Alpencross Training: 5 Stunden die Woche

Weil ein Podcast von jedem verfasst werden kann. Früher wurde auf Studien oder Sportwissenschaftlern verwiesen. In yt gibt es gerade im bike Bereich viel Unsinn aber viele meinen bei yt ist alles richtig.
Undifferenzierte Zustimmung oder Ablehnung von Quellen erlebe ich hier sehr selten. Und sicherlich nicht von Nerds, die sich stundenlange Podcasts / Interviews anhören.

Wer es knallhart schwarz-weiß braucht, darf sich freilich nicht in die unübersichtliche, widersprüchliche, fragmentierte Erkenntniswelt der neuesten Forschung begeben. Da muss man hart bei der einem bekannten "Lehrmeinung" bleiben.
 
Auch wenn wir vom Ausgangspost mittlerweile etwas weg sind doch noch ein paar Gedanken dazu von mir. Zusätzlich zu den Tagesetappen/Höhenmetern kommen beim Alpencross noch die Höhe, Gepäck und das Wetter dazu. Gepäck kann man trainieren, Hitze und Höhe mit verhältnismäßigem Aufwand eher nicht. Für mich käme deshalb ein Trainingsplan für den Alpencross nicht in Frage, das lohnt sich nicht. Einfach möglichst viel Radeln, mit dem MTB und mit Rucksack, dann wird das schon.
 
Je nachdem wann ein Alpencross ist, so ist Hitzetraining schon möglich. Kann ja schon mal im Mai die 30 Grad Marke geknackt werden.
Regelmäßiges saunieren könnte sicher auch nicht schaden. Einerseitz zur Erholung und andererseits um sich an die Hitze zu gewöhnen.
 
Weil ein Podcast von jedem verfasst werden kann. Früher wurde auf Studien oder Sportwissenschaftlern verwiesen. In yt gibt es gerade im bike Bereich viel Unsinn aber viele meinen bei yt ist alles richtig.
Hätte ich für mehr Credibility dazu schreiben sollen, dass der Typ Arzt und Sportwissenschaftler ist? Warum nicht erst mal anschauen oder informieren, bevor man rum nölt?
 
Hätte ich für mehr Credibility dazu schreiben sollen, dass der Typ Arzt und Sportwissenschaftler ist? Warum nicht erst mal anschauen oder informieren, bevor man rum nölt?
Ja. Ich suche nicht erst nach irgendwelchen Podcast und analysiere diese. Wenn jemand so etwas als Referenenz angibt, sollte dieser erwähnen was die Menschen dahinter für eine Reputation haben.

Ganz nebenbei. wenn ich "Rocketscience" in YT suche bekomme ich nur Themen zu Raketentechnik. Also erstmal soll ich suchen bis ich deine Podcast finde und dann noch schauen ob das auch was taugt.......?
 
Das habe ich nicht gut erklärt.
Ich glaube, dass Du da Leistung (Watt), Kraft und Energie (Kraft mal Weg) durcheinanderbringst.
Somit komme ich zu der Hypothese, dass bei höherem Rollwiderstand die Zeit in der die jeweiligen Muskeln kontrahiert sind höher ist, und somit die Trainingsbelastung bei gleicher Trainingszeit und Wattzahl steigt.
Wenn Leistung und Trittfrequenz gleichbleiben, dann verteilst Du nur den Krafteinsatz anders auf die Kurbelumdrehung - etwa: 30 Grad und Kraft x vs. 60 Grad und halbe Kraft. Du erklärst aber nicht, wieso man beim leicht laufenden Reifen kurz und knackig, beim schwer laufenden Reifen rund und mit weniger Krafteinsatz treten soll.

