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Das Cube Stereo 140 29 ist in unserem Vergleichstest das einzige Trailbike aus Carbon
Das Cube Stereo 140 29 ist in unserem Vergleichstest das einzige Trailbike aus Carbon - wir haben den schwarz-blauen Boliden mit 140 mm Federweg vorne und hinten getestet!
Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt Cube am Stereo auf ein Fahrwerk von Fox
Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt Cube am Stereo auf ein Fahrwerk von Fox - hinten kontrolliert ein Float DPS-Dämpfer die 140 mm Federweg.
Die Fox 34 Rhythm-Gabel bietet ebenfalls 140 mm Federweg.
Die Fox 34 Rhythm-Gabel bietet ebenfalls 140 mm Federweg.
Der 2fach-Antrieb besteht aus einer farblich passenden Race Face Æffect-Kurbel …
Der 2fach-Antrieb besteht aus einer farblich passenden Race Face Æffect-Kurbel …
… und einem bewährten Shimano XT-Schaltwerk.
… und einem bewährten Shimano XT-Schaltwerk.
Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen ebenfalls aus dem Hause Shimano.
Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen ebenfalls aus dem Hause Shimano.
Der Aluminium-Lenker ist mit 740 mm für unseren Geschmack zu schmal.
Der Aluminium-Lenker ist mit 740 mm für unseren Geschmack zu schmal.
Das Steuerrohr am Cube Stereo 140 29 ist vergleichsweise lang, dazu kommt ein sehr hoch bauender Steuersatz
Das Steuerrohr am Cube Stereo 140 29 ist vergleichsweise lang, dazu kommt ein sehr hoch bauender Steuersatz - das lässt das Cockpit des Trailbikes in die Höhe wandern.
Die hauseigene Vario-Sattelstütze bietet 150 mm Verstellweg.
Die hauseigene Vario-Sattelstütze bietet 150 mm Verstellweg.
Auf Fulcrum-Laufrädern sind dünnwandige Schwalbe Nobby Nic-Reifen montiert.
Auf Fulcrum-Laufrädern sind dünnwandige Schwalbe Nobby Nic-Reifen montiert.
Auf flachen Trails und auf sanften Anstiegen spielt das Cube seine Stärken voll aus
Auf flachen Trails und auf sanften Anstiegen spielt das Cube seine Stärken voll aus - der Hinterbau arbeitet recht antriebsneutral. Außerdem sorgt das geringe Gesamtgewicht für eine sehr gute Beschleunigung.
Bergab hat man an Board des Cube Stereos das Gefühl, eher "über" als "im" Rad zu sitzen
Bergab hat man an Board des Cube Stereos das Gefühl, eher "über" als "im" Rad zu sitzen - dieser Eindruck wird durch das hohe und schmale Cockpit und den kurzen Reach verstärkt und vermittelt insgesamt wenig Sicherheit.
Bei einer aktiven Fahrweise und steigenden Geschwindigkeiten ist die Fox 34 Rhythm-Gabel etwas überfordert
Bei einer aktiven Fahrweise und steigenden Geschwindigkeiten ist die Fox 34 Rhythm-Gabel etwas überfordert - sie kann mit dem Hinterbau nicht mithalten und bietet wenig Gegenhalt.
Das geringe Gewicht wirkt sich positiv auf die Beschleunigung aus
Das geringe Gewicht wirkt sich positiv auf die Beschleunigung aus - das Cube Stereo 140 29 gerät allerdings schnell ans Limit.
Mit den dünnwandigen Schwalbe Nobby Nic-Reifen hatten wir in unserem Test einige Probleme
Mit den dünnwandigen Schwalbe Nobby Nic-Reifen hatten wir in unserem Test einige Probleme - trotz Tubeless-Aufbau hat sich die Luft ein ums andere Mal aus dem Inneren der Reifen verabschiedet. Hier empfehlen wir eine stabilere Variante.
Das Cube Stereo 29 140 bietet dank Carbon-Rahmen ein geringes Gesamtgewicht
Das Cube Stereo 29 140 bietet dank Carbon-Rahmen ein geringes Gesamtgewicht - das macht sich bergauf und in der Beschleunigung positiv bemerkbar. So ist das Stereo eine gute Wahl für Fahrer, die überwiegend Touren in eher sanftem Gelände fahren möchten. Bergab fährt das Trailbike der Konkurrenz im Vergleichstest jedoch hinterher.

