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Action in der Hobby-Klasse
Action in der Hobby-Klasse
Spaß im ...
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... Training
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Die Crew
Die Crew
Großes Finale bei den Damen
Großes Finale bei den Damen
Großes Finale bei der Elite
Großes Finale bei der Elite
Jonas Gauss
Jonas Gauss

Schlag auf Schlag geht’s in Europas größter 4Cross-Rennliga weiter dem Saisonende entgegen. Mittlerweile fand bereits der 8. Stopp auf der legendären Dual Slalom-Strecke in Winnenden statt, welche in diesem Jahr eine Erneuerung des letzten Streckenabschnitts erhielt. Jonas Gauss vom Heimverein Rad-Club 93 Winnenden holte sich nach der Teilnahme an der intensiven WM Woche im italienischen Val di Sole den verdienten Tagessieg in der Elite.

Nachdem die bewährte Dual Slalom Strecke in Winnenden seit ihrer Eröffnung 2009 fast unverändert blieb und Jahr für Jahr für spannende Rennen sorgte, war für 2016 dank einer Geländeerweiterung die Chance für ein komplett neues letztes Streckendrittel gekommen. Obwohl es Bedenken gab, den einzigartigen, flowigen Streckencharakter zu verlieren, entschied man sich für eine Streckenführung mit Steinfeld und offenem Wiesenstück. Dass die Strecke dadurch wenig von ihrem Flow eingebüßt hat und den Fahrern mit neuen Herausforderungen umso mehr Spaß machte, zeigte sich bereits im freien Training am Samstagnachmittag. Die verlängerte Fahrzeit auf 30-40s sorgte allerdings auch dafür, dass die Fitness eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen sollte, wenn man auf der langen Zielgeraden nochmal angreifen wollte. Nochmal ein paar extra Meter Streckenlänge bekamen die U11-Fahrer, die zum Teil noch auf 20“ unterwegs sind und für die deshalb eine Variante ohne Steinfeld gesteckt wurde.

Action in der Hobby-Klasse
# Action in der Hobby-Klasse
Spaß im ...
# Spaß im ...
... Training
# ... Training

Die Neuerungen, die bereits im Vorfeld in den sozialen Medien durchsickerten, schienen für viele Fahrer Anreiz zu sein, sich dieses Rennen nicht entgehen zu lassen. Darauf deuteten bereits die 64 Voranmeldungen hin. Dass dann aber zum Nachmeldeschluss am Renntag 90 Fahrer auf der Liste standen, übertraf alle Erwartungen. Unter anderem lag das daran, dass wir in Winnenden einige ehemals feste Größen des Süddeutschen Cups begrüßen durften, die in letzter Zeit nicht mehr ganz so regelmäßig an den Rennen teilnehmen. So kamen die Hanko-Brüder im Doppelpack und Familie Schmulbach gleich zu dritt. In das Feld der Masters reihten sich Christian Lorenz und Marco Apel und auch die Liste der Ladies erinnerte ein wenig an bereits vergangen geglaubte Tage. Beste Voraussetzungen also für einen spannenden Renntag mit toller Atmosphäre.

Los ging es nach dem morgendlichen Training um 10:00 Uhr mit den Qualifikationsläufen im Einzelzeitfahren. Bei freier Spurwahl hieß es, einen schnellen aber auch sicheren Lauf ins Ziel zu bringen. In einigen Fällen missglückte dieses Vorhaben durch riskante Linienwahl im Steinfeld, die zum Überfahren der Fahrbahnbegrenzung und damit zu Strafzeiten führte. Auf diese Weise fanden sich z.B. Jojo Rauterberg (Hobby) und Andi Gürsch (Masters) weiter hinten als gewohnt wieder und sorgten damit schon früh im Rennverlauf für hochkarätige Paarungen. Qualibestzeit fuhr mit 30,70s Ingo Kaufmann in der Elite, der sich damit eine Woche nach seinem Sieg in Steinweiler auch in Winnenden eine gute Ausgangsposition sicherte.

