Alkoholismus? Der Thread für Betroffene und Interessierte

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Servus!
Als betroffener User möchte ich in diesem Thread die Möglichkeit bieten und nutzen, sich mit anderen auszutauschen und zu helfen.

Alkohol ist hier im Forum in bestimmten Bereichen sehr präsent. Es gibt eigene Sauf-Fäden und Fotos von Bierflaschen vorm Monitor sind zu Feierabend oft gesehen.
Gelegentlich wird auf die Problematik hingewiesen und bei einigen Usern herrscht schon ein entsprechendes Bewusstsein, dennoch wird munter weiter gemacht. Und ich bin ein Teil davon.

Wird der eigene Konsum kritisch hinterfragt? Und wenn ja, schafft man es Konsequenzen zu ziehen? Oder ist es der Alkohol, der das Leben in vielen Teilen kontrolliert?



Ich bitte euch, sachlich uns konstruktiv zu bleiben und betroffene User sowohl hier als auch im Rest des Forums rücksichtsvoll und mit Respekt zu begegnen. Alkoholismus ist eine Krankheit und keine Charakterschwäche. Habt das bitte immer im Hinterkopf.


In diesem Sinne,

(Gibt es eigentlich einen Alkoholiker-Gruß?)

Eure Avocado 🥑

Dieser Thread ist mit der Moderation abgesprochen. Falls noch Unklarheiten oder Fragen im Raum stehen oder falls man als Betroffener unsicher ist, könnte eine PN an ebenjene klärend wirken.
 
Hilfreichster Beitrag geschrieben von null-2wo

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Gleich mal meine ersten Gedanken zum Einstieg und Entblößung:

2 Liter Bier täglich (ohne Ausnahmen!) sind mir eindeutig zu viel. Ich bin zwar gern leicht angetrunken und ich mag Bier auch echt gerne. Erschreckend ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich bei allen Möglichkeiten um jeden Preis versuche, was zum Trinken zu bekommen. Oft selber mitgebracht, auch zu unpassenden Gelegenheiten.

Ich versuche jetzt seit ein paar Tagen alkoholfreies Bier zu trinken. Bisher auch erfolgreich.

Zwei Fragen an euch:

1.: Welche Biere ohne Alk schmecken euch am besten und kommen einem gescheiten Pils am nähsten?

2.: Ist es sinnvoll bei Bier, auch wenn alkfrei, zu bleiben? Oder sollte man Bier generell sein lassen? Erfahrungen?
 
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cjbffm

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Na, ich glaube, daß das auch immer mit dem Charakter zusammenhängt, also nicht völlig zu trennen ist.
Und es hängt auch mit dem Körper zusammen.

Beispiel ich. Ich trinke sehr wenig. Ich vertrage auch nichts, das ist einer der Gründe dafür, daß ich wenig trinke, denn sobald mir der Alkohol in den Kopf gestiegen ist, höre ich auf.

Hat also mit beidem zu tun. Mein Körper verträgt es nicht, ich spüre es deswegen recht bald, und das ist das Zeichen für mich, aufzuhören.

Noch etwas. Alkohol ist jedenfalls bei mir ein Stimmungsverstärker. Das heißt, fühle ich mich schlecht, wird das mit Alkohl noch schlimmer. Fühle ich mich gut, wird auch das durch Alkohol verstärkt.
Andererseits gibt es (für mich) keinen Grund, meine schlechte Stimmung zu verstärken. Und wenn ich ohnehin positiv drauf bin, warum sollte ich dann noch Alkohol draufkippen??

Du hast andererseit recht wenn Du sagst, daß Alkoholismus eine Krankheit ist. Aber bis man daran erkrankt, also auf Alkohol körperlich so reagiert, daß man den Konsum nicht mehr unter Kontrolle hat, ist es ja ein Stück Weg, und dieser Weg ist auch charakterlich beeinflußt. Wer also im Gegensatz zu mir weniger auf seinen Körper hört oder wem es tatsächlich mit Alkohol besser geht, der ist wohl gefährdet, in der Alkoholkrankheit zu landen. Es muß nie so enden, aber die Gefahr ist vorhanden.

