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Robot Bike R160
Robot Bike R160
Ein Standard M/L Tune am Monarch Debon Air Plus sorgte für Verwunderung
Ein Standard M/L Tune am Monarch Debon Air Plus sorgte für Verwunderung
In sich schon ein DW-Link alleine in diesem Bereich
In sich schon ein DW-Link alleine in diesem Bereich
Interne Zugführung lassen den Rahmen aufgeräumt wirken
Interne Zugführung lassen den Rahmen aufgeräumt wirken
Die IS Bremsaufnahme am Testbike war sehr filigran, hielt aber anstandslos stand
Die IS Bremsaufnahme am Testbike war sehr filigran, hielt aber anstandslos stand - In der aktuellen Version des Bikes wurde diese dennoch überarbeitet um sie etwas steifer zu machen.
Der Tretlagerbereich vor der Nacharbeitung der Lagersitze
Der Tretlagerbereich vor der Nacharbeitung der Lagersitze
Vorbereitung der Klebestelle
Vorbereitung der Klebestelle
Carbonrohre verbinden die Titanteile
Carbonrohre verbinden die Titanteile
DW-Link plus Horstlink
DW-Link plus Horstlink - Im Grunde ist das DW6 eine Kombination aus beiden Systemen
Ein Hebel versteckt sich
Ein Hebel versteckt sich - In sich ist dieser Bereich bereits ein "vollständiger" DW-Link, wie man es von anderen Bikes kennt.
Minimalistische Kabelbinderführung
Minimalistische Kabelbinderführung - diese wurde ebenfalls verbessert
142er Breite – das wird viele Fahrer freuen
142er Breite – das wird viele Fahrer freuen
Sehr effizient
Sehr effizient - auch wenn's flach ist oder bergauf geht
Balance und Nehmerqualitäten
Balance und Nehmerqualitäten - Die Zentrale Position ist aufgrund der Größe des Bikes auch für große Fahrer möglich.
0 Tokens/Volumenspacer
0 Tokens/Volumenspacer - Keiner der Testfahrer hatte dies nach den ersten Fahrten vermutet. Die Progression kommt hauptsächlich aus der Umlenkung.
Wir stellten das Robot zuerst mit gleichem Fahrwerk auf großen Fuß…
Wir stellten das Robot zuerst mit gleichem Fahrwerk auf großen Fuß… - In der Gabel halfen wir uns mit Tokens, um die Progression entsprechend dem Hinterbau anzupassen.
…später half ein FOX-Fahrwerk, die Hinterbaueigenschaften weiter zu ergründen
…später half ein FOX-Fahrwerk, die Hinterbaueigenschaften weiter zu ergründen - Einflussnahme auf beide Druckstufen zeigte, wie viel mehr mit dem Hinterbau noch möglich ist.
Durchschlagstest bei 29 Zoll
Durchschlagstest bei 29 Zoll - Der Rahmen nimmt je nach Geometrie/Kettenstrebenlänge auch 29 Zoll-Laufräder auf. Die Tretlagerabsenkung von 10 mm empfanden wir nicht als Nachteil an der 29er-Version, stattdessen freuten wir uns über die gute Bodenfreiheit beim Treten in technischem Gelände.
Wir stellten das Robot zuerst mit gleichem Fahrwerk auf großen Fuß…
Wir stellten das Robot zuerst mit gleichem Fahrwerk auf großen Fuß… - In der Gabel halfen wir uns mit Tokens, um die Progression entsprechend dem Hinterbau anzupassen.
Delle. Passiert.
Delle. Passiert. - Sämtliche Carbonrohre sind mit einer zusätzlichen Decklage versehen. Somit sind solche Schäden rein optischer Natur.
Gebaut um hart gefahren zu werden
Gebaut um hart gefahren zu werden

