Westalpentour durch die Cottischen Alpen (Süd/Nord) - fast live

Noch eine Ergänzung:
@stuntzi ist vom Colle delle Munie über den Lago Visaisa etwas östicher ins Maira-Tal abgefahren.
Auf den Karten ist diese Abfahrt mit S3 angegeben, unsere vom Passo Cavalla mit S2. Einen echten Vergleich kann ich natürlich nicht anstellen.
...die Abfahrt von Munie ist m.M. spektakulärer/technischer (kenne beide). Den Cavalla kann man gut als Uphill aus dem Maira zur Hocheben nehmen. Beim Cavalla ist der Weg im unteren Teil nach meinen Erinnerungen ne Piste, der Munie ist fast bis ganz unten Trail. Ein S3 dürfte für das letzte drittel passen, dort hats mich nämlich zweimal hingestreckt ;-)
Als dritte Variante gebe es noch die den "Colle della Scaletta". Der soll auch gut sein, den kenne ich selber aber nicht. Hätte für euch keinen Sinn gemacht, denn dann hättet ihr die lange Querung entlang der Seen über die Hochebene verpasst. Die würde ich noch lobend erwähnen.
 

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Re: Westalpentour durch die Cottischen Alpen (Süd/Nord) - fast live
Schau mal hier:
live .
...die Abfahrt von Munie ist m.M. spektakulärer/technischer (kenne beide). Den Cavalla kann man gut als Uphill aus dem Maira zur Hocheben nehmen. Beim Cavalla ist der Weg im unteren Teil nach meinen Erinnerungen ne Piste, der Munie ist fast bis ganz unten Trail. Ein S3 dürfte für das letzte drittel passen, dort hats mich nämlich zweimal hingestreckt ;-)
Als dritte Variante gebe es noch die den "Colle della Scaletta". Der soll auch gut sein, den kenne ich selber aber nicht. Hätte für euch keinen Sinn gemacht, denn dann hättet ihr die lange Querung entlang der Seen über die Hochebene verpasst. Die würde ich noch lobend erwähnen.
Danke für die Infos.
Im unteren Teil des Cavalla gibt es eine Piste. Die sind wir nicht gefahren. Kannst noch mal in die Karte zoomen.
Unsere Route ging stattdessen abseits der Piste über einen einfachen Trail, vermutlich mal ein Karrenweg.
Den Cavalla kann ich sehr empfehlen, wenn die Abfahrt am Ende des Tages nicht zu technisch ausfallen soll.
Scaletta passt wohl besser, wenn man West-Ost fährt und sich nach den Seen das "intensive" Stück sparen möchte.
 
Mittwoch, 27. August 2025
Tag 4: Regentag

Strecke: Chiesa - Casteldelfino - Pontechianale - Colle dell'Agnello - Ville-Vieille
Start: 08:30 Uhr
Stop: 14:00 Uhr
Kilometer: 45 km
Höhenmeter: +1450 hm / -1550 hm
Maximale Höhe: 2744 m
Schnitt: 11,4 km/h
Fahrzeit: 4:00 h


(Dieser Tag bot wenig Unterhaltsames. Aber es gab ihn. Also müsst auch ihr da durch.)

Heute geht es ins französische Queyras. Und zwar will ich endlich mal den Col Vieux ausprobieren.
Dieser Pass reizt mich, seit @stuntzi vor einigen Jahrzehnten das erste mal dort hinunter ist.
Da dieser nach Norden führt, hat er bisher nie in meine Touren hineingepasst.

Das Profil ist dasselbe wie gestern: Rauf und runter. Aber mir geht es besser.

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Bereits am Morgen hängen die Wolken tief über Chiesa und der Posto Tappa. Doch es ist trocken.

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Über die Straße hinunter nach Casteldelfino und wieder 300 m hinauf bis zum Alimentari in Pontechianale.
Heute können wir uns wieder selbst versorgen! Die letzten beiden Tage gab es mangels Einkehrmöglichkeiten nur Lunchpakete aus den Unterkünften.

