Änderung des Betretungsrechts in Baden-Württemberg

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Im Reutlinger Generalanzeiger steht heute mal wieder eine völlig objektive Überschrift zur Jahreshauptversamnmlung des Albvereins in Pfullingen:

JAHRESVERSAMMLUNG

Albvereinspräsident fordert in Pfullingen Kennzeichnungspflicht für Bikes

Schwäbischer Albverein tagt in Pfullingen. Präsident Rauchfuß sieht Konflikte mit Radfahrern


Im Text steht dann weiter:

Eine große Bitte richtete er an die Politiker. Um Verursacher von Beschädigungen von Wanderwegen durch Radfahrer zu ermitteln, müsse es eine Kennzeichnungspflicht für Mountainbikes und insbesondere für E-Bikes oder E-Mountainbikes geben. Zum Schluss dankte der Präsident allen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für die tatkräftige Unterstützung.

Selbstverständlich braucht es für diese Aussagen keinerlei Belege und selbstverständlich richten Wanderer nieeeeeemals ebenfalls Schäden an.
Je öfter so etwas wiederholt wird, desto schneller wird es zur "Wahrheit".
 
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Dann kannst ja jetzt beruhigt deine 125 ccm enduro aus der Garage holen und über die Trails spänen, die wollen ja nur Nummernschilder für ebikes im Wald :troll:


Aber jetzt mal ernsthaft....die Idee is schmarrn, ab wann beschädigt ein biker den weg?
Wenn ein Kiesel verrutscht wird?
Wenn ein Grashalm zusammen gedrückt wird?
Oder is beschädigen erst wenn man mit blockierendem Hinterrad ne 10 m lange furche in den Boden fräst?


Das is wieder so populistische altherrengesabbel das besser am Stammtisch geblieben wäre und sollte eigt unter dem Niveau eines Präsidenten von so einem großen Verein liegen. Viel mehr sollte nach Möglichkeiten für ein Miteinander gesucht werden anstatt immer alles für sich selber und ganz allein haben zu wollen....wahrscheinlich bin ich einfach noch zu jung um zu verstehen wie wichtig es ist alles für sich allein haben zu müssen....
 
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Ich glaube nicht, dass es uns in der Diskussion (nach innen und außen) weiterbringt, wenn die Bio-Mountainbiker versuchen, die E-Mountainbiker als Schuldige hinzustellen. Zudem es auch nicht stimmt, was Du schreibst.
Zum Punkt eins gebe ich dir vollumfänglich recht.
Zu Punkt zwei habe ich die gegenteiligen Beobachtungen gemacht, die durch simple Betrachtungen der physikalischen Verhältnisse auch zubestätigen sind. Zumindest im Biotop der gebauten, abfahrtslastigen Trails ist der Verschleiß erheblich höher. Größere mögliche Beschleunigungen aus den Kurven raus sorgen für größere notwendige negative Beschleunigungswerte, in Verbindung mit größeren abzubremsenden Massen müssen dann vor der nächsten Kurve erheblich größere Kräfte auf den Boden übertragen werden. Das gehört hier aber aus deinm ersten Grund eigentlich nicht her, ich will diese unzutreffende Behauptung aber so nicht stehen lassen.
 
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Zum Punkt eins gebe ich dir vollumfänglich recht.
Zu Punkt zwei habe ich die gegenteiligen Beobachtungen gemacht, die durch simple Betrachtungen der physikalischen Verhältnisse auch zubestätigen sind. Zumindest im Biotop der gebauten, abfahrtslastigen Trails ist der Verschleiß erheblich höher. Größere mögliche Beschleunigungen aus den Kurven raus sorgen für größere notwendige negative Beschleunigungswerte, in Verbindung mit größeren abzubremsenden Massen müssen dann vor der nächsten Kurve erheblich größere Kräfte auf den Boden übertragen werden. Das gehört hier aber aus deinm ersten Grund eigentlich nicht her, ich will diese unzutreffende Behauptung aber so nicht stehen lassen.
Ich möchte das auch nicht weiter diskutieren. Aber grundsätzlich ist mal zu unterscheiden, ob eine Schädigung durch den Fahrer oder durch das Fahrzeug bedingt ist. Der Deppenfaktor verursacht die Schäden, nicht das Rad. Der schwere Fahrer auf dem Bio-Bike vs. leichter Fahrer auf dem E-Bike. Trainiert und kräftig, viele Watt in den Beinen vs. Anfänger auf dem E-Bike - viele Dinge, die da zu vergleichen wären. Und keine Pauschalen.
Ansonsten ist die Masse der Bio-Biker doch noch deutlich größer, als die der E-Biker auf Trails. Allein daher sollten Schäden dann auch verteilt werden.
Auch bin ich mir relativ sicher, dass es (momentan) noch immer eher die Bio-Biker sind, die neue Trails in den Wald zimmern.

