[A] Auferstehung eines 1000 EUR Bikes für die Ehefrau

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Ja richtig gelesen, hier soll das 1000 EUR Bike meiner Holden als Winterprojekt ab und wieder auf gebaut werden.
Das Budget sind nochmal 1000 EUR.
Und die Frau darf bzw. möchte mithelfen.

Aber der Reihe nach.

Wie es so ist wurde meine damalige Freundin 2015, als wir uns kennen lernten, mit meiner Bike Leidenschaft konfrontiert. Fast jedes Wochenende unterwegs. Bike-Urlaub, Festival, Enduro-Rennen, Transalp. Alles schon geplant im Jahreskalender.
Auch Sie wollte mal Bike-Luft schnuppern und bekam dazu mein Spaß-hardtail zugeteilt. Transalp Summitrider in 26 Zoll, Größe M. Mir zu klein und ihr mit 160cm zu groß.
Damit wollte der Bike-Spass nicht überspringen und zu allem Überfluss kam dann Anfang 2016 noch ein heftiger Crash dazu als sie auf einem Forstweg neben dem Trail abrollte. OTB mit Bauchklatscher. Danach war 2016 die Luft raus.
Anfang 2017 spielte ich wieder mit dem Gedanken sie für dieses Hobby zu begeistern. Ein passendes Hardtail schwebte mir vor oder gleich ein eingermaßen ordentliches Fully. Nur 2,5-3000 EUR ausgeben ohne Erfolgsgarantie?

Wie es der Zufall will bekam ich dann im Frühjahr 2017 einen Anruf von meinem Kumpel:

"Du, ich bin grad hier in Bonn im Mega-Store und die verkaufen paar Vorführbikes und hier gibt ein frauenspezifisches Allmountain in S".

Kurz die Specs durchgecheckt und grünes Licht gegeben.
Am Abend schon war das Bike im Keller.
Auf dem Preisschild stand 1399 und es gab irgendeine Sonderaktion, sodass am Schluss 1299 auf der Rechnung stand.
Der Vorführer wurde wohl auf deren Außenstrecke bewegt und hatte paar leichte Kratzer, aber Reifen und Beläge wurden komplett erneuert sodass es als "Gebraucht wie neu" durchging. Was ein Hammerpreis aus heutiger Sicht, vor allem wenn man sich die Spec ansieht die ich später zur Diskussion stelle.

Und wie komm ich nun auf 1000 EUR?
Das begab sich im gleichen Jahr. Das Rad wurde aus unserem abschließbaren Außenradhäuschen entwendet, indem einer durch eine Lücke unterm Dach reinkletterte und das Rad von dort zu seinem Komplizen außen durchpresste. Das Rad war noch zusätzlich zwischen Rahmen und Laufrad mit einem guten Kettenschlossen gesichert, welche die beiden Ganoven dann versuchten in einer dunklen Ecke paar Straßen weiter zu knacken. Dort wurde Sie dann von einem zufällig vorbei kommenden jungen Mann der im normalen Leben Polizist ist gestört und ergriffen die Flucht. Was ein Glücksfall.
Die beim versuchten Diebstahl entstandenen Kratzer am Oberrohr und Lenker wurden von der Hausratsversicherung anstandslos pauschal mit 10% der UVP entschädigt, also 300 EUR.
In 2017 haben wir dann paar gemeinsame kleine Runden gedreht und durch das neue vollgefederte Rad mit seiner passenden Größe, niedrigen Überstandshöhe und den durchweg höherwertigen Anbauteilen hatte Sie vielmehr Vertrauen und Spaß an der Sache.

Dann kam direkt die Schwangerschaft mit Geburt Ende 2017.
Also 2018 biketechnisch wieder nix größeres außer den Croozer damit ziehen.
Ab 2019 konnten wir dann etwas mehr fahren und meine Frau fand Spaß daran.
Es folgten paar Fahrtechniktrainings und in der Corona Zeit auch gemeinsame Kurzarbeitsfreitagsausfahrten.
Auch fand Sie paar gleichgesinnte Mädels bei uns im MTB-Club und geht seitdem auch mehr oder weniger regelmäßig auf eigene Ausfahrten.