Kurz hinter Chianale beginnt die etwa 1.000 hm lange Straßenauffahrt zum Colle dell'Agnello.

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Der Verkehr ist überschaubar. Vielleicht liegt es am bedeckten Wetter oder am Wochentag?
Das ändert aber nichts daran, dass der Agnello ein ziemlicher Schlauch ist.

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Ziemlich zeitgleich mit der Ankunft auf der Passhöhe kommt dann der angekündigte Regen von Frankreich heraufgezogen.

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Wir verlassen Italien nun für längere Zeit ...

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... allerdings nehmen wir dazu etwas ungeplant die endlos lange Straßenabfahrt vom Agnello nach Norden.
Es regnet Bindfäden. Bei diesen Bedingungen ergibt der Col Vieux überhaupt keinen Sinn.

Auch die Abfahrt auf der Straße ist ziemlich spaßfrei. Fast 1.400 hm im Regen bei herbstlichen Temperaturen lassen mich derart frieren, dass ich den Lenker vor Zittern kaum geradeaus halten kann.

Ganz unten in Ville-Vieille beraten wir, was nun zu tun ist. Weiter fahren ergibt bei den Aussichten keinen Sinn. Der Regen wird heute nicht mehr aufhören.
Meine Versuche, mit Handy-Recherche eine Unterkunft ausfindig zu machen, scheitern am nassen Display und vor allem an meinen zittrigen Händen.
Es geht aber auch einfacher.
Genau auf der anderen Straßenseite steht das Hotel Guilazur, wo wir direkt eine Bleibe bekommen und den nachmittäglichen Dauerregen durch die Scheibe beobachten können.
Etappenende: 14 Uhr. Rekordverdächtig.

Die heiße Dusche hat mich auch wieder ins Leben zurück geholt. Später ergibt sich in einer kleinen Regenpause sogar nochmal die Möglichkeit für einen kleinen Dorfrundgang.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Bei diesen Bedingungen ergibt der Col Vieux überhaupt keinen Sinn."

Manche Sachen bleiben ein ewiges Mysterium. Anno 2018 sah es ein wenig besser aus....

Anhang anzeigen 2250763
Respekt.
Mich störte gar nicht so sehr der Regen von oben. Doch auf einen rutschigen und matschigen Trail hatte ich überhaupt keine Lust.
Manchmal muss man einfach akzeptieren, dass etwas nicht funktioniert.
So bleibt der Vieux für mich ein ewiges Sehnsuchtsziel.
 
So bleibt der Vieux für mich ein ewiges Sehnsuchtsziel.

Bitte bei der Abfahrt vom Col Vieux beachten:

In der Hochsaison (Juli, August) darf der Trail erst ab 15 Uhr befahren werden wegen den zahlreichen Wanderer.

Diese Einschränkung wird auch von Rangern kontrolliert und ggf. auch sanktioniert…


Gruß LUTZ
 
Bitte bei der Abfahrt vom Col Vieux beachten:

In der Hochsaison (Juli, August) darf der Trail erst ab 15 Uhr befahren werden wegen den zahlreichen Wanderer.

Diese Einschränkung wird auch von Rangern kontrolliert und ggf. auch sanktioniert…


Gruß LUTZ
Das wäre uns bei dem Wetter vermutlich erspart geblieben.
Ich kenne die Regel allerdings. Der Plan war: den oberen Einstieg versuchen (angeblich kein Schild) oder alternativ bis 15 Uhr warten.
 