Ich versteh Dich eher so, dass man beim leichten Reifen nicht so dolle reintreten muss, und dann vielleicht eher aufhört, weil der Pedalwiderstand geringer ist. Dann hat man aber auch ne geringere Leistung abgegeben. Dass man bei höherer Leistung ggf andere Muskelfasern rekrutiert, steht ausser Frage - das geht aber wenn dann eher in die verkehrte Richtung.
Anhang anzeigen 2253715



Bei Dysbalancen kommt quasi kein entsprechender Befehl vom Gehirn die "inaktivere" Muskelgruppe zu aktivieren. Krafttraining, gerade bei Anfängern verbessert vordergründig die neuronale Fähigkeit die Muskulatur anzusteuern und alle Muskelfasern eines Muskels synchron zu kontrahieren.

Mein Trainingsstand? Überschaubar- im August habe ich für 1700hm auf die Göflaner Scharte fahrend, schiebend und tragend 4h 24 gebraucht. Davon war ich knappe 3h in Z1 (124-142bpm) den Rest im Rekom Bereich. Das Rad mit dem ich gefahren bin wiegt 17kg und hat vorne und hinten Conti Argotal DH in Supersoft montiert.
Ich kann mit ner Handvoll Trailläufen (bis 60km), einem Etappenlauf mit ca. 260km und 16000hm in sieben Tagen sowie den Marcialonga in Italien (Langlaufmarathon 70k) als "relevante" Wettkämpfe dienen. Dazu mal hier und da ein Radmarathon, Triathlon (Kurzdistanz) usw.
Viel wichtiger, ich hab alle Fehler die man im Training so machen kann garantiert mehrfach über viele Jahre gemacht .-) .Darin bin ich definitiv Experte. Im aeroben Defizitsyndrom war ich übrigens super!

Fahr doch mal für 3-4 Monate deinen Arbeitsweg konsequent in Z1/Z2 und schau was passiert.

Je nachdem wann ein Alpencross ist, so ist Hitzetraining schon möglich. Kann ja schon mal im Mai die 30 Grad Marke geknackt werden.
Regelmäßiges saunieren könnte sicher auch nicht schaden. Einerseitz zur Erholung und andererseits um sich an die Hitze zu gewöhnen.
Kann auch staubig werden. Also schonmal regelmässig ne Stunde im Steinbruch arbeiten. 🤣
Hilft auch zur Kräftigung der Rumpfmuskulatur.
Sonst noch was?
Trinkflaschen nutzen üben?
Ach ja: Fahren nicht vergessen.
 
Ja. Ich suche nicht erst nach irgendwelchen Podcast und analysiere diese. Wenn jemand so etwas als Referenenz angibt, sollte dieser erwähnen was die Menschen dahinter für eine Reputation haben.

Ganz nebenbei. wenn ich "Rocketscience" in YT suche bekomme ich nur Themen zu Raketentechnik. Also erstmal soll ich suchen bis ich deine Podcast finde und dann noch schauen ob das auch was taugt.......?
Dein Wunsch nach vertrauenswürdiger und belegter Information ist nachvollziehbar.

Aber das hier ist und bleibt ein Internetforum in dem sich irgendwelche Nerds austauschen. Hier basteln Menschen Shimano Bremshebel an Magura Bremssättel und stürzen sich zu Testzwecken damit metertiefe Drops hinunter. Die fallen in die Kategorie "Hohe Risikobereitschaft führt zu Erkenntnisgewinn".
Wenn deren Methode zum Erfolg führt schafft das bei manchen durchaus genug Vertrauen sich das Bremssystem ebenfalls ans eigene Rad zu schrauben.

Vergleichbare Nerds unterhalten sich hier über die neuesten Trainings- und Ernährungsmethoden...

In dem Fall einen umfassenden Anhang mit Datenaufzeichnung, Erfolgsnachweis, Quellenverzeichnis und Langzeitstudien zu jedem Post zu erwarten wäre sicher wünschenswert, ist aber wohl Utopisch
:)

Dazu kommen zwei weitere Faktoren.

Man hat inzwischen festgestellt das die meisten Studien zum Thema Ernährung ziemlich wertlos sind. (
).

Deswegen werden z.B auch viele Empfehlungen der DGE stark kritisiert.

