Änderung des Betretungsrechts in Baden-Württemberg

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Beitrag "Südbaden - ein Mountainbike-Mekka?!?" auf Open Trails:
https://www.facebook.com/DIMB.OpenTrails/posts/823888314399480

Für die Facebook-Verweigerer:
Südbaden - ein Mountainbike-Mekka?!?

Ein Drittel des Mountainbike-Nationalkaders lebt und trainiert in der Region um Freiburg, ist heute auf einer Sonderseite zum Thema Mountainbike in der Badischen Zeitung zu lesen. Bikerinnen und Biker wie Moritz Milatz, Sabine Spitz, Helen Grobert oder Adelheid Morath sind Aushängeschilder für ein Bundesland, ja, für eine ganze Nation. Und es freut uns sehr, dass das Thema Mountainbike so positiv in der BZ dargestellt wird.

Doch wir fragen uns natürlich: Wie passen diese sportlichen Höhenflüge zu den Tiefflügen, die sich die Landespolitik in Sachen 2-Meter-Regel leistet? Und warum wird dieser Aspekt in dem BZ-Artikel komplett verschwiegen?

Wenn sich ein Bundesland mit erfolgreichen (Mountainbike-)Sportlern brüstet, wäre es doch gut beraten, die Sinnhaftigkeit mancher Verbote zu überprüfen und Sportlerinnen und Sportlern keine Steine in den Weg zu legen (Achtung, Ironie: was für manche Forstwege sicherlich eine Aufwertung wäre…). Denn die Profis, die in Südbaden groß geworden sind, haben ihren Erfolg in den meisten Fällen der hervorragenden Nachwuchsarbeit in den heimischen Vereinen zu verdanken. Was hier geleistet wird, ist immens. Doch oft bewegen sich Trainer und Jugendleiter auf dünnem Eis, wenn sie mit den jungen Bikern Trails fahren. Wie will man Kindern das Mountainbiken wirklich schmackhaft machen, wenn man ihnen im selben Atemzug erklären muss, dass sie die spannenden Wege gar nicht fahren dürfen?

Gleichzeitig ist Südbaden nicht nur für die Profi-Sportler ein Mekka, es ist auch ein Paradies für die zahlreichen Hobby-Biker, denen allerdings das Fahren auf den naturbelassenen Trails unter zwei Metern Breite ebenfalls untersagt wird. Man müsste es also wohl eher so formulieren: Baden-Württemberg wäre ein Mountainbike-Paradies, wenn diese Regel endlich ad acta gelegt werden würde!

Wie seht Ihr das? Auf der einen Seite glänzt das Ländle mit seinen Profi-Mountainbikern, auf der anderen Seite verbietet es aber allen Bikern, genau die Wege zu fahren, die für die Fahrtechnik und damit die Erfolge im Cross Country wichtig sind…

http://www.badische-zeitung.de/mountainbike/suedbaden-mekka-fuer-mountainbiker--112331847.html
 

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So geht Vernunft:

https://www.badische-zeitung.de/reise-1/pfadsucher-pfadfinder

Zitat: Die Tourismusexpertin sieht ihre Region dank der Zwei-Meter-Regel in Baden-Württemberg gut aufgestellt: "Die Diskussion im Schwarzwald hat uns sicher nicht geschadet. Im Gegenteil: Wir stellen fest, dass immer mehr Mountainbiker aus Baden-Württemberg zu uns kommen."
 
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Heute auf DIMB open Trails:
https://www.facebook.com/DIMB.OpenT...3326687455649/825091140945864/?type=3&theater

Pfälzer Tourismus profitiert von 2-Meter-Regel in BaWü

Ja, richtig gelesen, aber der Reihe nach:
In der Badischen Zeitung ist am vergangenen Freitag ein sehr positiver Beitrag über das Biken im Pfälzer Wald erschienen. Autor Stefan Zahler hat sich dem Selbstversuch unterzogen, ist als Radtourist in die Pfalz gereist und hat auf legalen Singletrails erfahren was Mountainbiken wirklich ist. Aber auch was es nicht ist. Zitat: "Mountainbiken ist nicht das Fahren auf breiten, langweiligen Waldwegen.“

Der Journalist aus dem Schwarzwald stellt fest, dass die Pfalz im Gegensatz zu Baden-Württemberg auf ein tolerantes Miteinander, auf gegenseitige Rücksichtnahme und nicht auf gesetzliche Regelungen setzt.

Dass das gut funktioniert, bestätigt ihm Maria Bergold vom Zentrum Pfälzerwald Touristik. Die Tourismusexpertin glaubt zudem, dass die Pfalz von der 2-Meter-Regel in Baden-Württemberg profitiert: "Die Diskussion im Schwarzwald hat uns sicher nicht geschadet. Im Gegenteil: Wir stellen fest, dass immer mehr Mountainbiker aus Baden-Württemberg zu uns kommen.“

Noch mal zum Mitschreiben: eine Pfälzer Tourismus-Verantwortliche stellt fest, dass nicht zuletzt aufgrund der 2-Meter-Regel immer mehr Biker aus Baden-Württemberg in die Pfalz kommen.