So und nun zum Bike an sich, es handelt sich um ein
Cube STING WLS 140 SL 27.5
https://archiv.cube.eu/2016/728400

Ich bin ja selber kein Fan weder Marke noch von Komplettbikes, aber bei dem Preis :ka:

Seit 2014 baue ich meine Bikes selber auf und daher konnte ich nicht anders als gleich zu Beginn ein paar rudimentäre Umbauten vorzunehmen:
  • XT 2-fach Kurbel auf 1-fach umgebaut mit einem Garbaruk Kettenblatt
  • Kassette hinten auf eine 11-46 Sunrace um die Übersetzungsbandbreite wieder annähernd herzustellen
  • Ergon GA1 Griffe statt der originalen Ergo-Halbhörnchengriffe
Im Lauf der Zeit erhielt das Bike noch paar Onza Ibex Skinwall Reifen im Tubeless-Setup aus dem Schnäppchenmarkt und das wars dann auch schon.

4,5 Jahre lief das Bike nun ohne große Umbauten und klaglos ohne Service außer paar Spritzer Kettenöl und mal frische Tubelessmilch.

Im November diesen Jahres dann das Desaster>:(.
Die Mädelsrunde hatte einen Endurokurs in Heidelberg gebucht.
Gleich zu Beginn versagte bei meiner Frau die XT Vorderbremse ihren Dienst und war ohne Entlüftungswerkzeug nicht mehr zu ausreichender Verzögerung zu motivieren. Abbruch und verständlicher Frust bei der Fahrerin. Schuldgefühle bei mir, nicht auf ausreichende Pflege geachtet zu haben während ich in den 4 Jahren einen ordentlichen 5-stelligen Betrag in Bikes und Zubehör gesteckt habe.

Was nun?
Das STING braucht eine Überholung. Und zwar eine Grundlegende. Wenn schon denn schon.
Ziel ist ein Bike welches technisch und optisch auf einem neuwertigen Zustand ist.
Um die 1000 EUR dürfen investiert werden.

Hier seht ihr nun den aktuellen Aufbau.
MVIMG_20200316_134819.jpg


Was haltet Ihr davon?
Was springt Euch ins Auge?
 
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Rahmen soll bleiben?

Idee: Rahmen pulvern, evt Gabel dito oder neue Decals. Neue Lager Hinterbau und Gabelservice hast du dann auch weg ;)

Neuer Lenker, farbige Pedale, farbige Griffe

Längere Variostütze. Auf dem Bild schaut das nach 3-5cm Luft aus? Gibt Bergab mehr Sicherheit.

Dito gröberer Reifen vorne.

Ohne weitere Ausstattungslist oder was sie mag/nicht mag, bin ich dann am Ende :)

Grüße
 
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Rahmen soll bleiben?

Idee: Rahmen pulvern, evt Gabel dito oder neue Decals. Neue Lager Hinterbau und Gabelservice hast du dann auch weg ;)

Neuer Lenker, farbige Pedale, farbige Griffe

Längere Variostütze. Auf dem Bild schaut das nach 3-5cm Luft aus? Gibt Bergab mehr Sicherheit.

Dito gröberer Reifen vorne.

Ohne weitere Ausstattungslist oder was sie mag/nicht mag, bin ich dann am Ende :)

Grüße
Ja Rahmen soll in jedem Fall bleiben, da grundsätzlich passt und durchaus leicht zu sein scheint (werde nach Zerlegen mal wiegen).

Farbe ist definitiv ein Thema, da der Lack an einigen Stellen stark ausgeblichen ist.
Variostütze ist auch ein Thema. Die verbaute ist nur 100mm und mittlerweile sehr schwergängig (Cube Eigenmarke), da möchte ich kein Geld mehr investieren. Es sind 3,5cm Luft, also wäre ne 125er ideal, allerdings wird es mit der Einstecktiefe ggf sehr knapp, hier muss ich nachmessen.