Robot R160 im Test: Vor etwa einem Jahr wurde das Robot R160 vorgestellt. Lebenslange Garantie, individuelle Geometrie-Anpassung, Carbon-Titan-Rahmen und „Made in Great Britain“ – das klangt alles sehr vielversprechend und neuartig. Trotzdem waren wir nach der Vorstellung skeptisch, ob es die zusätzlichen Gelenke an Dave Weagles neuestem DW6-Hinterbau tatsächlich braucht und ob sich eine solche neuartige Fertigungsmethode wirklich eignet, um ein Bike damit herzustellen. Die Zeit ist gekommen: wir haben das R160 einem ausführlichen Test unterzogen und Antworten auf die Fragen gefunden.

Robot R160 – kurz & knapp

Technisch und steil bergab, aber trotzdem angenehm bergauf und optimal für Ganztages-Ausfahrten: Das Robot R160 verspricht viel und soll dank neuem DW6-Hinterbau eine perfekte Dämpfung am Heck bieten. Hier sind die Eckdaten des besonderen Bikes.

  • Rahmenmaterial: Titan und Carbon
  • Federweg: 160 mm
  • Laufradgröße: 27.5″ Laufräder
  • Gewicht (unser Custom-Rahmen): 3046 g mit RockShox Monarch Plus

Preis: 3,895 GBP (ca. 4.559 €) (UVP) | Bikemarkt: Robot R160 kaufen

Robot Bike R160
# Robot Bike R160

Technische Daten

  • (Empfohlener) Lenkwinkel: 65.5°
  • (Empfohlener) Sitzwinkel: 74°
  • (Empfohlene) Kettenstrebenlänge: 430 mm
  • (Empfohlene) Tretlagerabsenkung: 10 mm
  • Federungssystem: DW6 mit progressiver Kennlinie
  • Steuersatz: ZS44 – ZS56
  • Tretlager: 73 mm BSA
  • Sonstiges: ISCG tabs
  • Umwerferkompatibel: nein
  • Sattelstützenmaß: 31,6 mm (Stealth kompatibel)
  • Dämpfereinbaumaß: 216 x 63 mm
  • Dämpferhardware: M8 x 22 mm
  • Achsmaß am Hinterrad: 142 x 12 mm
  • Empfohlene Laufradgröße: 27.5”

Rahmendetails

Robot Bike bietet auf der Webseite einen Geometrie-Rechner an, der nach Eingabe verschiedener Körpermaße des Kunden eine Geometrie generiert. Komplette Wunschgeometrien? Gerne!

Das Robot R160 wartet mit einigen cleveren Details auf, die konstant weiter entwickelt werden. Ein großer Vorteil, wenn man nicht auf eine Carbon- oder Schmiedeform angewiesen ist. Leitungen werden intern geführt und an den entscheidenden Stellen gibt es zusätzliche Führungen, um lästiges Schubbern am Rahmen zu vermeiden.

Rahmengröße und Geometrie? Alles anpassbar. Auf der Webseite von Robot gibt es einen Geometrie-Rechner, der anhand diverser Maße – vom Kunden eingetragen – die passende Rahmengröße ermittelt. Wer genau weiß was er möchte, kann sich mit Robot in Verbindung setzen, sich beraten lassen und seine kühnsten Geometrie-Träume Wirklichkeit werden lassen.

Jeder Rahmen wird individuell gedruckt, zugeschnitten und in einer anpassbaren Rahmenlehre für den Kunden endmontiert. Bei der Wahl der Komponenten steht dem Käufer eine ähnlich breite Auswahl zur Verfügung wie auch bei der Geometrie – vom Frameset bis hin zur kompletten Wunschausstattung ist alles möglich.

