XC World Cup 2022 – Lenzerheide: Schweizer Drama beim Heimweltcup

Aus meiner Sicht ist es unsportlich von Schurter, Flückiger als jemanden hinzustellen, der andere bewusst zu Fall bringt, um sich zu rächen. Soweit ich das rauslesen kann,hätte Flückiger selbst um den Sieg bzw. ums Podium mitfahren können. Da wird er nicht so blöd sein, jemand anderen gezielt abzuschießen und dadurch den eigenen Erfolg zu riskieren. Ganz abgesehen davon, dass man ja nie wissen kann,ob man bei einem solchen Foul nicht am Ende selbst liegen bleibt.

Schurter hätte besser so etwas gesagt wie:
"Flückiger hat mich an einer Stelle überholt, die nicht gepasst hat. Dadurch sind wir beide gestürzt. Jetzt haben wir nicht das Ergebnis eingefahren, das möglich gewesen wäre. Das ist bitter. Darüber werde ich mit ihm noch sprechen. Gratulation an Braidot..."

Im übrigen muss auch ein Flückiger dem Schurter nicht dessen Rekord ermöglichen. Das ist ja kein Teamwettbewerb gewesen.Flückiger und alle anderen Fahrer haben auch ein Recht auf Siege oder Rekorde. Und die holt man sich nicht, indem man anderen stets den Vortritt lässt.
Korrekt, Math denke ich hat es sicher nicht "extra" provoziert... der will ja auch gewinnen! Aber als klar stärkste Fahrer und zu 99% sicher als Erster und Zweiter auf der Ziellinie muss man sich schon fragen ob es sinnvoll ist an einer Stelle zu überholen die ja eigentlich gar keine ist?
...und den Vortritt muss Math nicht gewähren (richtig) aber er war ja gar nicht Vorne! Also kann er auch keinen Vortritt gewähren. :ka:
 
Irgendwie zeigt das nur die Arroganz von Schurter. Ob er wirklich gewonnen hätte kann er schließlich nicht wissen.
Arroganz??? Wenn der Allzeitbeste und die zwei Stärksten Fahrer in diesem Feld ein paar Hundert Meter vor dem Ziel mit kleinem Abstand führen, dann ist das definitiv sicher keine Arroganz vom Sieg zu sprechen! :ka:
 
Ich muss auch eingestehen, dass man in diesem Kontext schwierig von Arroganz sprechen kann. Da war ein Sportler, der das ganze Rennen Vollgas gegeben hat, der davon träumte in seinem Heim-Worldcup einen Rekord aufzustellen und dann durch einen vermeintlichen Fehler des Mitbewerbers, zu Sturz kam - wir haben alle gesehen wie emotional aufgelöst er (was Schurter nun wirklich seeehr selten ist) am Ende des Rennens er im Zelt saß und ich glaube, auch genau diese Emotionen führten letztendlich zu diesen sehr vorwurfsvollen Aussagen. Flückiger traf ähnliche Aussagen nach der WM in ähnlichem Format und ruderte danach zurück. Wenn einen die Emotionen einen übermannen, kommen nun mal die nicht immer die überlegtesten Aussagen heraus.

Im Endeffekt super schade - aber trotz Allem ein spannendes Rennen und das Publikum - WAHNSINN! Was eine Atmosphäre.
 
Korrekt, Math denke ich hat es sicher nicht "extra" provoziert... der will ja auch gewinnen! Aber als klar stärkste Fahrer und zu 99% sicher als Erster und Zweiter auf der Ziellinie muss man sich schon fragen ob es sinnvoll ist an einer Stelle zu überholen die ja eigentlich gar keine ist?
...und den Vortritt muss Math nicht gewähren (richtig) aber er war ja gar nicht Vorne! Also kann er auch keinen Vortritt gewähren. :ka:
Mit "Vortritt gewähren" meinte ich, auf das Überholen generell zu verzichten.
Klar muss Flückiger sich fragen,ob der Überholversuch nicht einfach nur dämlich war. Tut er hoffentlich auch deswegen, weil er das Podium hergegeben hat.
Aber es ist eben nochmal ein großer Unterschied zu einer gezielten Sabotageaktion, die Schurter ihm unterstellt hat.

Beim Ski-Cross oder Snowboard-Cross hat man sowas sehr oft. Natürlich nur bedingt vergleichbar, aber da werfen die sich auch nicht ständig "Racheakte" vor.
 
