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Der Hebel der neuen SRAM Code RSC
Der Hebel der neuen SRAM Code RSC
Matchmaker kompatibel, einstellbare Hebelweite und Druckpunkt
Matchmaker kompatibel, einstellbare Hebelweite und Druckpunkt - und dazu noch ziemlich schick
Der massive Vierkolben-Bremssattel der SRAM Code RSC
Der massive Vierkolben-Bremssattel der SRAM Code RSC
Einfache Entlüftung dank Bleeding Edge Technologie
Einfache Entlüftung dank Bleeding Edge Technologie
Kompatibel mit den „alten“ Code Belägen
Kompatibel mit den „alten“ Code Belägen - top!
Schlicht und schick
Schlicht und schick - aber auch ganz schön massiv
Das Innenleben der Geber-Einheit ...
Das Innenleben der Geber-Einheit ...
... und des Bremssattels
... und des Bremssattels
Carsten Wollenhaupt von SRAM demonstriert die einfache Entlüftung des Systems
Carsten Wollenhaupt von SRAM demonstriert die einfache Entlüftung des Systems
Vollgas auf den langen Abfahrten in Finale Ligure
Vollgas auf den langen Abfahrten in Finale Ligure
Von technisch und steil ...
Von technisch und steil ...
... bis flowig und schnell
... bis flowig und schnell

Neuauflage der beliebten Vierkolben-Bremse: Die SRAM Code kommt in zwei Varianten (Code RSC und Code R) und wurde mit der Technologie der Guide-Bremsen ausgestattet, soll aber ihren Code-Charakter weiterhin behalten. Wir haben die Bremse einem ersten Test unterzogen.

SRAM Code – kurz & knapp

An sich ist die Code ein alter Hase in der Bremsen-Geschichte von SRAM. Bremsen kamen und gingen, aus Avid wurde SRAM, doch die Code blieb – egal unter welchem Namen. Denn die Nachfrage nach der bissigen, zuverlässigen Vierkolben-Bremse war immer hoch. Also bekommt der Klassiker jetzt eine Neuauflage in Form der beiden Modelle SRAM Code RSC und SRAM Code R. Schon letztes Jahr wurde für SRAMs E-MTB Serie die Guide RE mit Guide Bremsgebern und Code-Sätteln vorgestellt und auch die neue Code ist für den E-MTB Bereich freigegeben, ist aber klar für den Gravity und Enduro-Einsatz ausgerichtet – ein bissiger Allrounder also. Die Code RSC bringt offiziell 433 Gramm auf die Waage und kommt in schlichtem Schwarz. Sie unterscheidet sich im Vergleich zum günstigeren Code R Modell lediglich im Material des Hebels und der Druckpunkt-Verstellung.

  • größeres Flüssigkeitsvolumen im Vergleich zur Guide
  • 15 und 16 mm große Kolben für Bremskraft und Dosierbarkeit
  • einfache Entlüftung dank Bleeding Edge Technologie
  • Identische Bremsbeläge zur alten Code
  • Verstellmöglichkeiten: Hebelweite, Druckpunkt
  • Bremsflüssigkeit: DOT 5.1
  • Montage: MatchMaker oder MMX
  • Gewicht (Herstellerangabe): 433 g
  • Gewicht (gewogen: Vorderradbremse mit Belägen, ungekürzte Leitung, ohne Lenkerschelle): 297 g

Preis: ab 170 € (UVP) | Bikemarkt: SRAM Code kaufen

Der Hebel der neuen SRAM Code RSC
# Der Hebel der neuen SRAM Code RSC
Matchmaker kompatibel, einstellbare Hebelweite und Druckpunkt
# Matchmaker kompatibel, einstellbare Hebelweite und Druckpunkt - und dazu noch ziemlich schick
Der massive Vierkolben-Bremssattel der SRAM Code RSC
# Der massive Vierkolben-Bremssattel der SRAM Code RSC