Und zum Alkohol allgemein und auch hier im Forum. Ich habe das ja auch schon angemahnt, daß im Podcast jeder "sein Bier" vorstellt. Ja, gut, Bier ist nett, ich trinke auch mal eines, ich habe auch schon eine kleine Bierprobe gemacht, etc. pp. - Aber warum kann man das nicht für sich tun, was ist daran so wichtig, daß man es in die Welt hinausposaunen müßte?

Was ist generell gesagt an Alkohol so wesentlich, daß in unserer Gesellschaft für viele Menschen, sogar vielleicht die meisten, nichts ohne geht? Ich verstehe es nicht und werde es nie verstehen.

Es gibt übrigens Ausnahmen. Zum Beispiel das Natural-High-Festival in Rüdersdorf südlich von Berlin:
 

cjbffm

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1.: Welche Biere ohne Alk schmecken euch am besten und kommen einem gescheiten Pils am nähsten?

2.: Ist es sinnvoll bei Bier, auch wenn alkfrei, zu bleiben? Oder sollte man Bier generell sein lassen? Erfahrungen?
Ist nicht in allen "alkoholfreien" Getränken ein Rest an Alkohol drin?

Ich würde alles daran setzen, ganz ohne Alkohol auszukommen. - Klar, das ist nicht leicht, wenn man immer allen erst erklären muß, daß... und wenn die sich dann erst darauf einstellen müssen. - Aber wenn im Bekannten- und Freundeskreis und unter den Verwandten erst mal klar ist, daß es Leute (und das bist bestimmt nicht nur Du) gibt, die gerne eine alkoholfreie Alternative hätten - aus welchen Gründen auch immer - dann werden das die meisten über kurz oder lang berücksichtigen.

Ich erlebe das eigenlich in meinen Kreisen genau so, und obwohl ich nicht völlig alkoholfrei lebe, bin ich ein dankbarer Abnehmer für alle Getränke "ohne". - Komm und laß' uns einen heben. - Mit Null Prozent! ;)
 
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Danke für Deine Antwort. Ein paar kurze Gedanke dazu:

Alkohol ist jedenfalls bei mir ein Stimmungsverstärker. Das heißt, fühle ich mich schlecht, wird das mit Alkohl noch schlimmer.
Kommt auf die Dosis an! Alkohol betäubt und wird von mir dahingehend auch genutzt. Je schlechter es mit geht, desto mehr trinke ich. Und da beginnt dann leider ein übler Teufelskreis.




Du hast andererseit recht wenn Du sagst, daß Alkoholismus eine Krankheit ist. Aber bis man daran erkrankt, also auf Alkohol körperlich so reagiert, daß man den Konsum nicht mehr unter Kontrolle hat...
Wieso muss eine Krankheit immer eine körperliche Komponente haben? Depression, Schizophrenie,... Sind das keine Krankheiten?
Es ist nicht mein Körper, der mich meiner Kontrolle über den Konsum beraubt. Es ist mein Kopf/Geist. Körperliche Entzugerscheinungen habe ich aktuell nach 4 trockenen Tagen tatsächlich keine.
 
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Das ist ja mal ein interessantes Thema.

Ich selbst habe meinen letzten Alkohol am 30.12.2013 getrunken.

Welche Biere ohne Alk schmecken euch am besten und kommen einem gescheiten Pils am nähsten?
Jever Fun ist aus meiner Sicht sehr zu empfehlen. Das hat auch mein Bruder diesen Sommer entdeckt, der eigentlich alkoholfreies Pils nicht so mochte.

Bei Weizenbier finde ich das Kapuziner Alkoholfrei sehr nahe an einem alkoholhaltigen Weizen dran.

Bei beiden Bieren schmeckt man kaum bis gar nicht dieses leicht süßliche, was die meisten alkoholfreien Biere so im Nachgang haben.
 