Interne Zugführung lassen den Rahmen aufgeräumt wirken
# Interne Zugführung lassen den Rahmen aufgeräumt wirken
Die IS Bremsaufnahme am Testbike war sehr filigran, hielt aber anstandslos stand
# Die IS Bremsaufnahme am Testbike war sehr filigran, hielt aber anstandslos stand - In der aktuellen Version des Bikes wurde diese dennoch überarbeitet um sie etwas steifer zu machen.
Ein Standard M/L Tune am Monarch Debon Air Plus sorgte für Verwunderung
# Ein Standard M/L Tune am Monarch Debon Air Plus sorgte für Verwunderung

„In the end it’s all connected. You can’t just have a look at curves in Linkage and guess how a bike will ride. Too many variables need to be considered.“ – Dave Weagle

Beim Fertigungsverfahren der Muffen setzt Robot auf ein additives Verfahren, bei dem Titanpulver mit einem Laser geschmolzen wird. Aktuell liegt der Zeitaufwand für einen Rahmen-Druckprozess bei zirka 2 Tagen. Danach werden die Teile gesäubert und stellenweise (Lagersitze, Tretlagergewinde etc.) nachgearbeitet. Kleinere Umlenkhebel sind günstiger via CNC-Fräse herstellbar. Hier setzt man auf kürzeste Transportwege: Eine entsprechende Metallverabeitung liegt lediglich eine Tür weiter im gleichen Industriepark an der Grenze zu Wales. Die Carbonrohre sind nach den Vorgaben von Robot dimensioniert und gefertigt, werden je nach Geometrie vor Ort abgelängt und mit den Muffen in einer anpassbaren Rahmenlehre verklebt.

Um die bestmögliche, geklebte Verbindung zwischen zweierlei Materialien zu gewährleisten, gilt es, eine möglichst große Überlappungsfläche einzuplanen. Also warum ein Rohr nicht nur an der Steckverbindung nur außen verkleben, wenn sich das an der Innenseite ebenfalls anbietet? Fachwerkartige Konstruktionen innerhalb der Teile sorgen für zusätzliche Stabilität.

Der Tretlagerbereich vor der Nacharbeitung der Lagersitze
# Der Tretlagerbereich vor der Nacharbeitung der Lagersitze
Vorbereitung der Klebestelle
# Vorbereitung der Klebestelle
Carbonrohre verbinden die Titanteile
# Carbonrohre verbinden die Titanteile

Funktion des DW6 Hinterbaus

Ein Highlight ist aber auf jeden Fall die Hinterbaukonstruktion aus der Feder von Dave Weagle. Wir haben alles versucht, um an Details und Funktionshintergründe zu kommen, aber Dave ließ sich nicht wirklich erweichen. Der Rahmen ist mit seiner Kinematik auch für den Einsatz von Stahlfederdämpfern geeignet. Dies bedeutet, dass in der Umlenkung eine starke Progression eingerechnet ist, die mit Luftdämpfern (und entsprechender Anzahl Volumenspacer) auf ein wirklich hohes Level gehoben werden kann. Anti-Squat, das Verhalten unter Bremsen… alle wichtigen Einzelfaktoren sollen mit der letzten Generation des DW-Links unabhängig voneinander beeinflusst werden können.

DW6 Robot Bike R160 – Hinterbaufunktion von GrinsekaterMehr Mountainbike-Videos

DW-Link plus Horstlink
# DW-Link plus Horstlink - Im Grunde ist das DW6 eine Kombination aus beiden Systemen
Ein Hebel versteckt sich
# Ein Hebel versteckt sich - In sich ist dieser Bereich bereits ein "vollständiger" DW-Link, wie man es von anderen Bikes kennt.