SRAM Code – Technische Daten

 SRAM Code RSCSRAM Code R
Gewicht433 g433 g
TechnologieSwingLink, Expandable Bladder, Timing Port Closure, Lever Pivot Bearings, Bleeding EdgeTM, Heat ShieldDirectLink, Expandable Bladder, Timing Port Closure, Bleeding EdgeTM, Heat Shield
Material Bremshebelgeschmiedetes Aluminiumgeschmiedetes Aluminium
BremsscheibeCenterlineCenterline
Bremssattel4 Kolben4 Kolben
Bremskolben MaterialPhenoplastAluminium
FeaturesReach Adjust, Contact Point Adjustment, SwingLink, Bleeding Edge, MatchMaker XReach Adjust, Bleeding Edge, MatchMaker X
Bremsbelägegesintertgesintert
BremsflüssigkeitDOT 5.1DOT 5.1
Farbeschwarz anodisiertschwarz
Preis270 €170 €

SRAM Code – In der Hand

Aufbau

Die neue Code fügt sich nahtlos in das Design-Konzept der SRAM Bremsen ein. Der Bremsgeber ist im Vergleich zur alten Code deutlich schlanker geworden, nur der größere Ausgleichsbehälter lässt darauf schließen, dass es sich bei dieser Bremse noch um die Code handelt. Der Bremshebel ist nun ebenfalls identisch zu dem der Guide und liegt dementsprechend bekannt und gut in der Hand. Angelehnt an die SRAM Guide Bremsen lässt sich der Bremssattel ebenfalls kaum wieder erkennen. Kantig-futuristisch sind die vier Kolben eingelassen und lassen die Bremse schmaler aussehen als sie ist. Ganz nach Guide-Manier ist die Bremse mittels Matchmaker mit weiterem SRAM-Zubehör kompatibel.

Am Bremssattel setzt SRAM auf unterschiedlich große Kolben. Diese sollen für eine bessere Dosierbarkeit sorgen und sind bei der Code RSC aus Phenoplast gefertigt, die Code R setzt weiterhin auf Aluminium-Kolben. Zusätzlich wurde wie auch bei den Topmodellen der Guide ein kleines Stahlblech verbaut, der sogenannte Heat Shield. Dieser soll die Hitzeübertragung von Bremsbelag zu Bremssattel verhindern und somit die Wärmeentwicklung des Gesamtsystems geringer halten.

Einfache Entlüftung dank Bleeding Edge Technologie
# Einfache Entlüftung dank Bleeding Edge Technologie
Kompatibel mit den „alten“ Code Belägen
# Kompatibel mit den „alten“ Code Belägen - top!
Schlicht und schick
# Schlicht und schick - aber auch ganz schön massiv

Der Druckpunkt der Code RSC lässt sich, wie auch die Griffweite, werkzeugfrei in einer sehr großen Reichweite und dementsprechend sehr sensibel einstellen. Das Rädchen, das man bereits von den Guide Bremsen kennt, lässt sich leicht bedienen und man spürt jeden Klick eindeutig.

Die weiteren Technologien im Bremshebel sind ebenfalls aus dem Top-Modell der Guide Bremse bekannt. Der Carbon-Hebel läuft auf einem Kugellager, ist so sehr leicht zu bewegen und hat kein seitliches Spiel. Für eine gute Dosierbarkeit soll der Swing Link sorgen: Der Umlenkhebel drückt auf den Kolben und dadurch die Bremsflüssigkeit in die Leitung. Durch das spezielle Design dieses Hebels soll kein digitales On/Off-Bremsen entstehen, sondern ein gut dosierbarer Bremskraftverlauf entstehen, gleichzeitig der Leerweg nicht zu lang werden. Sobald der Kolben in Bewegung ist, verschließt dieser den Port zum Ausgleichsbehälter. Dieser soll Luft, die ins System gekommen ist, über eine Membran davon abhalten, in die Bremsleitung zu gelangen und damit eine zuverlässige und konstante Bremsleistung gewährleisten.