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Ich bin nicht betroffen, Trinke selbst ab und zu, sehe aber in unserer Gesellschaft grundlegende Probleme.

Ich habe den Eindruck das man sich häufiger dafür rechtfertigen muss nichts zu trinken, z.b. auf einer party, als dafür das man sich regelmäßig betrinkt.

Außerdem sehe ich es Kritisch das für Alkohol geworben wird und das man in jedem Supermarkt Alkohol kaufen kann.
Wie ist Einkaufen für einen trockenen Alkoholiker?

Die Alkohol lobby scheint allerdings extrem stark in Deutschland zu sein. Zumindest wird dieses Bild in einer Doku gezeichnet die ich vor kurzem geschaut hatte:

 
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@bernhard_s Lustig, das Jever halte ich gerade in der Hand! :bier:

Mit Weizen, Hefe usw kann ich persönlich nichts anfangen. Komm geografisch aus einer anderen Ecke. Aber vielleicht hilft die Empfehlung anderen.


@cjbffm Ja, angeblich ist noch etwas Alkohol da drin. In allen Fruchtsäften, Bananen usw allerdings auch.

Für mich funktioniert es gerade. Grob überschlagen war ich in den letzten 5 Jahren noch nie so lange trocken wie diese Woche! It ain´t stupid if it works!
 

cjbffm

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Für mich funktioniert es gerade. Grob überschlagen war ich in den letzten 5 Jahren noch nie so lange trocken wie diese Woche! It ain´t stupid if it works!
Na dann. Bleib' dabei. Und an Weihnachen und Sylvester auch gleich. Am besten, Du erzählst allen, die es wissen sollen (aber nicht hören wollen), daß Du vor hast, in diesem Dezember / im nächsten Jahr / ab sofort keinen Alkohol mehr trinken zu wollen.
Vielleicht hast Du ja Glück, und andere "outen" sich, das auch tun zu wollen. - Ich meine jene Leute, die immer ganz still doch mal das eine oder andere Glas mittrinken, denen es aber lieber wäre, sie hätten eine nette Alternative. Die nur mittrinken, um nicht aufzufallen. - Wenn klar ist, was ich meine.
 
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Ab wann bezeichnet man sich als Alki ? Ist das von der Flüssigkeitsmenge abhängig oder der Regelmäßigkeit oder von ersten Beschwerden ? Gibt es dazu Grundlagen ?
 
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Ich finde es ein gutes Thema...

Mein Vater ist seit 30 Jahr trocken und sein Ausstieg ging nur über eine Selbsthilfegruppe. Vorher muss der Kopf dazu bereit sein tatsächlich mit dem Saufen aufzuhören. Vorher wird das nichts. Alkoholfreies Bier schmeckt in der Regel scheiße und dient nicht dazu tatsächlich mit dem Saufen aufzuhören weil ein kleines bisschen Alkohol doch enthalten ist. Wenn alkfrei dann komplett ohne Alk und das heißt auch Verzicht auf alkoholfreies Bier. Wenn du enormen Saufdruck hast hilft es auf einmal soviel Mineralwasser zu trinken wie in deinen "Ranzen" hineinpasst um den Saufdruck zu unterdrücken. Also richtig viel Wasser trinken bis man fast ko**** muss und ein Völlegefühl da ist. Da hat man dann auch keinen Bock mehr Alk zu saufen.

Mich hat das natürlich sehr geprägt aber in jungen Jahren trank ich doch häufiger mal einen über den Durst. Jetzt mit dem älter sein (bald 50) sieht das bei mir so aus, dass ich unter der Woche an Arbeitstagen komplett ohne Alkohol auskomme und am WE während dem Kochen hin und wieder mal einen Aperitif trinke und zum Essen selbst ein Bier oder ein bis zwei Gläser Wein. Das trinke ich dann mit Genuss weil es mir in dem Moment schmeckt. Ich würde mal sagen, dass ich selbst kein Problem mit Alkohol habe.

