30 Bäume für ne Rampe gefällt ?

roudy_da_tree

sucht_nach_wald
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Herzlichen Dank


War jemand vor Ort und kann das bestätigen?
Ich habe schon Artikel gelesen, die so klangen, weil einer der was gegen Biker hat mit einem Schreiber befreundet ist.

Die Sachlage war da dann eine andere!
 

Saci

einfach nur faul :)
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Den Kicker will ich bitte aber auch ma sehen.. für den 30 Bäume gefällt wurden.. Sender zum Mond?!
 

pippimann

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alleine die angabe 30 bäume gefällt zeigt von lächerlicher stimmungsmache damit die doofen drauf reinfallen

wäre da ne rampe aus 30 richtigen bäumen dann wären da bilder da weil sensationell
 

Znarf

00
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Hallo,

ich war mit dem Karlsruher Forst und der Polizei vor Ort, um ein Bild der Lage zu bekommen. Es waren tatsächlich 30 Bäume zwischen 10 und 20cm Durchmesser, teilweise mehr als zwanzig Jahre alt. Und die “Rampe“ war das Machwerk von einer Gruppe junger Jugendlicher, die während der Schulschließungen eine falsche Entscheidung getroffen hat. Sie sah nach sehr viel jugendlichem Enthusiasmus und Energie und ein paar entliehenen Handsägen am falschen Ort aus. Kein Kicker, sondern ein langer schmaler Table komplett aus aufgeschichteten Holzscheiten mit 3cm Erde obendrauf geschaufelt, so wie ein Begräbnisfeuerpodest aus einem Winnetoufilm...
Ein paar Schaufeln statt der Sägen hätten weniger Arbeit und mehr Ergebnis gebracht. Aber die waren wohl nicht verfügbar :)

Forst und Polizei haben dann die Verantwortlichen ausfindig gemacht und eine angemessene und pädagogisch sinnhafte Lösung finden können. Die Karlsruher Behörden haben hier sehr gut und professionell reagiert, kein undifferenziertes Mountainbikergehate, sondern pragmatische Besonnenheit.

Als Biker in Baden-Württemberg bin ich mit illegalen Trails natürlich immer wieder in Berührung, aber der Anblick war schon echt unschön. Wenn’s nicht wieder vorkommt, ist es erledigt.

Insgesamt ist auf unseren kleinen Stadthügeln mittlerweile so viel MTB-Verkehr, dass wir Mountainbiker uns wirklich auch an ein paar Regeln halten sollten, damit wir unseren Spielplatz nicht kaputt machen. Wir sind da in Karlsruhe mittlerweile die dominierend stärkste Nutzergruppe. Damit sind wir schon auch in der Verantwortung. Deshalb auch die Bitte an alle: Wenn ihr Biker bei Dingen beobachtet, die gar nicht gehen. Weißt sie freundlich und ruhig drauf hin. Manche wissen es einfach nicht besser, die meisten sind aber einsichtig. Schließlich wollen sie auf dem Rad einfach eine gute Zeit.

Ich habe auch Bilder von dem Bauwerk. Aber wir müssen das hier nicht noch mehr ausbreiten. Es handelt sich nicht um Stimmungsmache.

Grüße
Franz







War jemand vor Ort und kann das bestätigen?
Ich habe schon Artikel gelesen, die so klangen, weil einer der was gegen Biker hat mit einem Schreiber befreundet ist.

Die Sachlage war da dann eine andere!
 
Zuletzt bearbeitet:
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'30 Bäume gefällt' klingt nach groß gewachsenen Bäumen, nicht nach Setzlingen. Was soll denn das für eine Rampe sein, die so einen Holz- und/oder Platzbedarf hat?
I call bullshit!
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Zitat von nen Forumsmitglied
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Hallo,

ich war mit dem Karlsruher Forst und der Polizei vor Ort, um ein Bild der Lage zu bekommen. Es waren tatsächlich 30 Bäume zwischen 10 und 20cm Durchmesser, teilweise mehr als zwanzig Jahre alt. Und die “Rampe“ war das Machwerk von einer Gruppe junger Jugendlicher, die während der Schulschließungen eine falsche Entscheidung getroffen hat. Sie sah nach sehr viel jugendlichem Enthusiasmus und Energie und ein paar entliehenen Handsägen am falschen Ort aus. Kein Kicker, sondern ein langer schmaler Table komplett aus aufgeschichteten Holzscheiten mit 3cm Erde obendrauf geschaufelt, so wie ein Begräbnisfeuerpodest aus einem Winnetoufilm...
Ein paar Schaufeln statt der Sägen hätten weniger Arbeit und mehr Ergebnis gebracht. Aber die waren wohl nicht verfügbar :)

Forst und Polizei haben dann die Verantwortlichen ausfindig gemacht und eine angemessene und pädagogisch sinnhafte Lösung finden können. Die Karlsruher Behörden haben hier sehr gut und professionell reagiert, kein undifferenziertes Mountainbikergehate, sondern pragmatische Besonnenheit.