Hier nochmal die akt. Partliste:
  • RAHMEN HPA Ultralight, Advanced Hydroform, Triple Butted, ETC 4-Link, ISCG Mount
  • GRÖSSe 16"
  • GABEL Fox 34 Float FIT4, Open/Medium/Firm Mode, Tapered, 15QR, 150mm
  • DÄMPFER Fox Float DPS, 200x57mm, Open/Medium/Firm Mode, LV Air Canister
  • VORBAU CUBE Performance Trail Stem, 31.8mm 50mm
  • LENKER CUBE Rise Trail Bar Pro Carbon, 750mm
  • SCHALTWERK Shimano XT RD-M8000-GS, 11-Speed
  • SCHALTHEBEL Shimano XT SL-M8000-I, Direct Attach
  • BREMSANLAGE Shimano XT BR-M8000, Hydr. Disc Brake (180/180)
  • KURBELGARNITUR Shimano XT, FC-M8000, 32t Garbaruk, 175mm
  • KASSETTE Sunrace 11-46
  • LAUFRADSATZ DT SWISS ??? 584x22,5C Tubeless-Ready Rim
  • REIFEN Onza Ibex FRC 60tpi, 27,5x2,4 Skinwall
  • SATTEL SDG Allure CroMo
  • SATTELSTÜTZE CUBE 100mm Adjustable Seatpost, Handlebar Lever, Internal Cable Routing, 31.6mm
1642407754327.png

Ideen:
  1. Alle Lager tauschen
  2. neu Pulvern oder selbst lackieren (Spray.bike)
  3. Gabel und Dämpferservice
  4. 125er Variostütze
  5. Winkelsteuersatz
  6. mind. Vorne breiteres Laufrad
  7. Lenker+Vorbau ohne Cube logo
  8. Pedale
  9. ggf. neuer Sattel
  10. kürzere Kurbel
  11. Reifen

.... ok es eskaliert schon :)
 

Wip3r

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Was war jetzt schlussendlich mit der Bremse? Waren die Beläge am Ende oder hast du doe Ursache für das Versagen noch nicht herausgefunden? Da würde ich mich zuerst drum kümmern. Nicht das das noch ein zweites mal passiert.
Wenn bei den Laufrädern das 22,5c für die Innenweite steht würde ich da vorne und hinten breitere Felgen empfehlen. Bei der Gelegenheit könnte man direkt auf XD oder MS umrüsten was eine Kassette mit einem 10er Ritzel ermöglichen würde. Zusätzlich könnte ich mir vorstellen das der aktuelle Laufradsatz nicht der leichteste ist. Nachteilig ist halt dan sind sofort 500€ vom Budget weg.
Was du dir auch noch genau ansehen solltest wären die Lager des Laufradsatzes und des Trettlager.
Im Prinzip würde ich sagen erstmal komplett zerlegen. Da könnte dan noch von selber die eine oder andere Service Baustelle auftauchen.
 
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Was war jetzt schlussendlich mit der Bremse? Waren die Beläge am Ende oder hast du doe Ursache für das Versagen noch nicht herausgefunden?
War wohl nur Luft. Wurde nur entlüftet und neue Beläge. Wurde einmal gefahren und scheint zu funktionieren. Kolben müssen wohl nochmal gängig gemacht werden.

Die Frau sagt halt auch immer nichts, wenn was komisch ist. Einmal war eine Schraube vom Kettenblatt gebrochen und hat geknackt wie wild. Ist dann erst rausgekommen, dass es schon länger so ist als wir zusammen gefahren sind....:oops:

Wenn bei den Laufrädern das 22,5c für die Innenweite steht würde ich da vorne und hinten breitere Felgen empfehlen. Bei der Gelegenheit könnte man direkt auf XD oder MS umrüsten was eine Kassette mit einem 10er Ritzel ermöglichen würde. Zusätzlich könnte ich mir vorstellen das der aktuelle Laufradsatz nicht der leichteste ist. Nachteilig ist halt dan sind sofort 500€ vom Budget weg.
Das hat mich auch überrascht.
Auf der Herstellerseite (https://archiv.cube.eu/2016/728400 ) steht 25c.
Es sind aber definitiv nur 22,5c drauf.
Die würde ich mal nachwiegen.
Ich hätte noch einen passenden non-Boost LRS daheim, allerdings mit robusten FR560 Felgen (27er Innenweite). Der ist natürlich vom Gewicht (2050g) recht schwer.
Die Idee wäre ggf das nur das FR560 Vorderrad zu nehmen und hinten den schmalen zu lassen (Decals bei beiden entfernen). 500 EUR wollte ich nicht investieren.

