Adventure-DropBar-MTB - Cutthroat/InSearchOf

DaBot

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Man muss ja schon früh an den Winter denken, daher starte ich mal die Überlegungen zum nächsten Projekt.
Was soll es werden? Ein Adventure-Bike…

Was stelle ich mir vor bzw. woher kommt die Idee? Naja, n+1, was sonst… Aber mal im Ernst: Ich bin in den letzten Jahren vom MTB über Rennrad zum Gravel-Bike gekommen. Mittlerweile habe ich das Rennradfahren wegen der Zustände auf den Straßen hier in der Region satt und ich genieße die Ruhe im Wald, auf Radwegen und überall abseits der Straßen. In der Zwischenzeit habe ich auch mehrere Radtouren (kürzer und länger) im Bikepacking-Setup unternommen, hier dann meist auf Fernradwegen oder Nebenstraßen. Durch einen Zufall habe ich mich dann für’s Taunus Bikepacking angemeldet und im Juli auch absolviert. Dabei bin ich dann zum ersten Mal mit (zumindest für mich) Adventure-Bikepacking in Berührung gekommen – sprich: Ich führe alles mit um draussen zu schlafen und bin nicht mehr auf Unterkünfte angewiesen, ich verbringe den ganzen Tag im Sattel, bin dafür aber entspannter (langsamer) unterwegs und die Distanz entsteht nicht durch schnelles Fahren, sondern durch die Kontinuität über den Tag. Außerdem geht es nicht nur auf sanft geschotterten Wegen dahin, sondern auch auf schlechten Pisten, Trails, Pfade und alles was grade noch so zum fahren taugt. Und hier kam dann die Idee für’s neue Projekt…

Momentan habe ich ein Salsa Warbird Carbon aus 2017 und ein Niner RLT Steel (mit dem ich auch durch den Taunus gefahren bin). Das Salsa ist ein super Gravel-Racer, leicht aufgebaut, schnell, handlich. Zum voll beladen mag ich es nicht so, da es doch eher etwas „wabbelig“ wird. Außerdem fahre ich damit gerne schnell und fühle mich dann mit Gepäck immer etwas träge. Das Niner ist ohne Rücksicht auf Gewicht eher auf Stabilität aufgebaut. Es fühlt sich mit Gepäck super an und mit breiten Reifen und entsprechender Übersetzung komme ich damit überall durch (kleinster Gang 34-42 mit 105er Schaltwerk und Roadlink). Allerdings ist in 700C bei 45mm Reifen Schluss.
Hier soll es nun weiter gehen: Ich möchte ein Adventure-Rad aufbauen oder anders auf Dropbar-MTB genannt. Eckpunkte wären: Langstreckentaugliche Geometrie für lange Tage im Sattel, breite Reifen für Komfort und alle Arten von Wegen, Bikepacking-Optimiert für viel Gepäck und Stabilität und am Ende ein guter Kompromiss aus Gewicht, Komfort und Stabilität.

Meine Eckdaten, die das ganze dann mal wieder etwas komplizierter machen: Ich bin 2 Meter groß, wiege ca. 95kg und habe eine Sitzhöhe (Tretlager bis Satteloberkante) von ca. 89cm (genaue Details müsste ich noch mal nachschauen, irgendwann wurde ich mal vermessen). Das Warbird und das Niner passen gut, jeweils mit einem 120mm Vorbau. Außerdem habe ich noch ein Canyon Grand Canyon CF SLX Hardtail mit 110mm Vorbau.