Geometrie

GrößeCustom RBC006
Reach510 mm
Lenkwinkel63,5°
Oberrohrlänge648 mm
Kettenstrebenlänge450 mm
Sitzwinkel77°
Tretlagerabsenkung-10 mm
Sitzrohrlänge470 mm
Stack597 mm
Steuerrohrlänge125 mm
Radstand1300 mm

Robot R160 in der Hand

An den Titanmuffen erkennt man Linie für Linie das additive Fertigungsverfahren

Betrachtet man das R160 das erste Mal aus der Nähe, wirkt es sehr industriell. An den Titanmuffen, welche nach dem Drucken an der Außenseite keine Politur erfahren haben, erkennt man Linie für Linie das additive Fertigungsverfahren. Mattglänzende Carbon-Rohre verbinden die Metallkomponenten des Rahmens absolut geradlinig. Details wie die IS-Bremsaufnahme sind filigran ausgeführt und wirken fast unterdimensioniert. Alle Anbauteile stammen aus der mittleren Preisklasse und finden sich so auch an vielen anderen Bikes dieser Federwegskategorie.

Minimalistische Kabelbinderführung
# Minimalistische Kabelbinderführung - diese wurde ebenfalls verbessert
142er Breite – das wird viele Fahrer freuen
# 142er Breite – das wird viele Fahrer freuen

Robot R160 auf dem Trail

Uphill

Als wir uns endlich von den Details am Rahmen losreißen können, machen wir uns auf den Weg auf die Trails, wo uns weitere Überraschungen bevorstehen.

Das Robot R160 marschiert motiviert nach vorn. Erst als ein Kollege irgendwann zum Lockout am Dämpfer greift, fällt uns auf, dass wir im offenen Modus unterwegs sind. Nerviges Wippen im offenen Modus am Robot? Fehlanzeige. Wir profitieren von einem ruhigen Hinterbau und als der Anstieg steiler und technischer wird, punktet es mit Traktion und Vortrieb.

Nerviges Wippen im offenen Modus am Robot? Fehlanzeige.

Da die Dimensionen des Rahmens komplett frei wählbar sind, fällt eine Beurteilung der Kletterfähigkeit im Zusammenhang mit der Geometrie nicht ganz leicht. Unser Testrahmen verfügt über einen Reach von 510 mm, eine Kettenstrebenlänge von 450 mm sowie einen Sitzwinkel von 77°. All dies begünstigt eine entspannte Kletterposition ohne nerviges Steigen des Vorderrades durch ein zu kurzes Heck. In Summe werden durch Suspension-Eigenschaften und Geometrie die vollmundigen Behauptungen, was die Kletterfähigkeit angeht, durchaus erfüllt.

Sehr effizient
# Sehr effizient - auch wenn's flach ist oder bergauf geht

Downhill

Das Robot folgte selbst auf rutschigstem Untergrund unaufgeregt der Linienvorgabe

Wenn die Länge im Uphill hilft, dann hilft sie zumeist auch in der Abfahrt. Für die Testfahrer mit Größe von 1,90 m ist das Robot mit einem Reach von 510 mm und einem Radstand von 1300 mm eine Wohltat. Von der Sicherheit, die ein Lenkwinkel unterhalb von 64° bringt, ganz zu schweigen.

Jede Menge Platz zwischen den Achsen für lange Arme und lange Beine. Entsprechend wenig muss man sich nach vorn oder hinten bewegen, um Vorder- oder Hinterrad mit Grip zu beanspruchen, wie es bei vielen kleineren Bikes der Fall ist. Das Robot folgt selbst auf rutschigstem Untergrund unaufgeregt der Linienvorgabe.

Balance und Nehmerqualitäten
# Balance und Nehmerqualitäten - Die Zentrale Position ist aufgrund der Größe des Bikes auch für große Fahrer möglich.

So unaufgeregt und so sicher, dass man sich nicht sicher ist, ob man nicht doch die Kette verloren hat. Im direkten Vergleich mit anderen Bikes auf den gleichen Teststrecken liegt das Robot immer eine Spur satter – und das Feedback vom Hinterbau, übertragen durch Kette und Pedale, fällt erstaunlich gering aus. Gleiches gilt für die Nutzung des Federwegs: Man hat ein sattes Gefühl und eine Menge Grip, obwohl nicht viel von den Reserven verbraucht worden wurde.