Was du dir auch noch genau ansehen solltest wären die Lager des Laufradsatzes und des Trettlager.
Im Prinzip würde ich sagen erstmal komplett zerlegen. Da könnte dan noch von selber die eine oder andere Service Baustelle auftauchen.
Tretlager ist Pressfit, denke das kommt prophylaktisch neu. Muss ja bei der Lackieraktion eh raus.
Du hast Recht, Komplett Zerlegen wird die erste Aktion jetzt sein.
 
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Als neue Dropper werfe ich mal die Crankbrothers Highline 3 in den Raum. Die gibts in 125mm, sie ist preislich echt im Rahmen und funktioniert problemlos.
Ich hab eine längere Variante davon eigentlich nur übergangsweise verbaut, da sonst nichts lieferbar war, aber die bleibt jetzt.
 

Wip3r

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Und unbedingt vorher mit einer normalen Sattelstütze ausmessen wie weit die reale Einstecktiefe ist! Da ist gerade bei gebogenen Sitzrohren oft nicht mehr viel Spielraum. Crankbrother Highline 3 hab ich aktuell im Enduro. Kann mich im Moment nicht beklagen. CB haben halt gefühlt einen schlechten Ruf weil sie mal eine Pedalserie mit schlechten Lagern hatten.
 
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Als neue Dropper werfe ich mal die Crankbrothers Highline 3 in den Raum. Die gibts in 125mm, sie ist preislich echt im Rahmen und funktioniert problemlos.
Bei CB bin ich ein gebranntes Kind. Hatte die CB noch ohne Nummer am Rallon und die war mega empfindlich von der Zugspannung und hatte dann Probleme mit diesem komischen Plastik-Connector unten.
Eventuell geht sich auch eine OneUp mit 150mm aus, die baut sehr niedrig. Hat meine Freundin mit 1,60 auch am Rad, bei ähnlicher Sitzrohrlänge.
Ja die wäre interessant, zumal sie sich auf 130mm traveln ließe. Aber ist wohl zu lang. Die 120mm ist scheinbar ausverkauft!?
Und unbedingt vorher mit einer normalen Sattelstütze ausmessen wie weit die reale Einstecktiefe ist! Da ist gerade bei gebogenen Sitzrohren oft nicht mehr viel Spielraum. Crankbrother Highline 3 hab ich aktuell im Enduro. Kann mich im Moment nicht beklagen. CB haben halt gefühlt einen schlechten Ruf weil sie mal eine Pedalserie mit schlechten Lagern hatten.
ja am Mittwoch kommt die Stütze raus und ich messe nach. Der Knick im Sitzrohr kommt von außen grob schon bei 18cm. Der Auszug bis Sattelklemmung ist 19,5. Dh die Gesamtlänge ist echt kritisch.
 

hw_doc

Einzigster lizensierter Newman Narben Standart
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Also bei Lagern, Service, Dropper und ggf. auch dem Winkelsteuersatz gehe ich absolut mit - wenn der Rahmen denn ein neues Lackkleid bekommen soll.
Aber beim Rest? Was wünscht sich denn die Frau? Stand das schon irgendwo?

Will sie ein "leichteres" Bike, ist womöglich schon der Tausch des Hinterreifens eine Maßnahme - ich meine, dass der nicht besonders gut rollen soll.

Bei 2,4" wären breitere Felgen nicht schlecht - sollten aber bei geringem Körpergewicht noch ok sein. Nur: Warum soll das VR dicker werden? Wirklich mehr Abrollumfang generieren oder vielleicht etwas, was doch durch ein anderes Profil geregelt werden kann?
Evtl. wäre Mullet ne Option - anstelle des Winkelsteuersatzes. Aber da bin ich nicht bewandert und man muss prüfen, ob das noch durch die Gabel passt. Die würde ich in jedem Fall beibehalten...

Die Kurbel ist ab Werk für die Rahmenhöhe schon recht lang. Aber: Stört sie das bzw. sieht die Kurbel entsprechend aus?

Ich frage so kritisch, weil die ganzen Optimierungen neben dem Lack ja auch wirklich sinnvoll sein und nicht einfach nur Geld verbrennen sollen.
 

jalgrattad

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Die Kurbel ist mit 175 mm höchstwahrscheinlich zu lang bei 1,60 m Körpergröße. Denke bei 1,60 m kann man problemlos eine 155er Kurbel montieren - hab ich bei den Kindern auch so gemacht.
Ich fahre mit ca. 1,75 m / 80 cm Schrittlänge keine 175er Kurbeln (mehr), meist 170er, aber 165er geht auch sehr gut. Besser für's Knie. Hilft zusätzlich, eine gute (kniefreundliche) Trittfrequenz zu fahren und beugt Aufsetzern vor.
 