Cube Stereo 140 29 im Test: Zugegeben, der Name ist etwas kompliziert: Stereo 140 C:62 Race 29 nennt sich das Carbon-Fully aus dem Hause Cube, das sich in unserem Vergleichstest gegen die Konkurrenz beweisen muss. Wir haben das Trailbike, das auf 29″-Laufrädern rollt und 140 mm Federweg vorne und hinten bietet, auf den Trails rund um Punta Ala getestet!

Cube Stereo 140 29 – Kurz & knapp

Die Enduro- und Trailbikes aus dem Hause Cube hören auf den Namen Stereo. Hiervon gibt es vier verschiedene Federwegsvarianten, die von sportlich straffen 120 mm am Heck bis hin zum EWS-tauglichen Stereo 160 mit 160 mm Federweg reichen. In unserem Trailbike-Vergleichstest an den Start gegangen ist das Stereo 140 29, das – wie der Name vermuten lässt – 140 mm Federweg vorne und hinten bietet und auf 29″-Laufrädern rollt. Der Namenszusatz C:62 Race 29 verrät außerdem das Rahmenmaterial: Als einziges Trailbike in unserem Test setzt Cube beim Stereo 140 C:62 Race 29 auf einen Rahmen aus Carbon. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.799,00 € ist das durchaus eine Ansage. Wir haben das Trailbike der Firma aus Waldershof auf den Trails im italienischen Punta Ala getestet!

  • Federweg vorne: 140 mm
  • Federweg hinten: 140 mm
  • Laufradgröße: 29″
  • Hinterradachse: Boost 148 mm x 12 mm
  • Dämpfer-Einbaumaß: 190 x 51 mm
  • Durchmesser Sattelstütze: 31,6 mm
  • PressFit-Tretlager
  • vorbereitet für interne Leitungsverlegung von Vario-Stützen
  • erhältlich in 4 Größen: S (16″) / M (18″) / L (20″) (getestet) / XL (22″)

Preis: 2.799,00 € (UVP) | Bikemarkt: Cube Stereo 140 C:62 Race 29 kaufen

Das Cube Stereo 140 29 ist in unserem Vergleichstest das einzige Trailbike aus Carbon
# Das Cube Stereo 140 29 ist in unserem Vergleichstest das einzige Trailbike aus Carbon - wir haben den schwarz-blauen Boliden mit 140 mm Federweg vorne und hinten getestet!

Technische Daten

Geometrie

Die Geometrie des Cube Stereo 140 29 fällt im Vergleich zur Konkurrenz in unserem Trailbike-Test etwas konservativer aus. Unser Testrad in Größe L (20″) hat einen mit 436 mm vergleichsweise kurzen Reach und einen 68° steilen Lenkwinkel. Die 446,5 mm langen Kettenstreben versprechen viel Laufruhe bei höheren Geschwindigkeiten. Mit einem Sitzwinkel von 74,7° ist das 470 mm lange Sitzrohr recht steil – das sollte sich im Uphill positiv bemerkbar machen. Auffällig ist außerdem das mit einer Länge von 130 mm für einen 29er vergleichsweise lange Steuerrohr. Erhältlich ist das Cube Stereo 140 29 in insgesamt vier verschiedenen Größen.

