Die Abfahrt startet verheißungsvoll ...
... in toller Bergkulisse.
Dann eine kleine Pause. Bike-Pflege.
Weiter geht es.
Die Abfahrt ist nicht gerade ein Flowwunder. Es geht irgendwie, aber in der Liste der Abfahrten dieser Tour reiht sie sich weiter hinten ein.
Vom Granon gibt es ja einige Alternativen in Richtung Clarée. Ob die optisch auch so schön sind, weiß ich nicht, aber vielleicht fahren sie sich besser.
Im Talgrund angekommen, trailen wir noch ein Stück weiter an der hübschen Clarée entlang bis zum Weiler Nevache.
Dort ist einiges los und es gibt etwas Verpflegung.
Der letzte Pass ist der Col des Thures. Der Aufstieg durch das Vallon des Thures beginnt zunächst fahrbar, zieht dann aber mächtig an.
Ziemlich schnell befinden wir uns neben den Rädern und stemmen diese parallel zum gewaltigen Bachbett hinauf. Der Weg wechselt die Bachseite und wird zum Pfad. Für die nächsten 150 hm landet das Bike bei mir auf dem Rücken.
Ziemlich dunkle Wolken machen sich breit während des Aufstiegs. Die Lichverhältnisse wechseln ins bedrohliche.
Nachdem die Geländestufe überwunden ist, öffnet sich das Tal auf der Höhe.
Der Pfad steigt bis zum Col des Thures noch leicht an und ist etwas mühselig zu fahren.
Weiten wie in der Prärie, mit toller Beleuchtung.
Der Col geht in der Landschaft etwas unter. Ein richtiger Pass ist es gar nicht. Nur der höchste Punkte dieser tollen Hochebene.
Die letzte Abfahrt ist noch mal von der versöhnlichen Sorte. Max. S2 geht es 400 hm hinunter. Eigentlich eine schöne Schlussabfahrt, leider ohne Bilder.
Wir versuchen auch im Talgrund etwas abseits der Straße zu bleiben, lassen das aber bald bleiben und rollen die letzten Meter über die Grenze nach Italien bis zur Unterkunft in Bardonecchia auf Asphalt hinunter.
Wir sind etwas außerhalb untergebracht. Die Möglichkeiten zur Übernachtung waren auch hier bergrenzt. Mit 20 Minuten Fußmarsch ist das Zentrum aber erreicht.
Wie üblich landet zum Schluss eine Pizza auf dem Teller. Eine sehr schöne Tour endet nun.
Die Rückfahrt am nächsten Morgen mit dem Zug zum Auto in Turin ist unproblematisch.
Fazit:
Die Westalpen mal von Süden nach Norden zu befahren war eine tolle Sache. So haben sich noch mal viele neue Möglichkeiten ergeben. In der anderen Richtung kenne ich ja schon das meiste.
Wir hatten eine schöne Linie und mit den Cottischen Alpen auch einen passenden Rahmen. Leider kann eine Mehrtagestour nicht immer am Meer oder einem See enden.
Bardonecchia war für mich trotzdem nicht das optimale Ziel. Da der Ort noch zu sehr in den Bergen liegt, kam für mich nicht das Gefühl auf, das Tourende erreicht zu haben. Da wäre Susa weiter unten im Tal die bessere Alternative.
Richtig bitter war der Ausfall des Col Vieux. Letztlich war es aber auch glücklich, dass uns die 24h Dauerregen nicht mehr aus dem Konzept gebracht haben und alles andere wie geplant funktioniert hat, von meiner Krankheit mal abgesehen.
Entschuldigen möchte ich mich noch mal für die Darstellung der Bilder über den Forumsproxy. Das sind nur 640x360 Punkte. Bild anklicken, dann wird's hübsch.
@Marcus Vorschlag: Die Auflösung des Proxys wenigstens auf 1024 Punkte?