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Aber beim Rest? Was wünscht sich denn die Frau? Stand das schon irgendwo?
Die neue Farbe ist Ihr Ding. Um die Technik kümmere ich mich. Sie kann halt nicht sagen was Sie stört (zumindest bei dem Bike :p) oder was Sie noch gerne anders hätte. Einzig die schlechte Bedienbarkeit der Variostütze wurde bemängelt, die Änderung ist fix.
Will sie ein "leichteres" Bike, ist womöglich schon der Tausch des Hinterreifens eine Maßnahme - ich meine, dass der nicht besonders gut rollen soll.
Gewicht ist auch in Ordnung, um die 13-13,5kg mit Pedalen. Reifen sind für ihr Fahrlevel ganz ok. Wenn neu sollen auch wieder Skinwall drauf, aber schon eine gut rollende Allround Kombo. Pannenschutz ist kein großes Thema bei dem Gewicht (55kilo).
Bei 2,4" wären breitere Felgen nicht schlecht - sollten aber bei geringem Körpergewicht noch ok sein. Nur: Warum soll das VR dicker werden? Wirklich mehr Abrollumfang generieren oder vielleicht etwas, was doch durch ein anderes Profil geregelt werden kann?
Die breitere Felge soll den breiteren VR besser seitlich abstützen bei niedrigen Luftdrücken, aber in der Praxis gibts da tatsächlich bei 55 Kilo kein Problem. Früher sind wir auch 2,4er Reifen auf 21mm Felgen gefahren und es war ok.
Evtl. wäre Mullet ne Option - anstelle des Winkelsteuersatzes. Aber da bin ich nicht bewandert und man muss prüfen, ob das noch durch die Gabel passt. Die würde ich in jedem Fall beibehalten...
Gabel ist eine rein 27,5er, wird wohl nix und das Tretlager kommt definitiv zu hoch, Das Bike ist nach heutigen Maßstäben eh schon etwas hochbeinig, daher auch die Idee mit dem Winkelsteuersatz.
Die Kurbel ist ab Werk für die Rahmenhöhe schon recht lang. Aber: Stört sie das bzw. sieht die Kurbel entsprechend aus?
Stört Sie nicht, sie kennt es ja nicht anders. Aber es sieht bei dem kleinen Rahmen und niedriger Sitzhöhe schon unpassend aus ohne es gefahren zu sein.
Ich frage so kritisch, weil die ganzen Optimierungen neben dem Lack ja auch wirklich sinnvoll sein und nicht einfach nur Geld verbrennen sollen.
Danke dafür ;-)

Die Kurbel ist mit 175 mm höchstwahrscheinlich zu lang bei 1,60 m Körpergröße. Denke bei 1,60 m kann man problemlos eine 155er Kurbel montieren - hab ich bei den Kindern auch so gemacht.
Ich fahre mit ca. 1,75 m / 80 cm Schrittlänge keine 175er Kurbeln (mehr), meist 170er, aber 165er geht auch sehr gut. Besser für's Knie. Hilft zusätzlich, eine gute (kniefreundliche) Trittfrequenz zu fahren und beugt Aufsetzern vor.
 
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Die Kurbel ist mit 175 mm höchstwahrscheinlich zu lang bei 1,60 m Körpergröße.
mir ist gerade diese Kurbel im Keller in die Hände gefallen.

Hatte ich mal als Ersatz gekauft wegen des Knackens kurz vorm Urlaub. Bei der jetzigen Kurbel war ein Kettenblattschraube lose und hatte schon das Gewinde angefressen, konnte aber mit neuer längerer Schraube und Loctite günstig gefixed werden.
1642448811996.png
 

shibboleth

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Durch eine kürzere Kubel kann die Sitzposition etwas höher wandern, evtl. macht das noch was aus für den Dropper. Meine Frau (1.62m) wurde neulich von 170 auf 165 gewechselt 😉 und sitzt seitdem knapp 10mm höher und etwas weiter vorne. Taugt ihr besser wegen des anderen/kleineren Kurbelkreises. Optimal wäre natürlich das erst zu testen wenn die neue Kurbel drin ist.
 