Mein Fazit wäre: Wenn die Bedingungen passen, vor allem das Wetter, man eine Wandereinlage zugunsten dieser genial schroffen Geröllwüsten etwas abgewinnen kann, dann ist diese Querung ein besonders gute Gelegenheit es zu tun.
Wenn jemand Geröllwüsten zum Durchwandern sucht, hätte ich da noch ein paar heiße Tipps. 😂

@Fubbes Danke für den Bericht und tolle Bilder. 👍
 
Donnerstag, 28. August 2025
Tag 5: Über den Col des Ayes nach Briançon

Strecke: Ville-Vieille - Arvieux - Col des Ayes - Briançon
Start: 13:30 Uhr
Stop: 18:45 Uhr
Kilometer: 34 km
Höhenmeter: +1500 hm / -1550 hm
Maximale Höhe: 2477 m
Schnitt: 8,8 km/h
Fahrzeit: 6:50 h


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Es hat die ganze Nacht durchgeregnet. Ein riesiges Regenband vom Mittelmeer bis nach Deutschland liegt über uns.

Da ab der Mittagszeit Besserung angekündigt ist, warten wir ab und schlagen im Guilazur weiter die Zeit tot.

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Es wird später und später. Gegen 14 Uhr lässt der Regen endlich nach, und wir wagen den Start.

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Es müsste zeitlich noch passen, um die geplante Strecke nach Briançon anzugehen. Bis auf den verpassten Col Vieux hat die Routenänderung bisher keine Auswirkungen. Ich bin aber sehr unsicher, ob der Weg über den Col des Ayes bei den Wetterbedingungen heute die richtige Wahl ist. Als Chickenexit gäbe es den Col d'Izoard, den wir sowieso ein Stück hochfahren müssen. Unsere Wirtin meinte allerdings, dass dieser wegen Erdrutschen gesperrt sei. Mal schauen.

Wir durchqueren Château-Queyras und biegen etwas verunsichert in die Auffahrt zum Col d'Izoard ab. Dem Verkehr nach zu urteilen ist dort aber gar nichts gesperrt. Jedenfalls kommen die Fahrzeuge, die ich beobachte, nicht wieder zurück. Ermutigend.

Wir passieren Arvieux

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Nach 400 hm erreichen wir Brunissard. Da sich mittlerweile einige Wolkenlücken zeigen und uns für den Rest des Nachmittages auch kein Regen mehr erwartet, verlassen wir die Passstraße und steuern doch den Col des Ayes an. Dieser erschien mir bei der Routenplanung sehr viel interessanter als der östlich vom Izoard liegende Col de Péas. Man kann nämlich fast bis nach Briançon hinuntertrailen.

Wir folgen der Route des Ayes und durchqueren das etwas verwaiste Camping de l'Izoard. Das Tal macht optisch einiges her.

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Mich erinnert es ein bisschen an den Fanes-Nationalpark in den Dolomiten.

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Auch Blicke zum Monviso gibt es endlich noch mal. Diesen konnten wir vom Agnello wegen des Wetters nicht sehen.

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Die letzten 300 hm sind zu Schieben oder Tragen, je nach Vorliebe. Der Weg ist super abgetrocknet und der Col ist im Blick.

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Blick vom Col des Ayes zum Monviso.

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Zuletzt bearbeitet:
Nach Norden zeigen sich endlose Weiten. Briançon ist nur zu erahnen.

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Die Abfahrt ist mal wieder ein Sahneschnitten. 700 hm bester S2-Trail bis zu den Chalets des Ayes, die zweite Hälfte allerdings im Wald.

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Aber das Abfahrtspektakel ist noch nicht vorbei. Ein kurze Auffahrt auf der linken Seite bis Le Mélézin mit Blick nach Briançon, ...

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... und es geht noch mal 500 hm hinunter.

Dieser Weg scheint von Locals gepflegt zu werden. Kaum ein Steinchen liegt am falschen Platz, einige Stellen wirken optimiert. Hat ein bisschen Bike-Park-Charakter. Macht trotzdem Spaß.

Als Verbindung aus dem Queyras ist der Col des Ayes wirklich eine feine Sache. Ich bin froh, dass das trotz des üblen Tagesbeginns geklappt hat. Der Boden war nicht mal durchweicht.