Als Biker in Baden-Württemberg bin ich mit illegalen Trails natürlich immer wieder in Berührung, aber der Anblick war schon echt unschön. Wenn’s nicht wieder vorkommt, ist es erledigt.

Insgesamt ist auf unseren kleinen Stadthügeln mittlerweile so viel MTB-Verkehr, dass wir Mountainbiker uns wirklich auch an ein paar Regeln halten sollten, damit wir unseren Spielplatz nicht kaputt machen. Wir sind da in Karlsruhe mittlerweile die dominierend stärkste Nutzergruppe. Damit sind wir schon auch in der Verantwortung. Deshalb auch die Bitte an alle: Wenn ihr Biker bei Dingen beobachtet, die gar nicht gehen. Weißt sie freundlich und ruhig drauf hin. Manche wissen es einfach nicht besser, die meisten sind aber einsichtig. Schließlich wollen sie auf dem Rad einfach eine gute Zeit.

Ich habe auch Bilder von dem Bauwerk. Aber wir müssen das hier nicht noch mehr ausbreiten. Es handelt sich nicht um Stimmungsmache.
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Reicht dir das
 

Muckal

Stimme der Vernunft - fordert den Weltfrieden
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Zitat von nen Forumsmitglied
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Hallo,

ich war mit dem Karlsruher Forst und der Polizei vor Ort, um ein Bild der Lage zu bekommen. Es waren tatsächlich 30 Bäume zwischen 10 und 20cm Durchmesser, teilweise mehr als zwanzig Jahre alt. Und die “Rampe“ war das Machwerk von einer Gruppe junger Jugendlicher, die während der Schulschließungen eine falsche Entscheidung getroffen hat. Sie sah nach sehr viel jugendlichem Enthusiasmus und Energie und ein paar entliehenen Handsägen am falschen Ort aus. Kein Kicker, sondern ein langer schmaler Table komplett aus aufgeschichteten Holzscheiten mit 3cm Erde obendrauf geschaufelt, so wie ein Begräbnisfeuerpodest aus einem Winnetoufilm...
Ein paar Schaufeln statt der Sägen hätten weniger Arbeit und mehr Ergebnis gebracht. Aber die waren wohl nicht verfügbar :)

Forst und Polizei haben dann die Verantwortlichen ausfindig gemacht und eine angemessene und pädagogisch sinnhafte Lösung finden können. Die Karlsruher Behörden haben hier sehr gut und professionell reagiert, kein undifferenziertes Mountainbikergehate, sondern pragmatische Besonnenheit.

Als Biker in Baden-Württemberg bin ich mit illegalen Trails natürlich immer wieder in Berührung, aber der Anblick war schon echt unschön. Wenn’s nicht wieder vorkommt, ist es erledigt.

Insgesamt ist auf unseren kleinen Stadthügeln mittlerweile so viel MTB-Verkehr, dass wir Mountainbiker uns wirklich auch an ein paar Regeln halten sollten, damit wir unseren Spielplatz nicht kaputt machen. Wir sind da in Karlsruhe mittlerweile die dominierend stärkste Nutzergruppe. Damit sind wir schon auch in der Verantwortung. Deshalb auch die Bitte an alle: Wenn ihr Biker bei Dingen beobachtet, die gar nicht gehen. Weißt sie freundlich und ruhig drauf hin. Manche wissen es einfach nicht besser, die meisten sind aber einsichtig. Schließlich wollen sie auf dem Rad einfach eine gute Zeit.

Ich habe auch Bilder von dem Bauwerk. Aber wir müssen das hier nicht noch mehr ausbreiten. Es handelt sich nicht um Stimmungsmache.
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Reicht dir das

:rolleyes: hast du gut gemacht :daumen:

Nachdem was der Kollege da schreibt, war's doch alles gar nicht so wild :ka:
 
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Das ganze hat sich aber schon vor Monaten ereignet.
Außerdem wurden die Verantwortlichen ja offensichtlich ermittelt und es handelte sich um eine paar Jugendliche. Warum die BNN also jetzt diesen Artikel veröffentlicht und so tut, als wäre in und um Karlsruhe eine wilde Bande Mountainbiker unterwegs, welche den Wald abholzt verstehe ich nicht. mit seriösem Journalismus hat das wenig zu tun.
Auch hätte man schon erwähnen können, dass es sich um relativ junge Bäume gehandelt hat und nicht um irgendwelche fetten eichen oder so.