Speziell abgestimmter Custom-Dämpfer! Bestimmt auf Anschlag voll mit Volumenspacern! – Die Aussagen der Testfahrer gleichen sich ebenso wie die fassungslosen Gesichter, als wir den Dämpfer öffnen. Anzahl der Volumenspacer? Kein Einziger. Tune des Dämpfers? Standard M/L. Um auszuschließen, dass man uns mit einem Aufkleber über einen Tune in die Irre führt, montieren wir andere Dämpfer und kommen zum gleichen Ergebnis. Dieser Hinterbau braucht weitaus weniger Dämpfung als Systeme an anderen Bikes.

0 Tokens/Volumenspacer
# 0 Tokens/Volumenspacer - Keiner der Testfahrer hatte dies nach den ersten Fahrten vermutet. Die Progression kommt hauptsächlich aus der Umlenkung.

Besonders herausstreichen muss man die Fahrqualität dieses Rahmens. Diese liegt wohl näher an einem Titan- als an einem Carbonrahmen, meint Robot-Gründer Ed Haythornthwaite. Egal, woran es liegt – Fakt ist, dass es mit dem R160 unfassbar leicht ist, den Grenzbereich des Grips zu verschieben, während der Rahmen die kleinen Vibrationen vom Untergrund, die für die Suspension zu hochfrequent sind, herauszufiltern.

Robot R160: Tuning-Möglichkeiten

Im Laufe des Tests experimentierten wir mit unterschiedlichen Laufradgrößen im R160. Als klar war, dass der Hinterbau auch ein 29 Zoll Laufrad ohne Kollision aufnehmen konnte, wagten wir das Experiment und rüsteten die Front ebenfalls auf 29″ um.

Alle Tester empfanden die größeren Laufräder im direkten Vergleich als passender. Wer das Robot ebenfalls so nutzen möchte, sollte im Vorfeld die Geometrie (insbesondere die Kettenstrebenlänge) mit Robot besprechen, um Kollisionen mit dem Sitzrohr zu vermeiden.

Durchschlagstest bei 29 Zoll
# Durchschlagstest bei 29 Zoll - Der Rahmen nimmt je nach Geometrie/Kettenstrebenlänge auch 29 Zoll-Laufräder auf. Die Tretlagerabsenkung von 10 mm empfanden wir nicht als Nachteil an der 29er-Version, stattdessen freuten wir uns über die gute Bodenfreiheit beim Treten in technischem Gelände.
Wir stellten das Robot zuerst mit gleichem Fahrwerk auf großen Fuß…
# Wir stellten das Robot zuerst mit gleichem Fahrwerk auf großen Fuß… - In der Gabel halfen wir uns mit Tokens, um die Progression entsprechend dem Hinterbau anzupassen.
…später half ein FOX-Fahrwerk, die Hinterbaueigenschaften weiter zu ergründen
# …später half ein FOX-Fahrwerk, die Hinterbaueigenschaften weiter zu ergründen - Einflussnahme auf beide Druckstufen zeigte, wie viel mehr mit dem Hinterbau noch möglich ist.

Haltbarkeit

Im Test wurde das Robot in keinster Weise geschont, auch war es schon bei anderen Magazinen im Test. Somit hatte es einige Kampfspuren in Form von Kratzern, die aber alle rein kosmetischer Natur waren. Robot Bikes gewährt zusätzlich allen Erstkunden eine lebenslange Garantie auf den Rahmen.

Delle. Passiert.
# Delle. Passiert. - Sämtliche Carbonrohre sind mit einer zusätzlichen Decklage versehen. Somit sind solche Schäden rein optischer Natur.

Test-Fazit zum Robot R160

Kaum ein Rad hat aktuell eine höhere Anziehungskraft als das Robot. Interessante neue Fertigungsmethoden treffen auf Muffen-Bauweise, wie man sie von alten Stahl-Rennern kennt – nur, dass die Muffen beim Robot in modernster Bauweise gefertigt werden. Zusammen mit der Geometrie, die individuell nach Wunsch zusammengestellt werden kann, macht dies das R160 vor allem für große Fahrer interessant, die bislang kein passendes Rad finden konnten.