Die Altstadt von Briançon liegt auf einem Hügel und man muss noch mal 100 hm rauf.

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In den schmalen Gassen wirken wir mit unserem Outfit etwas fehl am Platz.

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Um 19 Uhr erreichen wir trotz des späten Starts halbwegs zeitig das Hotel.
Nach den holprigen Erfahrungen mit den Übernachtungen im Val Maira und Varaita, habe ich diese Unterkunft bereits vor einigen Tagen per Booking geschossen.

Auberge de la Paix von innen ...

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... und von außen.

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Auch das im Hotel befindliche Restaurant ist einen Besuch wert. Der Gastraum ist sehr gemütlich eingerichtet und das Essen ausgezeichnet.

Briançon ist sowieso ein echtes Schmuckstück. Es wurde Zeit, dass ich hier endlich mal vorbei komme. Zwar kein Bergdorf, aber ab und zu muss auch mal was für die Kultur getan werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo @Fubbes .
Sehr schöner Bericht und tolle Bilder.
Ich hätte eine Frage zu eurem Tag 4. Hast du bei der Planung mal erwogen über den Colle di Battagliola zu fahren? Als Verbindung von Chiesa nach Pontechianale.
Oder spricht da was dagegen?
Klar bei Regen und deiner Erkältung hat es in eurem Fall nicht viel Sinn gemacht.
 
Hallo @Fubbes .
Sehr schöner Bericht und tolle Bilder.
Ich hätte eine Frage zu eurem Tag 4. Hast du bei der Planung mal erwogen über den Colle di Battagliola zu fahren? Als Verbindung von Chiesa nach Pontechianale.
Oder spricht da was dagegen?
Klar bei Regen und deiner Erkältung hat es in eurem Fall nicht viel Sinn gemacht.
Tatsächlich nein. Wenn ich es mir anschaue, sieht das aber super aus und leuchtet bei Strava in allen Farben.
Kann man also machen. Passt zeitlich bei normalem Wetter auch gut rein an dem Tag.
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist allerdings nicht so gut, da man eigtl. keine Strecke spart.
 
Oder spricht da was dagegen?
Dagen spräche für mich knapp 800 Höhenmeter mehr und ein deutlicher Zeitverlust (abgesehen davon, dass diese Option bei Prüfung durch das "Heckmair'sche Schwalbenflug"-Mantra durchfallen würde... ;) "Es gibt nix geräderes wie der Flug der Schwalben..." 🤣).
Würde ich also sehr davon abhängig machen, was die Etappe an diesem Tag sonst noch so an Aufgaben bereit hält. Nur wegen des Trails würde ich ich es sicher nicht machen, aber wenn der Tag sonst nur Asphalt zu bieten hat, wäre es schon eine Überlegung wert.

Entlang des Stausees vor Pontechianale hätte @Fubbes auch auf der anderen Uferseite fahren können und dort mit dem "Lungolago" immerhin eine gute Schotterstraße vorgefunden.
Ich hätte vermutlich etwas akribischer die Wanderwegoptionen nördlich des Colle del Agnello in der Abfahrt ins Queyras eruiert. Das sähe ich zumindest bei gleicher Richtungsabsicht Möglichkeiten abseits der Passstraße, die zumindest einen Versuch wert gewesen wären und die mich nicht wegen eines unnötigen Umweg-Schlenkers unnötig aufhalten.
Über den Rechercheweg "waymarkedtrails" finde ich da nämlich sofort den "Canal de Rouchas Frach", eine verfallene Bewässerungs-Trasse, ähnlich der Suonen im Wallis bzw. der Rus im Aostatal (https://fontgillarde.fr/le-canal-de-rouchas-frach/ ).
Sowas fände ich wesentlich lohnender als eine (in meinen Augen) wenig sinnvolle Pässeüberschreitung, die mich nur unwesentlich weiter vom Ausgangspunkt wieder ausspuckt.
JM2C