Im Jahre 2017/2018 schloss ich mich hier in der Region einer Bikegruppe an und zuerst waren wir immer mehrere Leute die bei einer Tour dabei waren. Die Touren danach waren auch immer mehrere Leute dabei sodass mir der Alk Konsum bei dem ein oder anderen gar nicht so aufgefallen ist als wir mal einkehrten. Dann gab es besagte Tour wo wir zu dritt los gezogen sind und die beiden anderen sich dermaßen einen hinter die Binde kippten das mich das nur noch genervt hatte und ich als sie wieder einen Saufstop einlegen wollten einfach weiter gefahren bin ohne sie. Ich bin mir sicher, sie kapieren bis heute nicht warum ich mich von ihnen zurück gezogen habe. vielleicht lesen sie hier mit....
 
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Ab wann bezeichnet man sich als Alki ? Ist das von der Flüssigkeitsmenge abhängig oder der Regelmäßigkeit oder von ersten Beschwerden ? Gibt es dazu Grundlagen ?

Genau kann man das denke ich nicht definieren.

Meiner Erfahrung nach mit meinem Vater hat man ein Alk Problem wenn das Privat- oder Arbeitsleben unter dem Alkkonsum leidet also wenn es Auswirkungen hat.
 
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Ab wann bezeichnet man sich als Alki ? Ist das von der Flüssigkeitsmenge abhängig oder der Regelmäßigkeit oder von ersten Beschwerden ? Gibt es dazu Grundlagen ?
Genau kann man das denke ich nicht definieren.
Doch. Kann man!
Wikipedia liefert da einen ziemlich umfangreichen Einstieg:

Abhängigkeitssyndrom​

Die ICD-10 definiert sechs Kriterien, von denen drei oder mehr mindestens einen Monat lang (oder bei kürzerer Dauer: innerhalb eines Jahres wiederholt) gleichzeitig vorhanden sein müssen, um die Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms (F10.2) stellen zu können:

  • Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu konsumieren (Fachterminus: Craving)
  • Verminderte Kontrollfähigkeit bei der Menge, des Beginns oder Ende des Konsums (d. h., es wird regelmäßig mehr Alkohol oder über einen längeren Zeitraum konsumiert als geplant oder es bestehen der anhaltende Wunsch und Versuche, den Alkoholkonsum zu verringern oder zu kontrollieren, ohne dass dies nachhaltig gelingt)
  • Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder Konsumreduktion
  • Nachweis einer Toleranz (um die gewünschte Wirkung hervorzurufen, sind zunehmend größere Mengen an Alkohol erforderlich)
  • Einengung des Denkens auf Alkohol (d. h. Vernachlässigung anderer Interessen zugunsten des Alkoholkonsums)
  • Anhaltender Substanzkonsum trotz gesundheitlicher und sozialer Folgeschäden für den Konsumenten, obwohl der Betroffene sich über die Art und das Ausmaß des Schadens bewusst ist oder bewusst sein könnte (z. B. Leberkrankheiten wie Leberzirrhose, eine Verschlechterung der kognitiven Funktionen, Verlust des Führerscheins oder Arbeitsplatzes, Trennung des Lebenspartners, Rückzug des Bekannten- und Freundeskreises etc.)
Im Gegensatz zu früheren ICD-Versionen müssen die „klassischen“ Symptome der körperlichen Abhängigkeit, d. h. Toleranz und Entzugserscheinungen, nicht mehr unbedingt vorhanden sein, wenn ausreichend andere Symptome zutreffen.

Ich bin bei 5/6 Kriterien.
 

null-2wo

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ich trinke zwar verhältnismäßig wenig alkohol, verfolge die diskussion aber mal - denn mit sucht und überwindung habe ich auch ein wenig erfahrung (eigene und fremde), und die symptome und mechanismen sind substanzunabhängig meist sehr ähnlich. an alkoholfreien bieren mag ich z.b. das lamm's. ich finde aber auch, alkfreies bier ist selbstbetrug und hilft nicht beim aufhören, sondern schadet eher. ähnlich wie "nikotinfreie" zigaretten(-ersatzprodukte) usw.

zur bestimmung von suchtverhalten gibt es noch mehr kriterien, z.b. "sich vor angehörigen/freunden verstecken, um der sucht nachzugehen" war bei mir ein deutliches warnzeichen.
 