Mit "Vortritt gewähren" meinte ich, auf das Überholen generell zu verzichten.
Klar muss Flückiger sich fragen,ob der Überholversuch nicht einfach nur dämlich war. Tut er hoffentlich auch deswegen, weil er das Podium hergegeben hat.
Aber es ist eben nochmal ein großer Unterschied zu einer gezielten Sabotageaktion, die Schurter ihm unterstellt hat.

Beim Ski-Cross oder Snowboard-Cross hat man sowas sehr oft. Natürlich nur bedingt vergleichbar, aber da werfen die sich auch nicht ständig "Racheakte" vor.
Bei allen Sportdisziplinen mit direktem Kontakt zum/zu den Konkurrenten sind solche "Rangeleien" an der Tagesordnung. Sollte man keinen Weltuntergang daraus machen. Dumm gelaufen, eigentlich für beide.
 
Irgendwie zeigt das nur die Arroganz von Schurter. Ob er wirklich gewonnen hätte kann er schließlich nicht wissen.
Kann man so nicht sagen.

Es spricht viel dafür, dass Schurter tatsächlich gewonnen hätte. Er ist der stärkere Sprinter (hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen) und ist bis dahin ein taktisch perfektes Rennen gefahren, während Flückiger zu dem Zeitpunkt dem Anschein nach mit dem Mut der Verzweiflung angegriffen hat. Mutmaßlich, weil er wusste, dass er in einem Sprint-Duell wenig Chancen hat. Eine andere logische und plausible Erklärung für ein Überholmanöver an der Stelle erschließt sich mir nicht. Dabei hat er sich verschätzt und dann "hat es halt gechlepft", wie er sich ausgedrückt hat.

Absicht würde ich nicht unterstellen, wohl eher Fahrlässigkeit. Und es war reichlich unelegant von Schurter, direkt unlautere Absichten und fehlenden Sportsgeist zu unterstellen. Aber auch wenn es keine Absicht gab ist das freilich keine Entschuldigung dafür, einen anderen Fahrer zu Fall zu bringen. Zumal wenn es passiert ist weil man versucht hat an einer Stelle zu überholen, an der definitiv kein Platz dafür war.
 
Interresant auch in dem Zusammenhang was aus uns Menschlein für Ego-Affen werden wenn wir einem vermeintlich wichtigen Ziel hinterher hecheln.
Vor Absalon im Geschichtsbuch des Worldcups stehen, das treibt den Mann sooo an...🙄

Kannst ja auf jeglichen Ehrgeiz verzichten ... und in Deinem Erdloch brav an Regenwürmer zuzeln und Käfer puhlen. Geht auch.
 
Schurter hätte besser so etwas gesagt wie:
"Flückiger hat mich an einer Stelle überholt, die nicht gepasst hat. Dadurch sind wir beide gestürzt. Jetzt haben wir nicht das Ergebnis eingefahren, das möglich gewesen wäre. Das ist bitter. Darüber werde ich mit ihm noch sprechen. Gratulation an Braidot..."
Hast du dich schon bei Scott-SRAM als Media-Berater beworben?
Deine Theorie ist gut, aber im Sport sind immer Emotionen mit im Spiel. Dass selbst ein 9-facher Weltmeister nach so einer Situation ungehalten und enttäuscht ist, kann zumindest ich sehr gut nachvollziehen.
Wir wissen es (noch) nicht genau, aber alles deutet darauf hin, dass Flückiger es im Zauberwald mit Gewalt probiert hat und wenn beide Fahrer dabei zu Boden gehen, liegt der Schluss nahe, dass es ein grober Fehler war, denn Schurter war zu dem Zeitpunkt vorne. Dies nun mit dem Spruch "That's racing" abzutun ist nach meiner Interpretation ein klares Schuldeingeständnis. Flückigers Körpersprache im Interview und auf dem Podium legen einen ähnlichen Schluss nahe. Rennunfälle passieren zwar immer wieder und gehören zum Geschäft, aber es gibt dennoch Regeln und Gepflogenheiten die man befolgen sollte. Dazu gehört dass man auch mal im Grenzbereich operieren kann, solange dabei niemand zu Fall kommt. Dies in der Hitze des Gefechts richtig einschätzen zu können, ist eine hohe Kunst und das kann längst nicht jeder. Schurter hat es letztes Jahr in Val di Sole perfekt hinbekommen, Flückiger diesmal in Lenzerheide offenbar nicht.
 
Kann man so nicht sagen.