Edit: das ließe sich unter Umständen sogar noch um den "Canal de Pierre Dimanche" ergänzen, so dass man quasi komplett auf Trails bis ins Tal abreiten könnte.
Bei mir sähe das dann so aus: https://bkrtr.de/yjc1S
Aber, wie gesagt, ich war nicht dort, alles Konjunktiv, eine reine Reco, die mich mehr reizen würde, als über den Colle di Battagliola...
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöner Bericht, da möchte ich sofort wieder hin. Auch wenn ich mir vor genau 6 Wochen dort das Sprunggelenk gebrochen habe :-(
 
@Fubbes danke für deine Antwort
@isartrails . Zu spät, habs schon so geplant 😉
Dir auch danke für die ausführliche Antwort.
Es gibt östlich von Ville-Vielle auch noch den Sentiero des 40 Laces (Tip von @stuntzi ).
Für alle interessant die eh Richtung Aiguilles wollen.
 
Ich hätte vermutlich etwas akribischer die Wanderwegoptionen nördlich des Colle del Agnello in der Abfahrt ins Queyras eruiert. Das sähe ich zumindest bei gleicher Richtungsabsicht Möglichkeiten abseits der Passstraße, die zumindest einen Versuch wert gewesen wären und die mich nicht wegen eines unnötigen Umweg-Schlenkers unnötig aufhalten.
Was mich betrifft, war die Asphaltabfahrt vom Agnello ja dem Dauerregen geschuldet.
Eigentlich hätte es über den Col Vieux weitergehen sollen.
 
Freitag, 29. August 2025
Tag 6: Zurück nach Italien

Strecke: Saint-Chaffrey - Col de Buffère - Nevache - Col des Thures - Bardonecchia
Start: 09:00 Uhr
Stop: 17:15 Uhr
Kilometer: 47 km
Höhenmeter: +1875 hm / -1875 hm
Maximale Höhe: 2427 m
Schnitt: 7,3 km/h
Fahrzeit: 6:15 h


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Der letzte Tag ist angebrochen. Am Morgen holen wir zunächst die Räder aus der Hotelgrarage am anderen Ende der Altstadt. An manchen Stellen sind die Mauern wirklich spektakulär auf die Felsen gezimmert. Nebenan geht es 100m senkrecht hinunter.

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Wir machen eine kleine Sightseeing-Runde und schauen uns die Stadt auch mal von oben an.

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Dann geht es über Nebenstraßen durchs Tal nach Saint-Chaffrey, wo wir uns noch mal versorgen ...

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... um dann in den Anstieg zum Col de Granon zu starten.

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Wir folgen der Granon-Straße, die wir uns mit etlichen Fahrzeugen teilen müssen, nicht bis ganz oben, ...

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... sondern biegen nach ca. 800 hm auf eine Schotterpiste ab, die hoch über dem Tal zum Col de Buffère quert. Nochmal 300 hm.

Die Aussicht zurück ins Queyras ...

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... und ins Ecrins unterhält uns prima. Die Wolkenfetzen geben dem noch mal eine besondere Würze.

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Schade, dass der Ecrins-Nationalpark für Biker unzugänglich ist. Entsprechend reserviert gibt er sich heute. Die Barre des Ecrins ist nicht zu erkennen. Da muss mal das Bike als Hingucker herhalten.

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Ankunft am Col de Buffère!

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Ein etwas langweiliger grasiger Übergang nach Norden ins Tal der Clarée.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Abfahrt startet verheißungsvoll ...

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... in toller Bergkulisse.

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Dann eine kleine Pause. Bike-Pflege.

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Weiter geht es.