Die Crew
# Die Crew

Verloren war aber auch für die Fahrer mit schlechteren Qualifikationsergebnissen noch nichts. In allen Klassen wurde auf das nächst größere Fahrerfeld aufgestockt, so dass jeder mindestens einen Rennlauf hatte. Die besser platzierten Fahrer zogen mit Freilos direkt in die nächste Runde ein. Außerdem wurden von Beginn an alle Rennpaarungen doppelt gefahren mit getauschten Spuren und addierten Zeiten – absolute Chancengleichheit also. Ab dem Viertelfinale griffen dann alle Klassen in das Renngeschehen ein, die Abstände wurden geringer und es entwickelte sich ein Dual Slalom Rennen, wie es Fahrer und Zuschauer lieben. Packende Heats, die oft erst auf der Ziellinie entschieden wurden, kaum Stürze und keine einzige ernsthafte Verletzung.

In den Jugendklassen waren es einmal mehr die Fahrer der ausrichtenden Vereine aus Berkheim, Steinweiler, Winnenden und Wolfach, sowie des Schweizer Fastlane Gravity Teams, die den Großteil der Starterfelder stellten und die Siege unter sich ausmachten. Ganz oben auf dem Podest standen am Ende des Tages Luka Meltzer (U11, TSV Berkheim), Lenny Wagner (U13, Radsportler Kinzigtal), Felix Bub (U15, TSV Berkheim) und Paul Bihlmayr (U17, Bike Team Steinweiler).

Großes Finale bei den Damen
# Großes Finale bei den Damen

In der Klasse Hobby gelang Tim Schmulbach (MSV Bühlertann) eine wahnsinnige Aufholjagd zum Sieg nach einer 3s-Zeitstrafe im ersten Lauf. Schwester Jessica Schmulbach holte sich bei den Ladies einen weiteren Sieg in Winnenden. In einem stark besetzten Masters-Feld gewann Christian Lorenz (MTB-Club Karlsruhe) nach der Qualifikation auch das Rennen und zeigte, dass er seit seiner Zeit in der Elite nicht viel verlernt hat.

Richtig knapp ging es bei den Lizenzfahrern her. Im kleinen Finale sicherte sich Ingo Kaufmann (Bike Team Steinweiler) nach seinem Sturz im Halbfinale mit nur einem Hundertstel Vorsprung Platz 3 vor dem ebenso stark fahrenden Nikolas Mihaljevic (Freebikers Weinstadt). Im großen Finale konnte Robin Bregger (Bike-Park-Wolfach) nach einem Sturz im ersten Lauf leider nicht mehr ernsthaft angreifen. Dennoch ließ es sich Jonas Gauß (Rad-Club 93 Winnenden) nicht nehmen, im Finale mit 29,91s nochmal die Tagesbestzeit zu unterbieten. Nach einem eher überraschenden dritten Platz in der Qualifikation, unterstrich er damit erneut seine Stellung als Seriensieger in Winnenden und holte auch 2016 wieder Platz 1.

Großes Finale bei der Elite
# Großes Finale bei der Elite

Damit ging ein in jeglicher Hinsicht gelungener Renntag zu Ende, der mal wieder gezeigt hat, dass der klassische Dual Slalom Modus aus unserem Sport einfach nicht wegzudenken ist. Auch die Streckenbauer aus Winnenden dürfen sich nach dem ersten Rennen auf der neuen Strecke auf die Schultern klopfen. Die Strecke hat für Fahrer und Zuschauer an Abwechslung und Attraktivität gewonnen und an Spannung nichts eingebüßt. Bester Beleg dafür, dass wieder zwei nahezu gleich schnelle Spuren entstanden sind, sind die beiden Tagesbestzeiten von Jonas Gauß mit 29,94s im Viertelfinale auf der rechten Spur gegenüber 29,91s im Finale links. Auch die Variante der U11 ohne Steinfeld war absolut ausgeglichen, so dass Formschwankungen zwischen den Läufen mehr ins Gewicht fielen als die Fahrbahnseite.

Das Organisationsteam aus Winnenden bedankt sich bei allen Fahrern für ein tolles Wochenende und freut sich schon auf 2017!

Jonas Gauss
# Jonas Gauss

Ergebnisse

Info: Pressemitteilung Bergamont European 4Cross Series




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  1. benutzerbild

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