Das gleiche betrifft das Thema Training. Dank sehr genauer Pulsmesser, Wattmessgeräte, Körpertemperaturmessung im Ausdauersport. Ernährung beim Bodybuilding. Der Einfluss von Kraftraining. Man hat in den letzten Jahren extrem viel neues gelernt und deutliche Leistungssprünge erzielt.
Studiendesign und Studiendauer hinken da völlig hinterher um das abzubilden und es belegbar zu machen.

Der Großteil des "Ausdauerlagers" interpretiert wiederum den aktuellen Erkenntnisstand der Wissenschaft (in den Details) definitiv anders wie das "Kraftsportlager". Dann gibt es inzwischen auch noch das "Longevitylager" das auch noch mal einen etwas anderen Blick darauf hat.

Das macht die Sache natürlich nicht leichter.

Möchte man als Laie von aktuellen Wissenstand profitieren wird man nicht darum kommen sich selber das entsprechende Grundwissen anzueignen um den Informationsgehalt der jeweiligen Information zumindest im Ansatz beurteilen zu können.

Wenn man dazu keine Lust hat kann man wohl nur zwischen blindem Vertrauen in einzelne Quellen oder schlichter Ignoranz wählen.

Wer eine Quelle im öffentlich rechtlichen Rundfunk sucht. Dem gefällt vielleicht das Format "Maithink X" auf ZDF. (https://www.zdf.de/play/shows/mai-think-x-die-show-102/maithink-x-muskelaufbau-100)

Zum lesen lohnt sich:

zum Thema Gesundheit:
von Peter Attia das Buch "Outlive"

Ausdauertraining:
von Scott Johnston das Buch " Uphill Athlete"

Bewegungsausführung (Kniebeuge, Kreuzheben etc.) Mobilität etc:
Kelly Starrett das Buch "Werde ein geschmeidiger Leopard"

Sehr viel Info zum Thema Training :
https://evokeendurance.com/resources/

Thema Ernährung:
(Interview mit Prof. Dr. Dr. med. Simone Kreth, einer führenden Expertin in der Ernährungsmedizin):
 
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Ich glaube, dass Du da Leistung (Watt), Kraft und Energie (Kraft mal Weg) durcheinanderbringst.

Wenn Leistung und Trittfrequenz gleichbleiben, dann verteilst Du nur den Krafteinsatz anders auf die Kurbelumdrehung - etwa: 30 Grad und Kraft x vs. 60 Grad und halbe Kraft. Du erklärst aber nicht, wieso man beim leicht laufenden Reifen kurz und knackig, beim schwer laufenden Reifen rund und mit weniger Krafteinsatz treten soll.

Ich versteh Dich eher so, dass man beim leichten Reifen nicht so dolle reintreten muss, und dann vielleicht eher aufhört, weil der Pedalwiderstand geringer ist. Dann hat man aber auch ne geringere Leistung abgegeben. Dass man bei höherer Leistung ggf andere Muskelfasern rekrutiert, steht ausser Frage - das geht aber wenn dann eher in die verkehrte Richtung.
Das ist die graphische Darstellung der Tangentialkraft wenn man in die Pedale tritt. Die Gipfelhöhe entspricht der Wattleistung, die Gipfelbreite der Dauer wie lange die Leistung erzeugt wird. Je schwerer dein Laufrad zu beschleunigen ist, desto steiler steigt die Gipfelflanke an und desto breiter wird deine Bergspitze.
Ist vergleichbar mit der Beschleunigung beim Auto. 150 Ps auf 500kg geht schneller von 0 auf 100 wie 150 PS bei 2000 kg. Im Endeffekt fahren beide Autos die gleiche Geschwindigkeit bei gleicher Motorleistung. Bei einem Auto muss der Motor länger Leistung erzeugen um die Geschwindigkeit zu erreichen.

Nachdem man mit jedem Pedaltritt seine Laufräder neu beschleunigen muss hat man diesen Effekt bei jeder Pedalumdrehung.


