest als Leihbikes im Bikepark Winterberg. Den Mitteldeutschen Fourcross Cup unterstützt das Emanon-Team als Hauptsponsor und neben der Rahmen-Produktion stellt Emanon auch selbst Zubehör her. Klingt nach ganz schön viel Arbeit? Fanden wir auch und haben uns in Winterberg bei Emanon-Produktmanager und -Designer Giacomo Großehagenbrock über die Firma, den Vorzeige-Downhiller “Can DH” und die Parts informiert.

Über Emanon

Tatsächlich kann man sagen, dass Emanon rider-owned ist – sowohl Giacomo wie auch Emanon-Chef Andreas Claus und Entwickler Stefan Mundorf fahren seit Jahren schnell bergab und wissen daher genau, was sie tun.

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# Giacomo Großehagenbrock von Emanon mit dem Downhill-Bike “CAN DH”

Der bisherige Sitz der Firma war in Münster – mittlerweile ist Emanon in Winterberg ansässig, was laut Giacomo perfekt ist: “Es ging primär darum, in Nordrhein-Westfalen einen Standort zu finden. Da keine Lage vorgegeben war, war es einfach: was ist denn geiler und wo kann man besser direkt mit dem Kunden vor der Tür testen als in Winterberg?” So befindet sich die Firma also mittlerweile im Gravity-Zentrum Nordrhein-Westfalens und ist dort mit Werkstatt und Büro komplett eingerichtet, zudem finden sich im Bikepark Winterberg auch Testbikes von Emanon.

Die Rahmen sowie die Komponenten von 77designz werden komplett in Deutschland hergestellt und in Winterberg montiert – dies hat laut Giacomo Großehagenbrock den Vorteil, optimal auf Kundenwünsche eingehen zu können.

Aktuelle Projekte

Neben dem vor kurzem stattgefundenen Umzug nach Winterberg haben die Jungs von Emanon auch in Zukunft viel vor – mit Racer Stefan Scherz wird aktuell ein 4X-Bike entwickelt, auch für ein Endurobike gibt es bereits erste Planungen und Renderings. Unter dem Label Emanon werden auch in Zukunft passende Komponenten wie Vorbauten, Kettenführungen und weitere Produkte von 77designz entwickelt.

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# Rendering des möglichen neuen Enduro-Bikes

Abfahrtsgerät: Can DH

Das Vorzeige-Objekt von Emanon hört auf den Namen “Can DH” und wird wie schon erwähnt in Deutschland entwickelt, gebaut und montiert. Die erste Charge war grün-eloxiert, die nächsten Editionen sollen in nahezu jeder Eloxalfarbe nach Kundenwunsch erhältlich sein.

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# Emanon CAN DH

Allgemeine Infos

  • Das Rahmengewicht beträgt in Größe M 3950 Gramm
  • 63° Lenkwinkel, steiler 73°-Sitzwinkel, 430mm kurzer Hinterbau, eher langer Radstand (Größe L: 1185mm)
  • X12-Achse in 150+
  • ISCG03
  • Rahmenpreis mit Rock Shox Vivid: 2599 €
  • Gewicht des Modells auf dem Foto: 17,05kg

Charakteristik

Das Team von Emanon wollte ein Bike mit leicht progressivem Hinterbau, das “gut durch den Federweg geht”, aber selten durchschlägt. Das Bike fährt sich eher aktiv statt passiv, sodass man sich nach Aussage von Giacomo Großehagenbrock gut von Wurzeln abdrücken und verspielt fahren kann. Das Can DH soll schlichtweg ein Bike sein, was für jedermann fahrbar ist und kein “World Cup-Bügeleisen”, so Giacomo.

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# Grün Elox, einiges an Hebelei, aber dennoch aufgeräumt: Heckfederung des “CAN DH”

Der Hinterbau ist ein abgestützter Eingelenker, ähnlich wie Bikes von Transition oder Rocky Mountain, der Dämpfer befindet sich ordentlich ausbalanciert mittig im Rad und liegt dadurch tief, aber geschützt. Wichtig war den Ingenieuren auch ein durchgehendes Sitzrohr, da das Bike auch öfter beim Megavalanche unterwegs war – ein Bekannter des Teams wurde auf einem Emanon Can DH 14. bei der Mega, wie Giacomo uns nicht ohne Stolz erzählte.

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# Steuerrohr mit Emanon-Logo

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# Vorgespanntes Lager mit Sicherungsplatte

Besonderheiten am Rahmen:

  • Vorspannung des Hauptlagers: Innen sitzt das Lager, das vorgespannt wird – gesichert wird das System mit einer vorgesetzten Platte
  • Die Struts sind austauschbar – dadurch ist eine Geometrie-Anpassung möglich. Maximal möglich ist ein 63er Lenkwinkel

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# Die austauschbaren Struts zur Geometrie-Veränderung

Lightweight-Komponenten: Direct Mount-Vorbau CAN “DMS” und Kettenführung CAN “SLT”

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# Direct Mount-Vorbau “CAN DMS”

Hohe Ziele verfolgten die Emanon-Entwickler nach eigener Aussage bei der Entwicklung des CAN DMS-Vorbaus. Leicht, sexy und minimalistisch im Design war die Vorgabe, mit denen der Direct Mount-Vorbau entwickelt wurde. Der Vorbau wiegt 77 Gramm inkl. Titanschrauben und wurde auf dem “Red Monster”-Testaufbau von Syntace getestet. Sowohl Vorbau wie auch Kettenführung werden ebenso wie der Rahmen komplett in Deutschland hergestellt.

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# “CAN DMS” an einer Rock Shox Boxxer montiert

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# Eingelaserte Logos vorne am Vorbau

Der zweiteilige, aus 7075er Aluminium gefräste Vorbau ist in den Farben Rot, Blau, Grün, Gold, Titan und Schwarz erhältlich, kommt mit 31,8er Klemmung und 44mm Länge. Montiert werden kann der CAN DMS auf den meisten gängigen DH-Gabeln (Fox 40, BOS Idylle, Manitou Dorado, Rock Shox Boxxer, Marzocchi 888 ab 2012)

  • Gewicht: 77g inkl. Titanschrauben
  • Länge: 44mm
  • Durchmesser Klemmung: 31,8mm
  • Preis: 99,99 €

Ein weiteres interessantes Anbauteil ist die CAN SLT Kettenführung, die statt Rolle über einen Kunststoffslider verfügt und inkl. Schrauben 139g wiegt. Der Preis liegt bei 149,99 €.

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# Kettenführung “CAN SLT”

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# Am Stand – die leichte Kettenführung

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Alle Produkte und Infos über Emanon gibt es hier: http://www.emanon-shop.com


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