 S (16")M (18")L (20")XL (22")
Sitzrohrlänge370 mm420 mm470 mm520 mm
Oberrohrlänge570 mm590 mm608 mm619 mm
Steuerrohr110 mm120 mm130 mm150 mm
Lenkwinkel68°68°68°68°
Sitzrohrwinkel74,7°74,7°74,7°74,7°
Kettenstreben446,5 mm446,5 mm446,5 mm446,5 mm
Radstand1143 mm1164 mm1182 mm1194 mm
Stack627 mm637 mm646 mm664 mm
Reach404 mm421 mm436 mm440 mm
Tretlagerabsenkung- 36 mm- 36 mm- 36 mm- 36 mm

Ausstattung

Das von uns getestete Cube Stereo 140 C:62 Race 29 ist mit einer Fox 34 Rhythm-Federgabel mit 140 mm Federweg ausgestattet. Das Heck bietet ebenfalls 140 mm Federweg, die von einem Fox Float DPS-Dämpfer mit drei verschiedenen Modi kontrolliert werden. Um die Schaltvorgänge kümmert sich eine Shimano XT 2x-Schaltung, auch die Bremsanlage stammt aus dem Hause Shimano. Auf dem Fulcrum-Laufradsatz sind Schwalbe Nobby Nic-Reifen montiert. Das Cockpit und die Vario-Sattelstütze mit 150 mm Verstellweg kommen direkt von Cube. Die von uns getestete C:62 Race 29-Variante kostet 2.799,00 €. Erhältlich ist das Stereo 140 außerdem in zwei weiteren 29er-Varianten und insgesamt sechs Ausführungen, die auf den kleineren 650b-Laufrädern rollen.

Cube Stereo 140 29 – komplette Ausstattung zum Ausklappen
Cube Stereo 140 C:62 Race 29/b>Cube Stereo 140 C:62 SL 29Cube Stereo 140 C:68 SLT 29
DämpferFox Float DPSFox Float DPSFox Float DPS Factory
GabelFox 34 RhythmFox 34 FloatFox 34 Float Factory FIT4
SchaltwerkShimano XTShimano XTSRAM X01 Eagle
UmwerferShimano SLXShimano XT
SchalthebelShimano SLXShimano XTSRAM X01 Eagle
BremsenShimano BR-M506Shimano XTSRAM Level Ultimate
KassetteShimano SLXShimano XTSram XG-1295
LaufräderFulcrum Red 44DT Swiss CSW AM 3.9DT Swiss CSW AM 3.9
ReifenSchwalbe Nobby Nic Kevlar, 29" x 2,35"Schwalbe Nobby Nic Kevlar, 29" x 2,35"Schwalbe Nobby Nic Kevlar, 29" x 2,35"
KurbelRace Face ÆffectShimano XTSRAM X01 Eagle
KetteShimano CN-HG601-11Shimano CN-HG601-11Sram PC-XO1 Eagle
VorbauCube Performance ProCube Performance ProSyntace Megaforce 2
LenkerCube Rise Trail Bar Pro, 740 mmCube Rise Trail Bar Pro Carbon, 750 mmSyntace Vector Carbon High20, 780 mm
GriffeCube Race GripCube Race GripCube Race Grip
SattelSDG Fly Mtn 2SDG Fly Mtn 2Fi`zi:k Gobi Carbon Braided
SattelstützeCube Dropper Post, 150 mmCube Dropper Post, 150 mmRockShox Reverb Stealth, 150 mm
Preis2.799,00 €3.799,00 €5.999,00 €
Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt Cube am Stereo auf ein Fahrwerk von Fox
# Im Gegensatz zur Konkurrenz setzt Cube am Stereo auf ein Fahrwerk von Fox - hinten kontrolliert ein Float DPS-Dämpfer die 140 mm Federweg.
Die Fox 34 Rhythm-Gabel bietet ebenfalls 140 mm Federweg.
# Die Fox 34 Rhythm-Gabel bietet ebenfalls 140 mm Federweg.
Der 2fach-Antrieb besteht aus einer farblich passenden Race Face Æffect-Kurbel …
# Der 2fach-Antrieb besteht aus einer farblich passenden Race Face Æffect-Kurbel …
… und einem bewährten Shimano XT-Schaltwerk.
# … und einem bewährten Shimano XT-Schaltwerk.
Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen ebenfalls aus dem Hause Shimano.
# Die hydraulischen Scheibenbremsen stammen ebenfalls aus dem Hause Shimano.
Der Aluminium-Lenker ist mit 740 mm für unseren Geschmack zu schmal.
# Der Aluminium-Lenker ist mit 740 mm für unseren Geschmack zu schmal.