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bei der Sattelstütze vorher den Sattelrohrdurchmesser Checken. War früher bei Cube 34,9mm. Da wird die Auswahl dann eng. Bzw. Reduzierhülse notwendig.
 

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Die neue Farbe ist Ihr Ding. Um die Technik kümmere ich mich. Sie kann halt nicht sagen was Sie stört (zumindest bei dem Bike :p) oder was Sie noch gerne anders hätte. Einzig die schlechte Bedienbarkeit der Variostütze wurde bemängelt, die Änderung ist fix.

Gewicht ist auch in Ordnung, um die 13-13,5kg mit Pedalen. Reifen sind für ihr Fahrlevel ganz ok. Wenn neu sollen auch wieder Skinwall drauf, aber schon eine gut rollende Allround Kombo. Pannenschutz ist kein großes Thema bei dem Gewicht (55kilo).

Die breitere Felge soll den breiteren VR besser seitlich abstützen bei niedrigen Luftdrücken, aber in der Praxis gibts da tatsächlich bei 55 Kilo kein Problem. Früher sind wir auch 2,4er Reifen auf 21mm Felgen gefahren und es war ok.

Gabel ist eine rein 27,5er, wird wohl nix und das Tretlager kommt definitiv zu hoch, Das Bike ist nach heutigen Maßstäben eh schon etwas hochbeinig, daher auch die Idee mit dem Winkelsteuersatz.

Stört Sie nicht, sie kennt es ja nicht anders. Aber es sieht bei dem kleinen Rahmen und niedriger Sitzhöhe schon unpassend aus ohne es gefahren zu sein.

Danke dafür ;-)

Wenn Du das Rad schon mit ner neuen Kurbel schwerer machst, setz Dir wenigstens zum Ziel, mindestens 300 - besser 500 g - an den Laufrädern zu sparen. Davon hat die Pilotin wenigstens spürbar was.
Sollte sich mit geschickter Reifenwahl ja auch schaffen lassen - hinten würde ich eher 2,2" mit leichtem Lauf ins Auge fassen und vorne 2,4 fahren. Ist halt das Maximum, was die Felge sinnvoll zulässt - warum also den Aufwand für 2,6" treiben? Wird ja nicht leichter und man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass es um jemanden geht, der womöglich nur 2/3 dessen wiegt, was man selbst auf die Waage bringt. Und das Rad, um das es da geht, ist sicherlich nicht im selben Maße leichter als das, was man selbst bewegt. Von daher würde ich den Fokus doch noch etwas in Richtung (spürbares) Gewicht legen.
 
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Wenn Du das Rad schon mit ner neuen Kurbel schwerer machst, setz Dir wenigstens zum Ziel, mindestens 300 - besser 500 g - an den Laufrädern zu sparen. Davon hat die Pilotin wenigstens spürbar was.
Was meinst ist die Kurbel schwerer? Die Position des Mehrgewichts fände ich jetzt nicht so tragisch.
300-500g ohne neue Laufräder wird schwer. Glaub nicht, dass die jetzigen besonders schwer sind. Denke der LRS liegt bei 1800-1900g, werde ich aber nachwiegen.
Die jetzigen 2,4er Ibex wiegen um die 800-850g und sind tubeless aufgebaut.
Sollte sich mit geschickter Reifenwahl ja auch schaffen lassen - hinten würde ich eher 2,2" mit leichtem Lauf ins Auge fassen und vorne 2,4 fahren. Ist halt das Maximum, was die Felge sinnvoll zulässt - warum also den Aufwand für 2,6" treiben?
Hatten zu Anfang mal einen 2,25er Onza Svelt drauf mit 6xxg. Der war vom Grip her zu wenig. Der Ibex hinten hat der Pilotin auf Trails mehr Sicherheit gegeben.
Vielleicht nochmal zum Einsatzprofil.
Das Rad wird auf Feierabendrunden bewegt wo die Mädels gemütlich und quatschend den Berg hochtreten ca 200hm, sich Protektoren anlegen und einen leichten bis mittelschweren Trail fahren. Und das ganze vielleicht 2mal. Ansonsten wenn ich mit Ihr fahre, dann zB mal in die Pfalz und dort auch eher leicht bis mittelschwere Wanderwegstrails oder wir waren auch schon mal in Sasbachwalden zusammen, dh selbertreten max 800hm. Letztes Jahr im Sommerurlaub hat Sie mich auch mal bei Shuttle Aktion mit Freunden in der Toskana (Punte Ala) erfolgreich vertreten. Dh Sie hat durchaus eher Spass an den Abfahrten und da soll das Fahrrad eher mehr Sicherheit bieten und mit der zunehmenden Erfahrung ihr auch schwierigere Trails ermöglichen.