Von meiner Seite aus war es das zum "E"-Thema.
 

Prof. Dr. YoMan

Holger Rusch
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Die meisten E-Biker fahren mehr km als sie ohne fahren würden => Höherer Eintrag, das ist sicher.
Und die E fahren gerne auch mal die Trails hoch und nicht die Forstpisten.

Ob es zielführend ist Bio gegen E auszuspielen? Ich denke nein. Ich denke eher durch die E-Biker werden es einfach nur viel mehr und deswegen wird der Handlungsdruck auf die Politik gefühlt größer.

Inzwischen ist die Macht der Biker gerade durch die E-Biker allerdings auch gestiegen.

Und: Deppen gibt's überall und nur wenige davon machen ein Image kaputt.
 
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Selten so ein bullshit gehört. Aber das freut natürlich den Albvereins-Altvorderen wenn Biker gegen Biker stänkern.
Das kommt auf die jeweilige Fahrsituation bzw. Strecke an, und bei bestimmten Situationen kann die Physik niemand austricksen. Die letztere Aussage kann ich aber voll unterstützen. Das Thema sollten wir lassen.
 
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Selten so ein bullshit gehört. Aber das freut natürlich den Albvereins-Altvorderen wenn Biker gegen Biker stänkern.
Ich sage mal so es liegt mehr an der stärkeren Frequentierung der Trails durch zusätzliches aufkommen von E Bikern die nun mal vorher dort nicht gefahren sind und dass es mit Ebike einfacher ist einen Trail mehrmals zu fahren.
Also eher eine sekundäre Erscheinung.

Viele Trails werden hier in der Gegend schlicht dadurch schlechter oder unfahrbar, dass der schützende Wald (aufgrund von Kahlschlag) fehlt und der Boden versandet oder beim nächsten Starkregen die Fahrrinnen ausgewaschen werden. Aber auf den MTBler zu hauen ist einfacher als sich an die eigene Nase zu packen.
 
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Viele Trails werden hier in der Gegend schlicht dadurch schlechter oder unfahrbar, dass der schützende Wald (aufgrund von Kahlschlag) fehlt und der Boden versandet oder beim nächsten Starkreden die Fahrrinnen ausgewaschen werden
Einen schönen Trail im Schwarzwald fahre ich seit 25 Jahren. Obwohl nun viel mehr Ebiker unterwegs sind als früher insgesamt Radfahrer hat er sich in den letzten Jahren nicht merklich verschlechtert oder gelitten. Dort ist der Wald aber noch intakt. Wo die Bäume kaputt sind gehen auch die Trails kaputt.

Der Wald sollte für uns alle da sein. Wie sollten nicht auf uns einschlagen und alle an einem Strang ziehen.
 
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Im Text steht dann weiter:

Eine große Bitte richtete er an die Politiker. Um Verursacher von Beschädigungen von Wanderwegen durch Radfahrer zu ermitteln, müsse es eine Kennzeichnungspflicht für Mountainbikes und insbesondere für E-Bikes oder E-Mountainbikes geben. Zum Schluss dankte der Präsident allen Mitarbeitern und Ehrenamtlichen für die tatkräftige Unterstützung.
Pedelecs bis 25km/h gelten als Fahrrad, Fahrräder benötigen kein Versicherungskennzeichen. E-Bikes bis 20km/h gelten als Leichtmofa, solche bis 25km/h als Mofa; beide benötigen ein Versicherungskennzeichen und für Mofas gilt Helmpflicht. Für alles was darüber hinaus geht wird ein Führerschein benötigt.

Plädiert der Herr Rauchfuß für eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder?
 
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Pedelecs bis 25km/h gelten als Fahrrad, Fahrräder benötigen kein Versicherungskennzeichen. E-Bikes bis 20km/h gelten als Leichtmofa, solche bis 25km/h als Mofa; beide benötigen ein Versicherungskennzeichen und für Mofas gilt Helmpflicht. Für alles was darüber hinaus geht wird ein Führerschein benötigt.

Plädiert der Herr Rauchfuß für eine Kennzeichenpflicht für Fahrräder?
Ja, so steht es da. Im allgemeinen, vereinfachten Sprachgebrauch sind ja "E-Bikes" eigentlich die Pedelecs (alle anderen dürfen im Wald eh nicht fahren).
Alle Fahrräder mit und ohne E sollen nach Meinung des Schwäbischen Albvereins Nummernschilder bekommen.
 
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Ja, so steht es da. Im allgemeinen, vereinfachten Sprachgebrauch sind ja "E-Bikes" eigentlich die Pedelecs (alle anderen dürfen im Wald eh nicht fahren).
Alle Fahrräder mit und ohne E sollen nach Meinung des Schwäbischen Albvereins Nummernschilder bekommen.
Das wäre aber Bundesrecht. Das wird nicht so schnell möglich sein.
 
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