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@null-2wo Alkfreies Bier als Selbstbetrug kann ich nachvollziehen. Aber die Schädlichkeit musst Du mir erklären. Beim Ersatz fürs Rauchen führe ich mir (zum Beispiel durchs Dampfen) trotzdem körperlichen Schaden zu. Alkoholfreies Bier halte ich sogar für gesund. Kaum Kalorien, wichtige Mineralstoffe,...

Weißt Du mehr als ich?
 

seblubb

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Seit Februar/März 2021 ohne Alkohol, in der Vergangenheit mehrfach kurz vor "jetzt wird es zu einem Problem", dann den Entschluss gefasst, dass sich was ändern muss und als Freund großer Extreme die Reißleine gezogen, keine professionelle Hilfe in Anspruch genommen

Beste. Entscheidung. Ever.



Ist es sinnvoll bei Bier, auch wenn alkfrei, zu bleiben? Oder sollte man Bier generell sein lassen? Erfahrungen?
lass es komplett sein. Wie erwähnt ist alkoholfrei nicht ohne Alkohol, der Vergleich mit den Früchten hinkt (Bananen sind radioaktiv, so what? :ka:) und dein Hirn ist durch den Konsum/die Sucht physiologisch verändert (iirc geschieht die physische Anpassung des Gehirns relativ schnell und die Umkehr dauert deutlich länger). Dann kommt die Psyche hinzu und verbindet mit dem Geschmack des Bieres das frühere "tolle" Gefühl des Rauschs und du hast den Salat.


Auch wenn ich es ohne professionelle Begleitung geschafft/durchgezogen habe* empfehle ich das nicht: Bitte such dir ein entsprechendes Hilfsangebot: Gruppentherapie, Selbsthilfe, Einzeltherapie, ärztliche Begleitung - was dir vom Konzept am ehesten zusagt


Ich wünsche dir von Herzen alles Gute, viel Erfolg und Kraft UND: Du schaffst es, wenn du es willst.


*ich muss dazu sagen, dass mir meine Frau ein paar Tage nach meinem Entschluss den positiven Schwangerschaftstest unter die Nase gehalten hat und meine allgemeine Lebenssituation sehr positiv und förderlich war/ist. Und jetzt wüsste ich eh nciht wann ich mir die Batterie abklemmen sollte und n Kater mit Kleinkind? nein Danke :lol:
 

cjbffm

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*ich muss dazu sagen, dass mir meine Frau ein paar Tage nach meinem Entschluss den positiven Schwangerschaftstest unter die Nase gehalten hat und meine allgemeine Lebenssituation sehr positiv und förderlich war/ist. Und jetzt wüsste ich eh nciht wann ich mir die Batterie abklemmen sollte und n Kater mit Kleinkind? nein Danke :lol:
😍
 

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Aber die Schädlichkeit musst Du mir erklären.

nicht auf ner körperlichen ebene, sondern auf ner psychischen.

du trinkst ja (unterbewusst) nicht weil das bier so lecker schmeckt, sondern weil es in deinem hirn endorphin und dopamin ausschüttet. daher wiederum kommt die positive assoziation mit dem geschmack ;) bei der alkfreien alternative bleiben die glückshormone aus, also ist es nicht "befriedigend" - du wirst also innerhalb einer relativ überschubaren frist wieder zu nem richtigen bier greifen. is bei rauchern das gleiche - wenn du dir vornimmst, nur 5 am tag zu rauchen, rauchst du übermorgen 7, nächste woche zehn und in zwei wochen wieder ne schachtel.

mit den worten eines berühmten philosophen, der auch weitreichende erfahrung auf diesem gebiet hat:
captain jack sparrow schrieb:
das problem ist nicht das problem.
das problem ist deine einstellung gegenüber dem problem!