Es spricht viel dafür, dass Schurter tatsächlich gewonnen hätte. Er ist der stärkere Sprinter (hat er in der Vergangenheit mehrfach bewiesen) und ist bis dahin ein taktisch perfektes Rennen gefahren, während Flückiger zu dem Zeitpunkt dem Anschein nach mit dem Mut der Verzweiflung angegriffen hat. Mutmaßlich, weil er wusste, dass er in einem Sprint-Duell wenig Chancen hat. Eine andere logische und plausible Erklärung für ein Überholmanöver an der Stelle erschließt sich mir nicht. Dabei hat er sich verschätzt und dann "hat es halt gechlepft", wie er sich ausgedrückt hat.

Absicht würde ich nicht unterstellen, wohl eher Fahrlässigkeit. Und es war reichlich unelegant von Schurter, direkt unlautere Absichten und fehlenden Sportsgeist zu unterstellen. Aber auch wenn es keine Absicht gab ist das freilich keine Entschuldigung dafür, einen anderen Fahrer zu Fall zu bringen. Zumal wenn es passiert ist weil man versucht hat an einer Stelle zu überholen, an der definitiv kein Platz dafür war.
...absolut korrekte Sichtweise auch von mir! :daumen:
 
Interresant auch in dem Zusammenhang was aus uns Menschlein für Ego-Affen werden wenn wir einem vermeintlich wichtigen Ziel hinterher hecheln.
Vor Absalon im Geschichtsbuch des Worldcups stehen, das treibt den Mann sooo an...🙄
Sorry cd-surfer, deine Aussage stimmt leider zu 100% nicht! Denn gerade Nino Schurter hat im Schweizer Fernsehen im Interview vor dem Rennen gesagt, dass nicht der "alleinige" Rekord sein Antrieb für den Sieg sein sondern der Sieg am Heimrennen! Dass er damit auch alleiniger Rekordsieger werden würde, wäre einfach eine Zugabe - nicht Mehr und nicht Weniger!
Und jetzt noch mein Kommentar: Er steht schon sowieso vor Absalon in den Geschichtsbüchern... :lol:8-)
 
Als Strafe müssen die beiden zusammen das Cape Epic fahren. Dann wirds wirklich EPIC. Das erste Team was sich gegenseitig in Grund und Boden fährt.

Finde auch mit That´s Racing hat er indirekt zugegeben, dass es sein Fehler war. War doch bei Verstappen letztes Jahr dasselbe? Schade um die Schweizer, mal schaun wie das der Radsportfan aufnimmt.

Btw die UCI machte wieder UCI Sachen
https://www.pinkbike.com/news/nino-...ine-at-the-lenzerheide-xc-world-cup-2022.html
 
Hast du dich schon bei Scott-SRAM als Media-Berater beworben?
Deine Theorie ist gut, aber im Sport sind immer Emotionen mit im Spiel. Dass selbst ein 9-facher Weltmeister nach so einer Situation ungehalten und enttäuscht ist, kann zumindest ich sehr gut nachvollziehen.
Wir wissen es (noch) nicht genau, aber alles deutet darauf hin, dass Flückiger es im Zauberwald mit Gewalt probiert hat und wenn beide Fahrer dabei zu Boden gehen, liegt der Schluss nahe, dass es ein grober Fehler war, denn Schurter war zu dem Zeitpunkt vorne. Dies nun mit dem Spruch "That's racing" abzutun ist nach meiner Interpretation ein klares Schuldeingeständnis. Flückigers Körpersprache im Interview und auf dem Podium legen einen ähnlichen Schluss nahe. Rennunfälle passieren zwar immer wieder und gehören zum Geschäft, aber es gibt dennoch Regeln und Gepflogenheiten die man befolgen sollte. Dazu gehört dass man auch mal im Grenzbereich operieren kann, solange dabei niemand zu Fall kommt. Dies in der Hitze des Gefechts richtig einschätzen zu können, ist eine hohe Kunst und das kann längst nicht jeder. Schurter hat es letztes Jahr in Val di Sole perfekt hinbekommen, Flückiger diesmal in Lenzerheide offenbar nicht.
Ich interpretiere es exakt gleich.
Flückigers Aussagen sind in meinen Ohren ein klares Schuldeingeständnis. Das in Kombination mit seinen Äusserungen nach Val Di Sole, sowohl unmittelbar nach dem Rennen als auch dann mit Abstand, legen für mich sogar den Schluss nahe, dass er es vielleicht nicht beabsichtigt, aber wohl leichtfertig in Kauf genommen hat.
Finde ich sehr unsympathisch, und das obwohl ich beiden Fahrern vor dem Rennen den Sieg gewünscht habe.
Er scheint doch noch das eine oder andere von Nino, oder auch anderen, zu lernen zu haben…. Schade, wirklich schade ☹️
 