In der Hand

Auf den ersten Blick sticht am Cube natürlich der schwarze Carbon-Rahmen mit blauen Akzenten ins Auge: Im Gegensatz zu allen anderen Trailbikes in unserem Vergleichstest bestehen Hauptrahmen und Hinterbau am Stereo 140 aus dem edlen und leichten Kohlenstoff. Das macht sich auch positiv an der Waage bemerkbar: Mit einem Gewicht von 12,86 kg ist das Cube Stereo 140 das leichteste Trailbike in unserem Test – und das trotz der größeren und schwereren 29″-Laufräder.

Im direkten Vergleich zur Konkurrenz wirkt die Geometrie des Cube Stereo 140 etwas weniger modern: Während der Reach mit 436 mm für einen Rahmen in Größe L eher kurz ausfällt, sind die Kettenstreben mit einer Länge von 446,5 mm recht lang. Das vergleichsweise hochgezogene Oberrohr und das längere Steuerrohr tragen zur etwas hochbauenden Optik bei.

Das Steuerrohr am Cube Stereo 140 29 ist vergleichsweise lang, dazu kommt ein sehr hoch bauender Steuersatz
# Das Steuerrohr am Cube Stereo 140 29 ist vergleichsweise lang, dazu kommt ein sehr hoch bauender Steuersatz - das lässt das Cockpit des Trailbikes in die Höhe wandern.
Die hauseigene Vario-Sattelstütze bietet 150 mm Verstellweg.
# Die hauseigene Vario-Sattelstütze bietet 150 mm Verstellweg.
Auf Fulcrum-Laufrädern sind dünnwandige Schwalbe Nobby Nic-Reifen montiert.
# Auf Fulcrum-Laufrädern sind dünnwandige Schwalbe Nobby Nic-Reifen montiert.

Positiv fällt auf, dass Cube am Stereo 140 29 eine hauseigene Vario-Sattelstütze mit satten 150 mm Verstellweg verbaut. Die Position des Hebels, der sich rechts oberhalb des 740 mm schmalen Lenkers befindet, ist allerdings wenig ergonomisch. Generell wirkt das Cockpit eher wenig aufgeräumt: Neben dem Hebel für die Sattelstütze müssen hier schließlich zwei Schalt- und zwei Bremshebel Platz finden. Als einziges Modell in unserem Vergleichstest setzt Cube auf ein Fahrwerk aus dem Hause Fox. Wir sind gespannt, wie sich dieses im Vergleich zur Konkurrenz von RockShox auf den anspruchsvollen Trails in Punta Ala schlagen wird.

Auf dem Trail

Uphill

Bergauf macht sich sofort das niedrige Gesamtgewicht des Cube Stereo 140 29 positiv bemerkbar. Der Viergelenk-Hinterbau des Cubes arbeitet auch im offenen Dämpfermodus relativ antriebsneutral, wenngleich auf dem kleinen Kettenblatt ein Wippen des Dämpfers etwas stärker ausgeprägt ist als auf dem großen Kettenblatt. Der Dämpfer lässt sich allerdings auch per Hebel in einen strafferen Modus schalten. Durch den steilen Sitzwinkel hat man bergauf eine sehr zentrale Sitzposition auf dem Rad.