Insgesamt bietet der Rahmen ein extrem ausbalanciertes Verhältnis zwischen Steifigkeit und Flex: Genug, um präzise zu fahren aber mit beeindruckendem Komfort und Grip bei ruppiger Linienwahl. Dave Weagles neuester DW6-Hinterbau generiert ohne Volumenspacer mehr Progression als manches Rad mit vollgepacktem Dämpfer und kann zu Recht als eines der aktuell besten Hinterbausysteme am Markt bezeichnet werden. Das Bike liegt unglaublich satt bei überraschendem Gegenhalt gegenüber Fahrerinput von oben, um sich auch vom Boden abdrücken zu können. Robot Bike bietet mit dem R160 eines der stimmigsten Gesamtkonzepte an, die man käuflich erwerben kann.

Stärken

  • Extrem leistungsfähiger DW6-Hinterbau
  • Custom-Geometrie
  • Lebenslange Garantie
  • Sehr hohe Fahrqualität mit passender Balance aus Flex und Steifigkeit

Schwächen

  • Preis
  • Wiederverkauf vermutlich schwierig – aufgrund der Custom-Geometrie
Gebaut um hart gefahren zu werden
# Gebaut um hart gefahren zu werden

Testablauf

Nachdem wir den ersten Eindruck auf 27,5″ Laufrädern gewinnen konnten, haben wir das Experiment gewagt und 29″ Laufräder ins R160 gesteckt. Mit Erfolg – der weitere Test wurde mit den großen Laufrädern gemacht. Jeder Tester war mit den verschiedenen Laufradgrößen unterwegs.

Hier haben wir das Robot R160 getestet

  • Heidelberg: schnell, ruppig
  • Weiteres Testgelände: große Sprünge, lose Böden, enge Trails

Testerprofile

Testerprofile ausklappen

Jens Staudt

  • Testername: Jens Staudt
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 95 kg
  • Schrittlänge: 91 cm
  • Armlänge: 61 cm
  • Oberkörperlänge: 56 cm
  • Fahrstil: Schnellste Linie, auch wenn es mal ruppig ist
  • Ich fahre hauptsächlich: Singletrails, sprunglastiger Local Spot, Freeride, DH
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff, gutes Feedback vom Untergrund, viel Druckstufe, progressive Kennlinie
  • Vorlieben bei der Geometrie: Kettenstreben nicht zu kurz (ca. 430 mm oder gerne länger), Lenkwinkel tendenziell eher flacher

Jonathan Kopetzky

  • Testername: Jonathan Kopetzky
  • Körpergröße: 175 cm
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 79 cm
  • Armlänge: 51 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Aggressiv und verspielt
  • Ich fahre hauptsächlich: DH sprunglastig, auch Dirt, eigentlich alles Hauptsache Rad dabei
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Straff und schnell
  • Vorlieben bei der Geometrie: Langes Oberrohr, Hinterbau je nach Einsatzgebiet

Christoph Spath

  • Testername: Christoph Spath
  • Körpergröße: 190 cm
  • Gewicht: 65 kg
  • Gewicht (fahrfertig): 70 kg
  • Schrittlänge: 94 cm
  • Armlänge: 60 cm
  • Oberkörperlänge: 49 cm
  • Fahrstil: Schnell bergauf und bergab, sauber, selten überm Limit
  • Ich fahre hauptsächlich: Von Dirt Jump über Trail und Enduro bis Downhill, gerne schnell, in grobem Gelände und mit viel Luftstand
  • Vorlieben beim Fahrwerk: Viel Low Speed-Compression am Dämpfer, Front etwas straffer als das Heck, hinten gerne progressiv
  • Vorlieben bei der Geometrie: Vorne lang, hinten je nach Einsatzbereich kurz bis mittellang, flach