Hast du dich schon bei Scott-SRAM als Media-Berater beworben?
Deine Theorie ist gut, aber im Sport sind immer Emotionen mit im Spiel. Dass selbst ein 9-facher Weltmeister nach so einer Situation ungehalten und enttäuscht ist, kann zumindest ich sehr gut nachvollziehen.
Wir wissen es (noch) nicht genau, aber alles deutet darauf hin, dass Flückiger es im Zauberwald mit Gewalt probiert hat und wenn beide Fahrer dabei zu Boden gehen, liegt der Schluss nahe, dass es ein grober Fehler war, denn Schurter war zu dem Zeitpunkt vorne. Dies nun mit dem Spruch "That's racing" abzutun ist nach meiner Interpretation ein klares Schuldeingeständnis. Flückigers Körpersprache im Interview und auf dem Podium legen einen ähnlichen Schluss nahe. Rennunfälle passieren zwar immer wieder und gehören zum Geschäft, aber es gibt dennoch Regeln und Gepflogenheiten die man befolgen sollte. Dazu gehört dass man auch mal im Grenzbereich operieren kann, solange dabei niemand zu Fall kommt. Dies in der Hitze des Gefechts richtig einschätzen zu können, ist eine hohe Kunst und das kann längst nicht jeder. Schurter hat es letztes Jahr in Val di Sole perfekt hinbekommen, Flückiger diesmal in Lenzerheide offenbar nicht.

Ich habe Flückiger ja auch nicht dahingehend in Schutz genommen, dass das Überholen an der Stelle eine gute Idee war. Aber Schurter hat sich ja mehr als "enttäuscht" geäußert. Er unterstellte Flückiger Racheabsicht statt nur einen groben Fehler. Das finde ich unsportlich, denn damit behauptet er, dass Flückiger nur überholt hat,um ihn gezielt zu Fall zu bringen.
Und im "Grenzbereich zu operieren" (was Du ja wie ich generell ok findest), impliziert in meinen Augen,dass es halt auch mal schiefgehen kann. Dann kann man als Schurter schon sauer sein, muss aber nicht gleich dem Kollegen böse Absicht unterstellen.
 
Interresant auch in dem Zusammenhang was aus uns Menschlein für Ego-Affen werden wenn wir einem vermeintlich wichtigen Ziel hinterher hecheln.
Vor Absalon im Geschichtsbuch des Worldcups stehen, das treibt den Mann sooo an...🙄

Denkt so ein Vollblutsportler an so einen "Meta"-Rekord oder hat er einfach nur das nächste Rennen den nächsten Sieg im Kopf?
 
Kann ich mir auch nicht erklären, mir gehen die alle am Ar... vorbei, aber Flückiger war für mich schon immer der unsympathischste Fahrer im Feld. Dieser Vorfall und sein Verhalten nachher machen es auch nicht besser!
 
1657538337474.png
 
Der Moment ist glaube ich auch auf der RB (SRF) Kamera. Als Braidot auf dem Boden saß und das Pedal des Scott sehr nahe an ihn herankam. Laute Stimmen und ...

@Edit: Im PB Artikel ist die Sequenz via Insta eingebettet. Ohrfeige sieht man nicht, aber ich erinnerte mich an die laut hörbare Gemengelage und das (wirkte auf mich so, ist aber vmtl. im Zielbereich normal) rücksichtslose Rummachen mit dem Rad zwischen den Leuten, die erschöpft auf dem Boden liegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es da wirklich Handgreiflichkeiten gegeben hätte, würde doch nicht nur eine Geldstrafe verhängt? Das wäre doch praktisch die Garantie für eine Sperre.
Insofern würde ich den Aussagen der Typen im Internet erst mal mit großer Zurückhaltung begegnen.
 
Ziemlich schwierige Gemengelage ... in den "offiziellen" Bildübertragungen sieht man weder das vermeintlich unsaubere Überholmanöver, noch sieht man echte Handgreiflichkeiten im Ziel.
Man wird wohl abwarten müssen bis sich die Gemüter etwas beruhigt haben, um differenzierte Stellungnahmen abzugeben ... ?!?
 
Ich glaube nicht an Absicht vom Math den Nino abzuballern und auch seine eigene Platzierung zu versauen. Er hat einfach beim Überholen sich verschätzt und es kam zum Sturz. Er wollte eben auch gewinnen. Fights gehören dazu. Wenn es mal schief geht wie in diesem Fall, dann ist das eben so. Passiert. Und die Emotionen am Ende sind voll verständlich. Alles wieder gut. Nächste Rennen kommt 💪🤟
 
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