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Die Abfahrt ist nicht gerade ein Flowwunder. Es geht irgendwie, aber in der Liste der Abfahrten dieser Tour reiht sie sich weiter hinten ein.
Vom Granon gibt es ja einige Alternativen in Richtung Clarée. Ob die optisch auch so schön sind, weiß ich nicht, aber vielleicht fahren sie sich besser.

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Im Talgrund angekommen, trailen wir noch ein Stück weiter an der hübschen Clarée entlang bis zum Weiler Nevache.

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Dort ist einiges los und es gibt etwas Verpflegung.

Der letzte Pass ist der Col des Thures. Der Aufstieg durch das Vallon des Thures beginnt zunächst fahrbar, zieht dann aber mächtig an.

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Ziemlich schnell befinden wir uns neben den Rädern und stemmen diese parallel zum gewaltigen Bachbett hinauf. Der Weg wechselt die Bachseite und wird zum Pfad. Für die nächsten 150 hm landet das Bike bei mir auf dem Rücken.

Ziemlich dunkle Wolken machen sich breit während des Aufstiegs. Die Lichverhältnisse wechseln ins bedrohliche.

Nachdem die Geländestufe überwunden ist, öffnet sich das Tal auf der Höhe.

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Der Pfad steigt bis zum Col des Thures noch leicht an und ist etwas mühselig zu fahren.
Weiten wie in der Prärie, mit toller Beleuchtung.

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Der Col geht in der Landschaft etwas unter. Ein richtiger Pass ist es gar nicht. Nur der höchste Punkte dieser tollen Hochebene.

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Die letzte Abfahrt ist noch mal von der versöhnlichen Sorte. Max. S2 geht es 400 hm hinunter. Eigentlich eine schöne Schlussabfahrt, leider ohne Bilder.

Wir versuchen auch im Talgrund etwas abseits der Straße zu bleiben, lassen das aber bald bleiben und rollen die letzten Meter über die Grenze nach Italien bis zur Unterkunft in Bardonecchia auf Asphalt hinunter.

Wir sind etwas außerhalb untergebracht. Die Möglichkeiten zur Übernachtung waren auch hier bergrenzt. Mit 20 Minuten Fußmarsch ist das Zentrum aber erreicht.
Wie üblich landet zum Schluss eine Pizza auf dem Teller. Eine sehr schöne Tour endet nun.

Die Rückfahrt am nächsten Morgen mit dem Zug zum Auto in Turin ist unproblematisch.

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Fazit:
Die Westalpen mal von Süden nach Norden zu befahren war eine tolle Sache. So haben sich noch mal viele neue Möglichkeiten ergeben. In der anderen Richtung kenne ich ja schon das meiste.
Wir hatten eine schöne Linie und mit den Cottischen Alpen auch einen passenden Rahmen. Leider kann eine Mehrtagestour nicht immer am Meer oder einem See enden.
Bardonecchia war für mich trotzdem nicht das optimale Ziel. Da der Ort noch zu sehr in den Bergen liegt, kam für mich nicht das Gefühl auf, das Tourende erreicht zu haben. Da wäre Susa weiter unten im Tal die bessere Alternative.
Richtig bitter war der Ausfall des Col Vieux. Letztlich war es aber auch glücklich, dass uns die 24h Dauerregen nicht mehr aus dem Konzept gebracht haben und alles andere wie geplant funktioniert hat, von meiner Krankheit mal abgesehen.

Entschuldigen möchte ich mich noch mal für die Darstellung der Bilder über den Forumsproxy. Das sind nur 640x360 Punkte. Bild anklicken, dann wird's hübsch.

@Marcus Vorschlag: Die Auflösung des Proxys wenigstens auf 1024 Punkte?
 
Toller Bericht, schöne Bilder! In Briançon hätten wir uns fast über den Weg laufen können, wir waren vor Ort bis 25.8. (von da ging es mit dem Auto nach Finale weiter), aber nur zum "kreiselnkringeln", was aber sehr nett war (nix los, super freundliches Personal an den Seilbahnen, Ticket günstig...)
 
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