Das Innenleben der Geber-Einheit ...
# Das Innenleben der Geber-Einheit ...
... und des Bremssattels
# ... und des Bremssattels

SRAM Code – Auf dem Trail

Die SRAM Code wurde an einem Canyon Strive CF montiert, mit 180 mm Bremsscheibe hinten und 200 mm vorne. Für den Zeitraum des ersten Testeindrucks wurde das Bike samt Bremsen in Finale Ligure auf verschiedenstem Terrain von flowig bis steinig und steil, sowie in Österreich zwischen vereinzelten Schneefeldern und alpinen Trails bewegt. Im ersten Moment schien es ein wenig überdimensioniert, die Code an das Canyon Strive zu schrauben, stellte sich aber als die richtige Wahl heraus.

Bremsleistung

Was sofort auffiel war der direkte, aber nicht zu bissige Druckpunkt. Man hat nicht das Gefühl, sofort den „Anker zu werfen“, sondern die Geschwindigkeit präzise und direkt dosieren zu können. Was nicht bedeutet, dass man die Bremskraft der vier Kolben nicht voll ausnutzen kann – stellt man den Druckpunkt entsprechend ein, packt die Code sehr bissig zu. Die Tatsache, dass sich die starke Bremsleistung mühelos kontrollieren und einstellen lassen konnte, verschaffte Sicherheit.

Von technisch und steil ...
# Von technisch und steil ...

... bis flowig und schnell
# ... bis flowig und schnell

Druckpunkt und Bremsleistung blieben trotz unterschiedlichsten Belastungen über einen kurzen Zeitraum immer gleich, ein Wandern des Druckpunkts war nicht festzustellen. In Sachen Standfestigkeit kann die neue Code absolut überzeugen. Auch bei längeren Abfahrten von bis zu 15 min, bei denen die Bremse über die gesamte Abfahrt schleifend gezogen und betätigt wurde, punktete die Code mit unveränderter Bremskraft und Zuverlässigkeit. Eine Kleinigkeit hat sich von der alten auf die neue Code nicht verändert: Eine Kombination aus Nässe und Kälte sorgt bei der Code für akustische Untermalung des Bremsvorgangs. Das Quietschen wirkt sich zwar nicht auf die Brems-Performance aus, kann aber durchaus nerven.

Carsten Wollenhaupt von SRAM demonstriert die einfache Entlüftung des Systems
# Carsten Wollenhaupt von SRAM demonstriert die einfache Entlüftung des Systems

Dosierbarkeit

Durch den großen Verstell-Bereich des Druckpunkts und der Hebelweite ließ sich die Code je nach Belieben einstellen. Dank der guten Dosierbarkeit lassen sich blockierende Räder auch in steilem und rutschigerem Terrain sehr leicht vermeiden. Auch Kurven und Anlieger, die ein ständiges Weiterrollen des Rades erfordern, konnten auch mit angezogener Bremse ohne Kontrollverlust durchfahren und wieder verlassen werden. Aber es geht auch anders: Wenn man ordentlich zupackt, kann man die Code zum Blockieren und damit zum Drift bringen, doch diesen Zeitpunkt kann man deutlich besser kontrollieren. Das ist die große Stärke der neuen Code: Diese Balance zwischen Bissigkeit und Dosierbarkeit – wer auf extrem direkte Resonanz wie beispielsweise einer Saint hofft, könnte sich von der Code allerdings etwas mehr Direktheit wünschen, denn ihre Stärken liegen definitiv bei der Dosierung in Kombination mit Bremskraft.

Vollgas auf den langen Abfahrten in Finale Ligure
# Vollgas auf den langen Abfahrten in Finale Ligure

Fazit zur SRAM Code

Die neue SRAM Code punktet bei unserem ersten Testeindruck mit sensibler Einstellbarkeit des Druckpunkts, präziser Dosierbarkeit und konstant starker Bremsleistung. Für Gewichts-Sparfüchse ist die Downhillbremse nichts, mit über 400 g gehört sie schon zu den größeren Kalibern – schließlich ist ihr Einsatzbereich von Gravity bis E-Bike konzipiert. Ihre große Stärke liegt in der Dosierbarkeit: Während sie nach Bedarf so bissig sein kann wie vergleichbare Vierkolben-Bremsen, lässt ihre Bremskraft sich besser kontrollieren und verschafft damit mehr Sicherheit in anspruchsvollerem Terrain. Wer also eine stets zuverlässige Bremse zu einem guten Preis sucht, ist mit der Code bestens bedient. Ein ausführlicher Dauertest folgt!