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Nachdem man mit jedem Pedaltritt seine Laufräder neu beschleunigen muss hat man diesen Effekt bei jeder Pedalumdrehung.
Warum das? Wenn ich das Rad in den Ständer hebe und einmal die Laufräder in Schwung habe, laufen die ganz lange in fast derselben Geschwindigkeit von alleine weiter. Eine weitere Beschleunigung (=Kraft) ist nicht mehr erforderlich. Das gleiche gilt, wenn ich auf dem Rad sitze.
 
Das ist die graphische Darstellung der Tangentialkraft wenn man in die Pedale tritt. Die Gipfelhöhe entspricht der Wattleistung, die Gipfelbreite der Dauer wie lange die Leistung erzeugt wird. Je schwerer dein Laufrad zu beschleunigen ist, desto steiler steigt die Gipfelflanke an und desto breiter wird deine Bergspitze.
Das Problem bei Deiner Argumentation: Energie ist das Integral, also die Fläche unter Deiner Kurve. Berg breiter = mehr Energie = Mehr Leistung bei gleicher TF. Kannst natürlich die Leistung konstant halten und langsamer treten, aber warum sollte man das tun, wenn man eine Gangschaltung hat, um die TF optimal zu halten?
Ist vergleichbar mit der Beschleunigung beim Auto. 150 Ps auf 500kg geht schneller von 0 auf 100 wie 150 PS bei 2000 kg. Im Endeffekt fahren beide Autos die gleiche Geschwindigkeit bei gleicher Motorleistung. Bei einem Auto muss der Motor länger Leistung erzeugen um die Geschwindigkeit zu erreichen.
Willst Du mir damit sagen, dass man bei gleicher Leistung irgendwann auch mit Magic Mary Supersoft Reifen dieselbe Endgeschwindigkeit erreicht wie mit Rocket Ron, oder willst Du mir sagen, dass nicht alles was hinkt auch ein Vergleich ist?

Egal. Du meintest, der Trainingseffekt mit schwerer laufenden Reifen sei besser. Stell Dir auf der Rolle nen höheren Widerstand ein und berichte.
 
Warum das? Wenn ich das Rad in den Ständer hebe und einmal die Laufräder in Schwung habe, laufen die ganz lange in fast derselben Geschwindigkeit von alleine weiter. Eine weitere Beschleunigung (=Kraft) ist nicht mehr erforderlich. Das gleiche gilt, wenn ich auf dem Rad sitze.
Da gibt es dennoch laufend Beschleunigungen, die sind aber sehr klein, weil eine konstante Geschwindigkeit in der Praxis auch nie konstant ist, da sich dauernd kleine Abweichungen ergeben, die wiederum laufend korrigiert werden müssen.
 
Das Problem bei Deiner Argumentation: Energie ist das Integral, also die Fläche unter Deiner Kurve. Berg breiter = mehr Energie = Mehr Leistung bei gleicher TF. Kannst natürlich die Leistung konstant halten und langsamer treten, aber warum sollte man das tun, wenn man eine Gangschaltung hat, um die TF optimal zu halten?

Willst Du mir damit sagen, dass man bei gleicher Leistung irgendwann auch mit Magic Mary Supersoft Reifen dieselbe Endgeschwindigkeit erreicht wie mit Rocket Ron, oder willst Du mir sagen, dass nicht alles was hinkt auch ein Vergleich ist?

Egal. Du meintest, der Trainingseffekt mit schwerer laufenden Reifen sei besser. Stell Dir auf der Rolle nen höheren Widerstand ein und berichte.
Zumindest habe ich gelernt das meine kommunikativen Fähigkeiten in dem Fall begrenzt sind :-). Ich werde versuchen es auf der Rolle zu simulieren und entsprechend darzustellen. Mal sehen ob das klappt
 
Im aeroben Defizitsyndrom war ich übrigens super!
Erzähl :bier: . Das interessiert mich.
Fahr doch mal für 3-4 Monate deinen Arbeitsweg konsequent in Z1/Z2 und schau was passiert.
Wenn diese :wut::crash::aufreg: Erkältung, die eigentlich schon seit anderthalb Wochen kuriert ist, nicht bald mit diesem blöden Resthusten aufhört, dann passiert das von ganz alleine. Auch wenn ich schon seit ner Woche wieder auf dem Rad sitze, mehr als unteres Z2 mache ich noch nicht, und auch davon nicht besonders viel. Herrjeh ist das - geistig - anstrengend. Lässt das Bein aufs Pedal plumpsen bist schon drüber.
Und die Beine so: „Ja, komm, hau‘ richtig rein! Gib ma Gas Mann!“ 🙄
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😭
 
Erzähl :bier: . Das interessiert mich.