Auf steileren und technischeren Anstiegen macht einem die hohe Front des Cubes  – das Steuerrohr ist satte 130 mm lang, dazu kommt eine sehr hohe Steuersatzschale – etwas zu schaffen. Trotz zentraler Sitzposition neigt das Vorderrad dazu, auf steilen Anstiegen in die Luft zu wandern. Hier muss man aktiv das Gewicht etwas nach vorne verlagern. Das hat allerdings zur Folge, dass man mitunter zu wenig Druck auf dem Hinterrad hat und dieses gerade bei losem Untergrund durchdreht., hier muss man seine Technik entsprechend anpassen. Gerade auf langen, sanfteren Anstiegen ist das Cube aber insgesamt der beste Kletterer in unserem Vergleichstest.

Auf flachen Trails und auf sanften Anstiegen spielt das Cube seine Stärken voll aus
# Auf flachen Trails und auf sanften Anstiegen spielt das Cube seine Stärken voll aus - der Hinterbau arbeitet recht antriebsneutral. Außerdem sorgt das geringe Gesamtgewicht für eine sehr gute Beschleunigung.

Downhill

Führt der Trail bergab, macht sich insbesondere im direkten Vergleich zur 650b-Konkurrenz das sehr gute Überrollverhalten der großen 29″-Laufräder bemerkbar. Vor allem auf sanften, technisch weniger anspruchsvollen Trails ist das Cube Stereo 140 29 dank des leichten Gesamtgewichts voll in seinem Element.

Auf steileren, technisch anspruchsvolleren Strecken vermittelt das Cube Stereo 140 29 im Vergleich zu den anderen Modellen in unserem Test eher wenig Sicherheit. Durch den steilen Lenkwinkel, die hohe Front, den kurzen Reach und das vergleichsweise hohe Tretlager hat man das Gefühl, eher auf als im Rad zu stehen. Insgesamt ist das Rad für unseren Geschmack zu hoch und der Lenker zu schmal.

Bergab hat man an Board des Cube Stereos das Gefühl, eher "über" als "im" Rad zu sitzen
# Bergab hat man an Board des Cube Stereos das Gefühl, eher "über" als "im" Rad zu sitzen - dieser Eindruck wird durch das hohe und schmale Cockpit und den kurzen Reach verstärkt und vermittelt insgesamt wenig Sicherheit.
Bei einer aktiven Fahrweise und steigenden Geschwindigkeiten ist die Fox 34 Rhythm-Gabel etwas überfordert
# Bei einer aktiven Fahrweise und steigenden Geschwindigkeiten ist die Fox 34 Rhythm-Gabel etwas überfordert - sie kann mit dem Hinterbau nicht mithalten und bietet wenig Gegenhalt.

Bei hohen Geschwindigkeiten, schnellen Richtungswechseln oder herausfordernden Passagen lässt sich das Cube im Vergleich zu den anderen Trailbikes in unserem Test schlechter kontrollieren. Zwar baut man durch das geringe Gesamtgewicht in Verbindung mit den großen Laufrädern recht schnell hohe Geschwindigkeiten auf; in diesem Grenzbereich lässt sich das Cube dann allerdings nicht besonders gut kontrollieren, bietet wenig Gegenhalt in Kurven und vermittelt insgesamt wenig Sicherheit. Ein ums andere Mal wurden wir in unserem Test von den doch recht üppigen 140 mm Federweg vorne und hinten in haarigen Situationen gerettet.

Apropos Federweg: Wie eingangs erwähnt stammen die Federelemente am Cube aus dem Hause Fox – entsprechend gespannt waren wir, wie sich die 34 Rhythm-Gabel und der Float DPS-Dämpfer mit jeweils 140 mm Federweg im Vergleich zur RockShox-Konkurrenz schlägt. Der Float DPS-Dämpfer konnte insgesamt durchaus überzeugen, brauchte dafür aber relativ viel Druck – dadurch steht man allerdings auch entsprechend höher im Federweg. Mit der Leistung der Fox 34 Rhythm-Gabel waren wir im Vergleich zur RockShox Pike eher unzufrieden. Die stufenlose Verstellung der Dämpfung ist für unseren Geschmack nicht ideal: Oft ist die Gabel entweder unerwartet weggesackt oder war zu straff. Das System mit definierten Klicks empfinden wir insgesamt als deutlich bessere Lösung.