Um euch den bestmöglichen und breitesten Testeindruck zu bieten, fahren immer mehrere Tester ein Bike. Neben den aufgeführten Testern mit detaillierten Profil arbeiten wir immer mit weiteren Fahrern unterschiedlicher Könnerstufen, Gewichte, Körpergrößen sowie Vorlieben zusammen. Im direkten Dialog stellen wir das richtigen Setup sicher und dokumentieren in gemeinsamen Ausfahrten die Eindrücke. Dies stellt sicher, dass wir alle Eigenheiten eines Bikes in allen Bereichen beurteilen können.


Weitere Informationen

Hersteller Website: www.robotbike.co
Text und Redaktion: Jens Staudt, Christoph Spath | MTB-News.de 2017
Fotos: Jens Staudt, Christoph Spath




Über den Autor

Jens Staudt

Jens Staudt, Baujahr 1981, ehemaliger Spessarträuber und jetzt Neigschmeckter im Süden. Als Diplom Kommunikationsdesigner und absoluter Zweiradfanatiker, hat er mehr und mehr seine Leidenschaft als Fotograf entdeckt. Auf MTB-News kümmert er sich um Gestaltung und Tests. Sein Schwerpunkt liegt hier in der kompromisslosen Analyse von Geometrien und Fahrwerken. Wenn ein Teil bei ihm hält, dann kann man das Produkt getrost kaufen. Instagram: @jensstaudt

Die neuesten Kommentare
  1. benutzerbild

    rmaurer

    dabei seit 06/2009

    Puls220
    Aber das Jabula ist doch ein 4-Gelenker mit "Horstlink in der Hinterachse" (wie bei TREK) und hohem Schwingendrehpunkt.

    Nie wieder Jabula kann ich nachvollziehen - Rückschlüsse auf ein ganz anderes Hinterbaukonzept aus seiner Feder ... nur bedingt
    Das ist einfach nur ein Eingelenker mit viel zu hohem Drehpunkt. Spätestens seit Mitte der 90er weiß man dass so eine Konstruktion am kleinen Kettenblatt im Antritt verhärtet, dafür aber enormen Pedalrückschlag entwickelt.

    Morewood lizenziert das Split Pivot Design von DW nur und zeichnet den Rahmen dann selber. Der hohe Drehpunkt könnte dadurch begründet sein dass Morewood auf das große Kettenblatt der 2x10 Schaltung optimiert hat um eine möglichst gute Bergab Performance zu erreichen. Bei 1x Schaltungen mit nur einem Kettenblatt vorne ist so ein Kompromiss heutzutage nicht mehr nötig.
  2. benutzerbild

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  3. benutzerbild

    MrBrightside

    dabei seit 03/2017

    Wie sieht es eigentlich bezüglich Korrosion aus wenn man Metall und Carbon verbindet? Muss da Lack o.ä. dazwischen sein?
  4. benutzerbild

    CubeRider1986

    dabei seit 08/2012

    Grinsekater
    Hier noch ein Video vom "Druckprozess" der in Kooperation mit Renishaw realisiert wird:





    Das FOX Fahrwerk haben wir aus einem anderen Testbike rüber gebaut zu Testzwecken. Von Robot kam der Aufbau mit SRAM.
    Robot legt den Schwerpunkt aktuell eher auch auf die Rahmen alleine – bietet aber auch Komplettbikes nach Kundenwunsch an. Hierfür kann man sie direkt kontaktieren.