😭
Ich hab ca. 20 Jahre fast jede Einheit, egal ob Laufen, Biken etc. immer auf Anschlag praktiziert. Erfolgreiches Training bedeutete für mich Blutgeschmack im Mund und brennende Beine. Fühlt sich halt geil an und macht Spaß. Aber Belastungen länger als 45 Minuten war immer mit massiven Leistungseinbruch verbunden...
Vor ein paar Jahren hat mich dann ein Trainer mehr oder weniger zum Grundlagentraining "gezwungen". Ich habe tatsächlich knappe 6 Monate nur Z1 Läufe gemacht. Ich bin Anstiege bergauf gegangen ( um in Z1 zu bleiben) die ich problemlos mit 800/hm pro Stunde laufen konnte (halt im aneroben Bereich). Ich kam mir dabei so blöd vor und dachte ich gehe spazieren und trainiere nicht.

Im Nachgang war der Effekt immens. Jetzt laufe ich die 800hm/h in Z1.
 
Ich hab ca. 20 Jahre fast jede Einheit, egal ob Laufen, Biken etc. immer auf Anschlag praktiziert. Erfolgreiches Training bedeutete für mich Blutgeschmack im Mund und brennende Beine. Fühlt sich halt geil an und macht Spaß.
Haha, Könnt von mir sein. :bier: 😁

Aber Belastungen länger als 45 Minuten war immer mit massiven Leistungseinbruch verbunden...
Bei mir so nach knapp 2h, aber das hängt natürlich von der Intensität ab.
Vor ein paar Jahren hat mich dann ein Trainer mehr oder weniger zum Grundlagentraining "gezwungen". Ich habe tatsächlich knappe 6 Monate nur Z1 Läufe gemacht. Ich bin Anstiege bergauf gegangen ( um in Z1 zu bleiben) die ich problemlos mit 800/hm pro Stunde laufen konnte (halt im aneroben Bereich). Ich kam mir dabei so blöd vor und dachte ich gehe spazieren und trainiere nicht.
Ausschliesslich Z1 ist natürlich ne krasse Nummer… war das nötig? Oder hast Du parallel Krafttraining gemacht?
Im Nachgang war der Effekt immens. Jetzt laufe ich die 800hm/h in Z1.
Cool. Ich war ja etwas enttäuscht von meiner Entwicklung im vergangenen Jahr; ich experimentiere noch damit, was die optimale Trainingsdauer, -Intensität und -Frequenz ist. Aber wenn ich mal Ausdauerrunden vom letzten Oktober/November mit heute vergleiche, dann bin ich mit der gleichen Leistung heute mit 10 Pulsschlägen weniger unterwegs. Das ist dann so verkehrt auch wieder nicht. Geht also in die richtige Richtung.
 
Ausschliesslich Z1 ist natürlich ne krasse Nummer… war das nötig? Oder hast Du parallel Krafttraining gemacht?
Ob es nötig war kann ich schwer beurteilen. Der Vergleich zu einem anderen Konzept ist schwierig. Ich müsste ja die gleiche Ausgangssituation wieder herstellen .-) Strukturiertes Krafttraining im Gym habe ich zu dem Zeitpunkt kaum gemacht. "Kraft" wurde über Skitouren und "Bergläufe" trainiert.