Hast du dafür einen konkreten Vorschlag?

Wird ja nicht leichter und man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass es um jemanden geht, der womöglich nur 2/3 dessen wiegt, was man selbst auf die Waage bringt. Und das Rad, um das es da geht, ist sicherlich nicht im selben Maße leichter als das, was man selbst bewegt. Von daher würde ich den Fokus doch noch etwas in Richtung (spürbares) Gewicht legen.
Das Gewicht möchte ich nicht aus den Augen lassen, Einsparung ist aber keine Prio.
Das Bike jetzt wiegt mit Pedalen 13,2kg.
Hab aber schon mal 130g gefunden. Die jetzige Cube Sattelstütze wiegt ohne Kabel/Hebel mächtige 635g. Eine 120er OneUp ist mit 500g angegeben.
 

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Was meinst ist die Kurbel schwerer?

Kann man googlen - sollten rund 200 g sein.

300-500g ohne neue Laufräder wird schwer. Glaub nicht, dass die jetzigen besonders schwer sind. Denke der LRS liegt bei 1800-1900g, werde ich aber nachwiegen.

Hat ja auch keiner direkt von gesprochen, ganz im Gegenteil.

Die jetzigen 2,4er Ibex wiegen um die 800-850g und sind tubeless aufgebaut.

Schließlich liegt hier schon das Gewicht.

Hatten zu Anfang mal einen 2,25er Onza Svelt drauf mit 6xxg. Der war vom Grip her zu wenig. Der Ibex hinten hat der Pilotin auf Trails mehr Sicherheit gegeben.
Vielleicht nochmal zum Einsatzprofil.
Das Rad wird auf Feierabendrunden bewegt wo die Mädels gemütlich und quatschend den Berg hochtreten ca 200hm, sich Protektoren anlegen und einen leichten bis mittelschweren Trail fahren. Und das ganze vielleicht 2mal. Ansonsten wenn ich mit Ihr fahre, dann zB mal in die Pfalz und dort auch eher leicht bis mittelschwere Wanderwegstrails oder wir waren auch schon mal in Sasbachwalden zusammen, dh selbertreten max 800hm. Letztes Jahr im Sommerurlaub hat Sie mich auch mal bei Shuttle Aktion mit Freunden in der Toskana (Punte Ala) erfolgreich vertreten. Dh Sie hat durchaus eher Spass an den Abfahrten und da soll das Fahrrad eher mehr Sicherheit bieten und mit der zunehmenden Erfahrung ihr auch schwierigere Trails ermöglichen.

Ich bin kein Reifen-Experte in dem Format, würde mir aber mal die Kombi Conti RaceKing und CrossKing ansehen - in Bernstein. Gibt es leider nur in 2,2", sind dafür aber mit je 550 g angegeben. Nicht der typische Abfahrts-Reifen, schon klar - aber bei dem Gewicht vielleicht doch einen Blick wert. Vielleicht auch zweimal CrossKing?
Das nur als Signal, dass es zwischen denen und den Ibexen ein halbes Kilo liegt. Damit sollten 300 bis 500 g durch Reifen nicht unrealistisch sein, ohne die Laufräder selbst zu tauschen. Es werden sich sicherlich noch ein paar tauglichere Kandidaten gewichtstechnisch mit einer Sechs beginnend finden. Das lässt sich sicherlich hier im Forum gut recherchieren.

Das Gewicht möchte ich nicht aus den Augen lassen, Einsparung ist aber keine Prio.
Das Bike jetzt wiegt mit Pedalen 13,2kg.
Hab aber schon mal 130g gefunden. Die jetzige Cube Sattelstütze wiegt ohne Kabel/Hebel mächtige 635g. Eine 120er OneUp ist mit 500g angegeben.