Das geringe Gewicht wirkt sich positiv auf die Beschleunigung aus
# Das geringe Gewicht wirkt sich positiv auf die Beschleunigung aus - das Cube Stereo 140 29 gerät allerdings schnell ans Limit.

Tuning-Tipps

Um insbesondere die Bergab-Leistung des Cube Stereo 140 29 zu verbessern, empfiehlt es sich, einen breiteren Lenker zu montieren. Dieser vermittelt insbesondere in schnellen Passagen deutlich mehr Sicherheit. Die Ergonomie der hauseigenen Cube-Variostütze haben wir als nicht ideal empfunden: Der Hebel bietet ein sehr undefiniertes Gefühl und ist an einer Stelle montiert, die man während der Fahrt nur schwer erreicht.

Enttäuschend war außerdem die sehr dünnwandige Schwalbe Nobby Nic-Bereifung. Zwar ist das Profil des Nobby Nic durchaus dem Einsatzgebiet des Trailbikes entsprechend, allerdings hatten wir während des Testzeitraums mehrere Male vorne (!) und hinten mit platten Reifen zu kämpfen – und das, obwohl wir die Laufräder am Cube Stereo 140 29 auf Tubeless umgerüstet hatten.

Mit den dünnwandigen Schwalbe Nobby Nic-Reifen hatten wir in unserem Test einige Probleme
# Mit den dünnwandigen Schwalbe Nobby Nic-Reifen hatten wir in unserem Test einige Probleme - trotz Tubeless-Aufbau hat sich die Luft ein ums andere Mal aus dem Inneren der Reifen verabschiedet. Hier empfehlen wir eine stabilere Variante.

Haltbarkeit

Abgesehen von den technischen Defekten an den Reifen hat sich die Haltbarkeit des Cube Stereo 140 29 im Testzeitraum als gut erwiesen. Der Klarlack, mit dem der edle Carbonrahmen überzogen ist, ist allerdings relativ anfällig für Kratzer. Der dünne Schutz auf den Kettenstreben ist etwas unterdimensioniert.

Fazit – Cube Stereo 140 29

Das Cube Stereo 140 29 punktet in unserem Trailbike-Vergleichstest vor allem durch den hochwertigen Carbon-Rahmen und das damit einhergehende geringe Gesamtgewicht. Das macht sich insbesondere bergauf positiv bemerkbar. Bergab gerät das Stereo trotz großer Laufräder und 140 mm Federweg schnell an seine Grenzen und vermittelt wenig Sicherheit. Dazu tragen auch der kurze Reach, die hohe Front und der schmale Lenker bei.

Stärken

  • Rahmen aus Carbon
  • geringes Gesamtgewicht
  • gute Beschleunigung bergauf

Schwächen

  • Fahrwerk bergab schnell überfordert
  • vermittelt wenig Sicherheit
  • zu schmaler Lenker, unergonomische Sattelstütze, pannenanfällige Reifen
Das Cube Stereo 29 140 bietet dank Carbon-Rahmen ein geringes Gesamtgewicht
# Das Cube Stereo 29 140 bietet dank Carbon-Rahmen ein geringes Gesamtgewicht - das macht sich bergauf und in der Beschleunigung positiv bemerkbar. So ist das Stereo eine gute Wahl für Fahrer, die überwiegend Touren in eher sanftem Gelände fahren möchten. Bergab fährt das Trailbike der Konkurrenz im Vergleichstest jedoch hinterher.

Testablauf

Das Cube Stereo 140 29 wurde eine Woche lang von drei MTB-News.de-Testern auf den italienischen Trails rund um Punta Ala getestet.