Welche Bikes habe ich erstmal ausgemacht?
Mein Favorit wäre das Salsa Cutthroat. Mir gefällt der Rahmen sehr gut (optisch), er ist bewährt und hat eine maximale Gesamtlast von 160kg. Außerdem gibt es die passende Rahmentasche von Revelate Designs, man kann interne Leitungen für einen Nabendynamo verlegen und das Rahmengewicht ist niedrig.
Neu scheint es jetzt bald das Mason InSearchOf zu geben. Die Geometrie ist dem Cutthroat sehr ähnlich, ingesamt aber etwas schwerer wegen Stahl-Rahmen mit Carbon-Gabel. Das ganze Design ist etwas „rougher“ aber dennoch finde ich es irgendwie spannend.
Zusätzlich habe ich noch das Salsa Fargo TI und das VPace TMX gefunden. Beide sind aus Titan, aber irgendwie springe ich nicht so recht drauf an.
Erste Frage an euch wäre: Habt ihr noch andere Ideen? Was gibt es noch in der Adventure-Bike-Ecke? Wie beschrieben möchte ich kein weiteres Gravel-Bike sondern eher in die Drop-Bar-MTB-Ecke.

Nun fängt es aber mit der spannendsten Frage (naja, nicht unbedingt, aber daran wird sich das ganze erstmal aufhängen) an: Passt die Geometrie des Salsa oder des Mason? Meine Überlegungen gehen besonders in die Richtung, ob die Rahmen lang genug sind.
Das Salsa hat einen Reach von 392 und einen Stack von 640, das Niner 406 und 636. Im Salsa fahre ich 3cm Spacer und einen 120mm -6° Vorbau, im Niner 4cm Spacer und einen 120mm 0° Vorbau. Das Salsa Cutthroat hat einen Reach von 397 und einen Stack von 664.
Warbird-RLT.PNG

Ich überlege nun, ob mir das Cutthroat (oder auch das Mason, da es eine fast identische Geo hat) nicht zu kurz werden, wenn ich einen Vorbau von 100mm Länge verbaue und die Sitzposition damit kürzer wird. Was ich nicht recht beurteilen kann ist wie sich der höhere Stack auswirkt, bei sagen wir mal ebenfalls 3cm Spacern, bei gleich bleibendem Reach (im Vergleich zu meinen bisherigen Rädern), die Position also im Vergleich zu den Gravel-Bikes kürzer aber höher wird. Wird es dann zu gedrungen? Würde bei so einem Rad ein 110er oder sogar 120er Vorbau noch gehen? Grundsätzlich denke ich ja, aber da bin ich noch unsicher… Der Vergleich Mason-Cutthroat spricht sogar eher für das Cutthroat, da der Sitzwinkel flacher ist und daher etwas länger würde, wobei sich das über die Sattelstellung vermutlich ausgleichen lassen würde (in Bezug auf das Tretlager).
Warbird-Cutthroat.PNG Niner-Cutthroat.PNG Mason-Cutthroat.PNG

Das andere Thema ist die Frage, ob man mit der Schuhspitze das Vorderrad berührt. Da bin ich durch ein Review zum Cutthroat drüber gestolpert, wo das mal Thema war. Wenn ich die Räder aber auf bikeinsights.com vergleiche, dann ist der Abstand von der Pedalspindel bis zum Reifen sogar etwas größer als beim Warbird oder RLT. Das müsste sich also ausgehen…

Zum Thema Ausstattung, auch wenn das noch sehr weit weg ist: 1x ist denke ich gesetzt. Damit man für steile Berge gewappnet ist, aber auch in Flachetappen noch etwas Meter machen kann, würde ich versuchen eine Kassette mit mehr als 42 Zähnen zu montieren, da scheint es ja diverse Möglichkeiten zu geben. Das Thema würde ich aber im nächsten Schritt nochmal ausgiebiger diskutieren, genau wie den Rest der Austattung, als da wären: Reifen, Laufräder mit Dynamo, Scheinwerfer, Strom-Versorgung, usw.