... soll heißen: solange der/die süchtige der meinung ist, etwas aufzugeben (nämlich den konsum und das damit verbundene dopamin), solange wird der ausbruch nicht klappen. es wird immer diesen einen, "besonderen" umstand geben, der die erste ausnahme legitimiert. stress in der arbeit, kacke am schuh, urlaub. und nach der ersten ausnahme kommt noch eine, die anlässe werden immer kleiner, zack! biste zurück im hamsterrad.

das mindset ist ganz entscheidend: erst wenn man erkennt, dass man in der sucht gefangen ist, und mit dem ausbruch etwas gewinnt (nämlich freiheit, unabhängigkeit, selbstbestimmung), klappt der absprung.
 
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Kannst du dir selbst eingestehen, dass du süchtig bist nach Alkohol?
Wenn ja dann bist du bereit für den Absprung!
Wenn die Antwort nein ist wirst du noch den ein oder anderen Rausch brauchen um den Absprung zu schaffen. ich wünsche dir viel Erfolg dabei!
 

cjbffm

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du trinkst ja (unterbewusst) nicht weil das bier so lecker schmeckt, sondern weil es in deinem hirn endorphin und dopamin ausschüttet. daher wiederum kommt die positive assoziation mit dem geschmack ;) bei der alkfreien alternative bleiben die glückshormone aus, also ist es nicht "befriedigend" - du wirst also innerhalb einer relativ überschubaren frist wieder zu nem richtigen bier greifen. is bei rauchern das gleiche - wenn du dir vornimmst, nur 5 am tag zu rauchen, rauchst du übermorgen 7, nächste woche zehn und in zwei wochen wieder ne schachtel.
Ich glaube ich bin nicht ganz normal. :spinner: - Siehe oben, was ich dort über mich geschrieben habe.
Und geraucht habe ich auch noch nie und habe es auch nicht vor.
 
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Ich bitte euch, sachlich uns konstruktiv zu bleiben und betroffene User sowohl hier als auch im Rest des Forums rücksichtsvoll und mit Respekt zu begegnen. Alkoholismus ist eine Krankheit und keine Charakterschwäche. Habt das bitte immer im Hinterkopf.
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Solltest Du ein Betroffener sein, was ich stark vermute, dann wünsche ich Dir von tiefstem Herzen alle Kraft um davon loszukommen! Darüber zu reden, ist schon ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung.

Das letztlich anonyme Forum für eine Tirade zu missbrauchen, steht mir fern. Ich kenne Dich nicht und weiss nicht, wie Du eventuell auf meine Argumente reagierst. Ich versuche sachlich zu argumentieren, weil ich ganz genau weiss, welche Auswirkungen Alkohol hat. Nicht durch eigenen Konsum, aber durch leidvolle Erfahrung im nächsten Umfeld - das muss als Erklärung reichen. Ich weiss verdammt genau, wovon ich rede..!!

Ich definiere Alkoholismus nicht in erster Linie als Charakterschwäche, aber in meinen Augen ganz klar als eine Sucht. Von einer Krankheit zu reden, ist mMn. eine Verharmlosung der Sache. Das ist wie das berühmte "Gläschen" welches man niemanden verwehren sollte. Krankheit und Gläschen kommen in den Erklärungen immer vor. Klassische Selbstläufer von Standardfloskeln, welches meinen Puls schlagartig hochtreiben. Man schreibt auch nicht von einem Heroinkranken, der sich ein "Spritzchen" setzt. Man bezeichnet ihn als Süchtigen, der sich Gift spritzt und sich so damit umbringt; da ist die Meinung recht vorgefertigt.

Nochmals, Alkoholismus als Krankheit zu definieren, erhöht die Gefahr sich vorzumachen, an der Sache gänzlich unschuldig zu sein. Und das stimmt nun mal nicht. Vielleicht mögen Mediziner das anders sehen, ich kenne so ziemlich alle Erklärungsversuche - egal von welcher Seite.

Guten Gelingen...!!
 
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