Dumm bleibt die Aktion natürlich trotzdem
 

Znarf

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Die BNN hatte ja zwei sehr bikerfreundliche Artikel verfasst in den letzten Tagen und letztes Jahr ein sehr differenziertes Interview online und auf Youtube veröffentlicht, da geht es dann halt auch mal in die andere Richtung. Der obige Artikel ist ja noch einigermaßen sachlich, wenngleich ich ihn auch nicht perfekt recherchiert finde.

Während der Coronabeschränkungen hatten die illegalen Bautätigkeiten im ganzen Landkreis Karlsruhe aber schon massiv zugenommen. Da wurde wild rumgehackt und spätestens dann, wenn Bäume oder Wurzeln in Mitleidenschaft gezogen werden, sind die Förster angespannt. Und mittlerweile ist wie oben schon erwähnt im Wald so viel los, dass Biker und illegale Trails einfach nicht mehr unter dem Radar laufen. Zumal auch auf youtube, instagram etc Biker in KA ganz offen Videos davon posten, wie sie illegal bauen und schreiben das dann auch noch in die Titel der Videos. Viele Leute hatten halt Zeit und haben halt mal gebuddelt.

Das kann man dann eben auch ganz bequem vom Schreibtisch aus im Amt mitverfolgen und dank Strava und OSM hat man auch direkt GPS-Daten von den Strecken. Und mehr Spaziergänger, die ein paar böse Emails geschrieben haben, gab es halt auch, die hatten ja auch Zeit und meckern geht ja immer.

Was ich aus meiner Arbeit fürs Trailcenter definitiv sagen kann:
Hier in Karlsruhe haben Naturschutzbehörden und der Forst mit den Folgen des Klimawandels (Trockenheit seit drei Jahren, Borkenkäfer und zu viele Fichten gepflanzt) und den generellen Aufgaben im Wald schon so viel Arbeit, dass die nicht aus Willkür gegen die Biker loswüten und sie wollen das auch gar nicht unbegründet. Die haben gar nicht die Zeit und die Ressourcen. Wenn die Auswüchse aber zu krass werden, dann gibt es von der übergeordneten Behörde extra Ressourcen zugeteilt und letztlich gehört das ja auch zu deren Aufgabenbereich. Und das passiert in Reaktion auf die Coronabeschränkungen gerade überall. Siehe Heidelberg, Südpfalz, Darmstadt, Koblenz, Stuttgart, selbst in Freiburg. Da geht es noch sehr viel krasser zu teilweise, was die Konsequenzen angeht.

Ich habe die Hoffnung, dass als Reaktion eine Menge neue legale Trails entstehen werden in ganz Deutschland. Eine positive Seite hat das nämlich alles, wir sind bei Behörden und Politik als Nutzergruppe mittlerweile deutlich auf dem Radar.

Die zweite notwendige Komponente ist dann, dass sich Leute aktiv für legale Trails einsetzen müssen, sonst passiert weiterhin nix. Unterstützung, eine passive Mitgliedschaft, das aktive Mitmachen, Spenden oder einfach ein freundliches Wort oder sogar nur das Ausbleiben von abschätzigen Kommentaren wie „die illegalen Trails sind aber geiler“ etc. bei euren lokalen Organisationen, die sich für legale Trails vor Ort einsetzen, sind super hilfreich.

Wir wissen, dass die legalen Trails nicht jeden Geschmack treffen, es nicht genügend davon gibt, alles zu langsam geht und bei der Linienführung müssen legale Trails Kompromisse wegen Naturschutz, Erosion und Wegübergängen etc. machen. Zwangsweise kann man nicht so frei und geländeorientiert bauen wie bei illegalen.

Aber der Vorteil ist letztlich, dass man nicht illegal unterwegs ist (das ist in Kanada und Amerika schon geil, da wird man als Biker bestätigt und nicht mit rollenden Augen angestarrt) und somit nicht plötzlich keine Hometrails mehr hat, wenn die Situation doch eskaliert und das Ordnungsamt Strafzettel und mehr verteilt.
 
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