Hier haben wir das Cube Stereo 140 29 getestet

  • Punta Ala: Die Trails des italienischen Mountainbike-Paradieses Punta Ala sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der SuperEnduro-Serie und waren außerdem der Austragungsort der ersten EWS überhaupt. Die Trails sind naturbelassen, teils sehr steinig und ruppig und mit knackigen Gegenanstiegen durchsetzt.
Testerprofil Sebastian Beilmann – bitte ausklappen

Testerprofil

  • Testername: Sebastian Beilmann
  • Körpergröße: 174 cm
  • Gewicht (mit Riding-Gear): 68 kg
  • Schrittlänge: 81 cm
  • Armlänge: 63 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Verspielt
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro, Park
  • Vorlieben beim Fahrwerk: recht straff mit Progression
  • Vorlieben bei der Geometrie: relativ flacher Lenkwinkel, kurze Kettenstreben, langes Oberrohr mit kurzem Vorbau

Testerprofil Moritz Zimmermann – bitte ausklappen
  • Testername: Moritz Zimmermann
  • Körpergröße: 186 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 93 kg
  • Fahrstil: Räder auf dem Boden, saubere Linienwahl
  • Was fahre ich hauptsächlich: Trail, Enduro
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Relativ straff mit viel Dämpfung, Heck langsam
  • Vorlieben bei der Geometrie: Mittellanges Oberrohr und Kettenstreben, flacher Lenkwinkel
Testerprofil Fabian Lege – bitte ausklappen
  • Testername: Fabian Lege
  • Körpergröße: 196 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 95 kg
  • Schrittlänge: 96 cm
  • Fahrstil: saubere Linie, technisch
  • Was fahre ich hauptsächlich: Enduro
  • Vorlieben beim Fahrwerk: hoch im Federweg stehend, progressiv, viel Dämpfung
  • Vorlieben bei der Geometrie: Niedrige Front, kurze Kettenstreben und steiler Sitzwinkel 

Hier findest du die weiteren Artikel unseres Trailbike-Vergleichstests 2017:


Weitere Informationen

Website: www.cube.eu
Text & Redaktion: Moritz Zimmermann | MTB-News.de 2017
Bilder: Johannes Herden

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    mw.dd

    dabei seit 07/2006

    Black-Falcon
    und eventuell direkt zu einem XL-Rahmen gegriffen.
    Ein passender Rahmen so von der Größe her ist immer gut - unabhängig vom Gelände ;)

    Black-Falcon
    Magst recht haben, doch weiß man (normalerweise) vor so einem Test wohin es geht…
    Da hätte man ruhig mal die Komponenten+Geo durchgehen könne
    Da kommen wir der Sache auch schon näher: Statt sich an der Schublade "Trailbike" und deren durchaus verschiedenenen Definition durch die Hersteller zu orientieren sollte man sich vielleicht ins Gedächtnis rufen, das bestimmte Ausstattungsmerkmale oder Rahmengeometrien je nach tatsächlichem Einsatzzweck und gefahrenen Trails mehr oder weniger nützlich sind.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    Fridl89

    dabei seit 05/2008

    Wenn ich mir die Geo-Daten so anschau merk ich doch gleich: das Bike muss über dem Heck gefahren werden.

    Kurzer Reach + steiler LW + lange Kettenstreben = Hohe Front bzw viel Stack.
    Und genau so, werden die Cubes idR auch in der EWS gefahren, ziemlich hohe Front.

    Insofern kann ich die Kritik der Tester auf die hohe Front als solches nicht nachvollziehen.
    Passt auf jedenfall zum rest der Geo, unabhängig ob diese jetzt gut oder schlecht ist.
  4. benutzerbild

    JohSch

    dabei seit 08/2013

    Wieso wurden eigentlich die auch so schlechten Reifen am Cube nicht getauscht, am Propain aber schon?