Stärken

  • Dosierbarkeit
  • Einstellbarkeit
  • Standfestigkeit

Schwächen

  • Quietschen der Bremsbeläge bei Nässe & Kälte

Testablauf

Hier haben wir die SRAM Code getestet

  • Finale Ligure: Die Bremsen kamen auf langen Trails von flowig bis technisch, steinig und steil zum Einsatz
  • Seefeld: Steile, teilweise technische Alpentrails die im Testzeitraum teilweise auch noch etwas Schnee bereit hielten

Weitere Informationen zur SRAM Code

Webseite: www.sram.com
Text & Redaktion: Jana Zoricic | MTB-News.de 2016
Bilder: Victor Lucas, Sebastian Beilmann




Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    hnx

    dabei seit 12/2011

    Jetzt hast du die Zeilen geschrieben @Trallafitti, aber ich habe noch nicht verstanden, ob du die Code RSC jetzt schon getestet hast oder nicht? Sollte dem nicht der Fall sein, dann sind deine Postings OT, ansonsten schlecht formulierte Kritik.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Kyuss1975

    dabei seit 03/2014

    Hässlich und teuer....
  4. benutzerbild

    Kyuss1975

    dabei seit 03/2014

    Geisterfahrer
    Fragt sich nur, wer so ne Bremse mit solch kleinen Scheiben fahren will...
    Na das 50 Kilo Mäuschen im Foto, die braucht nicht mehr. ;)
  5. benutzerbild

    monkey10

    dabei seit 05/2007

    Flo-mit-W
    So, jetzt nochmal zum Gewicht:
    Gewogen: VR Bremse fast 300g.
    Laut Hersteller: Das Set 433. Ist die HR Bremse mit der längeren Leitung sooo viel leichter als die VR Bremse?
    Gur, das war mit Belägen gewogen. Die wiegen dann wahrscheinlich eben mal 150g...

    Geisterfahrer
    Genau gucken, was gemeint ist - das ist nicht die Angabe für das Bremsenset ohne Scheiben:

    Zitat von Bike-Components"
    Gewicht: black anodized / Satz (VR + HR) : 886 g (inkl. Klemmen, 160 mm Bremsscheiben)

    Das wären 443g für eine Bremse mit 160 mm Centerline-Scheibe und Klemmschelle. Das ist dann schon eher realistisch bei einem Scheibengewicht von 110g. (Fragt sich nur, wer so ne Bremse mit solch kleinen Scheiben fahren will...)
    Ich habe die Code RSC 2018 abgewogen, falls es von Interesse ist:


    Avid Code RSC VB 71cm gekürzt + befüllt (DOT)...............290g => auf 100cm: 296g*
    Bremsbelag mit Schraube & Klammer..................................25g
    Bremsscheibe Avid Centerline 203mm + Schrauben.............196g

    GESAMT VORDERBREMSE MIT BELÄGE + SCHEIBEN............511g

    Avid Code RSC HB 143cm gekürzt + befüllt (DOT)...............304g => auf 170cm: 310g*
    Bremsbelag mit Schraube & Klammer..................................25g
    Bremsscheibe Avid Centerline 180mm + Schrauben.............157g

    GESAMT HINTERBREMSE MIT BELÄGE + SCHEIBEN.............486g

    GESAMT VORDERBREMSE + HINTERBREMSE OHNE ALLES....594g
    GESAMT VORDERBREMSE + HINTERBREMSE MIT ALLEM......997g

    *72cm Leitung mit DOT = 14g => 1cm = 0,1944g

    Habe die Bremsleitungen auf 100/170cm gerechnet um sie mit der Shimano Saint vergleichen zu können, die mit dieser Leitungslänge ausgeliefert wird. Die Saint ist um etwa 50g leichter, die H30C-Beläge mit Kühlrippen mit 38g aber deutlich schwerer ;)
  6. benutzerbild

    Geisterfahrer

    dabei seit 02/2004

    Das ist sehr von Interesse! Vor allem, wenn so genau aufgeschlüsselt wird, dann kann man gut vergleichen! :daumen: Danke!

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