Ob die OneUp wirklich brutto 500 g wiegt: 🤔
Ich sag nur: Reifen, Reifen, Reifen. NIcht nur vom Gewicht, sondern auch bzgl. Rollwiderstand. Da kann man garnicht genügend rote Farbe auf den Rahmen aufbringen, um lahme Reifen zu kompensieren.
 
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Kann man googlen - sollten rund 200 g sein.
Kann man, das sagt zB die MTB-News Gewichtsdatenbank:
Bei 200g käme ich tatsächlich ins Grübeln. Aber ich werfe die Teile interessehalber auf jeden Fall auf die Waage.
1642515647780.png

Ich bin kein Reifen-Experte in dem Format, würde mir aber mal die Kombi Conti RaceKing und CrossKing ansehen - in Bernstein. Gibt es leider nur in 2,2", sind dafür aber mit je 550 g angegeben. Nicht der typische Abfahrts-Reifen, schon klar - aber bei dem Gewicht vielleicht doch einen Blick wert. Vielleicht auch zweimal CrossKing?
Das nur als Signal, dass es zwischen denen und den Ibexen ein halbes Kilo liegt. Damit sollten 300 bis 500 g durch Reifen nicht unrealistisch sein, ohne die Laufräder selbst zu tauschen. Es werden sich sicherlich noch ein paar tauglichere Kandidaten gewichtstechnisch mit einer Sechs beginnend finden. Das lässt sich sicherlich hier im Forum gut recherchieren.
2,2er xKings mit 550g? Am Schluss kommt noch ein Gravel-Bike dabei raus. Auf den schmale Felgen schauen die sicher aus wie Dackelschneider.
Es ist immer noch ein All-Mountain mit 150/140mm Federweg und sollte auch adäquat bereift sein.
Vorne soll es auf jeden Fall nicht weniger Grip werden als der Ibex.

Ob die OneUp wirklich brutto 500 g wiegt: 🤔
Kann man googlen, die 500g sind für die deutlich kürzere 120er realistisch:
1642515936227.png

Ich sag nur: Reifen, Reifen, Reifen. NIcht nur vom Gewicht, sondern auch bzgl. Rollwiderstand. Da kann man garnicht genügend rote Farbe auf den Rahmen aufbringen, um lahme Reifen zu kompensieren.
Teaser: es soll nicht ROT werden
 

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Kann man googlen, die 500g sind für die deutlich kürzere 120er realistisch:

Na, dann hast Du das Kurbeldowngrade ja wieder drin! B)

2,2er xKings mit 550g? Am Schluss kommt noch ein Gravel-Bike dabei raus. Auf den schmale Felgen schauen die sicher aus wie Dackelschneider.
Es ist immer noch ein All-Mountain mit 150/140mm Federweg und sollte auch adäquat bereift sein.
Vorne soll es auf jeden Fall nicht weniger Grip werden als der Ibex.

Schade, dass Du nur auf den ersten Teil meines ansonsten zitierten Reifentextes eingehst, dafür auch zusätzlich noch gespickt mit schön reißerischen/polarisierenden Modewort.
Ich dachte mir schon, dass wir sprachlich einfach nicht zueinander finden werden, da müssen sich schon beide Seiten Mühe geben.

BTW: Das Bike wurde passend zu den montierten Felgen mit "Dackelschneidern" ausgeliefert, wenn ich nach Deinem Link gehe.
Nach Deiner Argumentation war das Teil also mal zu Beginn fast ein Gravelbike. B)

Dennoch viel Erfolg!
 
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Na, dann hast Du das Kurbeldowngrade ja wieder drin! B)



Schade, dass Du nur auf den ersten Teil meines ansonsten zitierten Reifentextes eingehst, dafür auch zusätzlich noch gespickt mit schön reißerischen/polarisierenden Modewort.
Ich dachte mir schon, dass wir sprachlich einfach nicht zueinander finden werden, da müssen sich schon beide Seiten Mühe geben.

BTW: Das Bike wurde passend zu den montierten Felgen mit "Dackelschneidern" ausgeliefert, wenn ich nach Deinem Link gehe.
Nach Deiner Argumentation war das Teil also mal zu Beginn fast ein Gravelbike. B)

Dennoch viel Erfolg!
Ja beim Thema Reifen kommen wir nicht auf einen Nenner, aber dazu ist eine Reifendiskussion prädestiniert.
Dank Dir trotzdem für die durchaus hilfreichen Denkanstöße.
 
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