Mich würde interessieren ob es hier im Forum schon Erfahrungen mit solchen Rädern gibt (viel habe ich nicht gefunden), ob ihr bezüglich der Geometrie Meinungen/Erfahrungen/usw. habt usw. Ich würde mich freuen wenn sich ein paar Interessierte zu dem Thema hier mit mir austauschen würden
 
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zum Cutthroat: viel kann ich nicht dazu sagen bei deiner Größe,
ich fahre ein M, zur Frage Schuhspitze berührt Reifen: bei 2.4er Reifen bei mir kein Problem.
Ansonsten ist es ein super Bike, leicht, wendig aber trotzdem spurtreu, steckt vieles weg,
kurz gesagt: ich möchte nichts anderes mehr
 
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Was du beschreibst bzw. suchst, hört sich doch sehr nach Monstercrosser an. Da fiele mir als preisgünstige Alternative zuerst das Genesis Longitude ein, welches auch für ein Dropbarbike eine gute Basis bietet. Allerdings wird es bei deiner Schrittlänge mit dem Sattelstützenauszug wohl zu knapp werden. Aber vielleicht findest du ja unter dem Stichwort „Monstercrosser“ noch Alternativen.
 
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Rodeolabs Traildonkey
vielleicht noch

P.S. Gibt ne sehr interessante und kurzweilige Podcast-Folge zur Entstehung der Firma und des Rades
 

nightwolf

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peterbe

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Bei deiner Größe würde ich auch zum Bombtrack beyond raten. Ist aber in XL ausverkauft, ich habe aber eine Reservierung für die neue Produktion und freu mich schon auf den Rahmen: weit über 600mm Oberrohr passen nun mal am besten bei Menschen um 2m. Und das Bomtrack bietet vielfältige Möglichkeiten für Variationen.
Mir (2m) war mein Fargo zu kurz für Dropbar und es gibt kaum einen Rahmen, der ein vernünftig langes Satteltohr bietet. Beim Graveler fahrerisch Größe 64 und es passt gerade eben. Das Beyond ist ähnlich gross und ich freu mich, mit dem Rahmen einen 29+ Monstercrosser aufzubauen. Könnte auch was bei deiner Größe sein.
 
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Die Dropbar MTB's sind in der Regel dafür ausgelegt, mit entsprechendem Lenker (wie Salsa Cowchipper oder Cowbell) vorzugsweise im Unterlenker zu fahren, nicht wie bei vielen Rennrädern (oder Gravelbikes) nomamerweise auf den Hoods und nur zum Schnellfahren in den Unterlenker. Daher im Vergleich weniger Reach und mehr Stack. Ob einem dies dann tatsächlich liegt, muss man halt testen...
 

DaBot

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Ich hatte den "alten" Cutthroat Rahmen schon zu Hause liegen, hab aber auf den neuen umdisponiert. Der soll Ende Dezember kommen. Der wird etwas besser passen, weil der Reach nochmal um einen Centimeter verlängert wurde, ansonsten ist alles gleich geblieben. Damit kann ich einen 100er Vorbau fahren und bin von der Länge bei einer ähnlichen Größe wie bei meinem Warbird, der Stack ist natürlich ungleich höher, das sollte also passen. Mit einer 400er Sattelstütze sollte auch die Sitzhöhe hinkommen, das Sitzrohr ist ja etwa zwei Centimeter kürzer als beim Warbird, das sollte also auch passen.

Teileliste ist schon zusammengestellt, nur bei den Laufrädern bin ich noch am überlegen...
 
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Ich hatte den "alten" Cutthroat Rahmen schon zu Hause liegen, hab aber auf den neuen umdisponiert. Der soll Ende Dezember kommen. Der wird etwas besser passen, weil der Reach nochmal um einen Centimeter verlängert wurde, ansonsten ist alles gleich geblieben. Damit kann ich einen 100er Vorbau fahren und bin von der Länge bei einer ähnlichen Größe wie bei meinem Warbird, der Stack ist natürlich ungleich höher, das sollte also passen. Mit einer 400er Sattelstütze sollte auch die Sitzhöhe hinkommen, das Sitzrohr ist ja etwa zwei Centimeter kürzer als beim Warbird, das sollte also auch passen.

Teileliste ist schon zusammengestellt, nur bei den Laufrädern bin ich noch am überlegen...
Hi, hast du dein Cutthroat mittlerweile?
 
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