Das muss man erstmal sacken lassen. Schließlich ist es ja ausgerechnet der Baden-Württembergische Tourismusminister Alexander Bonde, der partout an der 2-Meter-Regel festhalten wollte und zu ihrer Manifestierung immer noch auf ein aufwendiges Genehmigungsverfahren für einzelne Ausnahmen setzt. Ausnahmen wie den unglücklich Gipfeltrail zum Beispiel.

Ob sich Minister Bonde im Klaren darüber ist, welchen Bärendienst er dem Tourismus erwiesen hat? Einem Wirtschaftszweig, der ihm in seiner Aufgabe als Minister anvertraut wurde und der gerade in seiner Schwarzwälder Heimat für ein nachhaltiges und umweltfreundliches Einkommen sorgen könnte.

Die Pfalz investiert derweil in den Bike-Tourismus und hängt Baden-Württemberg weiter ab.

https://www.badische-zeitung.de/reise-1/pfadsucher-pfadfinder

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mw.dd

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Darf ich kurz daran erinnern, das nach Meinung der zuständigen Forstbehörden in Rheinland-Pfalz das Radfahren auf schmalen Wegen im Wald nicht gestattet ist? Die entsprechende Regelung im Landeswaldgesetz von RLP taugt keineswegs als Vorbild; der oft gelobte Mountainbikepark Pfälzerwald ist daher letztlich auch nur die Entsprechung von Minister Bondes "Ausnahmen". Glücklicherweise intelligenter umgesetzt...
 
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Darf ich kurz daran erinnern, das nach Meinung der zuständigen Forstbehörden in Rheinland-Pfalz das Radfahren auf schmalen Wegen im Wald nicht gestattet ist? Die entsprechende Regelung im Landeswaldgesetz von RLP taugt keineswegs als Vorbild; der oft gelobte Mountainbikepark Pfälzerwald ist daher letztlich auch nur die Entsprechung von Minister Bondes "Ausnahmen". Glücklicherweise intelligenter umgesetzt...
Glücklicherweise ist das in dem Fall tatsächlich nur die Meinung der dortigen Forstbehörden und nicht das, was in deren Landesgesetz steht.
 
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mw.dd

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Glücklicherweise ist das in dem Fall tatsächlich nur die Meinung der dortigen Forstbehörden und nicht das, was in deren Landesgesetz steht.
Die Formulierungen des Waldgesetzes lassen klar die Absicht des Gesetzgebers erkennen, das Radfahren im Wald einzuschränken und speziell schmale Wege für Radfahrer zu verbieten:
"(7) Waldwege im Sinne dieses Gesetzes sind nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmete, dauerhaft angelegte oder naturfeste forstliche Wirtschaftswege; Maschinenwege, Rückeschneisen, Gliederungslinien der Betriebsplanung sowie Fußwege und -pfade sind keine Waldwege."

Das die gewählte Formulierung in der Praxis wahrscheinlich untauglich ist, steht auf einem anderen Blatt.
 

dickerbert

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@prince67: Ich denke, das passt nicht zusammen. Das Radfahren ist ja gerade auf Waldwegen erlaubt. Und diese werden definiert als nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmete Wege.
Oder meinst du dasso : Wege, die dem öffentlichen Verkehr gewidmet sind, dürfen ohnehin von Radfahrern befahren werden. Zusätzlich dürfen Radfahrer Waldwege befahren, die nicht dem öffentlichem Verkehr gewidmet sind und die nachfolgenden Ausschlusskriterien (Maschinenwege, (...), Fußpfade, etc.) nicht erfüllen?
 
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Das muss man erstmal sacken lassen. Schließlich ist es ja ausgerechnet der Baden-Württembergische Tourismusminister Alexander Bonde, der partout an der 2-Meter-Regel festhalten wollte und zu ihrer Manifestierung immer noch auf ein aufwendiges Genehmigungsverfahren für einzelne Ausnahmen setzt. Ausnahmen wie den unglücklich Gipfeltrail zum Beispiel.
Ob sich Minister Bonde im Klaren darüber ist, welchen Bärendienst er dem Tourismus erwiesen hat? Einem Wirtschaftszweig, der ihm in seiner Aufgabe als Minister anvertraut wurde und der gerade in seiner Schwarzwälder Heimat für ein nachhaltiges und umweltfreundliches Einkommen sorgen könnte.

Die Pfalz investiert derweil in den Bike-Tourismus und hängt Baden-Württemberg weiter ab.

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In der privaten Wirtschaft hätte er unter Umständen mindestens eine Abmahnung bekommen;).....
 