    Und "ausgewählt" wurde anscheinend so:
    Anfrage an (irgendwie?) ausgewählte Marken à la "Schickt uns euer Trailbike für max. 2999€"
    Dann hat der Marektingmensch dort eben das ausgewählt was er/sie darunter versteht. Ob das aber das gleiche ist, wie MTB-News unter dem Wort versteht? Und welche Rahmengröße für was für Tester kommt?
    _____________

    Der Nikolaus hat die Front v.a. bei den 27,5ern sogar immer eher noch höher gemacht als se eh schon war. Bei den 29ern fährt er zumindest auch nicht ohne Spacer wie zB der Joe Barnes bei Canyon, sondern immer noch die hohe Kappe und dann Vorbau und Riser.

    Also kann schon funktionieren.

    https://www.google.de/search?q=nico+lau+bikecheck

    Bsp 29:
    http://www.vojomag.com/wp-content/u...s_Nicolas_Lau_Copyright_OBeart_Vojomag-11.jpg

    Bsp 27,5:
    https://ep1.pinkbike.org/p5pb12047753/p5pb12047753.jpg
    https://www.mtb-mag.com/wp-content/uploads/2015/02/IMG_9329.jpg
    http://14761-presscdn-0-15.pagely.n.../uploads/2014/11/Nico-Lau-9-von-9-780x520.jpg
  5. benutzerbild

    fone

    dabei seit 09/2003

    JohSch
    Wieso wurden eigentlich die auch so schlechten Reifen am Cube nicht getauscht, am Propain aber schon?

    Und "ausgewählt" wurde anscheinend so:
    Anfrage an (irgendwie?) ausgewählte Marken à la "Schickt uns euer Trailbike für max. 2999€"
    Dann hat der Marektingmensch dort eben das ausgewählt was er/sie darunter versteht. Ob das aber das gleiche ist, wie MTB-News unter dem Wort versteht? Und welche Rahmengröße für was für Tester kommt?
    _____________

    Der Nikolaus hat die Front v.a. bei den 27,5ern sogar immer eher noch höher gemacht als se eh schon war. Bei den 29ern fährt er zumindest auch nicht ohne Spacer wie zB der Joe Barnes bei Canyon, sondern immer noch die hohe Kappe und dann Vorbau und Riser.

    Also kann schon funktionieren.

    https://www.google.de/search?q=nico+lau+bikecheck

    Bsp 29:
    http://www.vojomag.com/wp-content/u...s_Nicolas_Lau_Copyright_OBeart_Vojomag-11.jpg

    Bsp 27,5:
    https://ep1.pinkbike.org/p5pb12047753/p5pb12047753.jpg
    https://www.mtb-mag.com/wp-content/uploads/2015/02/IMG_9329.jpg
    http://14761-presscdn-0-15.pagely.n.../uploads/2014/11/Nico-Lau-9-von-9-780x520.jpg
    Wer so fährt hat schlicht keine Ahnung...



    vom IBC-Forums-Maßstab.
  6. benutzerbild

    Geisterfahrer

    dabei seit 02/2004

    Nash
    Man sollte auch die Rahmenbedingungen des Tests nicht außer Acht lassen. Wenn ich so ein Bike im steilen, technischen Gelände teste kann es mit seinen Eigenschaften wahrscheinlich weniger glänzen, als auf den Isartrails oder moderaten Mittelgebirgswanderwegen. Insofern sollte man doch die Kirche im Dorf lassen. Wer ein "Trailbike" haben möchte mit dem er auch mal längere Touren fahren möchte, vielleicht sogar einen Stoneman in Angriff nehmen möchte, ist mit dem Cube wahrscheinlich besser bedient, als mit einer Abfahrtsraubsau ala Propain.

    Vielleicht ist das Cube auch nur falsch kategorisiert oder die Kategorie "Trailbike" zu weit definiert? Wer kann bei dem Marketinggeschwätz da überhaupt noch durchsehen?
    Also, lange Touren gehen eigentlich recht gut mit dem Propain, zumindest mit dem Vorgänger...

    Habe allerdings auch keinen Zweifel daran, dass auch das Cube Spaß macht.

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