Seit ca. 2 Jahren mache ich Kraftraining nach Plan. Primär Kniebeugen mit Langhantel, Kreuzheben, Bankdrücken und Klimmzüge in Variationen. Dafür habe ich das Volumen im Laufbereich deutlich reduziert.(maximal 2 Läufe pro Woche)
Meine Hm/h Leistung beim Laufen hat sich trotzdem weiter verbessert (kommt wahrscheinlich primär vom Radfahren - Muskelausdauer). Obwohl ich bis zu 6 kg mehr Körpergewicht aufgebaut habe.
Durch das Krafttraining hat sich definitiv Koordination, Körpergefühl sowie die Bewegungsökonomie beim Laufen und Radfahren verbessert.

Am Rad (da liegt aktuell der Fokus beim Z1/Z2 Training bin ich deutlich leistungsfähiger wie vor zwei Jahren. Beim Laufen fehlt mir auf langen Strecken die spezifische Muskelausdauer. Die Pace in Z1/Z2 steigt weiterhin.

Subjektiv bringt mir die Kombination aus Z1/Z2 Training, ein paar Intervallen plus schweres Kraftraining bei der mir zur Verfügung stehenden Trainingszeit mehr als mehr Volumen Z1/Z2 plus Intervalltraining.
 
Ich glaube ich sollte auch meinen Trainingsplan bei YT veröffentlichen. Leistungseinbruch nach 2h, habe ich selbst nach der Winterpause mit meiner Art zu trainieren noch nie gehabt. (Doch nach meiner Covid Infektion)
 
Ich glaube ich sollte auch meinen Trainingsplan bei YT veröffentlichen. Leistungseinbruch nach 2h, habe ich selbst nach der Winterpause mit meiner Art zu trainieren noch nie gehabt. (Doch nach meiner Covid Infektion)
Hast Du mal ein paar Zahlenwerte für uns wo Du dich so bewegst? Pulswerte, Wattzahlen, HM/h? Irgendwie musst Du ja deine Leistungsfähigkeit erfassen um Leistungsveränderungen zu ermitteln. Oder machst Du das nach Gefühl?
 
Hast Du mal ein paar Zahlenwerte für uns wo Du dich so bewegst? Pulswerte, Wattzahlen, HM/h? Irgendwie musst Du ja deine Leistungsfähigkeit erfassen um Leistungsveränderungen zu ermitteln. Oder machst Du das nach Gefühl?
Nach Gefühl. Ich hatte nach Covid einen Pulsmesser angeschafft und bin zum Kardiologen weil meine Pulswerte anscheinend zu hoch waren (zumindest meinten das ein Paar Kumpels die wie ihr nach solchen Zahlenwerten trainieren).

Die Kardiologin machte einen Belastungstest, Ultraschall usw. und meinte zu mir ich solle den Pulsmesser auf Seite legen und nach Gefühl trainieren, so wie ich das all die Jahre vorher gemacht habe. Das würde mich nur verrückt machen, ich sei nun mal ein Hochpulser (max. Puls mit 57 Jahren bei ca. 190)
 
Nach Gefühl. Ich hatte nach Covid einen Pulsmesser angeschafft und bin zum Kardiologen weil meine Pulswerte anscheinend zu hoch waren (zumindest meinten das ein Paar Kumpels die wie ihr nach solchen Zahlenwerten trainieren).

Die Kardiologin machte einen Belastungstest, Ultraschall usw. und meinte zu mir ich solle den Pulsmesser auf Seite legen und nach Gefühl trainieren, so wie ich das all die Jahre vorher gemacht habe. Das würde mich nur verrückt machen, ich sei nun mal ein Hochpulser (max. Puls mit 57 Jahren bei ca. 190)
Vielleicht hätte die Kardiologin mal erklären sollen, was Dein Herz so besonders macht und wie Du damit umgehen kannst. Welche Daumenregeln man anwenden kann und welche nicht.
Pulsmesser weglegen ist genauso doof wie pauschale Pulsbereiche anzuwenden, ohne die Eigenschaften Deines Körpers mit einzubeziehen.
Aber gut, zum einfach aufs Rad schwingen und drauflosfahren braucht man den nicht. Den brauchst Du erst, wenn Du mal mit weniger Anstrengung und/oder schneller irgendwo hinkommen möchtest. Wenn Du süchtig wirst nach dieser gottlosen Power, die Du leider nur viel zu kurze Zeit rausballern kannst. 8-900 Watt in den Waldboden zu brennen, das fetzt.
 