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In der privaten Wirtschaft hätte er unter Umständen mindestens eine Abmahnung bekommen;).....
Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot: Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitgebers
Dem Arbeitgeber stehen bei einem Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot verschiedene Reaktionsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Er kann Schadensersatz verlangen, muss dazu jedoch einen Schaden darlegen.
  • Er kann Unterlassung des wettbewerbswidrigen Verhaltens verlangen, und zwar auch im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes.
  • Er kann, je nach Schwere des Wettbewerbsverstoßes, das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen.
  • Er hat ein Auskunftsanspruch im Hinblick auf die Wettbewerbstätigkeit (Wo? Was? Wie?).
Option 1 gefällt mir am besten:D
 
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Verstoß gegen das Wettbewerbsverbot: Reaktionsmöglichkeiten des Arbeitgebers
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  • Er kann Schadensersatz verlangen, muss dazu jedoch einen Schaden darlegen.
  • Er kann Unterlassung des wettbewerbswidrigen Verhaltens verlangen, und zwar auch im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes.
  • Er kann, je nach Schwere des Wettbewerbsverstoßes, das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen.
  • Er hat ein Auskunftsanspruch im Hinblick auf die Wettbewerbstätigkeit (Wo? Was? Wie?).
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ähhh, du meinst 3, oder?:D
 
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Hallo, heute war ein sehr interessanter Gast bei Leute Heut auf SWR1. Herr Wohlleben ist Förster in BW.
Er hat ein sehr interessante Aussagen zum Wirtschaften im Wald und der Jagd gesagt.
Hier der Einleitungstext von der SWR1 Seite:
"Peter Wohlleben ist Förster, aber er kündigte seine Beamtenstelle auf Lebenszeit. Er arbeitet nämlich anders als die Kollegen. Er möchte die Wälder schützen und nicht ausbeuten. Er verzichtet auf Pflanzenschutzmittel, er setzt Pferde statt Erntemaschinen ein, er lässt wieder Buchen wachsen und legt sich mit der Jagdlobby an. Nachhaltigkeit ist ihm am wichtigsten. Außerdem ist er sicher, dass Bäume ein Gedächtnis haben und miteinander kommunizieren."
Hier noch der Link:
http://www.swr.de/swr1/bw/programm/...2/did=16152104/nid=1895042/1dxye4n/index.html

Das Gespräch wird sicherlich ab morgen im Archiv zu finden sein. Mir gefiel bedonders die Aussage zu den Harvestern im Wald. Bodenverdichtung ist hier wie wohl jeder weiß das alles bestimmende Wort. Aber auch die Jäger, Ihre Jagd, Überfütterung es Wilds Ursachen und Folgen kamen zur Sprache. wer Zeit hat sollte sich das ganze Gespräch nochmal anhören. Sicherlich muss man nicht alles gutheißen was er macht. Ich denke aber das man sicher richtige Schlüsse aus dem was er sagt schließen müsste.
 

TTT

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Die Strecke sollte man aber wirklich nicht am WE nach 10:00 Uhr befahren.
Begehen auch nicht. Ich bin immer wieder erstaunt, dass sich Leute selbst im Wald immer wieder Stellen raussuchen, wo es zugeht wie auf dem Jahrmarkt. Warum sie dort Ruhe (vor den Bikern) oder ungehinderte Fahrt (mangels Wanderer) erwarten bleibt mir schleierhaft!
 

MO_Thor

ohne AFS-Schutz
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Deshalb bin ich grundsätzlich nicht an Wochenenden unterwegs. Egal wo.
Dann treffe ich keine miesepetrigen Wanderer oder verkniffene Trainingsfahrer und hab tatsächlich die Art Ruhe und Entspannung, die ich mir erhoffe....also typisches Trailfahren eben...was ich halt als Entspannung ansehe :D
 
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Heute von halb zehn bis mittags 35km auf feinen, Siedlungs-nahen Trails rund um Horb unterwegs.
Hochnebel, aber kein Regen, angenehme Temperaturen (3/4 Hose, langärmeliges Funktions-T-Shirt und Windweste ausreichend).
Also keine Randzeit, nicht abgelegen und kein prohibitives Wetter.

Dennoch auf den Trails nur ein Ehepaar getroffen. Auf 35km nur eine Begegnung!

Er: „N’Morgen. Müsst aufpassen, da vorne hat’s rutschige Steine.“
Sie: „Aber das wisst Ihr sicherlich, oder?“
Wir leicht perplex: „Joa. Danke! Und schönen Sonntag noch!“
Ehepaar lachend: „Auch so!"

=> man kann durchaus auch am Wochenende unterwegs sein
=> Begegnungen verlaufen nach wie vor meist freundlich

Wozu gibt es noch mal diese 2-Meter-Regel?
Um die Horden von Fußgängern vor den Horden von Radfahrern zu schützen? Lächerlich!
 

viperman666

1. Deutsche Trail Rettung
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Nunja,jeder muß/darf selbst entscheiden wann er wo biken geht.Fakt ist: Sonn- und Feiertags ist ist die Möglichkeit eben höher auf Wanderer und speziell auf Bikegegner zu Treffen. Und ich sehe es wie Athabaske,eben als Eigennutz.
Ich bin geschäftlich viel in D unterwegs hab Familie,Haus,Garten und noch etwas Wald "unter einen Hut" zu bekommen und trotzdem geh ich meist Samstags radeln. Und ich meine nicht 20km um den Block sondern immer um die 60-90 km bei Ü 1000Hm.
 
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