    Hausnummern hierfür wären grob:

    6.900 GBP (inkl. Steuern) für
    XO Eagle
    Pike
    Hope Laufräder
    Reverb
    Burgtech Anbauteile



    Da in diesem Prozess alles anpassbar ist, wäre auch ein 148x12 Hinterbau möglich. Das habe ich gerade noch mal telefonisch mit Robot abgeklärt. :daumen:
    Dann wäre man ja mit Fox-Fahrwerk, wie ihr gefahren seid, jenseits von Gut und Böse! Trotz des tollen DW6-Hinterbau!
  5. benutzerbild

    Grinsekater

    dabei seit 08/2002

    CubeRider1986
    Dann wäre man ja mit Fox-Fahrwerk, wie ihr gefahren seid, jenseits von Gut und Böse! Trotz des tollen DW6-Hinterbau!
    Erst letzte Woche hatten wir mal wieder eine riesen Hinterbau-Diskussion und ob generelle Progression besser ist oder nicht.

    Ein Float X2 bietet dir natürlich gegenüber einem Monarch einiges mehr an Einflussnahme auf die Dämpfung. Dennoch ist der Hinterbau mit Monarch schon sehr gut. Sprich es ist die Frage wo willst du noch hin mit einem Fox? Du musst ja nichts kompensieren (z.B. mangelnde Endprogression). YT ist auch ein tolles Beispiel für sehr progressive Hinterbauten. Da wird sich z.B. jemand mit einer Vorliebe von mehr – ich nenn das jetzt mal Federwegsfreigabe, nicht so wohl drauf fühlen.

    Hat ein Hinterbau weniger Progression, kann man ihn (bei der Nutzung von Luftdämpfern) bis zu einem gewissen Grad progressiver machen. Nachteil ist die stärkere Varianz bei der Federhärte-/Rückstellkraft durch den Federweg hindurch. Ich persönlich mag das nicht so sehr. Aktuell laufen viele Dämpfer bei uns im direkten Vergleich – unter anderem auch Coil vs. Air.

    Ein Robot fühlt sich anders an als ein YT Jeffsy27, auch wenn beide sehr progressiv sind und dementsprechend mit Coil gefahren werden können. Ich glaube aber – wie oben schon erwähnt – das das nicht für jeden Fahrer die einzig richtige Lösung sein kann. Hierzu demnächst aber mehr und detailliertere Ausführungen auf der Startseite. :)
  6. benutzerbild

    CubeRider1986

    dabei seit 08/2012

    Grinsekater
    Erst letzte Woche hatten wir mal wieder eine riesen Hinterbau-Diskussion und ob generelle Progression besser ist oder nicht.

    Ein Float X2 bietet dir natürlich gegenüber einem Monarch einiges mehr an Einflussnahme auf die Dämpfung. Dennoch ist der Hinterbau mit Monarch schon sehr gut. Sprich es ist die Frage wo willst du noch hin mit einem Fox? Du musst ja nichts kompensieren (z.B. mangelnde Endprogression). YT ist auch ein tolles Beispiel für sehr progressive Hinterbauten. Da wird sich z.B. jemand mit einer Vorliebe von mehr – ich nenn das jetzt mal Federwegsfreigabe, nicht so wohl drauf fühlen.

    Hat ein Hinterbau weniger Progression, kann man ihn (bei der Nutzung von Luftdämpfern) bis zu einem gewissen Grad progressiver machen. Nachteil ist die stärkere Varianz bei der Federhärte-/Rückstellkraft durch den Federweg hindurch. Ich persönlich mag das nicht so sehr. Aktuell laufen viele Dämpfer bei uns im direkten Vergleich – unter anderem auch Coil vs. Air.

    Ein Robot fühlt sich anders an als ein YT Jeffsy27, auch wenn beide sehr progressiv sind und dementsprechend mit Coil gefahren werden können. Ich glaube aber – wie oben schon erwähnt – das das nicht für jeden Fahrer die einzig richtige Lösung sein kann. Hierzu demnächst aber mehr und detailliertere Ausführungen auf der Startseite. :)
    Freu mich drauf! Mich würde auch interessieren wie es sich mit Coil-Dämpfern verhält!

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