Nach Gefühl. Ich hatte nach Covid einen Pulsmesser angeschafft und bin zum Kardiologen weil meine Pulswerte anscheinend zu hoch waren (zumindest meinten das ein Paar Kumpels die wie ihr nach solchen Zahlenwerten trainieren).

Die Kardiologin machte einen Belastungstest, Ultraschall usw. und meinte zu mir ich solle den Pulsmesser auf Seite legen und nach Gefühl trainieren, so wie ich das all die Jahre vorher gemacht habe. Das würde mich nur verrückt machen, ich sei nun mal ein Hochpulser (max. Puls mit 57 Jahren bei ca. 190)
Offensichtlich hat es bei Dir gut funktioniert . Warum wird man ohne genauere Infos nie wissen. Kann sein das Du genetisch sehr gut aufgestellt bist und eine sehr hohe VO2max hast. Dann braucht man gar nicht all zu viel machen um überdurchschnittliche Ausdauerleistungen zu erbringen. Eventuell bist Du auch den Großteil deiner Trainingskilometer rein intuitiv in Z1/Z2 unterwegs gewesen und profitierst davon. Vielleicht wärst Du mit entsprechend strukturierten Training sogar Olympiasieger geworden.
Vielleicht ist dein eigener Anspruch an "Fit" objektiv gesehen auch unterdurchschnittlich- könnte auch sein. Ohne objektive Messdaten ist die Einschätzung halt schwierig.

Den Ansatz der Kardiologin finde ich "spannend". Andererseits wirst Du einer ihrer fittesten und gesündesten Probanden gewesen sein. Da wird ihr Bedürfnis dich zu beraten bzw. Dir Trainingstipps zu geben wahrscheinlich nicht so ausgeprägt sein. Hast Du noch die Daten von dem Belastungstest?
 
Offensichtlich hat es bei Dir gut funktioniert . Warum wird man ohne genauere Infos nie wissen. Kann sein das Du genetisch sehr gut aufgestellt bist und eine sehr hohe VO2max hast. Dann braucht man gar nicht all zu viel machen um überdurchschnittliche Ausdauerleistungen zu erbringen. Eventuell bist Du auch den Großteil deiner Trainingskilometer rein intuitiv in Z1/Z2 unterwegs gewesen und profitierst davon. Vielleicht wärst Du mit entsprechend strukturierten Training sogar Olympiasieger geworden.
Vielleicht ist dein eigener Anspruch an "Fit" objektiv gesehen auch unterdurchschnittlich- könnte auch sein. Ohne objektive Messdaten ist die Einschätzung halt schwierig.

Den Ansatz der Kardiologin finde ich "spannend". Andererseits wirst Du einer ihrer fittesten und gesündesten Probanden gewesen sein. Da wird ihr Bedürfnis dich zu beraten bzw. Dir Trainingstipps zu geben wahrscheinlich nicht so ausgeprägt sein. Hast Du noch die Daten von dem Belastungstest?
Hier das was die Ärztin geschrieben hat:
Fahrradergometrische Belastung von 50 Watt bis 200 Watt= 9.5 METS ( 124% von Ziel Leistung 161 W) über 0734 Minuten(sitzend), Ruheblutdruck 11O/80mmHg, Blutdruck auf der 100 Wattstu{e 150/B0mmHg, maximaler Blutdruck 190/960mmHg,maximaler Puls 153/min
Vielleicht kannst Du mir das übersetzen. :D Ich fühlte mich damals auf jeden Fall sehr schlecht in Form wegen Covid.

Nun Fit heißt bei mir, dass ich ohne mich auszupowern mit dem MTB in schwierigen Gelände 40km mit 1000hm in ca. 4h fahren kann.
 
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